Steffen Herrmann
Es gibt in der Sexualmoral zwei Imperative, die sich auszuschliessen scheinen, Werte die uns tragen und auf uns lasten.
1. Die traditionelle Beziehungstreue. Dieses 'saubere' Ideal der Selbstbeschränkung ist nach wie vor kräftig. Er prägt oft unausgesprochen unsere Moralvorstellungen mit, unsere Ideen von Verantwortung, Charakter und Sympathie.
2. eine alternative Moral erblickt in der Treuepflicht einen Besitzanspruch und propagiert eine 'freie' Beziehungskultur. Diese liberal-libertinäre Haltung scheint gleichzeitig vor und nach der Treue-Moral angesiedelt zu sein. Sie erweckt den Eindruck von Einfachheit, bringt aber ihre eigenen Imperative mit sich, indem sie die Menschen etwa auf Virilität, Genussfähigkeit und Erlebnisdichte verpflichtet - also auf eine Performance.
Die Sache ist also nicht einfach.
Es wäre schade, wenn die Interessierten hier einfach ihre Meinungen kundtun würden, ihre persönliche Moral. Die meisten Positionen sind zur Genüge bekannt.
Lasst uns versuchen, hier in eine philosophische Reflexion zu treten, in eine post-foucaltsche gewissermassen.
Ist es wie etwa R.Messner (den ich hier leichtfertig ins Spiel bringe) so, dass Die Treue zu sehr über die Sexualität definiert wird oder ist es so, wie B.Hellinger (Ein ebenso leichtsinnig Herbeizitierter) sagte, dass (erst) durch den sexuellen Akt eine Bindung erzeugt wird?
1. Die traditionelle Beziehungstreue. Dieses 'saubere' Ideal der Selbstbeschränkung ist nach wie vor kräftig. Er prägt oft unausgesprochen unsere Moralvorstellungen mit, unsere Ideen von Verantwortung, Charakter und Sympathie.
2. eine alternative Moral erblickt in der Treuepflicht einen Besitzanspruch und propagiert eine 'freie' Beziehungskultur. Diese liberal-libertinäre Haltung scheint gleichzeitig vor und nach der Treue-Moral angesiedelt zu sein. Sie erweckt den Eindruck von Einfachheit, bringt aber ihre eigenen Imperative mit sich, indem sie die Menschen etwa auf Virilität, Genussfähigkeit und Erlebnisdichte verpflichtet - also auf eine Performance.
Die Sache ist also nicht einfach.
Es wäre schade, wenn die Interessierten hier einfach ihre Meinungen kundtun würden, ihre persönliche Moral. Die meisten Positionen sind zur Genüge bekannt.
Lasst uns versuchen, hier in eine philosophische Reflexion zu treten, in eine post-foucaltsche gewissermassen.
Ist es wie etwa R.Messner (den ich hier leichtfertig ins Spiel bringe) so, dass Die Treue zu sehr über die Sexualität definiert wird oder ist es so, wie B.Hellinger (Ein ebenso leichtsinnig Herbeizitierter) sagte, dass (erst) durch den sexuellen Akt eine Bindung erzeugt wird?
, kann ich hier nicht mitmachen. Schade.