Shui
@Reinhardt
Entweder man weiß alles oder man weiß nichts. Die beiden sind nicht gleichbedeutend sondern schließen sich aus.
Ebenso kann man entweder allen verzeihen oder allen nicht, beides zusammen geht nicht.
Man kann höchstens allen IN GLEICHEM UMFANG verzeihen und dabei niemandem.
In beiden Fällen handelt es sich schließlich um Mengenangaben und das Gegenteil einer Menge ist jede irgendwie anders geartete Menge (So ist "Alle außer wenigstens einem verzeihen" bereits das Gegenteil von "Allen verzeihen")
Reinhard
Hallo shui, ich wollte ja gerade ausdrücken, dass es keine Mengenangaben geben kann, wenn man schon alles voraussetzt. Das ist doch unser Schicksal, dass wir eingespannt sind zwischen Mengen und Unmengen im allgemeinsten Sinne und zu diesem Verhältnis verhalten wir uns. Auf der einen Seite steht der Grund des Seins mit den mathematischen Möglichkeiten der Mengenberechnungen und auf der anderen Seite unser Handeln, dass sich eben wegen dieses Verhältnisses nicht mathematisch bestimmen lässt. Bedingtheit und Unbedingtheit habe ich gesagt, finden sich in uns unter der Bestimmung Geist zusammen. Im religiösen Sinne zwischen Diesseits und Jenseits und darum geht es doch wohl hier.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard
Exebeche
| Zitat: |
Original von Schneemann
Wenn du Antworten suchst solltest du es in einem Religionsforum versuchen. Die Philosophen suchen nicht nach den richtigen Antworten, sondern nach den richtigen Fragen. |
Also Mitglied bei "the brights" sein, und dann eine 13-jährige Philosophie-Anwärterin in ein Religionsforum zu schicken, das erscheint mir aber auch nicht wirklch schlüssig.
Exebeche
Hallo iluvyahoney,
es wurde zwar schon einiges hier genannt, was Hand und Fuß hat, und wahrscheinlich lohnt es sich für dich diesen Hinweisen auch nachzugehen (s. Theodizee, Gespräch mit Gott, etc..);
allerdings weiß ich, dass ich mit 13 keine Buchtipps gewollt hätte, sondern klare Aussagen.
Deshalb sage ich Dir meine Meinung jetzt ohne Netz und doppelten Boden:
Menschen sind nicht immer gut, aber sie sind immerhin nicht so schlecht, dass sie jemanden am Straßenrand verrecken lassen, wenn sie irgendwie helfen können.
Menschen versuchen das Leid anderer Menschen (und Tiere) zu verringern.
Nicht umsonst gibt es ein Gesetz über unterlassene Hilfeleistung.
Wenn es einen Schöpfer gibt, kennt er diese Gefühlsregungen nicht.
Wenn es ihn gäbe, und ich ihm je gegenüberstünde müsste ich ihm in's Gesicht spucken.
Ich würde sicher versuchen ihn in den Schmutz zu werfen, damit er das frisst, was seine Geschöpfe sonst bekommen.
Auch wenn er als verheißungsvolles Licht am Ende eines Tunnels wartet.
Allerdings gibt es allzuviele Hinweise darauf, dass dieses Licht am Ende des Tunnels nur ein neurologischer Effekt ist, und den lieben Gott haben sich die Menschen nur geschaffen, weil ..
Naja, wenn Menschen erwachsen werden und plötzlich auf sich allein gestellt sind, vermissen sie doch den Schutz, den sie von den Eltern hatten, vor allem wenn das Leben wirklich hart ist.
Dann schaffen sie sich eben ihre großen Freunde in ihrer Fantasiewelt.
Das ist zwar ein bisschen bescheuert, aber es hilft gegen die Angst.
Sun Deluge
„Menschen sind nicht immer gut, aber sie sind immerhin nicht so schlecht, dass sie jemanden am Straßenrand verrecken lassen, wenn sie irgendwie helfen können.“
Naja...