Der Sinn des Lebens

Archibald
@ Elona:

Ich gehe so an die Frage ran:

"Was ist überhaupt "Sinn"?"

und:

"Wennn das Leben als Ganzes keinen Sinn hat, warum gibt es dann Teile des Leben´s, welche einen Sinn haben?"

sowie:

"Kann es "Sinn" überhaupt geben ohne Bewusstsein?"
Androklus
Zitat:
Original von Tarvoc
Zitat:
Original von elona
Hat für euch das Leben einen Sinn?

Ich finde die Frage viel interessanter, warum wir uns diese Frage immer wieder stellen...

Weil niemand die einzige oder vielleicht auch für alle zufriedenstellende Antwort kennt. Zwinker
elona
Soviel zum Sinn des Lebens, aber ist das Leben vielleicht auch sinnlos oder gar absurd?
Tarvoc
Zitat:
Original von Androklus
Weil niemand die einzige oder vielleicht auch für alle zufriedenstellende Antwort kennt. Zwinker

Es gibt 'ne Menge Fragen, auf die niemand die Antwort kennt und die wir uns trotzdem nicht ständig stellen.
Sun Deluge
Shui: Also nicht einfach einen gefrühstückt, sondern schon vor längerem die ganze Ernährung darauf umgestellt? Ist aber nicht sehr abwechslungsreich und ob man da unbedingt von ausgewogenen Mahlzeiten sprechen kann ist auch eher zweifelhaft *nick*

Sun Deluge: Wer meinte denn, das so etwas ausbleiben würde?


Androklus: Eine rein pessimistische Sicht kann auch unrealistisch sein(siehe Depressive welche keine Perspektiven finden oder sehen können). Genauso wie umgekehrt eine "Friede, Freude,Eierkuchen " Sicht. Ich finde das Leben besteht noch aus viel mehr und beides gehört dazu.

Kann aber verstehen das MEnschen aufgrund persönlicher Erfahrungen solche einseitigen Sichtweisen gewinnen. Und da hängt sehr viel Gefühl hinter.

Sun Deluge: Es geht nicht nur um Gefühl, sondern um Realität und Sprache: Wenn man nichts mehr besonderes erkennen kann oder will, was soll man dann noch? Der Lebenswille wird umgepolt, es wird ständig weiter und immer mehr danach gestrebt. Es ist ja nicht nur ein Gefühl oder ein niederer Instinkt, sondern dank des höher entwickelten (Fähigkeit zum denken) kann man auf diese Tatsache der Sinnlosigkeit aufmerksam gemacht werden. Wir können ja frei entscheiden. Tiere unterliegen immer wieder ihr Sextrieb, sind nach der Natur ausgerichtet. Für den Mensch (er ist selbstverständlich auch Tier, nur mehr Fähigkeiten durch Gedanken er besitzt) hat das Denken den niederen Instinkt in das Unterbewusstsein gerückt... was ich manchmal bis hin zu sehr oft bezweifle. Ob Instinkt wohl das heutige „Gefühl“ ist... ?


Tarvoc: Ich finde die Frage viel interessanter, warum wir uns diese Frage immer wieder stellen...

Sun Deluge: Naja, die Frage beschäftigt sich immerhin mit (unserer) Existenz.

PS: Abgesehen, dass hier die obere Leiste zum bearbeiten (Links, Zitate, Formatierung) schon zum zweiten mal (auch in einem anderen Thread der Fall) fehlt... selbst Smileys lassen sich links neben den Text nicht mehr blicken...
Tarvoc
Zitat:
Original von Sun Deluge
Naja, die Frage beschäftigt sich immerhin mit (unserer) Existenz.

Die Frage ist, ob und inwieweit das bereits ein hinreichender Grund ist... dass eine bestimmte Frage sich im Denken immer wieder wiederholt, hängt in jedem Falle mit der Struktur des Denkens statt, in dem die Wiederholung stattfindet. Diese Frage hätte dann den Status so einer Art "Symptom".
Sun Deluge
Ich verstehe. Trotzdem ist das ein ausreichender Grund, für mich jedenfalls. auch wenn man den Anschein hat, das man aus dem „Teufelskreislauf des Denkens“ bzw. einer Voreingenommenheit dieser Denksysteme nicht mehr herauskommen sollte. Was fällt, das fällt... immer in eine Richtung. Auch wenn die Erde rund ist und so ziemlich verschiedene Richtungen entstehen können...

Ob genug zum denken übrig bleibt oder der „Rest“ sowieso nur hinterfragt wird... ?
ewig
Zitat:
Original von Tarvoc
Die Frage ist, ob und inwieweit das bereits ein hinreichender Grund ist... dass eine bestimmte Frage sich im Denken immer wieder wiederholt, hängt in jedem Falle mit der Struktur des Denkens statt, in dem die Wiederholung stattfindet. Diese Frage hätte dann den Status so einer Art "Symptom".

Die Frage läßt sich alternativ formulieren als "Was ist das Wichtigste im Leben?" Eine singuläre Antwort auf eine solche Frage wäre die Basis für den dominanten Handlungsleitfaden, an dem man all seine Entscheidungen orientieren könnte.
elona
Soviel zum Sinn des Lebens, aber ist das Leben vielleicht auch sinnlos oder gar absurd?
Sun Deluge
Das Leben ist sinnlos uns absurd, ja, das ist es garantiert.
Androklus
Das Leben ist immer das für was man es gerade hält!

Die Natur selber stellt dazu keine Frage. Sieht hat nur ihre Gesetzmäßigkeiten.
Sun Deluge
Die Natur ist auch sinnlos. Und wenn es einen Gott gegen sollte, der erst recht. Es heisst ja nicht umsonst Gottes Tod... - nicht zu verwechseln mit Nietzsches Gott ist tot.
Norich
Zitat:
Original von Sun Deluge
Würze hat Recht - man wird geboren, leidet und stirbt. Und das alles umsonst...



sehr politische Antwort
geht nimmig an der frage vorbei... wie es politiker auch immer machen, bloß nich auf die frage antworten...

Meine Frau: Schatz, was für einen Sinn hat das Einkaufen.
Ich: Ich werf ne Münze in den Wagen, gehe in den Supermarkt und packe Gurken und alles rein. Dann bezahl ich und gehe wieder raus.
Meine Frau: Ja, Stimmt! Aber, Schatz, was für einen Sinn hat das Einkaufen!

So würde man eure antwort verstehen und keine erkenntnis darus folgern können, abgesehen davon, dass ihr durchaus gute Beobachter seit.

Aber da is ja doch ein bisschen mehr, man leidet, ja! man Stirb, Ja! Aber man genießt auch und tanzt, man liebt und man verrichtet schlecht bezahlte arbeiten. Ich denke man lebt um zu lernen und zu lehren, also fürs Leben selbst und wenn es nicht das der anderen ist, dann für das eigene.

Ich denke die Frage nach dem sinn des lebens ist keine schwierigkeit, jeder könnte mir vermutlich antworten und läge nicht falsch... einheitlich ist hier wohl nichts (das ist ja philosophisch.nech?^^)

Ich denke schwer wird es erst wenn man fragt; wo ist der sinn der existenz?! ??! großes Grinsen
Sun Deluge
Norich:
Aber man genießt auch und tanzt, man liebt und man verrichtet schlecht bezahlte arbeiten. Ich denke man lebt um zu lernen und zu lehren, also fürs Leben selbst und wenn es nicht das der anderen ist, dann für das eigene.


Sun Deluge:
Das ist was ich meinte: Es wird alles im Augenblick des Absterbens wieder vergessen.

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Norich:
Ich denke schwer wird es erst wenn man fragt; wo ist der sinn der existenz?!


Sun Deluge:
Das ist eine ganz andere Frage. Mit: Was ist der Sinn der Existenz des Lebens - würden wir uns wieder dem Leben zuwenden.
Norich
naja ich würde nicht sagen dass es mit dem tot vorbei ist, denn das was man lehrte wird weitergegeben werden von generation zu generation
Sun Deluge
Aber keine Gefühlswelten die weiter gegben werden... so, wie man das Leben denn genossen hat.

Aber jeder wird vergessen, und das als einzelnes. Man kann nur aus der eigenen Sicht sehen.
Norich
denkst du, nein. ich meine, wenn ich meine kinder erziehe, bekommen sie von mir unweigerlich etwas ab, seien es charakterzüge oder ähnliches... alles was ich tue hat folgen für andere menschen oder auswirkungen. ich beeinflusse meine umwelt...

die beeinflusst wieder andere etc
es is als ob du nen tropfen in nen farbtopf wirfst und verrührst, den farbtopf wieder in nen bottich und so weiter und obgleich die substanz meines lebens verloren geht, bleibt die existenz meiner existenz unweigerlich am leben, im leben, denke zumindest ich

dass soll nicht heißen, dass ich weiterlebe im werk meiner kinder blala. nein, aber, dass die auswirkungen meines handels andauern und kreise ziehen, auch wenn dies ungesteuert passiert. vielleicht hat das nichts mit dem sinn, aber mit der existenz des lebens zu tun.


nur körper und geist sind fort.
Sun Deluge
Soll es denn weiträumige Kreise ziehen oder im engeren Sinn? Das was als einzelner sinnlos ist, kann dieses Prinzip auf die Menschheit im allgemein übertragen werden. Wo für existiert der Einzelne? Wo für existiert die Menschheit? Handlungen für sich oder für andere werden allerhöchstens zum Zweck für eine Zeit lang stehen bleiben - sie werden wie ein altes Haus, welches ausgedient hat und abgerissen wird, vergessen. Das ist mindestens ein Weiterführen der Menschheit wert. Handlungen bringen nur den Lebenden etwas, werden aber auch irgendwann gehen.
Androklus
Zitat:
Sun Deluge: Es geht nicht nur um Gefühl, sondern um Realität und Sprache: Wenn man nichts mehr besonderes erkennen kann oder will, was soll man dann noch? Der Lebenswille wird umgepolt, es wird ständig weiter und immer mehr danach gestrebt. Es ist ja nicht nur ein Gefühl oder ein niederer Instinkt, sondern dank des höher entwickelten (Fähigkeit zum denken) kann man auf diese Tatsache der Sinnlosigkeit aufmerksam gemacht werden. Wir können ja frei entscheiden. Tiere unterliegen immer wieder ihr Sextrieb, sind nach der Natur ausgerichtet. Für den Mensch (er ist selbstverständlich auch Tier, nur mehr Fähigkeiten durch Gedanken er besitzt) hat das Denken den niederen Instinkt in das Unterbewusstsein gerückt... was ich manchmal bis hin zu sehr oft bezweifle. Ob Instinkt wohl das heutige „Gefühl“ ist... ?

Naja, GEfühle sind mit Gedanken verknüpft. Man kann sich als MEnsch nicht davon befreien. Natürlich ist die Frage nach dem Sinn rational, aber depressive Menschen können aus ihrer negativen Grundstimmung(und einseitigen eingeengter Sichtweise) oft nicht heraus Sinn mehr erkennen. Da führt das eine zum anderen. Anregungen von außen können zumindest bei depressiven Verstimmungen schnell hilfreich sein.

Gefühle sind mehr als nur niedere Instinkte. Schon mal etwas von emotionaler Intelligenz gehört? smile
Sun Deluge
Androklus:
Anregungen von außen können zumindest bei depressiven Verstimmungen schnell hilfreich sein.


Sun Deluge:
Wenn es denn nur Verstimmungen sind. Oder vielleicht auch ganz sachlich nach einem einzgen Ausweg suchend, anstrebend, die Konsequenz des sinnlosen und nebenbei immer mehr Depressionen bekommend. Ach, die können auch nur Lebende bekommen. Fragt sich nur über welchen Zeitraum sich diese hin strecken, die Depris. Viele Lebensverneinende stehen mit ihrem dogmatischen sowieso am (nicht)gedanklichen Abgrund - wenn denn schon Religionen, Werte, Emotionen und alles andere was von anderen oder von einem selbst kommt, aus dem Weg geräumt wird. Bei letzterem keimt eh nix auf. Ja, sogar Nationalismus und Regeln werden ausgehebelt. Praktisch so zu handeln... ist es wirklich wert, das Bewusstsein weiter zu erhalten? Ausser, sie wieder ein Sinn finden werden, sich vom sinnlosen und gedankenlosen losreissen, weil denn das provozierte Ende doch noch Angst einjagt. Irgendwie komisch.

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Androklus:
Schon mal etwas von emotionaler Intelligenz gehört?


Sun Deluge:
Ja.
Aber ich denke trotzdem, dass sie sich aus niederen Instinkten gebildet haben. Meine Theorie jedenfalls.