Erik van Thom
| Zitat: |
| Original von Jay Ray "Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz." |
Aha, und wie sieht Niveau von oben aus?
Und wie was sieht Arroganz jeweils aus von oben und unten?
| Zitat: |
| Original von Jay Ray "Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz." |
| Zitat: |
| Original von Erik van Thom Aha, und wie sieht Niveau von oben aus? |
| Zitat: |
| Original von Erik van Thom Und wie was sieht Arroganz jeweils aus von oben |
| Zitat: |
| Original von Erik van Thom und unten? |
| Zitat: |
| Original von Infernal Anodyne Was ich wissen wollte und der Grund, weshalb ich diesen Thread starte ist: wie geht ihr damit um? Wie steht ihr dazu? Findet ihr euch selbst arrogant? Wenn ja: macht es euch nichts aus, da ihr es als 'begründet' anseht? Wo ist die Grenze zwischen gesundem Selbstbewusstsein und (gespieltem?) Narzissmus?
|
| Zitat: |
| Original von Reinhard Ich will den ganzen Käse von objektiv, neutral und subjektiv nicht nochmal runterleiern. Jeder, der sich bisher hier geäußert hat, neigt ja ganz offensichtlich eher zur Seite der Minderwertigkeitskomplexe ohne die wirkliche Fähigkeit zur Arroganz. Warum fragt man mich nicht eigentlich gleich, dann ist doch sehr schnell Ruhe im Karton. Ich will so bleiben, wie ich bin. Du darfst. Mit arroganzen Grüßen Reinhard
|
| Zitat: |
| höheres Niveau |
| Zitat: |
| Original von Erik van Thom Bist du dir da sicher? |
| Zitat: |
| Original von Kai Ist es irgendjemanden bekannt, ob Einstein oder Russell sich jemals arrogant verhalten haben? |
| Zitat: |
| Original von Kai Ich glaube, wirkliche Überlegenheit braucht und demonstriert keine Arroganz. |
| Zitat: |
| Original von Kai seine 2., ist auch vielfach angreifbar. |
| Zitat: |
Hallo Infernal Anodyne, Zitat: Original von Infernal Anodyne Was ich wissen wollte und der Grund, weshalb ich diesen Thread starte ist: wie geht ihr damit um? Wie steht ihr dazu? Findet ihr euch selbst arrogant? Wenn ja: macht es euch nichts aus, da ihr es als 'begründet' anseht? Wo ist die Grenze zwischen gesundem Selbstbewusstsein und (gespieltem?) Narzissmus? gruebel wenn man von einer zumindest ansatzweise intersubjektiv wahrnehmbaren Form arroganten Verhaltens ausgeht, dann kann man sagen, dass es manche Menschen gibt, die selten und auch wenig arrogant auftreten, und andere Menschen, die einerseits häufig und zugleich auch sehr deutlich arrogant auftreten. Zeitlich und in der Expressivität gibt es hier eine Art „Arroganz-Raum“. Wenn ich mir nun den einen extremen Rand ansehe, der sich auf Personen bezieht, die stets und extrem arrogant auftreten (etwa psychotisch „Ich bin Gott.“), dann gewinne ich den Eindruck, dass dies normalerweise nicht als Problem wahrgenommen wird: gerade weil dieses Verhalten so extrem ist, deshalb fällt es sehr leicht, sich von diesen Menschen zu distanzieren: man nimmt sie einfach nicht ernst. Das ist zumindest dann möglich, wenn man über die Möglichkeit der Distanznahme verfügt. Wenn man mit einem hocharroganten Menschen stets in einem Raum verbringen MUSS und man sich auch nicht einfach auf einen technischen Vorgang mit dem anderen beschränken kann, in welchem dessen ständiger Selbstbezug nicht zum Ausdruck kommt, besteht eventuell auf Dauer ein Problem. Allerdings kann man auch hier allgemein fragen, was für eine Identifizierung hier vorliegt? Der Arrogante bringt entweder sprachlich oder im Verhalten „Arroganz“ zum Ausdruck. Ein Problem entsteht erst dann, wenn man dies entweder auf sich selbst bezieht und sich davon gekränkt fühlt, weil man sich nicht von dem Ausdruck des anderen abgrenzen kann, oder weil man sich mit dem Anderen eine Interaktion wünscht, die hierdurch nicht zustande kommt, weil man sich also nicht von diesem Wunsch abgrenzen kann. Die Identifikation zeigt sich auch gerade dann, wenn der „Leidende“ versucht, den Arroganten von seinem Handeln abzubringen: also ihm seinen eigenen Wunsch oder die Distanzierung auferlegen möchte. Geht man von den beiden Polen des weiter oben skizzierten „Arroganz-Raumes“ aus, dann stellt sich die allgemeine Frage, wo auf den Dimensionen des Arroganz-Raums die (inter)subjektiv „unerträgliche“ Arroganzwahrnehmung beginnt und wo sie aufhört: in welchem Bereich also Menschen nicht als störend arrogant empfunden werden und in welchem sie als so (psychotisch) arrogant wahrgenommen werden, dass es automatisch leicht fällt, sich von ihnen zu distanzieren. Es stellt sich dann vor allem auch individuelle Frage, wie breit dieses Kontinuum ist und ob es überhaupt vorliegt. Es gibt Menschen, welchen das arrogante Verhalten anderer Menschen nichts ausmacht. Meines Erachtens liegt dies daran, dass diese Menschen über ein stabiles Selbstwertgefühl und Abgrenzungsvermögen verfügen, weshalb sie sich überhaupt nicht mit den arroganten Gebärden anderer identifizieren. Je mehr ein Mensch jedoch selbst ein Problem an dieser Stelle hat, desto mehr gewinnt die Arroganz anderer Menschen an unerträglichen Wahrnehmungswert. Das Problem, das hier unmittelbar auftritt, ist das Problem einer Identifizierung mit dem Ausdruck des anderen: „Was bildet dieser arrogante Schnösel sich ein, so etwas zu MIR zu sagen?“ „Hast du diesen arroganten Typen gesehen, das war ja unerträglich, wie sich dieser Typ aufgeführt hat!“. „Der denkt wohl, dass er etwas Besseres ist (als ich).“ Wenn man Menschen beobachtet, die sich über arrogante Menschen beschweren, dann fällt sogleich auf, dass diese sich in diesem Moment, je mehr Gefühl sich in ihnen anstaut, ebenfalls arrogant diesem Menschen gegenüber verhalten. Je mehr ein Mensch das Verhalten arroganter Menschen auf sich selbst bezieht und je mehr er unter der Haltung des arroganten Menschen subjektiv leidet, desto größer wird der Abschnitt im Arroganz-Raum, unter dem er leidet. Am Ende erscheint vielleicht beinahe jeder zweite als arrogant und man leidet stets darunter, erlebt sich hilflos, als Opfer der anderen. Der Arrogante und derjenige, der unter Arroganten leidet, bilden in gewisser Hinsicht ein Paar. Der Arrogante bringt ein Gefühl zum Ausdruck, das in dem anderen eine besondere Resonanz erzeugt, die ihn dann ebenfalls zu einem arroganten Verhalten führt, obwohl dieser von sich selbst das Bild aufrecht erhalten möchte, dass er selbst nicht arrogant sei. Und dies ist wohl auch mit Ursache für sein Problem, weshalb er unter dem anderen so leidet: dass er durch den anderen zu einem Gefühl veranlasst wird, das er am anderen als Verhaltensausdruck beurteilt und als störend empfindet – wodurch er sich schon über den anderen stellt – und dass dann, wenn er diese Gefühle selbst zum Ausdruck bringt, ein Verhalten folgt, das hiernach gerechtfertigt werden muss, da es nicht als arrogant erscheinen soll. Der eigene Narzissmus oder die Egozentriertheit werden also am anderen als schmerzhaft erfahren, verurteilt und eventuell bekämpft, da der eigene nicht (ausreichend) gelebt und erkannt werden darf. Für diejenigen jedoch, für die Arroganz überhaupt nicht störend ist, da sie das Verhalten der anderen überhaupt nicht auf sich beziehen, existiert das alles kaum: sie bekommen nur mit, dass andere, die selbst arrogant auftreten oder ihre Arroganz zeitweilig unterdrücken, sich immer wieder über Arrogante aufregen. Wenn diese Überlegungen einigermaßen stimmig sind, dann folgt daraus, dass ein Mensch, wenn er unter dem arroganten Verhalten anderer leidet, 1. versuchen sollte, sich von diesen zu distanzieren 2. versuchen sollte, eventuelle Wünsche, mit dem anderen ein bestimmte Interaktion einzugehen, loslassen sollte 3. versuchen sollte, den eigenen Gefühle, die in der Interaktion zustande kommen, Ausdruck zu verleihen, durchaus auch authentisch in arroganter Weise, und dazu stehen zu können, diese also nicht zu rechtfertigen und auch nicht zu verurteilen: das Gefühl als Gefühl annehmen. Beste Grüße, S. |
| Zitat: |
| Original von FLorian K. Ich möchte mich hiermit ausdrücklich für meinen letzten arroganten und unqualifizierten Kommentar entschuldigen. |
| Zitat: |
| Original von FLorian K. Ich möchte mich hiermit ausdrücklich für meinen letzten arroganten und unqualifizierten Kommentar entschuldigen. Als ich gestern betrunken war, fand ich ihn noch irre witzig...
In diesem Sinne nix für ungut und
|