roydebatzen
Heyheyhey,
also folgendes ich frage mich gerade wie man Feuer und Geist in Relation setzen kann?
Da fällt mir auf das Feuer und Geist sich ungefähr gleich schnell entwickeln.
Da könnte man sich ja vorher fragen was Feuer und Geist eigentlich sind.Darüber sehe ich mich ausser stande.Wäre über Ansichten(oder Definitionen)erfreut.
Ausserdem fällt auf das Feuer und Geist auch in der Religion ziemlich weit verankert sind(man siehe zum Beispiel die Hölle und der heilige Geist).Wäre für mich wichtig zu sehen wie lange das schon so ist...
Aber vielleicht gehe ich das auch falsch an weil die existenz von feuer setzt eigentlich keinen geist vorraus. während die von geist auch keinen von feuer vorrausetzt.Trotzdem fällt mir auf das diese beiden(was ist das überhaupt zustände oder sachen)ziemliche Konstanten in unserem Alltag sind.
carsten aus bochum
Feuer ist ein altes Sinnbild für (gesitige) Erkenntnis, dass sich sprachlich bis in unsere Zeit geredet hat:
„Ein heller Kopf“, „Erleuchtung“ und meint jemand mit Durchblick oder sogar Weisheit, hier spielt also das Lichtmotiv hinein. Weitere Analogien wären, dass Feuer von unten nach oben strebt, einen schnellen Charakter hat und das, mit dem es im Kontakt ist verändert zurücklässt.
Wie Du richtig sagst, erscheinen auch Visionen von Göttern oft als Feuer, dem Mose im brennenden Dornbusch.
Jay Ray
| Zitat: |
Original von roydebatzen
also folgendes ich frage mich gerade wie man Feuer und Geist in Relation setzen kann? |
Nun - beides ist "da", beides kann was verändern bzw wirken - aber es ist kein Festkörper, ja nichtmal eine Flüsigkeit, dh man kann es nicht anfassen, wie einen Stein. Beides ist ein Prozeß - und wenn der Prozeß nicht mehr abläuft, ist der Geist ebenso wie das Feuer tot / erloschen / futsch.
Ähnlich läuft es auch mit Wind und Atemhauch als Analogie zu Seele.
Selbst der "Geist"-Begriff bei Schnaps kommt wohl von Alkoholdämpfen, die man nicht anfassen, nicht hören, nicht sehen, aber riechen kann - und deren Wirksamkeit man vor allem indirekt an den Folgen wahrnehmen kann.
mark
| Zitat: |
Original von Jay Ray
| Zitat: |
Original von roydebatzen
also folgendes ich frage mich gerade wie man Feuer und Geist in Relation setzen kann? |
Nun - beides ist "da", beides kann was verändern bzw wirken - aber es ist kein Festkörper, ja nichtmal eine Flüsigkeit, dh man kann es nicht anfassen, wie einen Stein. Beides ist ein Prozeß - und wenn der Prozeß nicht mehr abläuft, ist der Geist ebenso wie das Feuer tot / erloschen / futsch.
Ähnlich läuft es auch mit Wind und Atemhauch als Analogie zu Seele.
Selbst der "Geist"-Begriff bei Schnaps kommt wohl von Alkoholdämpfen, die man nicht anfassen, nicht hören, nicht sehen, aber riechen kann - und deren Wirksamkeit man vor allem indirekt an den Folgen wahrnehmen kann. |
geradezu klassisch im buddhismus:
"Feuer existiert nicht im Brennstoff, aber auch nicht ohne Brennstoff. Brennstoff existiert nicht im Feuer, aber auch nicht ohne Relation zum Feuer. Was mit anderem zusammenhängt, was relativ ist, kann kein absolutes Sein besitzen, kann nicht aus sich selbst existieren. Beim Unterscheiden kann man die Relation zwischen zwei Dingen übersehen und von ihnen reden, als wären beide absolut. "
http://religion.orf.at/projekt03/religio...istleer2-99.htm
(originalzitate hab ich gerade nicht gefunden)
gruss
Kai
"Der Geist ist nicht wie ein Gefäß, das gefüllt werden soll, sondern wie Holz, das entzündet werden will."
Plutarch
Versucherling
Man könnte tatsächlich meinen, daß ein anständiges Feuer, wie ein menschlicher Geist lebt. wenn man dem Feuer eine lebendigkeit zuschreiben könnte. Vielleicht kann man das quantenphysikalisch sogar. Aber mit dem vernünftigen Menschenverstand ist das denke ich eher schwieriger. Aber aus meiner Sicht!!!
Andere würden jetzt wahrscheinlich sagen der
ABer ich sage dazu
Denn gerade vorgestern..

(siehe anderer Threat)
Feuer ist lebendig, wenn man es gut kennt. Man entzündet die erste Flamme und wenn man es öfter gemacht hat, dann weiß man, daß die erste Flamme einenen Hunger hat es züngelt sofort nach einem ganz bestimmten Nährstoff. Nicht einfach nur Holz oder Papier. Es muß genau so sein, daß es sofort anbeißen kann und weiter wachsen kann. Bekommt es das nicht ist es sofort vorbei. Gibt man dem Feuer diesen Nährstoff so beißt es sofort an und wächst daran zu einer sagen wir mal weiteren Flamme, die einen ebenso großen hunger nach dieser bestimmten Art von nahrung hat. Und erst dann, wenn es genug gewachsen ist verträgt es größere Stücke, aber zu groß dürfen sie auch nicht sein. Erst mit einem bestimmten Alter bzw. mit einer bestimmten größe kann man dickere Äste dazu tun, die dann erst langsam angenagt werden bis sie wirklich anfangen zu brennen. Und erst gegen später kann man richtig große Stücke hineinwerfen, die das Feuer langfristig stättigen. Hat es diese größe erreicht, dann fängt es an gemütlich vor sich hinzuleben. Wenn man jedoch genau hinschaut, dann erkennt man, daß das Feuer gar nicht direkt auf dem Holz lebt sondern tatsächlich ein Geist zu sein scheint. Denn es berührt das Holz irgendwann gar nicht richtig. Die Flamme schwebt in der Luft.
So. Jetzt brennt das Feuer erstmal und der dicke Bierbauch kann sich gemütlich der Wärme widmen. Dann fängt er an sich gleichmäßig auf und abzubewegen und irgendwann schläft der dazugehörige Verstand ein. Das Feuer beginnt keine nahrung mehr zu bekommen und wird immer kleiner. Irgendwann gibt es nur ein paar Stellen wo es noch lebendig zu sein scheint. Aber innen drinnen, da ist noch der funke da. Der Funke der den Geist wieder sichtbar werden lassen könnte. Oder auch nicht. Und dann lebt es immer langsamer vor sich hin bis der letzte Hauch in vorm einer rauchwolke gegen den Himmel steigt.
Und so erscheint mir das Feuer tatsächlich wie der menschlichreligiöse Geist. Nämlich lebendig.
MorgaineLeFay
Insofern darf ich konstatieren, dass der Geist (ich nenne ihn bevorzugt „Äther“), sofern er denn eine Relation zum Feuer genießt, dieselbe auch gegenüber den drei übrigen Elementen besitzen muss – Luft, Wasser und Erde.
In der heiß lodernden Feuerglut manifestieren sich sämtliche Begehren des Geistes – wie von Versucherling bereits wunderbar festgehalten. Diesem Begehren pflichten Wissenshunger ebenso wie vielerlei Leidenschaften bei, gleichwohl sich der Wissenshunger definitiv einer Leidenschaft hinzubekennt, denn niemand versteht, wenn kein Herz treibend für die Erkenntnis entflammt. Doch jedem dürfte adäquat gewahr sein, dass Leidenschaften bzw. Begierden unmittelbar mit Wildheit und Rigorosität – nicht zuletzt nuanciert durch Rücksichtslosigkeit – paktieren. Wer dem Feuer nicht gebietet, erliegt seiner verheerenden Tobsucht.
Die Luft durchstreift mit Brisen, Winden und Stürmen wohlweislich auch den Geistesraum. In ihren schwerelosen Tänzen entfesselt sie den Geist aller Sorgen und bereitet ihm Empfänglichkeit für neuen Schaffensmut, Ideengewalt sowie Kreativität – vollends gelöst jedweder Grenzen bzw. Befangenheiten. Hoffnung und Freiheit halten das Zepter.
Das Wasser verführt den Geist im Zuge geschmeidiger Wogen hin zu fernen Traumgestaden. Bewusste und fließend-harmonische Empfindungen eröffnen ihm schrankenlose Fantasie als Idee missbehagender Realitäten. Doch welkt jedes Wunder unweigerlich seiner Vergänglichkeit entgegen. Träume bedeuten Suche, und Suche heißt Bewegung – immerzu mit den sachten Wogen fort...
Es verbleibt noch die Erde. Ihrem Wortlaut entsprechend, „erdet“ sie den Geist in das komplexe Realitätsgewebe – seiner etablierten, nicht selten frustrationsschwangeren Umwelt. Um dieser Realität zu gerecht zu werden, bedarf es gewaltiger Kräfte, welche nicht zuletzt im ehernen Urschoß der Erde schlummern.
Esoterisch betrachtet (!), erfährt der Äther demnach eine spannungsreiche Verwandtschaft mit sämtlichen elementaren Mächten. Dem Feuer dürfte hierbei ob seiner wankelmütigen, von lebensbeschwörender Wärme bis hin zu zerstörerischer Tobsucht reichender Energien wohl zumindest das größte Potenzial zukommen.
glG Morgaine
PS:

<--- der Smiley ist zum Schießen^^