Thoreau bezug: Walden

Rara Avis
Thoreau ist ein amerikanischer Philosoph, der sich kritisch gegen Moral und Gesellschaftsstrukturen geäußert hat und letztlich sich dafür entschied in den Wäldern, fern der Zivilisation, zu leben. Seine Kritik ging so weit, dass er den Wals der Gesellschaft vor zog.
Doch kehrte er wieder in die Gesellschaft zurück und kam anschließend ins Gefängnis.


Ich schreibe gerade eine Facharbeit über dieses Thema. Ich wollte wissen ob es hier vielleicht den ein oder anderen gibt, der sich mit diesem Philosophen schon einmal näher beschäftigt hat. Denn ich suche fieberhaft nach dem Grund, warum er wieder in die Zivilisation zurück gekehrt ist.. aber bisher vergeblich. Vielleicht kennt auhc jemand gute Quellen angaben dazu….

Wäre echt schön wenn mir jemand helfen könnte, vielen Dank,

Rara Avis...
Loma
Schau dir mal den folgenden Thread an, vielleicht ist das interessant für dich:
Henry David Thoreau - Walden

Liebe Grüße
Thanasius Lakon
Also es ist schon eine Weile her, dass ich das Buch gelesen hab, aber ich denke Thoreau war stets auf der Suche nach neuen Erfahrungen, und niemand, auf den genau eine bestimmte Art zu leben passte. Er war wohl auch kein radikaler Aussteiger und dass er auch an dem Wohl der Gemeinschaft interessiert war, beweist sein Buch "Civil Disobedience" Zu deiner Frage ist mir konkret leider bloß noch eine Stelle in Erinnerung, sie steht etwa im ersten Drittel des Schlußkapitels (Ich konnte leider keine deutsche Übersetzung im Internet finden):

"I left the woods for as good a reason as I went there.
Perhaps it seemed to me that I had several more lives to
live, and could not spare any more time for that one . It
is remarkable how easily and insensibly we fall into a
particular route, and make a beaten track for ourselves .
I had not lived there a week before my feet wore a path
from my door to the pond-side ; and though it is five or
six years since I trod it, it is still quite distinct . It is true,
I fear that others may have fallen into it, and so helped
to keep it open. The surface of the earth is soft and impressible
by the feet of men ; and so with the paths which
the mind travels . How worn and dusty, then, must be
the highways of the world, how deep the ruts of tradition
and conformity! I did not wish to take a cabin passage,
but rather to go before the mast and on the deck of
the world, for there I could best see the moonlight amid
the mountains . I do not wish to go below now."

In der deutschen Ausgabe des Diogenes Verlags findest du die Stelle auf Seite 456f. Sie beginnt dort: "Ich verließ den Wald aus einem ebenso guten Grunde, wie ich ihn aufgesucht hatte [...]"

Gruß Thanasius
Rara Avis
Vielen Dank euch beiden...

@Thanasius Lakon: mein Englisch nicht nicht wirklich gut. - ich war froh als ich das abwählen durfte Zwinker Aber vielen Dank... ich ahbe vergessen, dass ich mich hauptsächlich auf das Buch "Walden" beziehe.. Es geht bei der Facharbeit um Lebensformen.. und darum warum man diese verändert. Am Beispiel von Thoreau.
Deswegen würde ich gerne wissen, warum er den Wald doch wieder verlassen hat.. Weiß jemand wo genau, oder in welchem Kapitel das steht?


Ich werde mir mal den anderen Thread zum thema (walden) durchlesen Zwinker
Thanasius Lakon
großes Grinsen Offenbar habe ich mich etwas misverständlich ausgedrückt, sorry. Ich habe Thoreaus Schrift "Civil Disobedience" bloß genannt, um zu begründen, dass er sich trotz seiner Gesellschaftskritik immer für die Gemeinschaft interessierte. Das englische Zitat stammt allerdings nicht aus diesem Buch, sondern aus Walden!! und findet sich, wie gesagt im Schlusskapitel. (also Kapitel 18 siehe hier)

Zitat:
"mein Englisch nicht nicht wirklich gut. - ich war froh als ich das abwählen durfte Zwinker "


Hmm, jetzt kann man also sogar schon Englisch abwählen, wo soll das bloß noch hinführen Freude (naja sieht man ja bereits an unseren Politikern). Dann muss ich mir wohl doch die Mühe machen... Also in der deutschen Ausgabe lautet die Stelle so:

"Ich verließ den Wald aus einem ebenso guten Grunde, wie ich ihn aufgesucht hatte. Vielleicht meinte ich, dass ich noch verschiedene Leben zu leben habe und für dieses keine Zeit mehr aufwenden könne. Es ist merkwürdig, wie leicht und unmerklich wir in eine besondere Route geraten und uns daraus eine Routine machen. Ich hatte noch keine Woche dort gewohnt, als meine Füße schon zum Teichufer einen Pfad ausgetreten hatten, und obgleich das fünf bis sechs Jahre her ist ist er immer noch deutlich sichtbar. Ich fürchte allerdings, dass andere darauf gerieten und halfen ihn offen zu halten. Die Oberfläche der Erde ist weich und nimmt leicht den Eindruck der Menschenfüße an; ebenso ist es mit den Pfaden, auf denen der Geist wandert. Wie abgenutzt und staubig müssen dann die Landstraßen der Welt sein, wie tief die Gleise der Tradition und Konformität! Ich wollte kein Kabinenbillet nehmen, sondern lieber vor dem Mast auf dem Deck der Welt stehen, denn da konnte ich am besten das Mondlicht zwischen den Bergen sehen. Ich will auch jetzt nicht unter Deck gehen."

Thoreau spricht hier viel in Gleichnissen, allerdings sollte es nicht schwer sein, daraus etwas zu machen. Obwohl ich mir wie gesagt nicht ganz sicher bin, glaube ich nicht, dass er an irgendeiner Stelle noch deutlicher seine Gründe nennt.
Rara Avis
boahr das ist toll, vielen vielen Dank Zwinker Genau das habe ich gesucht. Also so in etwa. Zwinker ~hüpft~ So jetzt schau ich zu, dass ich dieses Wochenende noch fertig werde. ich freu mich gerade total. Vielen vielen Dank.


Zum Thema Englisch: ich darf dafür mich mit Spanisch rum schlagen Zwinker
Thanasius Lakon
Kein Problem Zwinker

Übrigens ist Thoreau, wenn es um einen abwechslungsreich bunten Lebenswandel geht, wirklich ein Paradebeispiel, denn obwohl er Zeit seines relativ kurzen Lebens Concord so gut wie gar nicht verlässt (abgesehen vom Studium), geht er doch den verschiedensten Berufen und Tätigkeiten nach (5 oder 6 mindestens).

Also dann, viel Glück mit deiner Arbeit!

Un cordial saludo, Thanasius großes Grinsen

P.S.: In deiner Einleitung oben hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen. Thoreau ging nämlich nicht nach, sondern während seines Walden Projekts ins Gefängnis (er weigerte sich die Kopfsteuer zu bezahlen). Verbrachte allerdings bloß eine Nacht dort, da irgendjemand seine Schulden beglich. (4.Juli 1845: Beginn Walden; 23.Juli 1846 Gefängnis; 6.September 1847 Ende Walden).
Rara Avis
Noch mal vielen Dank Zwinker

Aber das mit den Berufen wusste ich schon - habe mich viel informiert.
Das mit der Kopfsteuer war mir auhc bewusst, aber ich wollte nicht so viel erzählen. Ich dachte, dass der jenige der mir meine Frage beantworten kann, sich sicherlich besser mit Thoreau auskennt als ich. Hat sich ja auch gezeigt. Zwinker


Mir hat das bisher großen Spaß gemacht. Bin froh, dass ich ne Fach genommen habe wo ich nicht alles aus nehm Lexikon abschreiben muss.
Auch wenn ich dadurch wohl kaum miene Note in Philosophie verbessern kann. Zwinker
Naja ...

So ich schreibsel nun weiter. Falls ich noch ne Frage habe, melde ich mich bei dir. Falls du nichts dagegen hast Zwinker
Thanasius Lakon
Ich hab auch an deinem Wissen nicht gezweifelt, wollt einfach auch mal a bisl klugsch#+*en Freude

Bis bald...
Rara Avis
Vielen Dank noch mal Zwinker Habe Facharbeit schon zurück.. habe ne zwei geschrieben..
Kann also geschlossen werden Zwinker