Pippen
Die derzeitige Kosmologie & Philosophie sagt in letzter Konsequenz: Unser Universum ist per definitionem "alles" (daher auch "WeltALL") und dann wird die Struktur dieses "alles" diskutiert, zB wird dieses "alles" in multiple Universen zerlegt oder einfach ein unendlich expandierendes Universum angenommen oder ein nicht-unendliches, aber unbegrenztes Universum ähnlich einer Kugel. Eins steht jedoch immer fest: Die Frage, was außerhalb des Universums ist, lautet: Nichts.
Richtig?
Schneemann
| Zitat: |
Original von Pippen
Eins steht jedoch immer fest: Die Frage, was außerhalb des Universums ist, lautet: Nichts.
Richtig? |
Nein, das ist leider falsch. Denn die Frage die du aufsellst ist gar keien Frage, also kann es auch nicht
die Frage sein. Dass es sich um keine Frage handelt merkt man beispielsweise am fehlenden Fragezeichen.
Jörn
| Zitat: |
| Was ist außerhalb des Universums? |
Bei mir wird eins angezeigt.
Quirm
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Original von Schneemann
| Zitat: |
Original von Pippen
Eins steht jedoch immer fest: Die Frage, was außerhalb des Universums ist, lautet: Nichts.
Richtig? |
Nein, das ist leider falsch. Denn die Frage die du aufsellst ist gar keien Frage, also kann es auch nicht die Frage sein. Dass es sich um keine Frage handelt merkt man beispielsweise am fehlenden Fragezeichen. |
Herrlich Schneemann, ein super Beitrag (eine andere Reation als die Deine ist für mich schlicht und ergreifend nicht vorstellbar ! )
Danke dafür von Deinem größten Fan ! (ohne Ironie ! )
Wo der Heinrich seine Frage hernimmt ist wirklich die Frage.
Am Ende muss man genau so drauf sein wie der nicht-Frage Steller umd die Frage dort zu sehen.
Eine Antwort wäre demnach die Frage....( RICHTIG ist ja, das EINES angezeigt wird,
nachdem die FRAGE umgestellt wurde )
pnovell
| Zitat: |
| Die Frage, was außerhalb des Universums ist, lautet: Nichts. |
die frageantwort "nichts" setzt ein "außerhalb" voraus, wo me bereits die schwierigkeiten anfangen, ich vertrete die ansicht daß wir in einem virtuellen kontinuum existieren, d.h. ein "außerhalb" davon gibts da einfach nicht weil es z.b. räumlichkeit in dem sinne nicht gibt und ebenso keinerlei anderen begrenzungsfaktoren.
Philipp Wehrli
Übersehen wir mal die Forumclowns.
pnovell sieht das meiner Ansicht nach richtig: Ausserhalb des Universums gibt es nicht. Es gibt kein Ausserhalb, also ist da nicht mal nichts. So würden wohl auch die meisten Kosmologen antworten.
Quirm
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Original von Philipp Wehrli
Übersehen wir mal die Forumclowns.
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Damit übersehen
wir DICH.
| Zitat: |
Das ist kein Geplänkel, das ist die Kernfrage. Kant hat sie nicht beantwortet. Denn jeder mitdenkende Mensch wird sogleich fragen: Woher weisst du, dass sich das Subjekt nicht ändert? Woher weiss ich, dass ich die Welt morgen nur dreidimensional wahrnehmen kann? Vielleicht finde ich irgendwo eine Droge und erkenne plötzlich eine fünfdimensionale Geometrie.
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Clown auf Droge halt....
pnovell
das "nichts" könnte man als ein transcendentales "außerhalb" interpretieren, ein dem kontinuum innewohnnendes.
Würze
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Original von Philipp Wehrli
pnovell sieht das meiner Ansicht nach richtig: Ausserhalb des Universums gibt es nicht. Es gibt kein Ausserhalb, also ist da nicht mal nichts. So würden wohl auch die meisten Kosmologen antworten. |
Ich dachte nach dem heutigen Stand der Wissenschaft ist das (beobachtbare) Universum flach wie mein Waschbrettbauch. Es existiert also vermutlich keine hinreichend positive Krümmung, die den Raum schließen könnte. In diesem Fall wäre der Raum bis auf lokale Krümmungen euklidisch und die Materie wäre wie eine Insel im unendlichen Vakuum. Näherungsweise hätten wir also Koordinaten x,y,z, die von minus unendlich bis unendlich laufen, wobei da fast immer Vakuum herrscht. Oder bin ich im falschen Film?
Quirm
| Zitat: |
Original von Würze
| Zitat: |
Original von Philipp Wehrli
pnovell sieht das meiner Ansicht nach richtig: Ausserhalb des Universums gibt es nicht. Es gibt kein Ausserhalb, also ist da nicht mal nichts. So würden wohl auch die meisten Kosmologen antworten. |
Ich dachte nach dem heutigen Stand der Wissenschaft ist das (beobachtbare) Universum flach wie mein Waschbrettbauch. Es existiert also vermutlich keine hinreichend positive Krümmung, die den Raum schließen könnte. In diesem Fall wäre der Raum bis auf lokale Krümmungen euklidisch und die Materie wäre wie eine Insel im unendlichen Vakuum. Näherungsweise hätten wir also Koordinaten x,y,z, die von minus unendlich bis unendlich laufen, wobei da fast immer Vakuum herrscht. Oder bin ich im falschen Film? |
genau so ein Quark kommt halt raus, wenn man den Raum als etwas außerhalb der Vorstellung eines Subjektes existierendes ansieht.
Andique
wieso ist das Quark?
In welchem Medium existiert denn ein Subjekt, wenn nicht in einem subjekt-externen Raum?
Solipsismus ist Quark.
Quirm
Subjekt existiert "nur" im psychologischen Raum. Dies ist nicht zu verwechseln mit dem Raum der Objekte welcher nur in der Vorstellung existiert.
Übrigens ist es auch Quark Subjekt Einheit oder Vielheit zukommen lassen zu wollen. Dies betrifft auch nur die Objekte, niemals Subjekt (bewusst keine Artikel....)
| Zitat: |
Solipsismus ist Quark.
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Jo.
Tarvoc
| Zitat: |
Original von Quirm
Raum der Objekte welcher nur in der Vorstellung existiert. |
Na ja. In gewissem Sinne vielleicht. In anderem... not so much.
Quirm
Kurt Bräuer:
"Grundlage dafür sind Dinge, die wir kennen, über die wir etwas wissen, die also in unserem Gedächtnis
repräsentiert sind. Auf dieser Grundlage entwickelt sich im Bewusstsein das Bild, das wir
als reale Welt erleben. Es besteht aus Einzelheiten, die nebeneinander, übereinander oder hintereinander
angeordnet sind. Das ist die Grundstruktur des Raumes, das hintereinander, nebeneinander
und übereinander der einzelnen Weltinhalte. Es ist die Grundlage unseres bewussten
Welterlebens.Die Welt selber besteht nicht aus einzelnen Objekten in räumlicher Beziehung. Ein Baum reicht
mit seinen Wurzeln weit ins Erdinnere. Er besteht zum Teil aus Wasser, das unbegrenzt mit allem
Wasser der Erde in Verbindung steht. Er besteht zum Teil aus Sauerstoff, der unbegrenzt mit
allem Sauerstoff der Erde in Verbindung steht. Wir erkennen einen Baum als isoliertes Objekt,
weil wir Bilder von Bäumen in uns tragen. Diese Bilder verleihen unseren Bewusstseinsinhalten
kontextunabhängige Eigenschaften. Das Bewusstsein lässt die Welt objektiv erscheinen."
"....Raum entsteht nicht durch Urknall und Kosmologie, sondern durch Teilen der Welt in einzelne
Inhalte...."
Ich kann es nicht oft genug schreiben !
Pippen
| Zitat: |
Original von Philipp Wehrli
Übersehen wir mal die Forumclowns.
pnovell sieht das meiner Ansicht nach richtig: Ausserhalb des Universums gibt es nicht. Es gibt kein Ausserhalb, also ist da nicht mal nichts. So würden wohl auch die meisten Kosmologen antworten. |
Damit habe ich aber Recht. Es gibt keinen Unterschied zwischen "es gibt kein 'außerhalb' vom Universum" und "es gibt nichts außerhalb vom Universum". Beides meint dasselbe. Du scheinst "Nichts" nicht richtig zu verstehen, sondern immer noch als "etwas" zu interpretieren.
Sun Deluge
Hmm wenn sich Raum immer weiter ausdehnt, dann ist ausserhalb bestimmt nichts (weder Raum, noch Zeit). Das Nichts könnte wahrscheinlich auch nicht gestaucht werden, wenn Raum expandiert, weil ersteres wie Finsternis von Kerzenlicht durchdringt wird und eigentlich gar nicht existiert. Es wäre so wie die Frage von Abwesenheit von Licht. Es ist wie eine Druckwelle - man könnte sich das in alle Richtungen und grösser werdent vorstellen. Wo die Druckwelle hinkommt, existiert Raum und wo sie noch nicht hingekommen ist, ist kein Raum. Wie die Grenze aussehen würde, das weis ich nicht.
Nur, so wie wir das mit dem Nichts machen ist es bestimmt unmöglich, denn das Nichts kann man sich nicht vorstellen, weil es dann zeitlich wäre und dann nicht mehr nichts wäre, sondern eine Vorstellung vorhanden ist... immerhin stellt man sich mit dem gedanklichen Etwas das reale Nichts vor... gesehen haben wir es trotzdem nicht um darüber diskutieren zu können.
Pippen
| Zitat: |
Original von Sun Deluge
Hmm wenn sich Raum immer weiter ausdehnt, dann ist ausserhalb bestimmt nichts (weder Raum, noch Zeit). Das Nichts könnte wahrscheinlich auch nicht gestaucht werden, wenn Raum expandiert, weil ersteres wie Finsternis von Kerzenlicht durchdringt wird und eigentlich gar nicht existiert. Es wäre so wie die Frage von Abwesenheit von Licht. Es ist wie eine Druckwelle - man könnte sich das in alle Richtungen und grösser werdent vorstellen. Wo die Druckwelle hinkommt, existiert Raum und wo sie noch nicht hingekommen ist, ist kein Raum. Wie die Grenze aussehen würde, das weis ich nicht.
Nur, so wie wir das mit dem Nichts machen ist es bestimmt unmöglich, denn das Nichts kann man sich nicht vorstellen, weil es dann zeitlich wäre und dann nicht mehr nichts wäre, sondern eine Vorstellung vorhanden ist... immerhin stellt man sich mit dem gedanklichen Etwas das reale Nichts vor... gesehen haben wir es trotzdem nicht um darüber diskutieren zu können. |
Der markierte Satz indiziert, dass du "Nichts" falsch verstehst. "Nichts" bedeutet Abwesenheit jeglichen "Seins", jeglichen "etwas". Man kann mit dem "Nichts" nichts tun, es hat keine Eigenschaft, es bezeichnet nur die Abwesenheit von etwas. Deshalb dehnt sich das U. auch nie ins "Nichts" aus - was auch bereits impliziert, dass das Nichts mehr als nichts ist. Das U. dehnt sich aus und dahinter, darüber, seitlich, unten, oben...ist nichts.
p.s. Das Über-Nichts wird hier mal ausgeklammert
gbg
Hallo.
Könnte man auch sagen das Universum ist unbegrenzt aber endlich?
Beispiel:
Man schreitet von vorne entlang des Durchmessers durch den Mittelpunkt einer Kugel und kommt am Ende vorne wieder heraus.
Bzw. genauer:
Man schreitet von vorne entlang des Durchmessers durch den Mittelpunkt einer Kugel und der Mittelpunkt kommt einem mit jedem Schritt den man tut immer näher bis man ihn wieder durchschreitet.
P.S.: Bei dieser Darstellung würde das Außen wohl keinen Sinn mehr machen.
Oder?
L.G. gbg
Sun Deluge
@ Pippen
Das habe ich gerade deswegen im zweiten Absatz geschrieben und sogar im Nebensatz desselben Satzes: Man kann sich das Nichts nicht vorstellen weil es dann nicht mehr Nichts wäre, jedoch immernoch als Realität gleichbleibend. Es wäre trotzdem anwesend - aber nicht für unsere Vernunft -, auch wenn vor diesem der sich ausdehnende Raum steht und eine Grenze existiert. Kann man wohl von der Grenze des Weltraums in das Nichts fliegen? Was würde dann geschehen, frage ich mich. Denn dann wäre Materie und Raum im Nichts eingedrungen. Naja, alles nur meine Vorstellungen, müssen ja nicht die Realität wiedergeben.
Der Raum aber, der verändert sich und darüber kann man sich den Kopf zerbrechen.
gbg
Wohinein aber dehnt sich der Raum aus?
Könnte man um dieses Problem zu umgehen nicht einfach behaupten nicht der Raum dehnt sich aus sondern der Durchschreitende (und alle Materie mit ihm) wird kleiner?
Ein faszinierender Gedanke oder nur Unfug?
L.G. gbg
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