Bildungswesen - woran hapert es?

schlinge
Der großer deutsche IQ-Test, Durchschnitt unter :
Putzfrauen 115
Akademiker 122
Höchster Grad haben die Bauer und eine Bäuerin gewann mit 148.
Jürgen hatte 110 und glücklich.

Also ist die Ausbildung doch nicht so schlecht, sonst sehe es anderes aus.
Tarvoc
Zitat:
Original von schlinge
Also ist die Ausbildung doch nicht so schlecht, sonst sehe es anderes aus.

Was hat die Qualität der Ausbildung gleich nochmal mit der Intelligenz zu tun? gruebel
Taurus
Zitat:
Original von Tarvoc
Was hat die Qualität der Ausbildung gleich nochmal mit der Intelligenz zu tun? gruebel

Das kann ich dir auch nicht beantworten.
Einer meiner Schulabschlüsse, war ein Hauptschulabschluss.
Nur Vieren, Fünfen und Sechsen.
War ich zu Dumm, oder nicht System tauglich?

Um es zu komplettieren muß ich noch anfüren, das ich mich danach verbogen habe, um meinen Realschulabschluss und später mein Abitur, nach zu holen.
Das war wirklich Dumm, aber System tauglich.

Es hat mir nicht geschadet. (hoffe ich)
Aber mir zeigte es das man in der Schule, besser die Antworten gibt die im Lehrplan stehen.
Lernen nach Vorgabe, ausgewähltes Wissen, über jeden zweifel erhaben.
Und diese Vorgaben waren am schlimmsten in der Hauptschule.

Meine Erfahrung hat mich gelehrt, Schule ist kein Ort an dem Fragen beantwortet werden, sie ist ein Ort an dem Antworten vorgegeben werden.
schlinge
@Tarvoc
Zitat:
Was hat die Qualität der Ausbildung gleich nochmal mit der Intelligenz zu tun?


Nun vielleicht, dass man mit einem Maß an Intelligenz die Schule mit besten Noten "aus tricksen" kann , ohne danach über fehlende Perspektiven zu jammern? Unter anderem ist die Schule auch dafür da, um sich an Erwachsenen/Lehrern zu üben. Es ist nicht das Stoff, das wichtig ist, es sind Widersprüche, mit denen man lernen muss umzugehen. Man kann aber die System für eigene Geradlinigkeit verantwortlich zu machen.

@Taurus
Zitat:
Das war wirklich Dumm, aber System tauglich. Es hat mir nicht geschadet. (hoffe ich)


Na, siehst du? Wenn nicht geschadet, warum dann dumm?
Agathon
Hallo,

Zitat:
Original von T1982
Die Inflation guter Noten geht an der Uni munter weiter. Mit ganz wenigen Ausnahmen (z.B. Jura) liegen Durchschnittsabschlussnoten in praktische allen Fächern zwischen einer einigermaßen hohen 1,x und einer tiefen 2,x.


was bedeutet Noteninflation? Ist doch klar, daß man sich in der Uni anstrengt und versucht einen möglichst guten Abschluß zu bekommen.
Soll man die Noten etwa relativ vergeben, also es muß auf jeden Fall immer jemand dabei sein, der eine 4 oder schlechter bekommt, egal wie gut sich alle anstrengen?
Außerdem weiß man ungefähr wie gut man für eine Prüfung gelernt hat, wenn es nur für eine 3 oder 4 reicht fällt man lieber durch und wiederholt nochmal, um sich dann eine richtig gute Note abzuholen.



Viele Grüße
Agathon
T1982
Zitat:
Original von Agathon
Hallo,

Zitat:
Original von T1982
Die Inflation guter Noten geht an der Uni munter weiter. Mit ganz wenigen Ausnahmen (z.B. Jura) liegen Durchschnittsabschlussnoten in praktische allen Fächern zwischen einer einigermaßen hohen 1,x und einer tiefen 2,x.


was bedeutet Noteninflation? Ist doch klar, daß man sich in der Uni anstrengt und versucht einen möglichst guten Abschluß zu bekommen.
Soll man die Noten etwa relativ vergeben, also es muß auf jeden Fall immer jemand dabei sein, der eine 4 oder schlechter bekommt, egal wie gut sich alle anstrengen?
Außerdem weiß man ungefähr wie gut man für eine Prüfung gelernt hat, wenn es nur für eine 3 oder 4 reicht fällt man lieber durch und wiederholt nochmal, um sich dann eine richtig gute Note abzuholen.



Viele Grüße
Agathon


Hi.

Es geht darum, dass der wirklich gute Student nichts davon hat, wenn die Pfeifen um ihn herum ebenfalls mit einer 1 (oder 2) bedacht werden. Und ich kann Dir versichern, dass die Studenten in der Breite nicht so genial sind, dass eine Flut an 1en und 2en gerechtfertigt wäre.

Dazu kommt das Problem, dass man, wenn man nun zu einem Prüfer kommt, der einigermaßen leistungsbezogen benotet, schnell ins Hintertreffen den anderen Glücks-Studenten gegenüber geraten kann: eine 1,7 ist bei dem Prüfer echt gut (und man war auch wirklich gut – eben auf dem Niveau einer 1,7) – und die anderen Studenten erhalten bei einem anderen Prüfer für viel weniger Leistung eine 1,0. Und dann soll ersichtlich sein, wer von den Absolventen „wirklich“ etwas leisten kann: der mit der Abschlussnote 1.4, der mit 1,6, der mit 1,7, der mit 1,9… Wenn die tatsächlich ausgeschöpfte Notenspanne (beim Bestehen) zwischen 1,0 und 4,0 liegen würde, würden solche „Ausrutscher“ (weil sie keine wären) weniger ins Gewicht fallen und das Gesamtbild nicht so sehr verschleiern.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderb...,218624,00.html

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium...,460388,00.html

Gruß
Apfel
@ Agathon
Irgendwas muss aber an dem System zur Zeit falsch laufen: Dringend zu besetzende Ingenieurstellen bleiben unbesetzt, weil die deutschen Ingenieurabsolventen nicht genügend qualifiziert sind. Handwerksbetriebe oder Speditionen lassen auch Stellen unbesetz oder geben Nachhilfe in Mathe und Deutsch, obwohl die Azubis ein Schulzeugnis haben. Wie kriegt jemand ein Schulzeugnis, wenn er kaum Mathe und Deutsch kann? Die heutigen Zeugnisse sagen wohl nicht mehr viel über die Qualifikation wie im Vergleich vor 30 Jahren.
Tarvoc
Zitat:
Original von schlinge
Nun vielleicht, dass man mit einem Maß an Intelligenz die Schule mit besten Noten "aus tricksen" kann , ohne danach über fehlende Perspektiven zu jammern?

Sorry, versteh' ich nicht. Du hattest doch von der Intelligenz der Leute auf die Qualität der Ausbildung geschlossen und nicht umgekehrt.
schlinge
@Tarvoc
Zitat:
Sorry, versteh' ich nicht. Du hattest doch von der Intelligenz der Leute auf die Qualität der Ausbildung geschlossen und nicht umgekehrt.


Verstehe ich auch nicht. Über schlechte Qualität der Ausbildung wird dauernd gesprochen aber beim Massentest(auch wenn bei RTL2)gibt es kein Mensch der 100 hat, alle sind drüber. Alle sind überdurchschnittlich intelligent.
Wenn der Mensch unabhängig von seiner Ausbildung überdurchschnittlich intelligent ist, kann der, wie der Test zeigt, mit der Problemlösung im späterem Beruf leicht Fertig werden. Tut man aber nicht, und beschuldigt die Ausbildung. Das passt nicht zusammen. Zusammen passt auch nicht, dass Putzfrauen 115 haben und die Akademiker 122.
Ich halte die Schule für keineswegs schwer, je schwerer um so interessanter.
Warum landen dann viele in der Hauptschule? Später die meisten davon als einfache Arbeiter werden sie nur Paar Punkte hinter den Akademikern liegen?
Ich habe nichts beschlossen, es ist mir nicht nachvollziehbar.
Vielleicht überbewerte ich nur die Karriere.
Tarvoc
Ich versteh' immer noch nicht, wo dein Problem liegt...
schlinge
Ich war gut in der Schule und meine Kinder sind es nicht. Das ist mein Problem.
Und das sie nicht blöd sind aber es sich nicht einfacher machen können, verstehe ich nicht. Kann man sich selbst einfach aus Protest den Anschluss vermasseln?
Aber...wenn die Kinder jeden Tag hören müssen, dass es in Deutschland die Ausbildung für die Katze ist, werden sie nicht gerade motiviert. Warum soll man das lernen, was alle für Sc*eise halten? Diese politische "Sorge" um die Kinder und ihre Zukunft lässt die Ausbildung ins schlechte Licht rücken,womöglich. Die Lehrer sagen als Folge dazu:"ach leckt mich doch..."
Man sollte womöglich...ach egal
Tarvoc
Den schulischen Anschluss kann man aus vielen Gründen verlieren. Zumal die Schule nicht nur eine Ausbildungs- sondern auch eine Selektionseinrichtung ist. (Was auch immer man davon halten mag.)
schlinge
Zitat:
eine Selektionseinrichtung


Die Kinder haben Angst in der höheren Stufen versagen?
Coole Mittelwerte...
Tarvoc
Sorry, wiederum verstehe ich nicht, was du mir sagen willst.
Apfel
@ schlinge
Zitat:
Wenn der Mensch unabhängig von seiner Ausbildung überdurchschnittlich intelligent ist, kann der, wie der Test zeigt, mit der Problemlösung im späterem Beruf leicht Fertig werden.

Die Intelligenz allein ist noch keine Ausbildung. Gelernt werden muss, seine Intelligenz auch anzuwenden. Man muss Wissen aneignen, seine Gedanken und Angelegenheiten strukturieren können, durchhalten usw. Was nützt es, wenn jemand intelligent ist aber faul, chaotisch und unerfahren. Das gewinnt man alles nur durch hartes Training. Auch mit Sachen, die man nicht so interessant findet, muss man sich im Leben oft sorgfältig beschäftigen und kann nicht gleich hinschmeißen und lieber an die Spielkonsole oder vor die Glotze gehen.

Kann schon sein, dass Putzfrauen genauso intelligent sind wie Akademiker aber warum studieren sie dann nicht und machen anschließend ein Haufen Kohle?
Jemand der das Lernen nicht gelernt hat oder zu faul dazu ist, der wird auch im Beruf nicht alles nacholen können.

Verschlechtert hat sich vielleicht nicht die Qualität der Ausbildung, sondern die Lernbereitschaft. Lernen macht eben nicht immer Spaß.
schlinge
@Apfel
Zitat:
Verschlechtert hat sich vielleicht nicht die Qualität der Ausbildung, sondern die Lernbereitschaft.


Denke ich auch. Warum aber die Lernbereitschaft sich verschlechtert?
Die meisten, mit denen ich darüber sprach, halten die Ausbildung für nicht wichtig. Ob sie mit schlechten Zeugnissen ihrer Kinder sich irgendwie abfinden müssen oder die Kinder nicht lernen in Folge der Einstellung der Erwachsenen? Oder manche Eltern ihre gescheiterte Berufsleben vor den Kindern rechtfertigen wollen und sagen-es geht auch so uns nicht schlecht.
Es ist nicht ganz für die Kinder klar, was man mit guten Ausbildung erreichen kann, dass man kreativ arbeiten kann und nicht rutiniert.
Und auch Prioritäten. Sollte die Ausbildung nicht über alles stehen? Über Politik, über Glauben, über Konsum? Steht aber nicht. Man muss quasi das tun ,was die meisten so wie so verachten.
Taurus
@ Schlinge
Ich glaube das hat schon jemand vor mir gesagt.
Kinder wollen lernen und zwar ständig und überall.
Sie wollen ständig neue Erfahrungen machen,wie Detektive suchen sie nach neuem Wissen.

Man muß sie nur lassen!

Dabei begleiten und hilfe geben, wenn sie sie benötigen.

Schule ist kein Ort des Lernens, es ist ein Ort des Konditionierens und Selektierens.

Es wird gesagt was du lernen MUSST, welche Antworten du zu geben HAST.
In welcher Zeit du dieses bewältigen MUSST, und das das gerlernte Wahrheit IST.
Ausserdem wird dir gesagt schaffst du das nicht BIST du SCHLECHT.

Dabei ist das Ziel nie das lernen, Ziel ist es die Masse nach "dienlicher" Qualifikation, zu selektieren.
Und dafür zu sorgen, das diese Masse danach in ihren zugewiesenen Positionen funktioniert.

Und es funktioniert.
Es kommen nur die nach oben, die diese Institution erfolgreich durchlaufen.
Es Kommen nur die nach oben, die sämtliche Vorgaben "erfolgreich" verinnerlicht haben.
Auch die Menschen, die unsere Kinder in der Schule prägen, sind durch diese Institution selektiert worden.

diese Aussage ist nicht an dich gerichtet Schlinge, sie ist allgemein dahingestellt.

Somit könnte man noch anfügen, jemand der Philosophie studiert hat,
Sich einer Denkrichtung zuordnet, und diese Denkrichtung, mit Worten großer Philosphen argumentiert, ist kein Denker, sondern ein Repetierer.
Obwohl er ohne Zweifel, großes Wissen in sich angehäuft hat.
Die Frage ist nur, Wissen ohne jeden Zweifel?
schlinge
@Taurus

Nicht dagegen, stimme überwiegend zu. Nur die vorgegebenen Antworten betreffen nicht alle Fächer. Wissenschaftliche Aufgaben sind in dem Sinne neutral. Was bleibt? Politik,Sprachen,Literatur, Ethik, Philosophie, Geschichte, Psychologie. Nicht mal Mehrheit.
Zitat:
Es wird gesagt was du lernen MUSST, welche Antworten du zu geben HAST. In welcher Zeit du dieses bewältigen MUSST, und das das gerlernte Wahrheit IST. Ausserdem wird dir gesagt schaffst du das nicht BIST du SCHLECHT.


Das betrifft die Minderheit ,wo Neutralität nicht zu erwarten ist und soll aus getrickst werden. Täuschung und List muss auch gelernt werden. So lernen Kinder bewusst, dass nicht alles aus Überzeugung gemacht werden muss. So tun als ob ist eindeutig Anzeige für Intelligenz.
Die Erwachsenen neigen dazu die Kinder lieber "im Dunkeln" halten, was Täuschung betrifft. Klar, wenn die das zu früh lernen kann unangenehm werden. Nun aber wenn das System dazu zwingt?
Zudem sollte man die humanitäre Richtung mindestens halbieren und mehr in die Wissenschaft investieren.
Was Literatur betrifft, war ich recht froh, das manche Dichter noch rechtzeitig erschossen wurden. großes Grinsen
Taurus
Zitat:
Original von schlinge
Wissenschaftliche Aufgaben sind in dem Sinne neutral.

Wenn dir Thesen als Wahrheit verkauft werden, weiß ich nicht ob das neutral ist.

Zitat:
Original von schlinge
Täuschung und List muss auch gelernt werden. So lernen Kinder bewusst, dass nicht alles aus Überzeugung gemacht werden muss.

Aber Sicher muß das gelernt werden.
Darum möchte ich dennoch nicht, das meine Kinder für dienliche Zwecke, selektiert und konditioniert werden.

Aber ich glaube das bewegt sich jetzt in die falsche Richtung.
Besser wär Lösungen zu finden wie man es besser macht.
schlinge
Zitat:
Wenn dir Thesen als Wahrheit verkauft werden, weiß ich nicht ob das neutral ist.

OK, relativ neutral.
Zitat:
Darum möchte ich dennoch nicht, das meine Kinder für dienliche Zwecke, selektiert und konditioniert werden.

Das werden aber leider alle ausnahmslos und lebenslang.
Zitat:
Aber ich glaube das bewegt sich jetzt in die falsche Richtung. Besser wär Lösungen zu finden wie man es besser macht.

Wäre besser.