glorin
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| Gegenfrage: wie kannst Du Dir absolut sicher sein, dass der Film kein Fake war, um einen Unsuchuldigen in den Knast zu bringen? (Du weisst selbst, was heute bildtechnisch alles möglich ist). Hättest Du es mit eigenen Augen beobachtet, gäbs in meinen Augen keine Diskussion. Aber so .... |
Du hast diesen vom *Opfer* erhalten. Du bist dir absolut sicher. Nur die Aussage des *Opfers* reicht nicht vor dem Gericht. Daher fleht es dich um hilfe an.
@Tina:
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| es macht krank sich gegen sein gewissen zu entscheiden weil dein gewissen deine empfindungen und ansichten widerspiegelt und wer sich selbst nicth treu ist und sich ständig selber widerspricht der wird krank und wird verlieren egal wie viele vorteile er durch seine lügen errungen hat |
Warum sollte sich das Gewissen bei einer solchen Einstellung melden? Es meldet sich nicht, nach dem ich lüge. Es gibt auch keinen Grund dafür.
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| glorins kinder mögen das selbe wie er/sie denken und deren kinder wiederum auch und so weiter...irgendwann wird es normal und vielleicht auch zur moral (lüge um dir vorteil zu verschaffen) |
Das würde ich niemals meinen zukünfitgen Kindern erzählen. Desweiteren dürfte ich dies nach deiner Aussage so nicht denken.
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| ob die aussage an sich gelogen ist, dass die wahrheit immer siegt kannst du dir durch diese diskussion selber denken. |
Nein, meine Frage zielt darauf ab, ob die Person, die dafür abstimmend wirklich noch nie gelogen haben. Ich kenne selbst Baptisten die mir verraten haben, das sie schon gelogen haben. Daher kann ich diese Aussage kaum glauben. Denn dies schließt auch lügen ein wie: "ich habe keine Zeit", oder "Du siehst gut aus".
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| das verstehe ich nun wirklich nicht .. was hat das denn mit dem thema zu tun..bitte um nähere erleuterung... |
Wenn jemand Lügen nicht mit seinem Gewissen vereinigen kann, kann diese Person dies auch in diesem Fall nicht. Vorallem, wenn jemand nie Lügt, weil die Wahrheit immer Siegt. Würde er in diesem Fall auch nicht siegen. Bzw. könnte die Wahrheit siegen, wenn noch 7 weitere *Verbrechen begangen* werden, bevor der *Verbrecher* geschnappt wird.
glorin
@Tina:
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| wieso ist es einfacher an eine lüge zu glauben? |
Darf man fragen, wie alt du bist? Du hast eine wunderbare naive Art.
Und die antwort ist einfach. Wann fühlst du dich besser, wenn du in der Kirche 5€ spendest an Bedürftige, oder wenn du nichts spendest (Ich geh jetzt einfach mal davon aus, das 5€ für dich nicht wenig sind, aber auch sehr gut zu verkraften).
Nach der Spende? Und warum? Du hast dich selber belogen? Du hast gedacht, du würdest Bedürftigen mit besten Gewissen helfen. Aber in Wirklichkeit spendest du nur für deinen Seelenfrieden und auch nur soviel das es dich nicht weiter schmerzt. Daher ist sich selber zubelügen einfacher als die Wahrheit. Denn die Wahrheit würde lauten, wie egoistisch du doch bist und wie wenig du doch deinen Mitmenschen zukommen lässt.
Tina
ich bin 20
nein nein, ich glaube du verstehst mich falsch glorin
ich denke, dass der mensch von grund an sowieso egoist ist, klar tue ich alles dafür, dass es mir gut geht. und ganz ehrlich ich würde keine 5 euro spenden

glaube ich ... würd ich mir lieber zigaretten von kaufen..aber das hat damit ja auch nix zu tun.
naiv...vielleicht aber nur weil ich sagen "eine welt ohne lüge" heißt es nicht, dass ich daran glabue, dass das gehen würde.
ich frage nur.. weil mich EURE meinung interessiert.
ich sage auch nicth ,dass ich nie lüge.. meine frage war auch nicth ist lügen richtig?
sondern wie kooperiert man mit moral und gesellschaft in dem zusammenhang.
Ich möchte keine antwort... nur eine diskussion... MEINE wahrheit habe ich nämlich gefunden. und alles andere zählt doch nicht oder.
glück heißt für mich einen weg gefunden zu haben mit den täglich auftretenden problemen des lebens fertig zu werden. wie das ist doch jedem selbst überlassen solange er keinem schadet oder?
ete
Lüge hat nicht nur den Gegenpol der Wahrheit, Lüge kann verschiedene Gegenpole haben: Mut, Offenheit,Liebe u.a.
Eine grundsätzliche Frage dabei ist, ob zwischen Lüge und dem jeweiligen Gegenpol ein grundsätzlicher oder ein gradueller Unterschied besteht. Ich denke, dass es beides gibt. Und beide ihre Berechtigung haben. Dabei denke ich an das Buch 'Jakob, der Lügner'. Jakob hat Tag für Tag gelogen. Vorsätzlich. Woche für Woche, Monat für Monat. Er fühlte sein Gewissen, wußte aber, dass Lügen die Option zum Überleben war. Also hat er weiterhin gelogen. Mit dieser morlaischen Eigenkreation befand er sich auf der höchsten moralischen Stufe (Stufe 6 n. Kohlberg), trotz Lüge. Warum? Jakob lebte in einem KZ und machte allen Hoffnung, dass die Befreiung nahte. Für mich war Jakob ein Held, trotz Lügen.
Dann gibt es noch etwas ganz anderes: Münchhausen, gibts sogar als Diagnose: Münchhausen-Syndróm. Was ist da anders als bei Jakob? Münchhausen ist der Erzählung nach ein notorischer Lügner. Da gibts kein Gewissen mehr, keine inneren Werte, die einem wertvoll sind. Die Lüge ist hier sozusagen entglitten, zur Gewohnheit geworden, die nicht mehr bewusst ist und reflektiert wird. Das Wahrheits-Bedürfnis ist hier versiegt. Das ist also pathologisch. Ein Mensch ohne Wahrheit ist also krank. Er hat nicht nicht die wertebewahrende Scham, das Gewissen.
Third
Meine Antwort auf die ursprüngliche Frage:
Es ist ein hoher Anspruch "Wahrheit" oder besser gesagt, das was man selbst für wahr hält über Freundschaft zu stellen. Man riskiert dadurch Freundschaften. Aber wenn jemand damit umgehen kann, dann hat man einen Freund der einem auch Feind sein kann und dem man auch Feind sein kann. Und das ist die Belohnung für das Risiko. Denn dadurch wird die Freundshaft nur wieder höher als die Wahrheit gehängt.
Persönlich kann ich sagen dass ich angefangen habe die Wahrheit höher zu hängen aber ich bin noch entfernt davon sie immer auszusprechen.
Grüße,
third.
Androklus
Ich habe für kleine NOtlügen gestimmt. Ansonsten halten ich nicht viel von Lügnern. Menschen welche bewußt Unwahrheiten verbreiten.
ete
| Zitat: |
Original von Third
Es ist ein hoher Anspruch "Wahrheit" oder besser gesagt, das was man selbst für wahr hält über Freundschaft zu stellen. |
Es ist vlt. auch etwas krass ausgedrückt, Wahrheit generell über Freundschaft zu stellen, so nach dem Motto: Lügen- Kopf ab. Das ist damit nicht gemeint. Es gibt bei Wahrheit und Lüge mehrere Aspekte zu berücksichtigen:
Lügen haben unterschiedliche Intentionen, es gibt z.B. die antisoziale Lüge und die Alltagslüge. Der antisozialen Lüge liegt eine bösartige Absicht zu Grunde, der Alltagslüge solche Motive wie z.B. Selbstschutz, Täuschung zur Aufrechterhaltung menschl. Beziehungen, Höflichkeit, Kontrolle oder Konfliktvermeidung u.a.
Die Wahrheit zeigt auch zwei Aspekte auf: Nach der griech. Wortbedeutung wird mit Wahrheit eine 'Richtigkeit' ersichtlich, wenn eine Aussage mit der Tatsache übereinstimmt. Der Gegensatz wäre dazu die Lüge bzw. der Schein.
Nach der hebräischen Übersetzung kommt der Wahrheit noch andere Bedeutungen zu: Treue, Zuverlässigkeit und Wahrhaftigkeit.Wahrheit ist hier 'Seinswahrheit' . Hier ist die Bedeutung der praktische Teil der Menschen untereinander und wird im Lauf der Zeit erwiesen. Der Gegensatz ist hier nicht die Lüge/Täuschung, sondern die Enttäuschung.
Was hat das nun alles mit Freundschaft zu tun?
Im Miteinander ist Wahrhaftigkeit eine charakterliche Haltung, die in der subjektiven Verpflichtung zur Wahrheit besteht. Daraus entsteht Freundschaft, darum sage ich, dass Wahrheit über der Freundschaft steht, nicht im hierarchischen oder dogmatischen Sinne, sondern i.S. einer Frucht von Wahrhaftigkeit. Dabei ist es realitätsfern, Wahrhaftigkeit auf einen Sockel der Ausschließlichkeit zu stellen. Wir werden alle in einer Freundschaft mal belogen und enttäuscht und lügen und enttäuschen selber. Es kommt dabei auf die Absicht an, ob wir bösartig täuschen, denn wo keine Liebe ist, ist auch keine Wahrheit.
Wo keine Liebe ist, ist auch keine Freundschaft.
Quirm
Was mir wichtig ist zu sagen wäre hier, dass die Wahrheit differenziert von der Offenheit betrachtet werden muss.
Wahrheit, soweit ich diese verstehe, müsste die Übereinstimmung von Vorstellungen sein.
Und zwar von Anschaulichen Vorstellungen und deren abstrakt, die Begrifflichkeit.
Z.B.
Bild eines Baumes
Weiter zu ziehen wäre hier, dass eine Handlung (welche anschauliche Vorstellung ist, denn ohne gibt es keine Handlung) mit der begrifflichen Beschreibung übereinstimmt.
Also wäre Wahrheit in erster Linie Übereinstimmung von Vorstellungen.
Stellen diese sich in jedem Bewusstsein so dar und sind kommunizierbar (in Vorstellungen Begriffe abfassbar), dann kann man von relativer Wahrheit sprechen. Relativ deshalb, da dies für eine andere Gattung, welche Begriffe benutzt (hypothetisch) nicht unbedingt übereinstimmen muss. Denkbar wäre nämlich ein Verstand welcher die Daten, aus denen der Verstand Raum und Zeit konstruiert verschieden interpretiert und damit zu anderen anschaulichen Vorstellungen kommt als wir.
Offenheit ist hingegen von der Wahrheit abzugrenzen, da dies auf die sozialen Aspekte des Informationsbegriffes abzielt.
Hierfür ist ein nicht geben an Informationen oder ein falsches ausgeben an Informationen an und für sich als Lüge zu bezeichnen (Inkonsistenz der Vorstellungsklassen /Begriff und Anschauung / unter einander) nicht notwendig als negativ zu Bewerten. Hier zählen nicht nur moralische Motivationen sondern auch die Situation.
Z.B. würde ich keinem Räuber meine Bankkarte geben, wenn er mich nach dieser fragt, sondern würde behaupten dass ich sie nicht dabei hätte, auch wenn ich dies habe.
Wie gesagt Offenheit hat recht wenig mit Wahrheit zu schaffen und muss daher streng unterschieden werden.
glorin
@ete:
| Zitat: |
| Dann gibt es noch etwas ganz anderes: Münchhausen, gibts sogar als Diagnose: Münchhausen-Syndróm. Was ist da anders als bei Jakob? Münchhausen ist der Erzählung nach ein notorischer Lügner. Da gibts kein Gewissen mehr, keine inneren Werte, die einem wertvoll sind. Die Lüge ist hier sozusagen entglitten, zur Gewohnheit geworden, die nicht mehr bewusst ist und reflektiert wird. Das Wahrheits-Bedürfnis ist hier versiegt. Das ist also pathologisch. Ein Mensch ohne Wahrheit ist also krank. Er hat nicht nicht die wertebewahrende Scham, das Gewissen. |
In diesem Fall muss man aber noch unterscheiden, ob jemand an seine eigenen Lügen glaubt. Denn nur dann kann man dieses Syndrom diagnosistieren. Andernfalls würden viele Menschen in der Politik, bzw. freien Wirtschaft an diesem Syndrom leiden.
Desweiteren weis ich nicht was gegen Lügen spricht, die nur zu selbst Bereicherung und nicht den Schaden der anderen dastellt. Sondern nein, ihnen sogar manchmal helfen.
Gerade die Wahrheit zusagen kann einen in Missliche Lage bringen. z.B. wenn ich jeden der mich fragt, ob ich ihn schön finde sage das er pottenhässlich ist, dann würden viele Menschen sauer werden. Teilw. fordern dann auch andere einen auf zulügen und den verletzten Menschen ihre Vorteile aufzuzählen (auch wenn diese frei erfunden sind).
Sagt man nun aber entweder sarkastisch das sie schlimmer als *Kraftausdruck*e aussieht und so tut als ob man dies Spaßhaft meint (Täuschung), oder einfach sagt sie würde wieder mal wieder gut aussehen, bzw, ihre neuen Klamotten sind alle Glücklich.
Solche Lügen werden erlaubt. Nein sogar gefordert. Aber Lügen, die nur dir dienen und niemanden schaden sollen falsch sein? Wo liegt der Unterschied. Durch beide Lügen wird eine Person, oder mehrere Personen glücklich. Dies müsste also in beiden Fällen positiv ankommen. Das niemand aber als Lügner dastehen will, ich auch nicht, macht nur klar das unsere Generation etwas nachzuholen hat. Zu verstehen, das nichts gegen Lügen spricht. Womöglich verwenden wir Lügen nicht unbedingt gleich. Lügen ist für mich meistens etwas wie vortäuschen.
Lügen, um jemanden zuschaden ist ein ganz anderes Kapitel das ich auch nicht gut heiße.
@Tina:
| Zitat: |
| Ich möchte keine antwort... nur eine diskussion... MEINE wahrheit habe ich nämlich gefunden. und alles andere zählt doch nicht oder. |
Wenn du meinst. ^^
| Zitat: |
| wie das ist doch jedem selbst überlassen solange er keinem schadet oder? |
Ja.
Third
Naja manchmal schweigt man eben oder hält seine Meinung zurück. Würde man sie aber ehrlich aussprechen wäre sie ein Angriff auf das Verhalten einer Person mit der man eventuell Konflikte vermeiden will. Wenn ich zb einen Gast habe und großzügig bin und dieser all meine Gastfreundschaftlichen Angebote annimmt und überreizt dann könnte meine Meinung sein : "Du verhälst dich unsozial und nimmst mehr als es sich für einen Gast und erst recht für einen Freund gehört, denn du weisst dass ich selbst sparsam mit allem bin. Ich habe dir ausserdem angeboten dich morgen nach Hause zu fahren und dir beim Umzug zu helfen und du nutzt noch meine Grosszügigkeit aus..."
Aber in wirklichkeit sagt man: Nichts. Ich weiß auch nicht. Ich will zu einem Freund großzügig sein und hoffe dass jedeer Freund das auch zu mir ist. Gleichzeitig gebietet mir mein Stolz Großzügigkeit anderer nicht über zu strapazieren.....
Konfliktpotential ist aber in der Realität da.
Grüße,
third.
glorin
@Third:
Bei manchen Dingen die Klappe zuhalten ist schon klar. Das meine ich auch nicht. Wenn jemand dich aber direkt fragt und eine Antwort erwartet, dann sollte man eine Antwort geben.
Wenn dich jemand nach deiner Liebe fragt und du keine Antwort gibst ist dies auch mehr als dumm. Um ein Konflikt zu ersparen bestätigt man diese. Oder lügt. Evtl. ist einigen das Thema liebe zu speziell. Daher nehme ich ein anderes Beispiel.
Wenn jemand euch fragt wie du ihr neues Kleid findest. Dann antwortet ihr auch nicht *Kraftausdruck*e, sondern lügt evtl. Wenn dieses lügen erlaubt ist, warum sollte das andere verboten sein? Da man Angst davor hat angelogen zuwerden? Gibt es noch andere Gründe?
Agathon
Hallo,
ich glaube viele Lügen entstehen auch aus Angst, weil wir uns davor fürchten jemanden zu verärgern, falls wir ihm etwas erzählen, was er nicht hören will.
Vieles hängt auch davon ab, wie derjenige mit der Wahrheit umgehen kann.
Wenn wir wissen, daß der Gesprächspartner gut mit der Wahrheit umgehen kann, haben wir sicherlich weniger Hemmungen ihm die Wahrheit zu erzählen, als bei jemandem der oftmals gereizt oder stark emotional reagiert.
Viele Grüße
Agathon
ete
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Original von Quirm
Offenheit ist hingegen von der Wahrheit abzugrenzen, da dies auf die sozialen Aspekte des Informationsbegriffes abzielt.
Hierfür ist ein nicht geben an Informationen oder ein falsches ausgeben an Informationen an und für sich als Lüge zu bezeichnen (Inkonsistenz der Vorstellungsklassen /Begriff und Anschauung / unter einander) nicht notwendig als negativ zu Bewerten. Hier zählen nicht nur moralische Motivationen sondern auch die Situation. |
Offenheit kann synonym für Freimütigkeit, Aufrichtigkeit, Durchschaubarkeit, Ehrlichkeit u.a. stehen. So betrachtet haben Offenheit und Ehrlichkeit wohl doch eine Schnittmenge, die gemeinsame Teilhabe. Auslassung reduziert diese gemeinsame Schnittmenge. Auslassung kann eine indirekte Lüge sein, indem irgendwie an der Wahrheit rumgedreht wird.
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Z.B. würde ich keinem Räuber meine Bankkarte geben, wenn er mich nach dieser fragt, sondern würde behaupten dass ich sie nicht dabei hätte, auch wenn ich dies habe.
Wie gesagt Offenheit hat recht wenig mit Wahrheit zu schaffen und muss daher streng unterschieden werden. |
Im Grunde genommen ist das kein Beispiel dafür, dass Wahrheit und Offenheit strikt voneinander getrennt sind.
Du lügst hier aus gutem Grunde, zu Deinem Schutz, der Räuber natürlich kein Anrecht auf Dein Eigentum.
ete
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Original von glorin
In diesem Fall muss man aber noch unterscheiden, ob jemand an seine eigenen Lügen glaubt. Denn nur dann kann man dieses Syndrom diagnosistieren. Andernfalls würden viele Menschen in der Politik, bzw. freien Wirtschaft an diesem Syndrom leiden. |
Stimmt, ist schon ein relevanter Diagnostik-Faktor.
Vor dieser Realitätsverschiebung o.a. war die Phase des bewussten Lügens, sie kann sich automatisieren.
| Zitat: |
Desweiteren weis ich nicht was gegen Lügen spricht, die nur zu selbst Bereicherung und nicht den Schaden der anderen dastellt. Sondern nein, ihnen sogar manchmal helfen.
Gerade die Wahrheit zusagen kann einen in Missliche Lage bringen. z.B. wenn ich jeden der mich fragt, ob ich ihn schön finde sage das er pottenhässlich ist, dann würden viele Menschen sauer werden. Teilw. fordern dann auch andere einen auf zulügen und den verletzten Menschen ihre Vorteile aufzuzählen (auch wenn diese frei erfunden sind).
Sagt man nun aber entweder sarkastisch das sie schlimmer als *Kraftausdruck*e aussieht und so tut als ob man dies Spaßhaft meint (Täuschung), oder einfach sagt sie würde wieder mal wieder gut aussehen, bzw, ihre neuen Klamotten sind alle Glücklich.
Solche Lügen werden erlaubt. Nein sogar gefordert. Aber Lügen, die nur dir dienen und niemanden schaden sollen falsch sein? Wo liegt der Unterschied. Durch beide Lügen wird eine Person, oder mehrere Personen glücklich. Dies müsste also in beiden Fällen positiv ankommen. |
Ja klar, sagen wir alle hin und wieder, um die Freundin bei verpfuschtem Haarschnitt zu trösten oder dem Freund beim 3. scheußlichen Pullover zu sagen, doch , der sieht einigemaßen gut aus, nur damit der nicht weitere Übel aus dem Schrank holt.
Aber falsche Komplimente nach dem Motto: Boahh, siehst du wieder gut aus, na klar doch! klingen bei mir hohl, ich kann nicht so locker lügen.
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Das niemand aber als Lügner dastehen will, ich auch nicht, macht nur klar das unsere Generation etwas nachzuholen hat. Zu verstehen, das nichts gegen Lügen spricht. Womöglich verwenden wir Lügen nicht unbedingt gleich. Lügen ist für mich meistens etwas wie vortäuschen.
Lügen, um jemanden zuschaden ist ein ganz anderes Kapitel das ich auch nicht gut heiße. |
Nicht nachholen, sondern anerkennen. Lügen ist menschlich. Wenn wir das anerkennen, haben wir umso mehr Raum und Fähigkeit, damit bewusst umzugehen.
Shui
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| denke ihc mir auch, die Wahrheit siegt immer. |
Ist das ein Kampf oder so?
Heute im ZDF: "Wahrheit gegen Lüge - der große Showdown"
Wenn es niemandem schadet, was soll schlecht an einer Lüge sein?
Zwar glaube ich nicht, 30-40 mal am Tag zu lügen, schon alleine weil ich nur selten so viele Aussagen mache, zum anderen weil mir das doch auffallen müsste. Dennoch verdrehe ich manchmal die Wahrheit oder lüge auch mal, wenn es passt und die Wahrheit in einem solchen Fall nur hinderlich wäre, dann wird sie kurzerhand umgangen. Wenn es sich um nichts besonders wichtiges handelt, kann's doch so oder so egal sein.
Jörn
Wenn wir reden, dann sind doch stets diverse Aspekte mit im Spiel. Man könnte von einem "Innen" sprechen, dass sich ausdrücken will, weil es wünscht, hofft, wütet etc. Hier geht es um Aufrichtigkeit. Demgegenüber steht das "Außen" (ja, das ist holzschnittartig, aber es geht darum, es möglichst anschaulich zu machen), das "Außen", also die Dinge oder Ereignisse in der Welt und wie sie sich verhalten. Hier geht es um Wahrheit. Dann ist natürlich von Bedeutung: Die Anderen. Hier geht es um Richtigkeit. Das sind drei Aspekte, die immer irgendwie mit im Spiel sind. Mal dominiert vielleicht dieser, mal vielleicht jener, mal halten sie sich die Wage. Sie lassen sich womöglich auch nicht so sauber auseinander dividieren, wie ich das hier in der Darstellung konnte.
Das heißt: "Die Sache mit der Wahrheit" (um den Titel noch mal aufzunehmen) ist eine gedrittelte; es fehlen einfach (zumindest) zwei Aspekte, die ebenso von Bedeutung sind - und daher leitet, wie ich finde, die Fragestellung in die Irre, weil sie unserer Art und Weise zu reden nicht gerecht wird und sie zu einseitig auf Fragen der Wahrheit hin betrachtet und die anderen Punkte, die stets dazu gehören beiseite lässt.
Der lauthals gebrüllte Satz "Hohl mir ein Bier aus dem Kühlschrank, aber zackig!!" enthält womöglich eine Wahrheit, dass sich nämlich vielleicht tatsächlich Bier im Kühlschrank befindet. Aber es sind doch leicht recht viele Fälle denkbar, in denen das Gesagte (Gebrüllte) nicht richtig ist, weil der Sprecher sich eben falsch verhält, wenn er (womöglich sogar aufrichtig) mit jemandem so spricht. Hier gibt der Slogan "am Ende sieht die Wahrheit" nicht viel Sinn, weil eine ganz andere Problematik im Vordergrund steht.
Oder wenn ein Dichter über "blaue Astern im Park" spricht, dann ist doch der Wahrheitsaspekt nicht der entscheidende, wir lesen doch das Gedicht nicht wegen der Information, dass 1942 in jenem Park Astern standen, ja diese Wahrheit ist doch unbedeutend für den Ausdruck ...
ete
Hi Heinrich,
es ist in der Tat unmöglich, alle Aspekte zu berücksichtigen. Kant bemerkt in diesem Kontext m.E. trefflich:
" Das, was jemand sich selbst oder einem anderen sagt, wahr sei, dafür kann er nicht jederzeit stehen (denn er kann irren); dafür aber kann und muss er stehen, dass ein Bekenntnis oder Geständnis wahrhaft sei."
Dieses Streben und Ringen um Wahrhaftigkeit sehe ich als Eigen-Verpflichtung an.
Jörn
... hmm :-) Jetzt hab ich drei mal versucht, diesen Gesichtspunkt in diesem Thread zu thematisieren - aber es will mir anscheinend nicht gelingen, es so zu formulieren, dass man mich begreift :-) Ich verbuch' das jetzt mal unter Pech.
ete
Nein, ich be-greife Dich wirklich nicht.

Erklärs mal bitte anders, damit ich Dich verstehe.
Jörn
:-) (keiner versteht mich)
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