Auf der Marineakademie ging es um Metallurgie und Atomreaktoren, nicht um Philosophie des 19. Jhd.

Vivi de Montiniere
Im Nuklear-Zeitalter, ist der wahre Feind, der Krieg selbst!


Dieses Zitat stammt aus einem Dialog in einem Spielfilm......wo es unter Offizieren zu einer Art Streitgespräch kommt.....der Captain meint zum ersten 1.Offizier, war es ein Fehler die Bombe in Hiroshima und Nagasaki einzusetzen?

Darauf entgegnet dieser: "Sir, wenn ich das denken würde, wäre ich nicht hier"....doch es geht danach weiter....hier nur ein kurzer Auszug aus dem Dialog!

Der Captain eines Atom U-Boots meint:

Captain: Auf der Marineakademie ging es um Metallurgie und Atomreaktoren, nicht um Philosophie des 19. Jahrhunderts. Der Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, von Clausewitz!

1.Offizier: Nun ich denke doch Sir, dass das was er eigentlich sagen wollte, ein wenig komplizierter war.
Ja er hatte Recht, der Zweck des Krieges ist es, einem politischen Ziel zu dienen, doch in Wahrheit dient er nur sich selbst.

Captain: Ich bin wirklich beeindruckt, mit anderen Worten, hat der Mann die größten Chancen den Krieg zu gewinnen, der bereit ist alles was die Politiker sagen zu ignorieren und nur darauf aus ist, den Feind zu vernichten, da stimmen sie mir doch zu?

1.Offizier: Also ich gebe zu, dass das Gleiche ist, was von Clausewitz zum Ausdruck gebracht hat.

Captain: Aber Sie sind nicht seiner Meinung?

1.Offizier: Nein Sir, durchaus nicht, Nein Sir, ich glaube das im Nuklear-Zeitalter, der wahre Feind nicht vernichtet werden kann!

Captain: Achtung an Deck, (klopft mit dem Löffel an ein Glas) von Clausewitz wird uns jetzt sagen, wer der wahre Feind ist, (Gelächter an Deck).

1.Offizier: Meiner bescheidenen Meinung nach....."Pause" ist im Nuklear-Zeitalter, der wahre Feind, der Krieg selbst!

Totenstille an Deck......


http://www.youtube.com/watch?v=bBTIoL5vaOM&feature=related


Nette Grüße und gute Unterhaltung :-)
Sun Deluge
Zitat:
1.Offizier: Meiner bescheidenen Meinung nach....."Pause" ist im Nuklear-Zeitalter, der wahre Feind, der Krieg selbst!


Richtig, richtig. Der hat es als einziger erkannt, die Situation. Die Frage ist denn, ob andere später darüber nur gespottet oder sich tatsächlich zu den seinen Worten Gedanken gemacht haben. Wenn Totenstille am Deck herrschte, dann aus mind. zwei Gründen: entweder weil alle anderen Besatzungsmitglieder fundamentalistische unverrückbare Kriegsgelüste entwickelt haben, auf der Hoffnung hinaus, einen illusorisch geschaffenen Feind besiegen zu können und der 1. Offizier eine ganz entgegen gesetzte Sichtweise vertrat, somit gegen die Auffassung der allgemeinen Sichtweise der Besatzung argumentierte oder weil er den anderen damit die Augen öffnete...

Es gibt keine Feinde, nein, man macht sich welche. Die Interessen wollen vertreten werden. Andere Weltbilder könnten eine mögliche Gefahr darstellen und im Wege stehen. Aber eigentlich verfolgen alle die gleichen Ziele, wie im kleinen als Einzelner, so auch im grossen als Volk. Und so verbindet jeden Mensch die gleichen Bedürfnisse... Nun, wenn zwei sich ernannte Feinde im Wege stehen, dann nehmen sie als letzten Ausweg den Krieg. Niemand möchte nachgeben, das wäre ein Anzeichen von Schwäche, denken sie. Dabei heisst es doch "Der Klügere gibt nach". Es muss erst gar nicht so weit kommen, aber erzähl denen das mal... und wenn es denn so weit ist, denken die Kapitulierenden, dass sie überrannt werden könnten. Eine festgefahrene Situation also... andere müssen den Streit schlichten.

"Feind" A fragt sich, warum "Feind" B nicht aufgibt und "Feind" B fragt sich dasselbe über "Feind" A. Der Aussenstehende hingegen fragt sich, warum nicht beide Seiten ihre Waffen nieder legen... weil er sie versteht und die Probleme die sich selbst schaffen, erkennt.

PS: Danke für die Musik.
Vivi de Montiniere
Hallo Sun Deluge...

sag mir doch bitte, wofür stehen dieser Name, klingt "geheimnisvoll"....

Du fragst dich auch, warum Totenstille herrschte...darüber lässt sich nur phiosophieren.....um aus "dramaturgisch spannungsgeladenen Gründen" der Unterhaltung, den Zuschauer wohl zum Nachdenken anzuregen.....

Andererseits, wenn man die Synthese dieses Leitgedankens geistig zerpfücken möchte, so kann der Krieg nicht sein "eigener Feind" sein....der Krieg ist ein Feind des Lebens, gleichzeitig ist er auch ein Freund des Lebens, dieses Paradoxon wird uns im Raum der Erkenntnis immer wieder Fallen in der Einfältigkeit stellen......

Lange nachdem es uns nicht mehr gibt!!!

Freue mich sehr, über deinen Beitrag :-)

Ein grandioser Film... hast du den Film schon mal gesehen???

Nette Grüße

Ismael
Shui
@Sun Deluge
Zitat:
Der Aussenstehende hingegen fragt sich, warum nicht beide Seiten ihre Waffen nieder legen... weil er sie versteht und die Probleme die sich selbst schaffen, erkennt.

Also im Geschichtsunterricht haben wir keinen Krieg kennen gelernt, den man einfach hätte beilegen können.

Ist ja auch logisch, weil die Ziele des Krieges, "die Probleme", sich nicht selbst erschaffen.
Es geht um Machtinteresse oder Glaube, häufig auch das erste, getarnt als das zweite. Und wenn zwei Parteien das Land des jeweiligen Gegners übernehmen wollen, wenigstens deren Kultur oder gleich die Bevölkerung auslöschen wollen aber so oder so dem Volke nichts Gutes tun werden, dann kann auch ich als Außenstehender nicht sagen "Joa Mensch, deren Probleme wären gelöst, wenn die einfach die Waffen nieder legen." Denn Ohne Waffen übernimmt man nur schwerlich ein Land oder verteidigt sich gegen einen Angriff.

Mit Brecht gesagt:
"Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin - dann kommt der Krieg zu Euch! Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will, denn er wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."


@Ismael
Der erste Offizier hat natürlich recht.
Ein Nuklearer Krieg richtet mit jedem Treffer Schaden an, der sowohl den Krieg, als auch den Frieden danach locker überdauert. Bis heute sind Hiroshima und Nagasaki verstrahlt und das bedeutet, dass bis heute Menschen unter einem Krieg leiden, den sie nie geführt haben.
Der eigentliche Punkt ist aber, die Zerstörungskraft. Wir besitzen als Menschheit ausreichend nukleare Waffen, um die Erde so oft zu zerstören, dass vermutlich nicht einmal mehr die Kakerlaken überleben, weil verdampft.
Solche Waffen zerstören längst kein Ziel mehr, solche Waffen radieren Städte und Landschaften aus.

Deswegen war der "Kalte Krieg" der letzte große Krieg, den wir hatten. Denn sowohl die erste, als auch die zweite Welt besaßen ein beeindruckendes Arsenal an nuklearen Waffen, mit denen sie sich gegenseitig hätten auslöschen können. Sie taten es nicht, weil es keinerlei Verteidigungsmöglichkeit gab. Folge: Sollte einer von beiden eine Atomrakete abfeuern, würde der andere es merken und zur Vergeltung ausholen. Und schwupps, die Raketen fliegen fröhlich aneinander vorbei, verdampfen mal eben ein paar Länder und gewonnen hat... niemand, weil alle weg.
Sun Deluge
Hi

@ Ismael

Zitat:
Hallo Sun Deluge...

sag mir doch bitte, wofür stehen dieser Name, klingt "geheimnisvoll"....


Sun Deluge bedeutet übersetzt Sonnen-Sintflut und ist so zu sagen eine Assoziation zu den bekannten Spruch der nach einem Atombombentest geäussert wurde: "So hell wie tausend Sonnen".

Dieser Test hiess Ivy Mike, vermute ich, und war die erste gezündete Wasserstoffbombe.

Nun, da das Leben immer ein Kampf ist, wäre es vielleicht besser, wenn es nicht länger fortgeführt wird. Es wird nie Frieden zwischen Menschen geben, denn Aufreibung ist das Leben, im Gegensatz zum leblosen Gestein. Allein der Krieg mit sich selbst ist eine einzige Schlachtenlinie. Darum diese Faszination für atomare Waffen - aber einen Nutzen nicht aus Machtansprüchen durch einen Kriegsbegriff heraus, sondern um ein entgültiges Ende, eine Erlösung für alle Wesen herbei zu führen. Nach dem Leben wird niemand mehr jammern müssen, dass es denn so schlecht ergehen würde.

Aber die Hoffnung stirbt zu letzt...

Man könnte es aber auch als anschwellen unserer Sonne zu einer Supernova betrachten, welche alles an Grundlagen des Lebens auf der Erde wie z. B. Sauerstoff oder Wasser über die Atmosphäre hinaus verflüchtigen lässt.

Ansonsten gibt es noch zur Auswahl: einen schönen Frühlingsmorgen, an dem die Sonne durch die klare Luft auf die frischgrünen Blätter und dem Reif auf die Gräsern scheint... einen Sonnenaufgang also.

Zitat:
Du fragst dich auch, warum Totenstille herrschte...darüber lässt sich nur phiosophieren.....um aus "dramaturgisch spannungsgeladenen Gründen" der Unterhaltung, den Zuschauer wohl zum Nachdenken anzuregen.....

Andererseits, wenn man die Synthese dieses Leitgedankens geistig zerpfücken möchte, so kann der Krieg nicht sein "eigener Feind" sein....der Krieg ist ein Feind des Lebens, gleichzeitig ist er auch ein Freund des Lebens, dieses Paradoxon wird uns im Raum der Erkenntnis immer wieder Fallen in der Einfältigkeit stellen......

Lange nachdem es uns nicht mehr gibt!!!


Leid oder Erlösung, das ist die Frage.

Der Krieg ist keine eigenständige Person und somit als Feind an sich zweifelhaft. Der 1. Offizier meinte wahrscheinlich die Verkörperung des sinnlosen Kriegs durch die Handlung und den Gedanken der Menschen, denn der Mensch führt Krieg gegen andere Menschen, und nicht der Krieg als Gedanke selbst, welcher als Handlung nur einen Zweck erfüllt. Wichtig ist es, den Mensch und seine Bedürfnisse zu betrachten...

Zitat:
Ein grandioser Film... hast du den Film schon mal gesehen???


Nein, den Film habe ich noch nicht gesehen (und zwar, weil ich normalerweise kein TV schaue).

Aber ich werde demnächst drauf achten, wenn der im Fernsehr kommen sollte.


@ Shui

Zitat:
Also im Geschichtsunterricht haben wir keinen Krieg kennen gelernt, den man einfach hätte beilegen können.


Eben, weil es immer Gründe für einen Krieg gibt - die Interessen als Wurzel oder Ursprung. Nach dem Krieg wird immer noch danach gefordert - falls man die Ziele nicht erreicht hat und stattdessen viele Menschenleben für nichts und wieder nichts geopfert hat, aber die Utopie ist immer noch vorhanden.

Zitat:
Ist ja auch logisch, weil die Ziele des Krieges, "die Probleme", sich nicht selbst erschaffen. Es geht um Machtinteresse oder Glaube, häufig auch das erste, getarnt als das zweite. Und wenn zwei Parteien das Land des jeweiligen Gegners übernehmen wollen, wenigstens deren Kultur oder gleich die Bevölkerung auslöschen wollen aber so oder so dem Volke nichts Gutes tun werden, dann kann auch ich als Außenstehender nicht sagen "Joa Mensch, deren Probleme wären gelöst, wenn die einfach die Waffen nieder legen." Denn Ohne Waffen übernimmt man nur schwerlich ein Land oder verteidigt sich gegen einen Angriff.


Wer sagt denn, dass man überhaupt etwas an Ländereien erobern muss? Nein, man muss nicht, man will... Falls Rohstoffe fehlen sollten, könnten die Länder doch viel besser Austausch betreiben, anstatt Krieg und Ausgrenzung. Und die Grenzen sollten auch kein Hindernis darstellen, aber sie werden zu welchen gemacht - im Kopf.

Zitat:
Mit Brecht gesagt:
"Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin - dann kommt der Krieg zu Euch! Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will, denn er wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."


Ich würde extra nicht zu einer solch sinnlosen veranstaltung gehen, denn ich bin - anderen gegenüber - überzeugter Pazifist. fröhlich

Zitat:
@Ismael
Der erste Offizier hat natürlich recht.
Ein Nuklearer Krieg richtet mit jedem Treffer Schaden an, der sowohl den Krieg, als auch den Frieden danach locker überdauert. Bis heute sind Hiroshima und Nagasaki verstrahlt und das bedeutet, dass bis heute Menschen unter einem Krieg leiden, den sie nie geführt haben.
Der eigentliche Punkt ist aber, die Zerstörungskraft. Wir besitzen als Menschheit ausreichend nukleare Waffen, um die Erde so oft zu zerstören, dass vermutlich nicht einmal mehr die Kakerlaken überleben, weil verdampft.
Solche Waffen zerstören längst kein Ziel mehr, solche Waffen radieren Städte und Landschaften aus.

Deswegen war der "Kalte Krieg" der letzte große Krieg, den wir hatten. Denn sowohl die erste, als auch die zweite Welt besaßen ein beeindruckendes Arsenal an nuklearen Waffen, mit denen sie sich gegenseitig hätten auslöschen können. Sie taten es nicht, weil es keinerlei Verteidigungsmöglichkeit gab. Folge: Sollte einer von beiden eine Atomrakete abfeuern, würde der andere es merken und zur Vergeltung ausholen. Und schwupps, die Raketen fliegen fröhlich aneinander vorbei, verdampfen mal eben ein paar Länder und gewonnen hat... niemand, weil alle weg.


Die Insel Elugelab im Eniwetok-Atoll wurde auch vollständig verdampft, sowie die restlichen Inseln leer gefegt... innerhalb weniger Sekunden expandierte der Feuerball auf über fünf Kilometer Durchmesser... allein das Plasma bzw. die Feuerblase hat das Material der Bombenkonstruktion mitsamt drum herum und der durch die Ausdehnung erreichten Luft innerhalb einem Bruchteil einer Sekunde vollständig zerspalten (oder fusioniert(?)) und die Temperatur stieg rapide auf ca. 150 Millionen °C an - im Vergleich zu unsere Sonne, welche gerade mal 5500 °C auf der Oberfläche zu stande bringt = Unvorstellbar.
Shui
Zitat:
Der Krieg ist keine eigenständige Person und somit als Feind an sich zweifelhaft.

"Feind" ist nur ein Titel.

Zitat:
Nach dem Krieg wird immer noch danach gefordert - falls man die Ziele nicht erreicht hat und stattdessen viele Menschenleben für nichts und wieder nichts geopfert hat

Irgendjemand verliert beim Krieg immer. Dass es sich für den Verlierer nicht lohnt, ist klar. Da aber nur sehr selten eine Patsituation entsteht, hat der Gewinner schon irgendwas gewonnen.

Zitat:
Wer sagt denn, dass man überhaupt etwas an Ländereien erobern muss?

In etwa die selben Leute, die meinen heutzutage tausende Luxuswohnungen in Spanien bauen zu müssen, die zwar gekauft werden, in denen aber nie jemand wohnt. Als Ausgleich für die 20.000 Menschen, die dort nicht wohnen, verbrauchen wenigstens die Golfplätze das Wasser für die 20.000 Menschen, die dort auch nie Golf spielen...

Oder ganz einfach:
Man muss Ländereien erobern, wenn mehr Land und damit mehr Reichtum möchte. Denn aus Reichtum folgt Macht und mit Macht und kann man sich dann gegen die Leute verteidigen, welche auch Macht und Geld wollen.
Vivi de Montiniere
Zitat:


Der Krieg ist keine eigenständige Person und somit als Feind an sich zweifelhaft. Der 1. Offizier meinte wahrscheinlich die Verkörperung des sinnlosen Kriegs durch die Handlung und den Gedanken der Menschen, denn der Mensch führt Krieg gegen andere Menschen, und nicht der Krieg als Gedanke selbst, welcher als Handlung nur einen Zweck erfüllt. Wichtig ist es, den Mensch und seine Bedürfnisse zu betrachten...



Stimmt der Krieg ist ein Instrument, ein Mittel zur Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, wie es Clausewitz treffend formulierte!

Die Spitzfindigkeit mag hier sein, das Politik, oder sagen wir nahezu jeder Lebensbereich, also da wo immer Menschen interagieren es zu "psychologischen" Schlachten kommt, denn es wird immer Menschen geben, die andere Ideale und Werte vertreten und für diese auch zum Teil sterben würden!
Schlachten begründen den Anfang eines Krieges, können jedoch auch Kriege andererseits verhindern, wenn eine Schlacht sehr überlegen vonstatten ging!

Auch wieder ein Paradoxon, diese Paradoxen, scheinen mich langsam zu verfolgen unglücklich

Lieben Gruß und Danke sehr Sun Deluge, das du mir deinen Namen erklärt hast, bin wieder um eine Erkenntnis reicher!


Mein Pseudonym lehnt sich an eine Romanfigur an, ein Gorilla namens Ismael, hier streiten Lehrer und Schüler über den Zustand der Welt.....
Sun Deluge
@ Shui

Ja, gedanklich kann man viel erreichen, aber realistisch und objektiv gesehen ist das nur Illusion, etwas zu erobern, zu gewinnen, zu verlieren, zu besitzen und... etwas möchten wollen alle Menschen und ich schrieb ja, dass Leben immer Aufreibung ist, nicht nur physische. Allein der Wille zu irgend etwas treibt immer weiter an...

Es ist auf alle Fälle interessanter, das Ich den Strömungen des Loslassens durch Meditation zu übergeben. Und wie heisst es: wer glaubt viel zu besitzen, kann eben so viel verlieren. Wer glaubt, er würde nichts besitzen, wird nichts verlieren... egal wie viel er "sein Besitz" nennt.

@ Ismael

Je überlegener, desto besser.
Am besten so weit überlegen, dass eine Schlacht oder ein Krieg erst gar nicht notwendig ist. Zwinker
Vivi de Montiniere
Zitat:


Je überlegener, desto besser.
Am besten so weit überlegen, dass eine Schlacht oder ein Krieg erst gar nicht notwendig ist. Zwinker



Lass nicht mich antworten, sonden Genral Sunzi / Sung Tsu

Wahrhaft siegt wer nicht kämpft!
Breche die Verteidigung des Feindes
ohne Kampf, dann bist du der wahre Meister!
"General Sunzi"
Colosus
Zitat:
Original von Shui
Mit Brecht gesagt:
"Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin - dann kommt der Krieg zu Euch! Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will, denn er wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."


Brecht hat nur bedingt Recht. Wenn er sagt, dass der Krieg einen dennoch einholt, dem Stimme ich zu. Aber seine Prämisse für den Krieg soll nicht außer Acht gelassen werden, er redet von "seine Sache". Wenn ich mir die letzten zwei Weltkriege anschaue, dann starben die meisten Menschen nicht für ihre Sache, sondern für die Sache jemand anderes.

Und wenn man den 1 Weltkrieg anschaut, und die Flucht von der Front auf der russischen Seite, weil man dort primär an seine Sache dachte - seine Familie die an Hunger litt.

Von dem her, wenn die Bevölkerung nicht geht, dann kann die Regierung die Bevölkerung nicht zwingen, nur der Wille muss da sein und keine Fanatismus, was man im Krieg ja erlebt.

Der Offizier hat bedingt Recht, denn Krieg war immer eins der Feinde einer Gesellschaft, aber der wahre Feind ist immer noch der Mensch selber, denn dieser führt erst den Krieg oder zettelt ihn an.
Shui
Zitat:
Der Offizier hat bedingt Recht, denn Krieg war immer eins der Feinde einer Gesellschaft, aber der wahre Feind ist immer noch der Mensch selber

Einen normalen Krieg jedoch, haben immer auch Menschen gewonnen, während andere verloren.
Ein Atomkrieg aber kennt keine Gewinner. Das ist der Unterschied.
Weder um Gebiet, noch um Rohstoffe kann man mit nuklearen Waffen kämpfen, denn beides wird durch sie vernichtet.

Zitat:
Brecht hat nur bedingt Recht.

Leider ja, ist es doch ein Falschzitat (ich vergesse das meist vorm Posten -.-').
Der erste Satz ist nicht von Brecht. Erst als es um den Kampf geht, und das ist auch der Arbeiterkampf, für die eigenen Interessen, kein Krieg für politische.
Gil Gamesh
Wie leuchtet es so schön: Si vis pacem para bellum! Wer etwas gegen den Krieg hat, sollte nicht für den Frieden sein!
Vivi de Montiniere
Nun, hier nochmal eine musikalische Untermalung, im Themengleichnis der Synthese zwischen Krieg und Frieden....


http://www.youtube.com/watch?v=DPo_1SXrvGc
Shui
Zitat:
Wie leuchtet es so schön:

Mir leuchtet es nicht, vor allem nicht ein... ist das schlimm?
Vivi de Montiniere
Zitat:
Original von Shui
Zitat:
Wie leuchtet es so schön:

Mir leuchtet es nicht, vor allem nicht ein... ist das schlimm?



Wer etwas gegen den Krieg hat, sollte nicht für den Frieden sein!


In der menschlichen Daseinssphäre, gibt es keinen Frieden, ohne Krieg....selbst Naturvölker, die nicht vom Profitvirus in ihrem Geist korrumpiert wurden, führen letzlich Territorialkämpfe respektive Kriege, um ihr Überleben zu sichern....gemäß ihrer evolutionären Gleichung, durchaus legitim!

Meine geistige Zweitgleisung im Themenrad des Krieges, will ich kurz so erläutern....
In den industrialisierten Ländern, werden Kriege auch genährt durch Ressourcensicherung und Ausbeutung = Erdöl....

Das sagen die Funktionäre und Anwälte der Kriege ja nicht, doch es gibt auch verschiendene Gewänder des Krieges, der hässlichste ist der, der von reiner Profitgier getätigt wurde.....

Doch ich bin mir sicher, das Dialektik, Medien und Philosophie, sowie die Politik dafür schon sorgen werden, das dieses hässliche Kleid des Krieges, mit den schillernden Farben des Idealismus schöngefärbt wird, und dann, mit dem Pinsel des Wohlstandes hinter her aufgetragen wird!
Shui
Zitat:
In der menschlichen Daseinssphäre, gibt es keinen Frieden, ohne Krieg...

Da weder ich mich als Teil eines krieges sehe, noch einen solchen in meinem näheren Umfeld ausmachen kann, muss ich wohl folgern, dass ich und die Leute, die ich kenne, keine Menschen sind.

Na da bin ich aber ins Fettnäpfchen getreten ich Dummerchen. Das sind alles garkeine Menschen, die keinen Krieg treiben, das erklärt auch gleich alles.
Frauen beispielsweise wurde nicht über Jahrtausende unterdrückt, weil sie das schwache Geschlecht waren, sondern weil sie keine Kriege trieben und folgerichtig ebenfalls keine Menschen waren. Jetzt leuchtet mir alles ein, wirklich danke für die Aufklärung ^^
Das gebe ich auch gleich meinen Mitbewohnern weiter, entweder wir bekriegen uns fortan oder wir bleiben unmenschliche Existenzen. Dass mir das nicht früher aufgefallen ist...


Und nun zum ernsten Teil:
Ich will hier keine Abhandlung darüber hören, wie Kriege beschönigt werden, sondern wissen, warum hier behauptet wird, dass Frieden nicht ohne Krieg funktioniert.
Colosus
Zitat:
Original von Shui
Zitat:
Der Offizier hat bedingt Recht, denn Krieg war immer eins der Feinde einer Gesellschaft, aber der wahre Feind ist immer noch der Mensch selber

Einen normalen Krieg jedoch, haben immer auch Menschen gewonnen, während andere verloren.
Ein Atomkrieg aber kennt keine Gewinner. Das ist der Unterschied.
Weder um Gebiet, noch um Rohstoffe kann man mit nuklearen Waffen kämpfen, denn beides wird durch sie vernichtet.


Zwischen Gewinnen und Krieg gewinnen ist ein Unterschied. Bei den Gewinnern war auch der Verlust an Rohstoff und Humanpower zu beklagen. Ob man dagegen einen Gewinn aufwiegen kann? Ich vermute nicht. Deshalb bleibe ich dabei, der Mensch ist seiner selbst Feind.
Shui
Zitat:
Bei den Gewinnern war auch der Verlust an Rohstoff und Humanpower zu beklagen. Ob man dagegen einen Gewinn aufwiegen kann? Ich vermute nicht.

Im Krieg ist ein Mensch kaum mehr wert, als eine Schachfigur. Geschnitzt aus Holz quasi ein Nachwachsender Rohstoff, wenn man gut damit haushaltet.
Und Rohstoffe? Abgesehen von Treibstoff kann man auch die alle wieder verwerten und früher gab es noch keinen Treibstoff. Aber auch heute bietet eine Ölquelle, sofern nicht versiegt, weit mehr Öl, als die Kriegsmaschinerie verbraucht.

Überlege dir nur mal, wie viel Benzin Flugzeuge und Autos alleine in Deutschland verbrauchen. Und dann noch Ölkraftwerke dazu gerechnet. Einen solchen Verbrauch deckt man aus nur wenigen Quellen für sehr recht lange Zeit. Insofern müsste man nicht viele davon übernehmen, um sich selbst zu versorgen.
Sun Deluge
@ so im allgemein

Alles nur Illusionen... das Verlieren und Gewinnen.
Vivi de Montiniere
Zitat:

Da weder ich mich als Teil eines krieges sehe, noch einen solchen in meinem näheren Umfeld ausmachen kann, muss ich wohl folgern, dass ich und die Leute, die ich kenne, keine Menschen sind.

Na da bin ich aber ins Fettnäpfchen getreten ich Dummerchen. Das sind alles garkeine Menschen, die keinen Krieg treiben, das erklärt auch gleich alles.
Frauen beispielsweise wurde nicht über Jahrtausende unterdrückt, weil sie das schwache Geschlecht waren, sondern weil sie keine Kriege trieben und folgerichtig ebenfalls keine Menschen waren. Jetzt leuchtet mir alles ein, wirklich danke für die Aufklärung ^^
Das gebe ich auch gleich meinen Mitbewohnern weiter, entweder wir bekriegen uns fortan oder wir bleiben unmenschliche Existenzen. Dass mir das nicht früher aufgefallen ist...


Und nun zum ernsten Teil:
Ich will hier keine Abhandlung darüber hören, wie Kriege beschönigt werden, sondern wissen, warum hier behauptet wird, dass Frieden nicht ohne Krieg funktioniert.


@ Shui

Du bist ein Mensch oder, in der Synthese dieser Gleichung, solltest du dich mit menschlichen Dimensionen kriegerischen Handelns auseinander setzen...oder willst du mir erzählen, du hast nie im Leben einen Gegner gehabt, nie einen geistigen Krieg geführt, jeden Menschen freundlich und zuvorkommend behandelt?

Du musst keine Kriege geführt haben, doch wenn wir über Kriege reden, dann bringen wir das in Bezug zum Menschen, da du ja auch ein Mensch bist, solltest du dich auch damit auseinander setzen, auch wenn du bisher nie eine Waffe angerührt hast!

Man kann auch Kriege ohne Waffen führen und komme mir jetzt nicht damit, das du eine Erklärung und keine Abhandlung brauchst!

Abhandlungen werden hier nicht abgehalten, sondern Ansichten vertreten, nenne es Abhandlungen, wenn du dich nicht durch die Allmacht der menschlichen Gleichung geiseln lassen willst, doch es scheint ein Gesetz des Lebens zu sein, um das Dasein zu kämpfen...in welcher Form auch immer!

Tiere kämpfen auch ums überleben, jetzt kann man dem entgegen halten, das Tiere keinen Krieg führen, zumindest nicht in dem Ausmaß und der Rafinesse, wie wir Menschen, doch auch Löwen töten Rivalen, die in ihr Teritorium eingedrungen sind, um ihre Art zu schützen und Konkurrenten auszuschalten, ergo führen sie eine Art Krieg gegen ihre Wiedersacher!

Mir Ironie, kannst du gerne den Degen der Eitelkeit spitzen, ich bin ein Meister in dieser Disziplin, doch bevor ich die Lanze der Eitelkeit ebenfalls spitze, streichle ich dich mit meiner geistigen Feder, um dich auf der Klaviatur deiner kognitiven Ereigniskette zum Lachen zu bringen, es sollte nur kein verhöhnendes Lachen sein roll

Wenn du dir die Gesetze der Natur zu Gemüte führst, ohne dich in deine dunkle Fallgrube der Selbstironie zu begeben, und dabei die Fackel der evolutionären Gleichung nicht dabei vergisst, die nämlich lautet = Fressen und Gefressen werden / oder nur die Starken überleben, dann wirst du, wenn du aus dieser Fallgrube der Selbstironie wieder heraustrittst, keine Fackel mehr brauchen....denn vielleicht verstehst du ja dann, warum Kriege leider zuweilen unvermeidlich sind!

Gute Nacht Zwinker