Die Sache mit der Wahrheit

Tina
Ich bin der Meinung, dass man immer die Wahrheit sagen sollte außer den ethischen gründen, denke ihc mir auch, die Wahrheit siegt immer.

Leider merke ich in letzter Zeit, dass das doch ein wenig komplizierter ist mit der Wahrheit.
Sollte man die Wahrheit über Freundschaft stellen?

Wie kann man konflikte zwischen Wahrheit sagen und Gesellschaftlich korrektem verhalten lösen.

Ich freu mich schon auf die Diskussion und die verschiedenen Meinungen!
Jörn
Ich finde beim Sagen kommt es durchaus nicht nur auf die Wahrheit an, es spielen viele weitere Dinge eine Rolle. Manchmal gibt es für die Philosophie so eine Groß- und Grobeinteilung: dann geht es um das Wahre, das Gute, das Schöne. So auch, wenn man spricht. Manchmal muss man abwägen, ob das Wahre auch das Gute ist: Muss man etwa jemanden, der gerade am Boden liegt, mit einer forschen Wahrheit auch noch vor den Kopf stoßen? Manchmal ist es in solchen Situationen einfach richtiger, etwas vorsichtig und einfühlsam zu sein. Oder: Manchmal hebt es eine Erzählung, wenn man es hier und da mit der Wahrheit spielt, ein wenig bunter erzählt, etwas übertreibt, eine Pointe hinzufügt, die Gewichte etwas anders verteilt ... Hier müsste man sicher noch mehr Beispiele bringen: Auf jeden Fall finde ich, dass man nicht nur auf die Wahrheit den Fokus haben sollte, sondern auch auf das Gute und das Schöne.
SchwarzeGalle
Die Wahrheit ist natürlich ein ethisches Muss, um unser Zusammenleben zu regeln, allerdings kann sie nicht in jeder Situation Anwendung finden. Jeder Mensch hat sein Recht auf Wahrheit. Dem Wort Recht/Anrecht ist natürlich eine Wahl, eine Alternative vorrausgesetzt. Ist es human, die Wahrheit zu verbiegen? Situativ ja. Situativ nein. Ist es human, die Wahrheit zu entkräften, um das emotionale Wohl eines anderen wegen? Situativ ja, situativ nein. Kant überspitzt das alles ein wenig, wenn er sagt, nur die Maxime einer Tat ist wichtig...
Ich denke der einzige Weg, unhuman mit der Wahrheit umzugehen ist, sie auch auf Forderung eines Betroffenen zu verdrehen, oder gar zu verschweigen. Wie verhält es sich eigentlich mit dem Verschweigen einer Wahrheit?
ete
Zitat:
Original von Tina
Sollte man die Wahrheit über Freundschaft stellen?

Ja.
Eine Freundschaft, die keine Wahrheit überlebt, ist keine Freundschaft. Wahrheit gehört zur Freundschaft, nicht im kritischen Sinne sondern in dem Sinne von Sokrates´ Sieben der Wahrheit, denn Wahrheit ohne Liebe macht kritisch.

Nun ist aber wissenschaftlich erwiesen, dass der Mensch ca. 30-50 mal am Tag lügt, bewusst oder unbewusst. Bedeutet das nun, dass der Mensch zur Lüge geboren wurde und Wahrheit immer ein Ideal bleiben wird? Mhmm... wenn wir ehrlich sind, ist es dochj einfacher zu lügen, als die Wahrheit zu sagen. Darin liegt merkwürdigerweise die Chance des Menschen zur Entwicklung und zum Wachstum, für sich selbst und anderen gegenüber. Dabei ist es schwerer, zu sich selbst ehrlich zu sein als zu anderen. Vlt. kann ein Mensch auch erst zu anderen ehrlich sein, wenn er zu sich selbst ehrlich ist. Bestimmt. Erst dann wird uns auch ein Anspruch bzw. ein Bedürfnis zur Wahrheit bewusst. Mit diesem Wahrheits-Bewusstsein können uns wiederum Quellen der Wahrheit bewusst werden und wir können somit bewusst Wahrheit von Lüge unterscheiden. Wahrheit ist das behagliche Gefühl, die Klarheit des Geistes und der Glanz der Seele. Wahrheit ist Kohärenz der Liebe. Wahrheit kann also ein schönes Geschenk sein. smile
Tina
erst einmal dazu:

Manchmal muss man abwägen, ob das Wahre auch das Gute ist: Muss man etwa jemanden, der gerade am Boden liegt, mit einer forschen Wahrheit auch noch vor den Kopf stoßen?

natürlich sollte man so jemanden nicht vor den kopf stoßen. aber wer gibt mir zum beispiel das recht, zu urteilen ob das wahre etwas gutes oder schlechtes ist (s.o.) was ist wenn der andere das ganz anders empfindet.
nehmen wir an, ich verschweige etwas, was ich für nicht gut für jemanden halte. ich will was gutes tun und helfen! ABER, vielleicht sieht der andere es ganz anders oder es gibt einen dritten, der mit meinem urteil über die wahrheit ein problem hat.
dann wäre es doch von anfang an besser gewesen die wahrheit zu sagen. man kann ja auch schlechte sachen feinfülig sagen da kommt es dann wieder auf andere werte an.


Verschweigen einer Wahrheit?

Werde ich explizit auf die Wahrheit angesprochen würde ich sie sagen.
verschweigt man etwas, von dem man weiß, dass es für eine situation relevant sein könnte kann ich das nicth gut heißen.
erzähle ich aber einer freundin nicht, was es heute zum mittagessen gab, ist das ja kein direktes verschweigen einer wahrheit!
glorin
"Lüge lieber falsch, als wahr zu lügen."

Warum soll Lügen etwas schlechtes sein. Jeder lügt. Ich auch. Dies sieht man auch schon an der abstimmung in diesem Thread. Ich bin bis jetzt der einzige der für Lügen wie gedruckt abzustimmen.

Lügen macht das Leben leichter. Und wenn man richtig lügt, dann schadet es auch nicht.

Der erste Satz bezieht sich auch auf dieses Problem. Und auf ein weiteres es gibt keine reine Wahrheit. Wenn ich sage: "Ich kann besser den Test drausen nachschreiben, da es dort ruhiger ist.", ist dies keine Lüge. Auch wenn ich weis das die Lösung auf dem Zettel mit drauf stehen, die ich mit raus nehme. Ich sage die Wahrheit. Wenn ich nun drin bin und sage: "Ich werde drausen nicht spicken", obwohl ich dies doch vor habe, habe ich gelogen. Glaubt dies nun der Lehrer und erzählt später, das ich draußen, ohne Spicken nach geschrieben habe, dann spricht er zwar Wahr, aber es handelt sich um eine Lüge.

Nun habe ich die Wahl. Ich kann auch sagen: "Ich kann draußen besser mogeln." Dies wäre augenscheinlich keine Lüge. Aus Angst das der Lehrer aber nach meiner andeutung herauskommt, oder gar die Lösung einsackt und ich somit nicht draußen besser mogeln kann, wäre es allerdings eine wahre Lüge.

Das Wahr bezieht sich auf die Aussage, wie sie getroffen wurde. Die Lüge auf den Inhalt.


Somit Lüge ich lieber. Würden wir uns jetzt begegnen, könnte ich dir in das Gesicht lügen, ohne zuzögern. Wäre dies nur annähernd Sinnvoll.

Gibt es keinen Grund zulügen, sage ich natürlich die Wahrheit. Oder sollte mir eine Lüge schaden.

Desweiteren ist auch immer wichtig, wann man lügt. Denn auch die Wahrheit kann helfen.
Um ein kleines Beispiel zu nennen: Englischarbeit - ich lieh mein Nachbar ein Wörterbuch, daraufhin die Lehrkraft - Mogelt ihr "mein Name" - ich sagte trocken "Ja" - Klasse lachte - ich konnte das Wörterbuch verschwinden lassen - musste mich umsetzen durfte weiter schreiben

Durch diese Wahrheit habe ich zwei Dinge gewonnen. Ich konnte mich aus der Affäre ziehen, Wörterbuch schnell verschwinden lassen und habe nicht meinen Ruf verloren. Wenn man beim Spicken erwischt wird, geht das schnell rum, sagt man dann aber die Wahrheit macht dies ein gleich bedeutend beliebter.

Es ist nicht wichtig, wann du lügst, sondern warum du wann lügen solltest. Es kann Patzer geben. Du kannst mal auffliegen. Aber ich gelte als Tod ehrliche Haut. Wenn man richtig Lügen kann und nur dann, wenn es nicht auffällt ist Lügen eine nützliche Eigenschaft.


Aber ich schreib schon wieder zuviel.
Neo
Zitat:
Original von glorin
Lügen macht das Leben leichter. Und wenn man richtig lügt, dann schadet es auch nicht [....]
Somit Lüge ich lieber. Würden wir uns jetzt begegnen, könnte ich dir in das Gesicht lügen, ohne zuzögern. Wäre dies nur annähernd Sinnvoll.
[...]
Es ist nicht wichtig, wann du lügst, sondern warum du wann lügen solltest.
[...]
Wenn man richtig Lügen kann und nur dann, wenn es nicht auffällt ist Lügen eine nützliche Eigenschaft.


Jetzt bist Du es, der mir Angst macht.
Das ist genau die Art von mores, die sich mehr und mehr in der Gesellschaft breit macht, aber so deutlich wie Du drückt es noch selten jemand aus.
Mag ja sein, dass früher genauso gelogen wurde, dass sich die Balken bogen, aber da wurde es in der Allgemeinheit immer noch als verpöhnenswert angesehen. Das scheint sich zu ändern.
Ein Meineid vor Gericht ist heute nicht mehr, als wenn ich bei meiner Steuereklärung um 50 EUR beschei.sse.
Tina
am anfang habe ich gedacht

was ein selbstsüchtiges hinterlistiges schwein (sorry Zunge raus )
klar, schadet deine beispielliüge niemandem. aber was ist mit deinem gewissen? kannst du das mit deinem gewissen vereinbaren. das ist ja die frage die mich mir stelle.

von grund her denke ihc ersteinmal, jeder macht sowieso das was für einen selber am besten ist.
Du magst dir denken: klar ich lüge solange mein satz so formuliert ist, dass auch die wahrheit drin stecken könnte wenn jemand fragt. somit bist du raus.

Ich denke: ich lüge einfach garnicht, dann habe ich nicht den stress in meinem innneren. ich finde lügen davon abgesehen überhaupt nicht leichter. wirklich nicht. ich sage die wahrheit und muss nicht weiter drüber nachdenken.

andere lügen und müssen daraufhin ständig überlegen, wem sie denn jetzt welche lüge oder halbe wahrheit erzählt haben.



mein zwischenfazit: jeder tut das, was er für SICH und zwar nur für sich am besten hält. aber WAS jeder einzelne für richtig hält, das ist recht unterschiedlich und daher die verschiedenen einstellungen zum lügen
glorin
Zitat:
Jetzt bist Du es, der mir Angst macht.


Und da sieht man mal wieder. Manchmal bringt es mehr die Wahrheit zusagen, als zulügen. Ist nun mal so. Die meisten Menschen die ich kenne, würden diese Aussage von mir lautstark bestreiten.
Aber ich denke es spricht hier eh nichts dagegen dies zuschreiben. Sollte tatsächlich einer meiner Bekannten dies lesen, würde er es eh nur für ein Aussage zum wichtig machen halten. Auch wenn dies nicht passen würde zu mir.

Zitat:
Das ist genau die Art von mores, die sich mehr und mehr in der Gesellschaft breit macht, aber so deutlich wie Du drückt es noch selten jemand aus.


Hm, du hast aber in dem Nachfolgenden Satz schon erklärt, warum ich es so ausdrücke kann.

Zitat:
Mag ja sein, dass früher genauso gelogen wurde, dass sich die Balken bogen, aber da wurde es in der Allgemeinheit immer noch als verpöhnenswert angesehen. Das scheint sich zu ändern.


Vorallem, wenn hier Anonymität vorherrscht habe ich keine Bedenken.



PS. Momentan habe ich noch das Glück gebildet zuwerden. Aber welche besseren Aussichten hat man später durch lügen. Ehrlich gesagt bereuhe ich bis heute bei einem Kompetenzcheck nicht gewaltig die Ergebnise verfälscht zuhaben. In diesem Fall hätte ich nun ein Zertifikat vorzulegen, das mir stark weiter helfen könnte.
Tina
hier werden schön die beiden gegenpole deutlich.

1. Ich lüge um mir vorteile in der gesellschaft zu verschaffen.

2. Ich bleibe lieber mit mir selbst im reinen.


Aber die alles entscheidende frage ist doch:
Womit fäht man tatsächlich besser?
glorin
@Tina:
Zitat:
klar, schadet deine beispielliüge niemandem. aber was ist mit deinem gewissen? kannst du das mit deinem gewissen vereinbaren. das ist ja die frage die mich mir stelle.


Gewissen? Lol. Ich soll auf etwas hören, um mich selbst zubefriedigen. Anders ausgedrückt. Was ist das Gewissen? Deine Umwelt flösst dir eine Moral ein. Diese hast du zubefolgen. In dir sträubt sich alles dieser zuwider zuhandeln. Tust du dies doch meldet sich dein Gewissen. Um dieses zubefriedigen handelst du Wohltätig. Also, warum handelst du jetzt nun Wohltätig. Um jemanden zuhelfen? Falsch. Nur um dich selber zubefriedigen. Um das Schuldgefühl in dir zuhemmen und verschwinden zulassen. Das du dabei anderen Menschen hilfst ist nur ein netter Nebeneffekt. Also, warum auf ein Gewissen hören? Bzw. warum sollte bei solchen Lügen überhaupt ein Gewissen aufkommen?

Zitat:
Du magst dir denken: klar ich lüge solange mein satz so formuliert ist, dass auch die wahrheit drin stecken könnte wenn jemand fragt. somit bist du raus.


Ob die Wahrheit drin steckt ist egal. Es ist nur wichtig, ob die Lüge eine Wahrheit bilden kann.

Zitat:
andere lügen und müssen daraufhin ständig überlegen, wem sie denn jetzt welche lüge oder halbe wahrheit erzählt haben.


Darüber brauch man nicht nachdenken. Man muss nur die Lüge verinnerlichen. Dies geht genauso leicht wie mit der Wahrheit.


Edit.
Zitat:
Aber die alles entscheidende frage ist doch: Womit fäht man tatsächlich besser?


Ich fahre mit dem ersteren. Auf jeden Fall einfacherer. Aber mal eine ehrliche Frage. Ist dies nicht schon die erste Lüge im Thread, wer dies schriebt: "Ich bleibe immer bei der Wahrheit, weil sie am Ende siegt"
Neo
Zitat:
Original von Tina
Aber die alles entscheidende frage ist doch:
Womit fäht man tatsächlich besser?

Du hast es ja schon selbst beantwortet: das ist eine persönliche Entscheidung die jeder für sich selbst treffen muß.
Ich würde hinzufügen wollen, dass dies deshalb nicht ganz leicht ist, weil diese Entscheidung im hiesigen Moment getroffen wird und wir nicht wissen, ob diese Abwägung für unser gesamtes Leben die gleiche Gültigkeit hat. Wer weiss heute schon, wie er darüber denkt, wenn seine letzte Stunde gekommen ist?
Jörn
Zitat:
Original von Tina
Verschweigen einer Wahrheit?

... man wird sicher nicht alle Möglichkeiten voraussehen können. Mir geht es darum: Wahrheitsansprüche sind nicht das Einzige und nicht das Wichtigste. Zudem sind sie nichts, was man grundsätzlich GEGEN die anderen Ansprüche ausspielen kann und soll. Die Kunst besteht darin, viele Bälle gekonnt im Spiel zu halten.

Jeder hier im Forum oder sonstwo auf der Welt könnte eine zehnbändige Auflistung trivialer Wahrheiten schreiben, eine Wahrheit nach der anderen, tausende und abertausende ... aber was bringt das, wenn nichts von Belang gesagt würde?
Tarvoc
Zitat:
Original von Tina
Wie stehst du zur Wahrheit?

Ich versuche, so viel wie möglich von ihr zu bekommen und weiterzugeben, bevor sie illegal wird...
glorin
Ich weis nicht, aber darf ich noch eine Frage einwerfen?

Wenn Lügen schlecht ist, dann darf man nicht lügen, denn sonst ist man schlecht.
Wenn schlimmes zuverhindern gut ist, dann muss man schlimmes verhindern um etwas gutes zu tun, denn sonst ist man nicht gut.
Wenn aber man nun um schlimmes zuverhindern, etwas schlimmes machen muss, also Lügen, ist dies denn dann auch schlecht?
Denn wenn man dieses schlimmes nicht verhindern würde, da Lügen ja schlecht ist, dann wäre dies doch auch schlecht.


Nehmen wir nun mal an, euch wird ein Film von einer *Verbrechen* zugespielt. Ihr seht ihn, dann verschwindet aber diese. Da dadurch eure Aussage unglaubwürdig wird, lügst du das du diese *Verbrechen* aus der nähe gesehen hast. Dadurch geht der *Verbrecher* in den Knast und weitere Opfer können ihn entkommen.

Ist nun diese Lüge wirklich schlecht. Und spricht etwas gegen diese Lüge?
Neo
Zitat:
Original von glorin
Ist nun diese Lüge wirklich schlecht. Und spricht etwas gegen diese Lüge?

Gegenfrage: wie kannst Du Dir absolut sicher sein, dass der Film kein Fake war, um einen Unsuchuldigen in den Knast zu bringen? (Du weisst selbst, was heute bildtechnisch alles möglich ist).
Hättest Du es mit eigenen Augen beobachtet, gäbs in meinen Augen keine Diskussion. Aber so ....
Tina
@ glorin :
das hatte ihc ja gesagt ..selbstsüchtig (s.o.)

warum du auf dein gewissen hören solltest?

du sagtest es ist die moral die dir deine umwelt einflößt, nach der du handelst und wenn nicht sich dein schlechtes gewissen meldet.
es macht krank sich gegen sein gewissen zu entscheiden weil dein gewissen deine empfindungen und ansichten widerspiegelt und wer sich selbst nicth treu ist und sich ständig selber widerspricht der wird krank und wird verlieren egal wie viele vorteile er durch seine lügen errungen hat


angst macht mir jetzt nur wenn die umwelt die moral prägt und die ansichten die glorin vertritt sich immer mehr breit machen
(was im moment schon geschieht)
MIR macht es angst weil ich es anders gewöhnt bin
glorins kinder mögen das selbe wie er/sie denken und deren kinder wiederum auch und so weiter...irgendwann wird es normal
und vielleicht auch zur moral (lüge um dir vorteil zu verschaffen)

wenn es dan die moral ist und es jeder so sieht, ist es dann normal und richtig? oder macht es nicth noch kränker, weil du nicht mehr
weißt wem du vertrauen kannst?


Zitat glorin:
"Darüber brauch man nicht nachdenken. Man muss nur die Lüge verinnerlichen. Dies geht genauso leicht wie mit der Wahrheit."

ohne witz... solche sätze machen mir echt angst... .



Zitat glorin:
"Aber mal eine ehrliche Frage. Ist dies nicht schon die erste Lüge im Thread, wer dies schriebt: "Ich bleibe immer bei der Wahrheit, weil sie am Ende siegt"


das ist eine mögliche antwort, weil ich die möglichkeiten weit fächern wollte.

ob die aussage an sich gelogen ist, dass die wahrheit immer siegt kannst du dir durch diese diskussion selber denken.
sieg ist nicth gleich sieg .. wie gesagt jeder muss für sich im reinen sein.
Tina
Zitat:
Original von glorin



Nehmen wir nun mal an, euch wird ein Film von einer *Verbrechen* zugespielt. Ihr seht ihn, dann verschwindet aber diese. Da dadurch eure Aussage unglaubwürdig wird, lügst du das du diese *Verbrechen* aus der nähe gesehen hast. Dadurch geht der *Verbrecher* in den Knast und weitere Opfer können ihn entkommen.

Ist nun diese Lüge wirklich schlecht. Und spricht etwas gegen diese Lüge?



das verstehe ich nun wirklich nicht .. was hat das denn mit dem thema zu tun..bitte um nähere erleuterung...
Agathon
Hallo,

ich möchte es gerne mal von einer anderen Seite betrachten.
Wenn die Leute wirklich 30 bis 50 mal am Tag lügen, sollte man nicht darauf vertrauen, daß die Leute um einen herum immer nur die Wahrheit sagen.
Im Gegenteil, man sollte immer skeptisch sein und alles anzweifeln.
Man sollte immer auf der Suche nach der Wahrheit sein, auch wenn man 'die Wahrheit' wahrscheinlich niemals finden wird.
Die Lüge kann nur existieren weil sie es einem einfacher macht an sie zu glauben und die Wahrheit meist auf geschickte Weise verschleiert.

Wer weiß, was von unserem bisher sicher geglaubten Wissen alles wahr ist und was nicht?

Viele Grüße
Agathon
Tina
wieso ist es einfacher an eine lüge zu glauben?

ich möchte auch noch mal einen neuen denkansatz liefern:

stellt euch mal vor es würde lügen nicht geben. die ganze menschheit wäre unfähig zu lügen. was würde passieren?