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Original von mark
und das allgemeine geblubber dazu ist auch ganz genauso sinn- und fruchtlos. |
Das sind Diskussionen über Qualia doch auch, oder?
Die Frage wird aber schon noch eine Weile aktuell bleiben, genauer sie wird immer dringender mit den Erkenntnissen der Neurologie, und Leuten wie Singer, etc.
Du hast mit Carsten Jahrhunderte an der Problematik zugebracht, das kann nicht daran liegen, dass es von vornherein sinn- und fruchtlos ist.
Zufällig hatte ich heute ein Gespräch mit einer Kollegin, das darauf passt:
Eine Zigarette löst eine Dopaminausschüttung im Nucleus Accumbens aus, was Hirschhausen so formuliert, dass der Raucher dann glücklich ist (so der Einstieg in das Gespräch) .
Mein Einwand: Dass der Raucher sich dann glücklich WÄHNT. Er ist es nämlich nicht, er glaubt nur dass es ihm besser geht, weil ein chemischer Schalter aktiviert wurde, der ihm signalisiert, dass er sich freut.
Wir akzeptieren bei Drogen die Annahme, dass die Empfindung eine Illusion sei.
Gegenbeispiel:
Sieht ein Primatenmännchen ein hübsches Weibchen, löst dieses ebenfalls eine Dopaminausschüttung im Nucleus Accumbens aus, mit dem Resultat, dass das Männchen glaubt es gehe ihm besser (Diese Illusion kann sogar über Stunden aufrecht erhalten werden, siehe Tabledancebars, etc.).
Ist dieser Zustand weniger illusorisch als der unter Drogeneinfluss?
In beiden Fällen wurde ein chemischer Schalter betätigt.
In beiden Fällen hat der Mensch wie eine Maschine reagiert.
Wenn Menschen Alkohol trinken steigt ihr subjektiver Eindruck von "tatsächlich" empfundenem Spaß um ein Vielfaches.
Man darf annehmen, dass es keinen Unterschied zwischen "tatsächlich" empfundenem Spaß und illusorischem Spaß gibt, weil beides gleichermaßen über einen chemischen Schalter betätigt wird.
Eine solche Unterscheidung zu treffen wäre wie der Versuch zwischen echtem und künstlichem Licht unterscheiden zu wollen, was Unsinnn ist.
Interessanterweise (fällt mir auf) gibt es diese Unterscheidung in der Fotografie. In der Physik jedoch nicht.
Eventuell müsste man unterscheiden, was man untersucht, um festzulegen ob man zwischen echtem und künstlichem Glück unterscheiden kann.
Der Mensch als betroffenes Individuum kann jedenfalls diese Unterscheidung nicht oder nur sehr eingeschränkt treffen.
Auf die Aktivierung seines chemischen Glücks-Schalters reagiert er vorhersagbar wie eine Maschine.