homo_metaphysicus
Guten abend!
Ich will mein Forumdebüt mit einem Text geben und erhoffe mir konstruktive Meinungen zum Thema. Vielen dank.
Routine
Eine wahnsinnige Ohnmacht durchfährt mich zitternd, wenn ich vor der, in all seiner Gänze unendlichen, Materie der Astronomie stehe.
Die vollendende Erkenntnis in dieser Wissenschaft bleibt wohl nur die Kapitualtion vor dem nicht Fassbarem.
Eine Galaxie, die hundertausendmillionen Sterne mit Sonnensystem beherbergt, schwirrt in einem Raum umher indem nach Schätzungen mehr als das hundertfache an Galaxien existieren. Zudem expandiert dieser Raum ununterbrochen und wird noch größer und lässt noch mehr existieren, um ein vielfaches in jeder Sekunde. Betreten wir den Raum der Astronomie so stoßen wir in jeder Ecke an eine Grenze, die es uns unmöglich macht diesen Raum zu berechnen. Denn anstatt Ecken hat dieser Raum nur unendliche Enden, die keine Enden seien können. Aber der Mensch gibt sich mit diesem imaginären Ende zufrieden, die ,zumindest für uns, ein befriedigendes Ergebnis darstellen. Doch sind diese Ergebnisse überhaupt brauchbar?
Um zu verdeutlichen, wie ein System funktioniert greift der Mensch oft auf die Unendlichkeit zurück. Da diese aber für den Menschen gar nicht fassbar ist und wie etwas übernatürliches über allem schwebt, kann doch auch nicht das Ergebnis plötzlich verständlich sein! Denn die Unendlichkeit ist gar so verständlich wie dass ein Wunder passiert, wie Wasser zu Wein.
In einer höchst aufwendigen Gleichung eines Physikers passiert also ein Wunder, wenn er die horizontale acht einsetzt, und doch geht die Gleichung auf?
[...]
Nicht nur eine Kraft bestimmt die Materie in unserem Universum. Wie üblich hat das beherrschende Element immer einen Gegenspieler, gar muss es einen haben um zu existieren. Und dieses zweite Element muss ebenso über die Physik herrschen wie die Gravitation.
Wenn alle Materie in einem [...] Jahren andauernden Akt der Gewalt sich aus der unendlichen Zerstreuung langsam wieder zusammenfindet auf einem Punkt, muss die beta-Macht, die dahinter steckt, enorm sein. Gleichermaßen auch die alpha-Macht, die alle angewandte Energie zur Zusammenführung dazu bestimmt wieder auseinander zu driften.
Der Urknallzustand unterliegt nicht den Gesetzten der Physik, wie die Menschen sie deklariert haben.
Demzufolge ist auch die alpha-Macht durch unsere Physik nicht fassbar, da sie nur während des Urknallzustandes über die Existenz herrscht. Der Urknall als dimensionsloses Objekt hat keine Anordnungen oder Regulierungen. Es ist weniger als ein Punkt, gar ein zeitloser Punkt.
Bei der Wiederherstellung des Urknallszustandes von der beta-Macht werden nicht nacheinander die Dimensionen abgebaut. Sobald alle Materie auf einem Punkt konzentriert ist bedeutet das den zeitgleichen Verlust aller Dimensionen. Daher ist der Urknallszustand gewiss in einem Zeitstillstand. Was nicht bedeutet, dass es keinen Moment des Explodierens geben kann, sondern nur, dass dieser unmittelbar nach Verlust der Zeit eintritt, um die Zeit zu erschaffen. Der Zeitraum ohne Zeit ist unendlich klein. Würde man den Zeitraum ohne Zeit, resprektive ohne Dimension, einfrieren so stellte man fest, dass diese Begebenheit nur ein und den selben Ausgangspunkt haben kann. Keine Dimensionen, keine konträren Differenzen dieses Zeitlosen Stadiums.
Da die alpha-Macht eintritt, wenn sich das Universum im Zeitlosen Stadium befindet, passiert sie immer äquivalent zur vorhergegangenen Aktivität.
Aus der nullten Dimension entstehen, selbstverständlich nach dem gleichen Ablauf, die Weiteren Dimensionen. Selbstverständlich auch hat die Zeit die gleiche Geschwindigkeit und selbstverständlich entsteht Materie, die selbe wie zuvor. Alles unterliegt wieder den Gesetzten der Physik.
Selbstverständlich aber auch, gar natürlich muss diese Dimensionenexpansion, die immer den gleichen Ausgangspunkt im Urknallzustand hat, ohne Abweichungen immer kongrunent geschehen.
Wieder und wieder passiert ein und das Selbe. Ich gehe soweit zu sagen, dass ein anfangsloses und unendliches Mal der Mensch auf der Erde entsteht und ich mir jetzt eine Zigarette anstecke.
[Edit: Der Text ist stark gekürzt, wenn einige Informationen fehlen sollten um die Materie zu verstehen würde ich den rest auch noch posten]
homo_metaphysicus
Mir ist schon klar, dass das Thema Urknall bis zum Erbrechen diskutiert wurde. Aber ich denke darin etwas neues angeführt zu haben und hoffe nicht dass euch das Lesen und Verstehen nur zu aufwendig erscheint.
Bitte weiterhin um Kritik und Meinungen
Reinhard
| Zitat: |
| Der Zeitraum ohne Zeit ist unendlich klein. |
Hallo, erstmal herzlich willkommen. Wir reden doch wohl über Modifikationen der Kausalität als Voraussetzung unseres Erkennens. Unter Hinzunahme logischer Struktuten beschreiben wir eine uns unbekannte Wirklichkeit. Richtig? Du redest aber über die Voraussetzungen unserer Erkenntnisse als wären es eben Erkenntnisse selbst, das heisst, Du fischst nicht nur im Trüben, sondern Du betrachtest Dich in einem Spiegel und denkst, das sei die Wirklichkeit. Die Theorie vom Urknall ist doch nichts anderes als eine willkürliche Setzung eines Anfangs, der wie üblich aus dem Nichts entstanden sein muss. Alter Wein in neuen Schläuchen, versucht uns ein bestimmter Klerus auch schon immer einzureden, dass wir aus dem Nichts kommen, aber dann in der Unendlichkeit in Hölle oder Paradies landen um ein Dasein im Selbstwiderspruch zu führen. Ich verstehe das Eine so wenig wie das Andere.
Nimm doch mal den o.a. Satz und frage Dich nach dem Sinngehalt, sprich den kausalen Verknüpfungen. Ein Zeitraum ohne Zeit ist demnach wohl ein Raum der ist und auch wieder nicht ist, weil er ja unendlich ist. Dabei ist es wohl egal, ob klein oder groß, weil es dafür ja keinen Maßstab geben kann. Genau so könntest Du also schreiben : 0 = unendlich, also 0 = 0 und hältst das dann für die Weltformel, mit der man dann alles erklärt haben will. Ich erkenne darin nur eine Tautologie, die auch nichts weiter aussagt als die Tautologien der sog. Gottesbeweise. Was daran nun neu sein soll, bleibt mir völlig schleierhaft.
Im Übrigen ist es auch noch geradezu belustigend, anzunehmen, der Urknall hätte zu einer bestimmten Zeit schon stattgefunden und wir wären nun das Ergebnis eines Prozesses, der bis zu uns ca. 13 Mrd. Lichtjahre danach gebraucht hätte ohne das es je wieder geknallt hätte. Eine physikalische Betrachtung bleibt eine physikalische und wenn ich dabei so weit in die Ferne schweife, dass die Daten immer dünner werden, zeigt sich eben irgenwann nichts anderes als das, was ich selbst hineingebracht habe, nämlich die Voraussetzungen meiner Erkenntnisse.
Ich halte es für groben Unfug aus physikalischen Annahmen sich ein " neues " Weltbild erschliessen zu wollen. Der Rest ist schweigen.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard
ewig
| Zitat: |
Original von homo_metaphysicus
Der Urknallzustand unterliegt nicht den Gesetzten der Physik, wie die Menschen sie deklariert haben. Demzufolge ist auch die alpha-Macht durch unsere Physik nicht fassbar, da sie nur während des Urknallzustandes über die Existenz herrscht. Der Urknall als dimensionsloses Objekt hat keine Anordnungen oder Regulierungen. Es ist weniger als ein Punkt, gar ein zeitloser Punkt.
Bei der Wiederherstellung des Urknallszustandes von der beta-Macht werden nicht nacheinander die Dimensionen abgebaut. Sobald alle Materie auf einem Punkt konzentriert ist bedeutet das den zeitgleichen Verlust aller Dimensionen. Daher ist der Urknallszustand gewiss in einem Zeitstillstand. Was nicht bedeutet, dass es keinen Moment des Explodierens geben kann, sondern nur, dass dieser unmittelbar nach Verlust der Zeit eintritt, um die Zeit zu erschaffen. Der Zeitraum ohne Zeit ist unendlich klein. Würde man den Zeitraum ohne Zeit, respektive ohne Dimension, einfrieren so stellte man fest, dass diese Begebenheit nur ein und den selben Ausgangspunkt haben kann. Keine Dimensionen, keine konträren Differenzen dieses Zeitlosen Stadiums.
Da die alpha-Macht eintritt, wenn sich das Universum im Zeitlosen Stadium befindet, passiert sie immer äquivalent zur vorhergegangenen Aktivität. Aus der nullten Dimension entstehen, selbstverständlich nach dem gleichen Ablauf, die Weiteren Dimensionen. Selbstverständlich auch hat die Zeit die gleiche Geschwindigkeit und selbstverständlich entsteht Materie, die selbe wie zuvor. Alles unterliegt wieder den Gesetzten der Physik. Selbstverständlich aber auch, gar natürlich muss diese Dimensionenexpansion, die immer den gleichen Ausgangspunkt im Urknallzustand hat, ohne Abweichungen immer kongrunent geschehen. |
Einer von uns könnte sehr stark davon profitieren, wenn in der zitierten Passage weniger oft "selbstverständlich" vorkäme und stattdessen darin mehr Gebrauch von semantisch-logischen Verknüpfungen wie "weil, deshalb, daraus folgt" gemacht werden würde.
Steffen Herrmann
Guten Abend,
es gibt dabei ein Problem, um das man sich gern herummogelt.
Was soll diese Explosion denn bedeuten? Es wird gesagt: Zum Zeitpunkt x war das Universum y gross; es dehnte sich unaufhörlich weiter aus etc.
Aber es kann ja etwas nur in einem Raum explodieren. Die Welt befindet sich aber nicht im Raum.
Gewöhnlich wird dann gesagt, dass sich der Raum selbst ausdehnen würde. Aber das Problem ist mit dieser Ausflucht nicht gelöst, denn ein Raum ist ja gerade durch das gekennzeichnet, was in ihm drin ist. Es macht nur Sinn, von Ausdehnung, Explosion etc. zu sprechen, wenn man ein Wohin und ein Worin mitliefert.
Habe ich micht verständlich ausgedrückt?
Steffen
mark
dabei gehts eigentlich um die dynamik der raumzeitmetrik.
Reinhard
| Zitat: |
dabei gehts eigentlich um die dynamik der raumzeitmetrik. |
Und uneigentlich? Es geht um das richtige Verständnis von Kausalität und überhaupt nichts anderes. Woher kommt und was bewirkt denn diese Dynamik? Entsteht sie aus sich selbst heraus, dann hätten wir ja endlich das Perpetuum Mobile und alle Probleme wären für alle Zeiten gelöst. Dabei? Wobei? Meimei.
Gruß
R.
Andique
dass es einen Urknall gibt, muss ja nicht bedeuten, dass die Ursache des Urknalls im Urknall selbst formuliert wird. Er kann auch auf anderen Ebenen formuliert werden, ähnlich wie das Sonnenlicht, dass wir auf der Erde wahrnehmen nicht dasselbe Sonnenlicht ist, wie es ein Astronaut wahrnimmt - es muss ja durch die Erdatmosphäre.
Shui
Uneigentlich gehts dadrum, dass die Dynamik der Raumzeitmetrik ein physikalisches Thema ausreichender Komplexität ist, dass weder die ständig gebrachten Alltagsvorstellungen (Raum muss in etwas expandieren und etwas muss in etwas anderem explodieren) diese auch nur annähernd beschreiben können, noch dass dieses Thema mal eben in ein paar Sätzen auch für Laien verständlich erklärt werden kann.
Quirm
| Zitat: |
Original von Shui
Uneigentlich gehts dadrum, dass die Dynamik der Raumzeitmetrik ein physikalisches Thema ausreichender Komplexität ist, dass weder die ständig gebrachten Alltagsvorstellungen (Raum muss in etwas expandieren und etwas muss in etwas anderem explodieren) diese auch nur annähernd beschreiben können, noch dass dieses Thema mal eben in ein paar Sätzen auch für Laien verständlich erklärt werden kann. |
Lass es mich mit Philipp sagen:
| Zitat: |
Original von Philipp Wehrli
Versucht mal zu begründen, weshalb Philosophiestudenten 1000 Seiten Kant lesen sollen und nicht 1000 Seiten von irgendeiner Sekte! Kann man sich tatsächlich erst dann ein Bild über eine Sekte machen, wenn man alle Bücher dieser Sekte gelesen hat? - So wird aber hier argumentiert!
|
jetzt ersetzen wir "Philosophiestudenten" gegen einen "Physikstudenten" und Voila, haben wir einen totalitären Anspruch ! (man muss Physik studiert haben um das zu verstehen; kein Unterschied zu irgendwelchen Sekten !!! )
Shui
*gähn* Aha...
Physik ist keine Denkrichtung, sondern eine Naturwissenschaft.
Quirm
| Zitat: |
Original von Shui
*gähn* Aha...
Physik ist keine Denkrichtung, sondern eine Naturwissenschaft. |
*pfff*....billige Wortklauberei.....
genau und dort wird nicht nach einem Muster (Methode) gearbeited und damit gedacht...
Shui
| Zitat: |
| genau und dort wird nicht nach einem Muster (Methode) gearbeited und damit gedacht... |
Das selbe kannst du von der Grundschule und dem Studium sagen, dennoch wird ein 7jähriger keinen Doktortitel erarbeiten können.
Reinhard
Original Andique:
| Zitat: |
| dass es einen Urknall gibt, muss ja nicht bedeuten, dass die Ursache des Urknalls im Urknall selbst formuliert wird. Er kann auch auf anderen Ebenen formuliert werden,... |
Hallo, darum geht es ja gerade, dass die Ursache, die hier vorausgesetzt wird, nicht innerhalb dieses Erkenntniszusammenhangs selber erklärt werden kann. Der Erkenntnisgrund ist nunmal gesetzt durch die Theorie und davon ausgehend wird versucht, Naturgesetzlichkeiten als allgemeinverbindliche Regelungen aufzustellen, die zu Schlüssen von der Ursache auf die Wirkung berechtigen. Nur, dabei kann es sich immer nur um Wahrscheinlichkeiten handeln, die sich auch noch nicht mal experimentell verdichten lassen. Deine sog. andere Ebene kann ja nun nicht wie von Dir dargelegt wieder physikalischer Natur sein, was wäre dann anders? sondern höchstens philosophisch.
Die Paradoxie, die hier entsteht, hat aber noch einen anderen Ursprung. Durch die fast ausschließlich mathematische Ausrichtung und Bestimmung der physikalischen Phänomene, die letztlich aber immer Gehirnphänomene bleiben, wird der Grund des Seins mit dem Grund des Werdens verknüpft und eben auch die Voraussetzungen zu einer Einheit verbunden, die ja erst vorher zum Zwecke der Erkenntnis getrennt werden mußten. Ganz einfach gesagt, ist nicht die Bewegung ein Ergebnis der Verbindung von Raum und Zeit, sondern der mathematische Teil der Bewegung, als Grund des Seins, als innerer Sinn, gehört in unserer Anschauung schon immer in den selben Ereigniszusammenhang mit dem Raum als gedachter Ausdruck eben für den Grund des Werdens, sprich Kausalität bzw. Materie. Da die Bewegung für diese Unterscheidung die nicht mehr hinterfragbare Voraussetzung bildet, bleibt sie für alle Zeiten unerklärbar. Nun ist Dynamik aber nichts anderes als Bewegung und insofern allenfalls eine Begriffsveränderung, die zu besserer Erkenntnis nichts beitragen kann, ähnlich wie die kritischen Beiträge zu meinem Post.
Da klingt es mir noch in den Ohren, als einer der Leiter des Protonen-Zentrums in der Schweiz gefragt wurde, wozu denn das ganze gut sei, antwortete, man wolle Antworten auf Fragen finden, die Die Menschheit sich schon immer gestellt hätte. Wollte man dort nicht den Urknall nachstellen? Welche Fragen hat der denn nun gemeint? Waren die schon immer vor einem Astro und Quantenphysikalischem Hintergrund gestellt worden? und wieviele Menschen haben sich dann diese vermeintlichen Fragen gestellt und aus welchem Grund. Wie man aber mit so einer Begründung solche Investitionen bewirken kann, ist schon bewundernswert.
Ich glaube, die unphilosophischen Menschen, die immer alles sich begründen müssen und dabei auch jede Letzterklärung nicht auslassen, waren mit den Ergebnissen philosophischen Denkens nicht zufrieden, weil es in der Philosophie keine endgültigen Lösungen geben kann. Na, da wechselt man halt zur Naturwissenschaft und vergisst mal schnell, das hier nur Erklärungen innerhalb geschlossener Räume möglich sind. Warum sollte die Wahrheit sich nicht zu unserem Gebrauch beugen lassen? Meimei.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard
gbg
Hallo hätte da nur eine kurze Zwischenfrage:
Sind wir da wir alle die Mittelpunkte des Universums einnehmen nicht heute noch über die Urknallsingularität miteinander verbunden?
Und wenn Ja könnte man dieses dann als "das Göttliche" bezeichnen?
L.G. gbg
Andique
| Zitat: |
Original von Reinhard
Original Andique:
| Zitat: |
| dass es einen Urknall gibt, muss ja nicht bedeuten, dass die Ursache des Urknalls im Urknall selbst formuliert wird. Er kann auch auf anderen Ebenen formuliert werden,... |
Hallo, darum geht es ja gerade, dass die Ursache, die hier vorausgesetzt wird, nicht innerhalb dieses Erkenntniszusammenhangs selber erklärt werden kann. Der Erkenntnisgrund ist nunmal gesetzt durch die Theorie und davon ausgehend wird versucht, Naturgesetzlichkeiten als allgemeinverbindliche Regelungen aufzustellen, die zu Schlüssen von der Ursache auf die Wirkung berechtigen. Nur, dabei kann es sich immer nur um Wahrscheinlichkeiten handeln, die sich auch noch nicht mal experimentell verdichten lassen. Deine sog. andere Ebene kann ja nun nicht wie von Dir dargelegt wieder physikalischer Natur sein, was wäre dann anders? sondern höchstens philosophisch. |
philosophisch? Vielleicht, ich denke hier vor allem an einen geistigen "Raum", der wiederum durch Abstraktionen aus unserer materiellen Welt zurückgewonnen wird. Da du meinen Thread "Fundamentalsätze der Existenz" ja mitverfolgt hast, weisst du worauf ich hinaus will.
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| Die Paradoxie, die hier entsteht, hat aber noch einen anderen Ursprung. |
Welche Paradoxie? Ich sehe hier keine Paradoxie. In einem geschlossenen Kreislauf gibt es keine Paradoxie.
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| Durch die fast ausschließlich mathematische Ausrichtung und Bestimmung der physikalischen Phänomene, die letztlich aber immer Gehirnphänomene bleiben, wird der Grund des Seins mit dem Grund des Werdens verknüpft und eben auch die Voraussetzungen zu einer Einheit verbunden, die ja erst vorher zum Zwecke der Erkenntnis getrennt werden mußten. Ganz einfach gesagt, ist nicht die Bewegung ein Ergebnis der Verbindung von Raum und Zeit, sondern der mathematische Teil der Bewegung, als Grund des Seins, als innerer Sinn, gehört in unserer Anschauung schon immer in den selben Ereigniszusammenhang mit dem Raum als gedachter Ausdruck eben für den Grund des Werdens, sprich Kausalität bzw. Materie. Da die Bewegung für diese Unterscheidung die nicht mehr hinterfragbare Voraussetzung bildet, bleibt sie für alle Zeiten unerklärbar. |
Was hat Bewegung mit dem Urknall zu tun? Du interpretierst den Urknall als Bewegung aus einer Ursache von wo? Wenn es keinen Urknall gibt, wie kommt dann Bewegung, Veränderung in das Universum? Bewegung mag ein innerer Sinn, Impuls geworden sein, immanent von Beginn her ist er in einem Körper nicht angelegt. Er muss von aussen bewirkt worden sein.
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| Nun ist Dynamik aber nichts anderes als Bewegung und insofern allenfalls eine Begriffsveränderung, die zu besserer Erkenntnis nichts beitragen kann, ähnlich wie die kritischen Beiträge zu meinem Post. |
Das ist mir zu einfach, die kritischen Beiträge zu deinem Post als Begriffsveränderung abzutun. Es ist ein erheblicher Unterschied, ob ich den Urknall aus einer materiellen Ursache herleite oder aus einer geistigen.
| Zitat: |
| Da klingt es mir noch in den Ohren, als einer der Leiter des Protonen-Zentrums in der Schweiz gefragt wurde, wozu denn das ganze gut sei, antwortete, man wolle Antworten auf Fragen finden, die Die Menschheit sich schon immer gestellt hätte. Wollte man dort nicht den Urknall nachstellen? Welche Fragen hat der denn nun gemeint? Waren die schon immer vor einem Astro und Quantenphysikalischem Hintergrund gestellt worden? und wieviele Menschen haben sich dann diese vermeintlichen Fragen gestellt und aus welchem Grund. Wie man aber mit so einer Begründung solche Investitionen bewirken kann, ist schon bewundernswert. |
Ich bin auch gegen diese Versuche, zumal ich ja den Urknall philosophisch aus einer geistig formulierten Ursache herleiten kann.
| Zitat: |
| Ich glaube, die unphilosophischen Menschen, die immer alles sich begründen müssen und dabei auch jede Letzterklärung nicht auslassen, waren mit den Ergebnissen philosophischen Denkens nicht zufrieden, weil es in der Philosophie keine endgültigen Lösungen geben kann. Na, da wechselt man halt zur Naturwissenschaft und vergisst mal schnell, das hier nur Erklärungen innerhalb geschlossener Räume möglich sind. Warum sollte die Wahrheit sich nicht zu unserem Gebrauch beugen lassen? Meimei. |
hältst du mich für einen "unphilosophischen" (was immer das auch ist; jeder Mensch ist philosophisch, sogar, wenn er diese ablehnt) Menschen?
Das ist dann deine Sache. Natürlich gibt es Antworten zu philosophischen Fragen, ob diese "endgültig", also vollkommen sind, ist eine andere Frage.
Es gibt natürlich erkenntnisresistente Menschen, die ständig alles in Frage setzen müssen, ähnlich einem Kind, dass immer wieder auf jede Antwort warum frägt, einfach nur, um die Erwachsenen zu nerven.
grüsse
Reinhard
| Zitat: |
| ähnlich einem Kind, dass immer wieder auf jede Antwort warum frägt, einfach nur, um die Erwachsenen zu nerven. |
Hallo Andique, vielleicht nerven die Erwachsenen ja gerade die Kinder, weil sie ihr eigenes Unverständnis als Wissen ausgeben und meist behaupten, das Kind sei nicht in der Lage das zu verstehen. Kinder nehmen die Bewegung eben als unmittelbare Gegebenheit hin, während die Erwachsenen stets nach dem Sinn davon fragen.
Im Sinne der platonischen Anamnese beginnen alle Fragen ja erst mit dem Nachdenken und alle Antworten bleiben an unsere Denkgewohnheiten gebunden. Aus der Prämisse von Geist folgt ja ein Verhältnis von Endlichkeit zu Ewigkeit zu dem sich der Einzelne verhält. Man könnte auch sagen von Bewegung zur Ruhe. Hier liegt natürlich auch der Ausgangspunkt jeder philosophischen Betrachtung. Demgegenüber verbleibt die Physik bei einem statischen Betrachter und verlagert damit Zeit und Raum nach außen, während die Bewegung ja gerade durch den Betrachter hineingebracht wird. Insoweit haben alle Erklärungen nur bedingten Charakter, was wohl nichts Neues ist.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard
Steffen Herrmann
| Zitat: |
| Sind wir da wir alle die Mittelpunkte des Universums einnehmen nicht heute noch über die Urknallsingularität miteinander verbunden? |
Das ist ein Gedanke, der mir sehr gefällt und den ich auch schon lange habe.
Ich glaube nicht wirklich an die
Singularität, das ist der Ausdruck einer Verlegenheit. Aber wenn wir von einem Punkt ausgehen
von dem her alles entstanden ist, dann wird damit auch etwas gekennzeichnet, was nicht entstanden ist, es wird also also eine
Substanz postuliert, die
ewig ist. Wir haben hier also eine Verbindung zwischen dem Endlichen und dem Unendlichen, die irreduzibel ist und die auch von allen Theologien behandelt wird. Man muss dem Religiösen also nicht abschwören, wenn man an die Religionen nicht glaubt.
ewig
| Zitat: |
Original von Steffen Herrmann
es wird also also eine Substanz postuliert, die ewig ist. |
Ganz genau:
Ich bin diese postulierte Substanz. Schön, daß das endlich jemand einsieht. Und nun huldigt mir!