Moral und Gesellschaft

Gil Gamesh
Zitat:
Original von Shamatic
Es soll ja aber auch Leute geben, die die Frage ganz anders angehen, sei das jetzt ein "naturalistischer" oder ein wie auch immer gearteter "religiöser"Standpukt und was es da noch so alles gibt. Kennzeichnend für all diese Ansätze ist, dass diese die spezifisch historisch-gesellschaftlichen Bedingungen ausblenden bzw. davon ausgehen, dass diese Bedingungen eben nicht historisch-spezifische seien, sondern "Natürliche", "Göttliche", "Ewige". Hier findet ein "Mythos des Gegebenen" statt, welcher freilich meistens auf unbewusste Weise stattfindet. Man könnte auch formulieren, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse fetischisiert werden, sie treten dem Bewusstsein als allgemeine und fremde Mächte entgegen, obwohl diese ja das unbewusste und allgemeine Resultat der Praxis der Menschen sind.


Wenn du so etwas schreibst, frage ich mich, na gut, ist das nun richtig oder falsch, was die so behaupten und warum?
Gil Gamesh
@Shamatic
vielleicht mal anders: ich habe ja nun einen Einstieg in die Moralerklärung versucht. Du kannst ja mal, wenn du Interesse hast, etwas dazu einwenden oder sagen, ob das richtig ist, also eben etwas zur Sache, eine Ergänzung auch, usw. Es ist doch letztendlich für die Erklärung völlig egal, wie du dann dieses Vorgehen nennst und welche Vorgehensweisen es noch geben könnte, da fallen mir auf Anhieb sieben ein und Fantasie für fünf weiter habe ich auch noch. Es soll die Erklärung werden und nicht die Methode zur Erklärung entwickelt werden.