Individualismus vs. Kollektivismus

Tarvoc
Ich denke, das trifft es ungefähr.
Archibald
@ Niko:

Mit genau demselben Argument sager ich, dass jeder "Gemeinschaftlichismus" nur eine gewisse Zeit andauern kann, weil er immer nur aus der Epoche des Individualismus entspringt und dann einen neuen Individualismus begründet.

Huhn oder Ei?
nikoweird
@archibald

ja, da hast du völlig Recht
und was willst du damit sagen?
winken
Archibald
@ Niko:

Was ich damit sagen will?

Das man sehr viele dieser achso schlauen dialektischen soziologischen Thesen einfach nur umzudrehen braucht, und, trotzdem damit Recht hat!

Allgemein gilt halt schon, dass sich "Tendenz a" und "Tendenz b" (mit "a" und "b" als dialektischem Gegensatz) von Zeit zu Zeit abwechseln, aber, ist das nicht banal?

Im Sommer ist es warm, im Winter kalt, Nachts ist es dunkel, tagsüber ist es hell.

Ist das wirklich noch Philosophie?
nikoweird
Zitat:
Original von Archibald
@ Niko:

Was ich damit sagen will?

Das man sehr viele dieser achso schlauen dialektischen soziologischen Thesen einfach nur umzudrehen braucht, und, trotzdem damit Recht hat!

Allgemein gilt halt schon, dass sich "Tendenz a" und "Tendenz b" (mit "a" und "b" als dialektischem Gegensatz) von Zeit zu Zeit abwechseln, aber, ist das nicht banal?

Im Sommer ist es warm, im Winter kalt, Nachts ist es dunkel, tagsüber ist es hell.

Ist das wirklich noch Philosophie?


nee, Soziologie
Archibald
@ Niko:

Auch nicht; Dialektik ist vielleicht höchstens ein Elemt der Philosophie oder aber der Soziologie, genauso, wie "satisfaction" höchstens ein Song der Rolling Stones ist, nicht aber die Stones selber!
nikoweird
Zitat:
Original von Archibald
@ Niko:

Auch nicht; Dialektik ist vielleicht höchstens ein Elemt der Philosophie oder aber der Soziologie, genauso, wie "satisfaction" höchstens ein Song der Rolling Stones ist, nicht aber die Stones selber!


Kann es sein, dass du das ,,Widersprech-Syndrom'' hast?

Dann ist mein Thema halt nicht Soziologie oder Philosophie, sondern ein ELEMENT der Soziologie oder Philosophie... roll AARRGH!!
Archibald
@ niko:

Dann sag es doch gleich, und, gehe nicht aber selbstredend davon aus!

Es ist halt ein Trick von allen Jenen, die ihre Meinung behaupten und durchsetzen wollen, dass sie Begriffsdefinitionen im Unklaren lassen, um sie dann auf Anfrage so definieren können, wie es ihnen gerade in den Kram passt! Freude
Epic
Was haltet ihr von Ferdinand Tönnies These ,dass der Individualismus nie kontinuierlich ist?

lächerlich.

Man kann kontinuierlich individualistisch sein.
Aber natürlich nur insoweit, wie es die gegebenen umstände im zeitdasein des einzelnen zulassen.
Das heißt: immer wird die menschliche "zivilisierte" entwicklung vom kleinen kollektivgeist gesteuert und geprägt(Politiker egoisten wahnsinnige), deren moral- und wertvorstellungen - (die bevölkerung) großer kollektivgeist folgt.

Daher ist ein mensch der individualistich gesinnt ist,-anfangs- auch immer
von kollektivistischen vorstellungen mehr oder weniger geprägt, dennoch über diese herausragend.Kann sich bis zur übermenschlichkeit entwickeln.^^
Wegen der Lebensweise,überleben, politische soziale strukturen,sprache, us.w
Es kommt darauf an in welchen zeitdaein oder zeitalter ein mensch geboren wird.
Daher werden sich manche sehr gut entfalten können, ihre talente interessen voll ausleben und bis zur vollkommenheit entwickeln können.
Andere wiederrum....weniger oder garnicht.= harte arbeit, politisch egoistische strukturen us.w

Eine Revolution ist der vergebliche Versuch, vor sich selbst zu fliehen.
Sowas habe ich bisher noch nie gelesen. geschockt
Und die begründung, lieber treadersteller?
Da bin ich mal gespannt.

Individualismus und kollektivismus lassen sich vereinen.
Zudem sind diese zwei worte beschissen, weil sie völlig aus dem kontext gerissen sind, und zu einem "spaltenden" denken führen.
Das eine kann garnicht ohne das andere.
nikoweird
[quote]Original von Epic
Daher werden sich manche sehr gut entfalten können, ihre talente interessen voll ausleben und bis zur vollkommenheit entwickeln können.
Andere wiederrum....weniger oder garnicht.= harte arbeit, politisch egoistische strukturen us.w
[quote]

Hallo,
warum meinst du, dass sich nur wenige entfalten können? Weil unsere Demokratie wohl nicht ,,gut genug entwickelt'' ist?


[quote]
Eine Revolution ist der vergebliche Versuch, vor sich selbst zu fliehen.
Sowas habe ich bisher noch nie gelesen. geschockt
Und die begründung, lieber treadersteller?
Da bin ich mal gespannt.

[quote]

gruebel also was ich damit meine, ist, dass Revolutionen und auch Ideologien immer versucht haben, den Menschen zu ändern, es aber bis heute nicht geschafft haben. Außerdem sind Revolutionen in gewisser Weise evolutionär, da immer andere Ereignisse sie begünstigt oder vorbereitet haben. Die Gewalt in Revolutionen ist also ein Versuch derrer, die an ,,ihre Revolution'' glauben, vor dem Kollektiv und den damit verbundenen Pflichten zu fliehen., es aber nicht schaffen, da Gesellschaft immer mit Pflichten verbunden ist...

Natürlich kannst du den Spruch auch anders interpretieren.
Tarvoc
Zitat:
Original von nikoweird
gruebel also was ich damit meine, ist, dass Revolutionen und auch Ideologien immer versucht haben, den Menschen zu ändern, es aber bis heute nicht geschafft haben. Außerdem sind Revolutionen in gewisser Weise evolutionär, da immer andere Ereignisse sie begünstigt oder vorbereitet haben. Die Gewalt in Revolutionen ist also ein Versuch derrer, die an ,,ihre Revolution'' glauben, vor dem Kollektiv und den damit verbundenen Pflichten zu fliehen., es aber nicht schaffen, da Gesellschaft immer mit Pflichten verbunden ist...

Aha. Und was also ist nun die praktische Konsequenz dieser Überlegung? Quietismus? "Politik der kleinen Schritte"? Oder was jetzt? gruebel
Epic
Hallo,
warum meinst du, dass sich nur wenige entfalten können? Weil unsere Demokratie wohl nicht ,,gut genug entwickelt'' ist?


Wir haben keine demokratie

also was ich damit meine, ist, dass Revolutionen und auch Ideologien immer versucht haben, den Menschen zu ändern, es aber bis heute nicht geschafft haben. Außerdem sind Revolutionen in gewisser Weise evolutionär, da immer andere Ereignisse sie begünstigt oder vorbereitet haben. Die Gewalt in Revolutionen ist also ein Versuch derrer, die an ,,ihre Revolution'' glauben, vor dem Kollektiv und den damit verbundenen Pflichten zu fliehen., es aber nicht schaffen, da Gesellschaft immer mit Pflichten verbunden ist...

Du wirfst mit zu großen begriffen um dich, die sich in solch einem spezifischen kontext nur tausendfach widersprechen können.
Revolution, ideologie, evolution, us.w
Zu leichtsinnig wirfst du mit "großen" worten um dich.
Die menschen haben gründe revolutionen anzufechten, alles was menschen tun hat einen grund.
Daher gehe erst einmal in die tiefe, und erweitere dein verständnis über den menschen.
Dann wirst du deinen text irgendwann einmal mit ganz anderen augen lesen.
Tarvoc
Zitat:
Original von Epic
Wir haben keine demokratie

Wir haben eine Demokratie.
Nylen
Zitat:
Original von Tarvoc
Zitat:
Original von Epic
Wir haben keine demokratie

Wir haben eine Demokratie.


Na das ist doch mal ne spannende Argumentation ^^

Darf ich mitmachen.

Wir haben keine Demokratie, wir haben eine Republik!!! Wer den Unterschied nicht versteht dem geb ich gern Nachhilfe.

Unsere Republik ist demokratisch, in dem Sinne das ein Plebiszit von allen Klassen und Bevölerungsschichten gleichermassen ausgeht. Im Gegensatz etwa zur römischen Republik bei der das Plebiszit ungleich ausging, d.h. wo z.B. der Adel und der Reichtum mehr Stimmen hatten.
Epic
Zitat:
Original von Nylen
Zitat:
Original von Tarvoc
Zitat:
Original von Epic
Wir haben keine demokratie

Wir haben eine Demokratie.


Na das ist doch mal ne spannende Argumentation ^^

Darf ich mitmachen.

Wir haben keine Demokratie, wir haben eine Republik!!! Wer den Unterschied nicht versteht dem geb ich gern Nachhilfe.

Unsere Republik ist demokratisch, in dem Sinne das ein Plebiszit von allen Klassen und Bevölerungsschichten gleichermassen ausgeht. Im Gegensatz etwa zur römischen Republik bei der das Plebiszit ungleich ausging, d.h. wo z.B. der Adel und der Reichtum mehr Stimmen hatten.


hmmm ....
naja demokratie, das is ja alles in sich verzwickt.
Darüber habe ich keine lust zu schreiben ^^
Stanley Alvarez
Zitat:
Original von Tarvoc
Zitat:
Original von Epic
Wir haben keine demokratie

Wir haben eine Demokratie.

Beides falsch.



Achja... der Thread hatte ja noch ein Thema...

Also hier wurden ja bisher "Individualismus" und "Kollektivismus" als Ideologien diskutiert. Da möchte ich grad nichts zu beitragen...

Aus sozialpsychologischer Sicht muss ich sagen, dass die Trennung zwischen "Individualismus" und "Kollektivismus" doch eine künstliche ist. Der Mensch ist ein kommunikatives, ergo kollektives Wesen. Das Individuum erschafft sich als solches erst in der Interaktion mit anderen Menschen. Und das Individuelle ist daher immer Teil des Kollektiven, selbst in seiner forcierten Absetzung davon. (In einem ähnlichen Sinn hab ich derweil auch Tarvocs Aussage verstanden: "Das Zurückweisen ist eine Operation, die innerhalb des Codes durchgeführt wird.")

Um doch nochmal auf die Ideologie zurück zu kommen... das Problem an der hiesigen (neoliberalistischen?) Ideologie ist doch nicht der Individualismus, sondern der Prozess der forcierten Individualisierung. Bevor wir darüber diskutieren, was "besser" ist - Individualisierung vs. Kollektivierung -, sollten wir vielleicht erstmal klären, was diese eigentlich genau ausmacht und wie sie aussehen?!
Tarvoc
Zitat:
Original von Stanley Alvarez
Beides falsch.

Beides richtig.
ete
Zitat:
Original von nikoweird
Was sind die Vor-Nachteile der beiden genannten Gesellschaftstheorien?

Zu beachten ist dabei, dass es keine entweder-oder-Gesellschaften gibt, da jeder Mensch independente, kollektive interdependente und relational interdependente Selbst-Aspekte in sich hat. Was letztendlich zum Tragen kommt, sind Schemata, also mentale Strukturen, die aus frühen Erfahrungen stammen.
Dabei können die Vorteile der einen Sichtweise die Nachteile der anderen sein, wie z.B. Unabhängigkeit für individualistische Kulturen, wobei kollektive Kulturen darin Entfremdung sehen bzw. interpretieren und sich auf Gruppen- oder Gemeinschaftsbeziheungen verlassen.
-Sabine-
Zitat:
Original von Stanley Alvarez
Aus sozialpsychologischer Sicht muss ich sagen, dass die Trennung zwischen "Individualismus" und "Kollektivismus" doch eine künstliche ist. Der Mensch ist ein kommunikatives, ergo kollektives Wesen. Das Individuum erschafft sich als solches erst in der Interaktion mit anderen Menschen. Und das Individuelle ist daher immer Teil des Kollektiven, selbst in seiner forcierten Absetzung davon. (In einem ähnlichen Sinn hab ich derweil auch Tarvocs Aussage verstanden: "Das Zurückweisen ist eine Operation, die innerhalb des Codes durchgeführt wird.")


*Unterschreib*

Wir bräuchten eine Gesellschaft, in der beides zum Tragen kommt/kommen kann? Denn der Mensch ist nunmal beides und muss beide Bedürfnisse befriedigen können. Andernfalls kommt es zum beschriebenen Kreislauf.

Und was in einem Menschen überwiegend zum Tragen kommt, bestimmt die Erziehung (hier: in weitesten Sinne das Aufwachsen). Bestimmte Gesellschaftsformen bedingen bestimmte Erziehungsformen - immer.

Womit eine Gesellschaft vor einem Problem steht, wenn sie "Nachwuchs" für eine andere Gesellschaftsform produzieren soll ....