Archibald
Für viele Dinge im physikalischen Bereich gibt es Formeln.
Seit Adam Smith und Karl Marx gibt es diese aber auch im wirtschaftlichen Bereich.
Ich frage nun:
Was lässt sich alles in eine Formel pressen?
Hier ein paar Beispiele:
S = K*Sch mit S = Schuld K = Kausalursache und "Sch" als vom Bewusstsein als solcher empfundener Schaden.
N = Sch*(-1) mit N = Nutzen und Sch = Schaden
R = Ch*(-1) mit R = Risiko und Ch = Chance
N = Ch*W mit N = Nutzen, Ch = Chance und W = Wahrscheinlichkeit
oder:
F = G*E mit F = Freioheit, G = Gewolltes und E = Erreichtes
und: G = E*Ni mit G = Gewolltes, E = Erreichtes und Ni = Nichterreichtes
usw,usw.
Androklus
Ich denke es läßt sich quasi alles über Mathematik ausdrücken.
Im Determinismus besteht die Welt eh nur aus kausalen Parametern (welche interagieren).
Würde man jeden Parameter kennen, dann könnte man die Zukunft exakt vorhersagen.
Die Matrix läßt grüßen!
PS: Hawking hatte mal gesagt man könne das Verhalten eines Menschen nur nicht vorhersagen weil es zuviele Teilchen wären. Von wegen Vorbestimmheit.
Neo
| Zitat: |
Original von Androklus
Im Determinismus besteht die Welt eh nur aus kausalen Parametern (welche interagieren).
Würde man jeden Parameter kennen, dann könnte man die Zukunft exakt vorhersagen. |
Spätestens seit der Quantenphysik und insbesondere der Unschärferelation dürfte dieser Traum wohl endgültig ausgeträumt sein.
Aber dennoch:
Mit Hilfe der Formeln lassen sich nicht nur eindeutige, exakte Zustände beschreiben, sondern auch eine Menge oder ein Bereich vieler möglicher Ergebnisse, also uneindeutiges, s. Quantenphysik.
Alles aber kann man gewiß nicht durch die Mathematik ausdrücken, ich denke da an subjektive Empfindungen wie Schönheit, Liebe, Schmerz etc.
Obwohl die Neurowissenschaftler wohl der Ansicht sind, auch das sei nur eine Frage der Zeit.
(Klar kann ich das in der Archi´schen Weise abstrahieren wie
S = G x E, mit S:= Schönheit; G:= Gegenstand, E:= Empfinden, aber damit ist im Grunde wieder nichts ausgesagt, denn die Parameter sind nur anders benannt, nicht aber definiert.)
Archibald
@ Neo:
Doch, es wird damit etwas ausgesagt!
Nehmen wir mal an, es soll sich x sowohl vergrößern wenn sowohl a, als auch b gleichbleibt; dann wäre sowohl
(Formel 1) x = a*b
als auch
(Formel 2) x = a + b
angebracht.
Bloß, in der ersten Formel hört x auf zu existieren, wenn a oder b nicht mehr da sind, in der zweiten Formel nicht.
Nehmen wir mal an, x sei durch Konsumktion erreichtes Lebensglück, a sei Geld, und b sei Freizeit. Dann ist wohl Formel 1 angebrachter.
Neo
@Archi:
Hm. Mal abgesehn davon dass mir nicht klar ist, wie x größer werden soll wenn a nd b konstant bleiben (Formel1), (aber das tut nichts zr Sache denn ich war in Mathe noch nie ne Leuchte), geb ich Dir recht, dass man mit Formeln Kausalzusammenhänge zwischen sonst nicht weiter definierbaren Größen beschreiben kann. Das ist sicher ein Vorteil der Mathematik, wie er ja auch in nicht rein-mathematischen Fachgebieten zum Tragen kommt; einen davon hast Du ja in Deinem Eröffnungsbeitrag genannt. Die Biologie wäre ein weiterer.
Androklus
@Neo: Die Quantenmechanik bezieht sich doch eh nur auf die kleinsten Bereiche. Alle übergeordneten können sehr wohl determiniert sein.
Und eben nicht als Lösung b,c,d haben. Sondern nur eine von denen.
| Zitat: |
Alles aber kann man gewiß nicht durch die Mathematik ausdrücken, ich denke da an subjektive Empfindungen wie Schönheit, Liebe, Schmerz etc.
Obwohl die Neurowissenschaftler wohl der Ansicht sind, auch das sei nur eine Frage der Zeit. |
Wenn alles kausalen Ursachen hat, dann auch diese Empfindungen.
Neo
| Zitat: |
Original von Androklus
@Neo: Die Quantenmechanik bezieht sich doch eh nur auf die kleinsten Bereiche. Alle übergeordneten können sehr wohl determiniert sein. |
Die Materie besteht aus Quanten. Was man bei den Makroobjekten findet sind Regelmäßigkeiten und Zusammenhänge. Final determiniert sind diese deshalb noch lange nicht.
| Zitat: |
Original von Androklus
Und eben nicht als Lösung b,c,d haben. Sondern nur eine von denen. |
Schon, aber welche davon, das ist nicht determiniert.
| Zitat: |
Original von Androklus
| Zitat: |
Alles aber kann man gewiß nicht durch die Mathematik ausdrücken, ich denke da an subjektive Empfindungen wie Schönheit, Liebe, Schmerz etc.
Obwohl die Neurowissenschaftler wohl der Ansicht sind, auch das sei nur eine Frage der Zeit. |
Wenn alles kausalen Ursachen hat, dann auch diese Empfindungen. |
s.o.
Androklus
| Zitat: |
Original von Neo
Die Materie besteht aus Quanten. Was man bei den Makroobjekten findet sind Regelmäßigkeiten und Zusammenhänge. Final determiniert sind diese deshalb noch lange nicht. |
Man kann zwar jedes Atom oder sogar Molekühl auch als Welle beschreiben(Welle/Teilchendualismus), aber das heisst ja nicht das es wirklich eine Welle ist. Ein Atom oder auch Molekühl hat feste Bedingungen und kann imho keine Welle sein. Wir können sehr wohl zwischen Strahlungen und fester Materie unterscheiden.
Und die Quantenmechanik gilt für die kleinsten Teilchen. Die Relativitätstheorie z.B für den Makrokosmos.
| Zitat: |
| Schon, aber welche davon, das ist nicht determiniert. |
Im Determinismus gibt es keine Alternative. Weil schon immer feststand das nur eine bestimmte Kausalreihe abläuft. Die Möglichkeit B,C, oder D zu nehmen wäre genauso Illusion wie das wir annehmen würden uns frei zu entscheiden.
Archibald
@ Neo:
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Zitat:
Hm. Mal abgesehn davon dass mir nicht klar ist, wie x größer werden soll wenn a nd b konstant bleiben (Formel1),
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Niemand sagt, dass a oder b konstant bleiben.
Eine Formel mit konstanten Größen wäre sinnlos.
Neo
@Archi
| Zitat: |
Original von Archibald
Niemand sagt, dass a oder b konstant bleiben.
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ok, dann hab ich offenbar das hier falsch verstanden:
| Zitat: |
Original von Archibald
Nehmen wir mal an, es soll sich x sowohl vergrößern wenn sowohl a, als auch b gleichbleibt; . |
Archibald
@ Neo:
Ich meinte (ja, ich habe einen Fehler gemacht):
"Es soll sich x vergrößern, wenn ENTWEDER a oder b gleichbleibt (mit x = a*b )
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