Auf der Marineakademie ging es um Metallurgie und Atomreaktoren, nicht um Philosophie des 19. Jhd.

Shui
Ich warte immer noch auf eine Antwort auf die Frage, warum es keinen Frieden ohne Krieg geben KANN.

Und deine Ausführungen sind leider immer noch nicht hilfreich, aber danke für den Versuch.

Zitat:
Man kann auch Kriege ohne Waffen führen

Man kann auch Begriffe solange umdefinieren, bis sie keine Aussagekraft mehr haben.
So machst du gerade aus "Krieg" einfach ein anderes Wort für "Auseinandersetzung" was zwar deine These fördert, aber dafür ein Wort opfert. Und nicht einfach nur eine Aneinanderreihung von Buchstaben, sondern den Inbegriff der schlimmsten menschlichen Errungenschaft.

Unter den Schrecken des Krieges, sehe ich keine zwei Kinder, die sich um ein Spielzeugauto streiten, so wie du mir das gerade weiß machen willst.
Aber selbst wenn ich diesen begrifflichen Irrsinn mitmachen würde, sehe ich keinen Grund, warum solche Auseinandersetzungen zwingend für die menschliche Existenz notwendig sind.

Zitat:
die Fackel der evolutionären Gleichung nicht dabei vergisst, die nämlich lautet = Fressen und Gefressen werden / oder nur die Starken überleben

Nicht die starken überleben, sondern diejenigen, die überleben. Schon Darwin sprach von "Survival of the fittest", was aber weder die angepasstesten, noch die fittesten oder gar stärksten meinte. Es war eher ein Platzhalter für den Fakt, dass die Evolution eben so manche Überraschung parat hält.

Auch Fressen oder gefressen werden ist falsch, denn man wird entweder als "Fresser" oder als "zu fressender" geboren, weder Tiere noch Menschen haben eine wirkliche Wahl diesbezüglich.

Zitat:
Abhandlungen werden hier nicht abgehalten, sondern Ansichten vertreten

Ich will auch keine Abhandlung, sondern dass du deine Ansicht erklärst. Ist das zu viel verlangt?
Gil Gamesh
Frieden und Krieg sind nur zwei Seiten derselben Münze. Natürlich kann es Frieden geben ohne Krieg. Aber man sollte sich nur mal Fragen, wozu es so eine Einrichtung wie das Verteidigungsministerium gibt ohne sich gleich auf den Standpunkt des Staates zu flüchten oder nach einer Alternative dazu zu kramen. Es sind da nämlich immer erst einmal die Anderen, die Krieg wollen gegen die man sich eine Armee zulegen muss. Weiter ist ja mit der Aufstellung eines Staates, Herrschaft oder sonst eines Vereins mit Gewaltmitteln der Auftrag fertig, Erhaltung und Ausdehnung der Machtpotenzen. Ob die Machtpotenzen mit friedlichen Mitteln oder anderen ausgedehnt werden, hängt immer daran, wie weit sich fremde Interessen für die Eigenen einspannen lassen. Und sind sie nicht willig... Wie sagte einst Teddy R.: Speak softly and carry a big stick! Aber da hieß das Verteidigungsministerium noch Kriegsministerium.
Das 'Wenn du Frieden willst, bereite den Krieg!' ist ja nichts weiter als der Standpunkt einer solchen Macht, die sich in Konkurrenz mit anderen Mächten sieht. Nur sollte man sich als Friedensaktivist darüber im Klaren sein, wieviel Gewalt in so einem Frieden tatsächlich steckt, denn der Übergang zum Krieg ist längst vorbereitet, auch wenn der Fall lange, lange nicht eintritt. Naja, aber als treuer Staatsbürger freut man sich halt über friedliche Zeiten und wünscht sich in der Krise den "Normalfall" zurück, will aber nicht wissen was seine Herrschaft da eigentlich anstellt und was Krieg und Frieden überhaupt bedeutet außerhalb von kaputt und nicht kaputt. Und wer das Kriegssymptom auf die Menschennatur herunterkürzen will, der stellt sich auch einfach gänzlich ignorant gegenüber den Zielen und Interessen von Kriegsparteien und welche Gründe Untertanen haben sich für diese Zwecke missbrauchen zu lassen.
Vivi de Montiniere
Zitat:


Ich will auch keine Abhandlung, sondern dass du deine Ansicht erklärst. Ist das zu viel verlangt?


Nein Shui, entschuldige, wenn ich etwas ungalant geantwortet habe, zuweilen tummel ich mich in den Foren dieser Welten und manchmal nehme ich die Angriffe des einen Forums gedanklich mit, wie eine Laus die sich im Gewand meines freundlichen Gemüts versteckt hat und mich hier und da mit üblem Juckreiz quält smile

Nuin Shui, ich will dir auf einem größeren Umweg, die Bedeutung des Krieges nahebringen, zwar könnte ich deine Argumente auch Stück für Stück aufgreifen und dir meine Sicht darlegen, doch ich fürchte im Kreis meiner Einfältigkeit, würde ich der philosophischen Spitzfindigkeit die Krone aufsetzen um mich im Schatten der Weisheit mit dem trügerischen Licht der Erkenntnis zu umgeben, die mich zuweilen sehr alt aussehen lässt!

Die Geschichte handelt nicht vom Krieg, wohl aber von Freiheit, eine gedankliche Konstante, die oft den Nährboden des Krieges begründet, Denn Kriege werden zu großen Teilen mit Freiheit und Unabhängigkeit in der politischen Synthese verwendet, ich versuche den Bogen sehr ungewöhnlich zu schließen, das heißt in meiner gedanklichen Wendung, bin ich auf dein laterales Denken angewiesen.....wie gesagt bevor jetzt Verlautbarungen mit der Flamme der Entrüstung genährt werden, lass mich vorneweg nehmen.....

In meiner Geschichte, geht es nicht um Krieg, ich verlassen den gedanklichen Boden des Krieges und begebe mich auf dem Pfad der Freiheit, doch in der Argumentationskette der metaphorischen Tänze, werden zwingende Tatbestände beschrieben.....Tatbestände die nicht 1:1 für den Krieg gelten, vielleicht 1:100....wer vermag das schon zu quantifizieren?

Nun auf eine Wörterbuch Definition des Krieges verzichte ich hier bewusst, doch Krieg ist kein Gesetz, es ist kein Gesetz, wie die Aerodynamik und doch folgt es einer "scheinbaren" Gesetzmäßigkeit....nämlich der Gesetzmäßigkeit "menschlichen Handelns" sich unabhängig zu bewegen, Ressourcen zu vermehren / auszuschöpfen, ja wir scheinen uns diese Gesetzmäßigkeit selbst auferlegt zu haben, doch können wir wirklich Shui, aus unserer Haut heraus....ich weiß es nicht, ich bin kein eminenter Befürworter des Krieges....vielleicht liefert meine folgende bescheidene Geschichte eine entfernte Antwort, ob Krieg wie Freiheit irgendwelchen Mechanismen im Rad des Lebens folgt.....die Antwort sollte sich jeder selber geben....das vermag ich nicht......



Die folgende Geschichte spiegelt einen Dialog wieder, das dem Gesicht der Wahrheit, die Schminke abnimmt.....

Die nachfolgende Geschichte stammt aus meiner"eigenen" geistigen Feder, ich werde sie mit einem Copyright Symbol versehen und ich bitte die Philosophiegemeinde, mein Urheberrecht diesbezüglich im Rahmen der AGB Gleichung von Philo-Welt zu berücksichtigen!

Dafür danke ich schon mal herzlich im Voraus!!!

Nette Grüße

Ismael
Vivi de Montiniere
Geduld.....führe mir gerade das Urheberrecht bezüglich in Internetforen zu Gemüte.... smile
Colosus
Zitat:
Original von Shui
Ich warte immer noch auf eine Antwort auf die Frage, warum es keinen Frieden ohne Krieg geben KANN.

Weil beide letztlich entgegengesetzte Wörter sind und eine nichtexistent des einen erübrigt die Existent des anderen.

Zitat:
Original von Shui
Man kann auch Begriffe solange umdefinieren, bis sie keine Aussagekraft mehr haben.
So machst du gerade aus "Krieg" einfach ein anderes Wort für "Auseinandersetzung" was zwar deine These fördert, aber dafür ein Wort opfert. Und nicht einfach nur eine Aneinanderreihung von Buchstaben, sondern den Inbegriff der schlimmsten menschlichen Errungenschaft.

Krieg ist aber eine Auseinandersetzung. Was den sonst?

Zitat:
Original von Shui
Nicht die starken überleben, sondern diejenigen, die überleben. Schon Darwin sprach von "Survival of the fittest", was aber weder die angepasstesten, noch die fittesten oder gar stärksten meinte. Es war eher ein Platzhalter für den Fakt, dass die Evolution eben so manche Überraschung parat hält.

Lass bitte den Darwin da raus, er hat mit sozialem Darwinismus wenig am Hut und schon gar nicht mit Kriegen. Aber wenn du dich gerne auf Darwin berufen willst, dann mach es auch richtig, den Darwin zeigte auch auf, dass die Natur in der Balance ist, d.h. mehr Jäger heißt weniger Beute, weniger Beute heißt weniger Jäger, weniger Jäger hießt mehr Beute - und von vorne. Dies scheint ja bei Menschen und seinen Kriegen anders zu sein.


Zitat:
Original von Shui
Auch Fressen oder gefressen werden ist falsch, denn man wird entweder als "Fresser" oder als "zu fressender" geboren, weder Tiere noch Menschen haben eine wirkliche Wahl diesbezüglich.

Diese Aussage ist ja völlig sinnlos.
Shui
@Gil Gamesh
Danke, nicht hilfreich...
Wir haben ein Verteidigungsministerium, weil wir keinen Weltfrieden haben.
Und ansonsten sehe ich weltweit eher wenige Staate, die versuchen ihr Machtpotenzial mittels Kriegen aus zu weiten.

@Ismael
*lol* So viel Text als Einleitung, aber immerhin mit schönen Metaphern.
Ich bin gespannt.

@Colosus
Zitat:
Weil beide letztlich entgegengesetzte Wörter sind und eine nichtexistent des einen erübrigt die Existent des anderen.

Es geht hier nicht um die Wörter, sondern deren Inhalt.
Natürlich gibt niemand dem Knurpz einen Namen, weil wir bisher noch kein Knappuzzisa erlebt haben, obgleich beides klare Gegensätze sind.

Aber ich will wissen, warum vehement behauptet wird, Frieden sei untrennlich mit krieg verbunden.

Zitat:
Krieg ist aber eine Auseinandersetzung. Was den sonst?

Aber nicht jede Auseinandersetzung ist ein Krieg.
Gil Gamesh
@Shui,

vielleicht liest du einfach noch einmal, was ich geschrieben habe.
Und dann versuch doch einfach mal einen objektiven Gedanken, bevor du gleich bei der Rechtfertigung bist, also bevor du nach guten Gründen für Verteidigung oder gar notwendigen Kriegen suchst. Tritt doch einfach mal, zumindest in Gedanken, von einem großen WIR zurück.

Und du meinst allen Ernstes, wenn wir Weltfrieden hätten, dann würde sofort das Verteidigungsministerium abgeschafft?
Colosus
@Shui
bitte genau lesen.

Es sind entgegengesetzte Wörter. In dem Gegensatz besteht ihre Existens. Kein Pluspol ohne dass es irgendwo nicht ein Minuspol gibt, kein Tod ohne das es irgendwo Leben gibt.

Nein, nicht jede Auseinandersetzung ist Krieg - aber umgekehrt ist kein Krieg ohne einer Auseinandersetzung denkbar.
Shui
@Colosus
Zitat:
Kein Pluspol ohne dass es irgendwo nicht ein Minuspol gibt, kein Tod ohne das es irgendwo Leben gibt.

Keine Gravitation ohne... ohne was? Die hat der mensch lange vor der Schwerelosigkeit entdeckt. Und wie steht es mit Zeit, hast du davon jemals ein Gegenteil gesehen?
Wie steht es mit Temperatur, was ist eigentlich deren Gegenteil?

Mal ernsthaft, eine solche Aufzählung kannst du nicht als Argument verkaufen.
Und selbst wenn, dann liefer auch eine Begründung, warum sich Frieden und Krieg genauso Verhalten, wie Plus- und Minuspol, anstatt das einfach nur zu behaupten.

Zitat:
nicht jede Auseinandersetzung ist Krieg - aber umgekehrt ist kein Krieg ohne einer Auseinandersetzung denkbar.

Ich habe auch nie etwas anderes behauptet.

@Gil Gamesh
Ich habe es nochmal gelesen... Es ist trotzdem keine Antwort auf die Frage.
Aber immerhin tust du so, als wüsste jeder die Antwort. Leider gehöre ich nicht zu den Leuten, die sehen "wieviel Gewalt in so einem Frieden tatsächlich steckt".
Colosus
Zitat:
Keine Gravitation ohne... ohne was? Die hat der mensch lange vor der Schwerelosigkeit entdeckt. Und wie steht es mit Zeit, hast du davon jemals ein Gegenteil gesehen?
Wie steht es mit Temperatur, was ist eigentlich deren Gegenteil?


Also wollen wir jetzt wirklich zu allem ein Gegenwort finden? Das wird Lustig, ok:
Keine Gravitation ohne Masse.
Zeit? Zeit existiert überhaupt nicht per se, d.h. auch hier keine Zeit ohne Masse.
Temperatur? Temperatur du meinst eher Temperaturveränderung, den Temperatur an sich ist neutral. Aber keine Temperaturschwankung ohne einer "Wärme"quelle.
Shui
Zitat:
Also wollen wir jetzt wirklich zu allem ein Gegenwort finden? Das wird Lustig, ok:

Ok was? Willst du nun Gegenteile finden oder nicht?

Ich persönlich will ja nicht, dass du welche findest, sondern dass du erklärst, warum sich Krieg und Frieden genauso wie Plus- und Minuspol verhalten.
Aber wenn du meinst, dich lieber auf unwichtige Nebensächlichkeiten zu beschränken, dann mach das bitte woanders.


PS:
Ist dir nicht aufgefallen, dass du keine Gegenteile heraus gearbeitet hast?
Vivi de Montiniere
Zitat:
Original von Shui
Zitat:
Also wollen wir jetzt wirklich zu allem ein Gegenwort finden? Das wird Lustig, ok:

Ok was? Willst du nun Gegenteile finden oder nicht?

Ich persönlich will ja nicht, dass du welche findest, sondern dass du erklärst, warum sich Krieg und Frieden genauso wie Plus- und Minuspol verhalten.
Aber wenn du meinst, dich lieber auf unwichtige Nebensächlichkeiten zu beschränken, dann mach das bitte woanders.


PS:
Ist dir nicht aufgefallen, dass du keine Gegenteile heraus gearbeitet hast?



Eine dürftige Stellungnahme Shui, im philosopischen Streit über die Definition des Krieges, von Clausewitz meinte;

"Der Krieg, ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln"

Gemäß dieser Gleichung, ist alles, was der Fortsetzung der Politik dient, mit Krieg gleichzusetzen, schade das Herr von Clausewitz nicht anwesend ist!

Herr Shui, übernehmen doch bitte Sie:

Herr von Shui wird die Frage sicher besser beantworten, als nur mit der windigen Zunge der Polemik, die sich hier und da im Belag des Krieges an den Bakterien desselbigen festgesetzt hat, wobei der Krieg so makaber das jetzt klingen mag, auch eine reinigende Komponente hat.

Streng dich an Shui, stelle nicht zu jeder These eine Gegenthese auf, sondern entkräfte mal die vorhandenen winken
Gil Gamesh
@Shui

Ich wollte deine Frage, warum es keinen Frieden ohne Krieg geben KANN, nicht beantworten, weil das gar nicht meine Behauptung war, sondern ich wollte nur meinen ersten Einwurf erläutern, der dir offenbar nicht einleuchtete. Ich meine, irgendwo müssen wir ja mal beginnen in so einer schriftlichen Auseinandersetzung. Ich will ja ungern zeilenlang ausbreiten, was dir eh schon klar ist und raten, was dir noch nicht klar ist. Na zumindest ist dir schon mal klar, dass es ohne Weltfrieden ein Verteidigungsministerium braucht. Das ist halt die Logik, wenn du Frieden willst, musst du für den Krieg rüsten.
Für mich ist in einer Welt voller Staaten, die zueinander in Konkurrenz stehen, auch wenn vieles "freundschaftlich" in Verträgen geregelt ist, eine Welt voller Gewalt. Das fängt damit an, dass jeder Staat für sich nach innen das Gewaltmonopol beansprucht und für den Fall der Fälle und als Machtdemonstration einen handfesten Gewaltapparat mit Schießpotential bereithält. Kein Frieden ohne Krieg das ist für mich nicht ein blödes, theoretisches Sprachspiel. Frieden ist eigentlich nur die Abwesenheit von Krieg, wo die Konkurrenz und der Versuch andere Länder für sich nutzbar zu machen eben "friedlich" abgewickelt wird. Und im Krieg soll die Botmäßigkeit eben per Gewalt hergestellt werden. Die staatlichen Gewalten sind dabei aber immer präsent, bei dem einen weltmachtmäßig, bei dem anderen regional. Mein Ausgangspunkt in diesem Thema war eher eine Kritik an solchen Friedensaktivisten wie Brecht oder schlimmer, die gar nicht kapieren, dass auch die friedliche Staatenkonkurrenz keine gewaltarme Sache ist und das es besser wäre beides abzulehnen und man sich mal überlegen sollte, als Untertan einer Herrschaft, auch einer demokratischen, für welche Zwecke man sich dienstbar macht, prinzipiell, als Soldat oder wenn man an seine Staatsgewalt appelliert, sie solle doch den nationalen Erfolg friedlich herbeidiplomatisieren.
Colosus
Zitat:
Original von Shui
Ich persönlich will ja nicht, dass du welche findest, sondern dass du erklärst, warum sich Krieg und Frieden genauso wie Plus- und Minuspol verhalten.


Krieg und Frieden sind abstrakt betrachtet von einander Unabhängig, daher bedarf kein Krieg eines Friedens und kein Friede eines Kriegs. Theoretisch betrachtet kann man ewig Krieg führen und dennoch wissen was Frieden ist, weil man sich diesen als Ende erhofft. Aber wenn du dauernd Frieden hast, dann kann es sein, dass du dann nicht mehr weißt was Krieg ist und auch nicht Frieden, denn der Zustand ist dann ohne Veränderung.

Und Klausewitz hat nur erklärt warum Krieg überhaupt entsteht mit dem Satz, weil Politiker nicht im Stande sind Probleme verbal zu lösen.


P.S. ist dir eigentlich auch aufgefallen, dass es keine keine Gegenteile gibt? Nur Wechselwirkungen.
Shui
@Ismael
Zitat:
Gemäß dieser Gleichung, ist alles, was der Fortsetzung der Politik dient, mit Krieg gleichzusetzen, schade das Herr von Clausewitz nicht anwesend ist!

Das Zitieren von Autoritäten zieht bei mir nicht.
Und da du diese „Gleichung“ nicht bewiesen hast, steht sie nur im Raum als weitere haltlose Behauptung.

Abgesehen davon entspricht es der selben Taktik, die du bereits einmal gefahren bist. Anstatt das Problem zu klären, definierst du einfach so lange andere Sachen herum, bis sie dir passen.
Falls du glaubst, das überzeugt, bist du leider schief gewickelt.

Zitat:
Streng dich an Shui, stelle nicht zu jeder These eine Gegenthese auf, sondern entkräfte mal die vorhandenen

So leid es mir tut, bisher gab es nichts ausreichend aussagekräftiges, das sich zu entkräften lohnt.

@Gil gamesh
Zitat:
wenn du Frieden willst, musst du für den Krieg rüsten.

Autos haben Airbags und Flugzeuge eine Blackbox, genauso haben Staaten eine Armee.
Wunschdenken alleine schützt nicht vor allem und deswegen muss man sich auf Dinge vorbereiten, die man nicht mag.

Zitat:
Frieden ist eigentlich nur die Abwesenheit von Krieg

Aber es ist kein Krieg Zwinker

Zitat:
die friedliche Staatenkonkurrenz keine gewaltarme Sache ist

Gewalt ist aber kein Krieg. Und auch wenn das Wort negativ belegt ist, so ist Gewalt nichts schlimmes, die Staatsgewalt hat positive, wie negative Seiten.

Nichts desto trotz sehe ich solchen friedlichen Auseinandersetzungen keinen Krieg, ganz gleich welche Intention dahinter steht.

@Colosus
Zitat:
daher bedarf kein Krieg eines Friedens und kein Friede eines Kriegs.

Danke für die Zustimmung.

Zitat:
P.S. ist dir eigentlich auch aufgefallen, dass es keine keine Gegenteile gibt?

Ich wage zu behaupten, dass du mit den Gegenteilen angefangen hast und ich nicht auf diesen Zug aufgesprungen bin. Also was genau wirfst du mir vor?
Vivi de Montiniere
Zitat:


Zitat:
Gemäß dieser Gleichung, ist alles, was der Fortsetzung der Politik dient, mit Krieg gleichzusetzen, schade das Herr von Clausewitz nicht anwesend ist!

Das Zitieren von Autoritäten zieht bei mir nicht.
Und da du diese „Gleichung“ nicht bewiesen hast, steht sie nur im Raum als weitere haltlose Behauptung.

Abgesehen davon entspricht es der selben Taktik, die du bereits einmal gefahren bist. Anstatt das Problem zu klären, definierst du einfach so lange andere Sachen herum, bis sie dir passen.
Falls du glaubst, das überzeugt, bist du leider schief gewickelt.

Zitat:
Streng dich an Shui, stelle nicht zu jeder These eine Gegenthese auf, sondern entkräfte mal die vorhandenen

So leid es mir tut, bisher gab es nichts ausreichend aussagekräftiges, das sich zu entkräften lohnt.




Nun dann wer nicht überzeugt werden will, der wird es auch nicht, aber ich will mich gerner deiner Annehmen!!!

Zitat:
Das Zitieren von Autoritäten zieht bei mir nicht.
Und da du diese „Gleichung“ nicht bewiesen hast, steht sie nur im Raum als weitere haltlose Behauptung.


1. Was bei dir wo hinzieht, das obliegt deiner Aerodynamik der Erkenntnis und ist nicht Ausgangspunkt meiner gedanklichen Gleichung!

2. Ist die Ideologie von Clausewitz die Prämisse für den Dialog, die, die Offiziere mit dem Captain führen, wer nicht sonst als Clausewitz, sollte hier am Spieltisch der verschiedenen Ideologien die Karten mischen?

3. Der Krieg ist nicht anderes als die Kapitulation der Politik, eben drum ist sie die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, was bitte schön ist daran nicht zu verstehen???

4. Du solltest nicht wie ein trotziges Kind, dich aus jeder Gleichung winden, was soll ich denn beweisen, erzähl es mir, die Sinnhaftigkeit des Krieges, stelle mir konkrete Fragen und du bekommst ebenso konkrete Antworten, die ich auch nicht umdeuten werde und muss, also trau dich nur fröhlich

5. Welches Problem denn??? Von welchem Problem sprichst du, wir definieren die Analogie des Krieges mit menschlichen Parametern!

6. Du hast zwei Kinder angesprochen,

Deine Worte waren = "Unter den Schrecken des Krieges, sehe ich keine zwei Kinder, die sich um ein Spielzeugauto streiten, so wie du mir das gerade weiß machen willst.
Aber selbst wenn ich diesen begrifflichen Irrsinn mitmachen würde, sehe ich keinen Grund, warum solche Auseinandersetzungen zwingend für die menschliche Existenz notwendig sind."

So was genau siehst du denn unter dem Krieg, ich sollte zuvor deine Definition des Krieges verstehen, um hier eine mögliche Antwort zu geben, die deine Sicht der Dinge im Ansatz berücksichtigt, auch wenn du auf der Flöte der Einfältigkeit gerade eine beleidigte Melodie anspielst, von wegen ich sei schief gewickelt, du erkennst nur nicht, die optische Wechselwirkung des Krieges, da sie auch dynamischen Charakter haben kann, denn Krieg kennt mehrere Formen und ist nicht nur militärisch gestrickt!

7. Also erkläre mir mal bitte, was du an der Gleichung von Clausewitz nicht verstehst???

8. Ich wage es mal, an der Gleichung von Clausewitz ein wenig herum zu doktern, der Krieg ist nicht nur im Versagen der Politik begründet, kennen wir nicht viele Gewänder des Krieges......z.B. den psychologischen Krieg ohne sich vorher im Kreis der Politik in endlose Dialektikrunden zu behaupten....Antipathie / Fanatismus / können auch ohne politisches Versagen in Krieg münden....Krieg im Arbeitsplatz = Mobbing, wurden hier vorher Politikrunden durchgespielt, vielleicht latent.....diese Gleichung von Clausewitz ist schon beweiskräftig und doch, nehme ich an, das Kriege auch ohne Wechselbäder der Politik ihren Anfang nehmen, oder Clausewitz meinte, nur den militärischen Krieg, der nur vom Staat selber erhoben werden kann, da der Staat ja die Politik mitträgt, dann passt die Gleichung von Clausewitz in dieses politische Paradigma!

9. Nun ich male dir jetzt meine Gleichung an deine Tafel der Erkenntnis, doch mache meiner Ideologie auch bitte ein klein wenig Platz, so dass du sie auch "geistig wahrnehmen kannst", wenn du denn dazu wirklich bereit bist, ohne mit der Kreide der Polemik unsere geistige Ohren zu betäuben....


Krieg = Der Krieg ist ein Zustand des Kampfes, der dort seinen Nährboden findet, wenn mindestens zwei Parteien oder mehr um gleiche Interessen "konkurrieren". Ist eine diplomatische Einigung unter Einbeziehung von Verhandlungen nicht mehr gegeben, so greifen strategische und taktische Manöver die zum Ziel haben, den Gegner seinen Willen aufzuzwängen!

Im schlimmsten und härtesten Fall, werden militärische Operationen durchgeführt!

10 So lieber Shui, erweitere diese Gleichung um deine und lasse mich an deinem Wissen teilhaben und wachsen smile
Colosus
Zitat:
3. Der Krieg ist nicht anderes als die Kapitulation der Politik, eben drum ist sie die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, was bitte schön ist daran nicht zu verstehen???


Das wage ich aber zu bezweifeln. Denn Krieg ist selten als Resultat zu betrachten, dass man sich streitet, sondern eher als Resultat dessen, dass man um etwas kämpft. D.h. hier muss Politik nicht mal unbedingt versagt haben, sondern Krieg ist nur ein verlängerter Arm der Politik.
Vivi de Montiniere
Zitat:


@Ismael
*lol* So viel Text als Einleitung, aber immerhin mit schönen Metaphern.
Ich bin gespannt.



Na, auf was bist du denn gespannt, auf die Geschichte, die ich angekündigt habe??? winken
Gil Gamesh
@Shui,

sei es drum, dann sind wir uns ja in den Sachargumenten einig, meinetwegen Krieg ist kein Frieden und umgekehrt, umgekehrt; hatte ich ja auch nicht behauptet. Hast du sonst einen sachlichen Einwand?
Nur wie die ganze Theorie zu werten sei? Da besteht dann wohl Uneinigkeit. Habe ich wohl Pech gehabt. Ist halt wie sonst auch, die Leute ziehen ihre Schlüsse aus einer sachlichen Erklärung und werden zu Nationalisten oder zu Kommunisten oder Christen... und wie die Sache nun einmal steht, ist mir bei soviel herrschendem Staatsidealismus allenthalben um das Fortbestehen dieser Nation nicht Bange und auch über einen Mangel an Nachwuchslandsern werden wir uns wohl in Zukunft auch keine Sorgen machen müssen; das könnte den Frieden für eine lange Zeit sichern. Amen.
Shui
@Ismael
Zitat:
3. Der Krieg ist nicht anderes als die Kapitulation der Politik, eben drum ist sie die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, was bitte schön ist daran nicht zu verstehen???

Nichts.
Dir ist offensichtlich nicht aufgefallen, was genau ich zitiert habe.
Nicht etwa habe ich mich über den Satz von Clausewitz, sondern über deine Folgerung beschwert.
Clausewitz stimme ich durchaus zu, der Krieg als ein politisches Mittel betrachtet, das über die üblichen Handlungsweisen hinaus geht.
Deine Interpretation aber war nicht eine solche. Du hast statt dessen dies als Definitionsgrundlage für „Krieg“ genommen, DAS habe ich nicht geteilt. Es geht also nicht um Clausewitz seinen Satz, sondern um deine Interpretation von diesem.

Zitat:
stelle mir konkrete Fragen

Das habe ich am Anfang getan, aber noch mal zum Mitschreiben.

Im Raum steht die Behauptung:
„Wer gegen den Krieg ist, sollte nicht für den Frieden sein.“
Und ich möchte nun eine Begründung für diese Behauptung, weil ich diese Ansicht nicht teile.

Zitat:
So was genau siehst du denn unter dem Krieg

Ich zitiere dafür Wikipedia, weil die dortige Beschreibung meine Ansicht gut trifft.
Krieg ist ein unter Einsatz erheblicher Mittel mit Waffen und Gewalt ausgetragener Konflikt, an dem mehrere planmäßig vorgehende Kollektive beteiligt sind. Ziel der beteiligten Kollektive ist es, den Konflikt durch gewaltsame Kämpfe und Erreichen einer Überlegenheit zu lösen. Die dazu stattfindenden Gewalthandlungen greifen gezielt die körperliche Unversehrtheit gegnerischer Individuen an und führen so zu Tod und Verletzung. Krieg schadet so auch der Infrastruktur und den Lebensgrundlagen der Kollektive.

Zitat:
Na, auf was bist du denn gespannt, auf die Geschichte, die ich angekündigt habe???

Blitzmerker *sfz*
Bei dem Text, den du zur Ankündigung verwendet hast, dachte ich die kommt auch mal. Schaue ich mir schließlich an, dass du einen Beitrag darauf verwendet hast, keinerlei nützliche Argumente zu bringen, sondern eben nur diese ellenlange Ankündigen nieder schreibst, dann bin ich bisweilen schon enttäuscht, dass diese nicht kommt.

@Gil Gamesh
Zitat:
Hast du sonst einen sachlichen Einwand?

Zu was genau? Meine Ausgangsfrage bleibt bestehen, nämlich warum manche meinen, Frieden sei nicht ohne Krieg denkbar.
Dazu wollte ich lediglich eine Begründung. Auf DEREN Basis hätte ich dann durchaus sachliche Einwände bringen können, aktuell hat sich aber niemand in angemessenem Umfang darum gesorgt, die Frage zu beantworten, insofern glaube ich bisher überhaupt keine sachlichen Einwände gebracht zu haben. Eher habe ich kritisiert, dass alle eingeworfenen Argumente die Kernfrage verfehlen.