Pippen
In diesem Thread soll versucht werden, beide Positionen gegeneinander abzugrenzen.
Was vertreten Falliblismus und Skeptizismus?
1. Tut mir leid, aber mE vertreten beide Positionen erkenntnistheoretisch die gleiche Aussage: "Alle Überzeugungen könnten falsch sein." Manchmal hört man von Fallibilisten auch, dass alle unsere Überzeugungen unsicher sind, was auf vorgehende Aussage hinausläuft. Der Skeptiker sagt dasgleiche, wenn es auf die Unerkennbarkeit der Wahrheit referiert.
2. Sie trennen sich im wissenschafts- und lebensphilosophischen Bereich. Für den Skeptiker hat seine Skepsis unmittelbare Folgen. Er verzichtet im Anschluss daran auf weiteren echten Wissenserwerb, tut alles als Schein ab und versucht, damit sein Leben (gemütlich) einzurichten. Mit der Skepsis endet es bereits für den Skeptiker. Der F. geht einen Schritt weiter: Er erkennt nämlich, dass trotz unseres erkenntnistheoretischen Dilemmas ein echter Wissens- und Wahrheitserwerb gerade auch nicht ausgeschlossen (nur nicht sicherzustellen) ist und versucht daher Prinzipien aufzustellen, nach denen wir unseren Erkenntnisfortschritt zumindest halbwegs nachvollzieh- und überprüfbar vermehren können, weil er dessen Wert für unsere Gesellschaft schätzt (wären wir alle Skeptiker, dann würden wir wohl heute alle noch in der Steinzeit leben).
Der F. ist daher eigentlich ein moderner Skeptiker. Modern in der Weise, dass er erkannt hat, dass auch Nichtwissen durchaus praktisch wertvoll sein kann (Viele wissen kaum, wie Laser funktionieren, trotzdem ist es eine dolle Erfindung, die unser Leben bereichert) und es daher trotzdem sinnvoll ist, weiter nach Erkenntnis zu streben, wenn auch mit einer gewissen ruhigeren Art.
Was haltet ihr von der Unterscheidung?
Was vertreten Falliblismus und Skeptizismus?
1. Tut mir leid, aber mE vertreten beide Positionen erkenntnistheoretisch die gleiche Aussage: "Alle Überzeugungen könnten falsch sein." Manchmal hört man von Fallibilisten auch, dass alle unsere Überzeugungen unsicher sind, was auf vorgehende Aussage hinausläuft. Der Skeptiker sagt dasgleiche, wenn es auf die Unerkennbarkeit der Wahrheit referiert.
2. Sie trennen sich im wissenschafts- und lebensphilosophischen Bereich. Für den Skeptiker hat seine Skepsis unmittelbare Folgen. Er verzichtet im Anschluss daran auf weiteren echten Wissenserwerb, tut alles als Schein ab und versucht, damit sein Leben (gemütlich) einzurichten. Mit der Skepsis endet es bereits für den Skeptiker. Der F. geht einen Schritt weiter: Er erkennt nämlich, dass trotz unseres erkenntnistheoretischen Dilemmas ein echter Wissens- und Wahrheitserwerb gerade auch nicht ausgeschlossen (nur nicht sicherzustellen) ist und versucht daher Prinzipien aufzustellen, nach denen wir unseren Erkenntnisfortschritt zumindest halbwegs nachvollzieh- und überprüfbar vermehren können, weil er dessen Wert für unsere Gesellschaft schätzt (wären wir alle Skeptiker, dann würden wir wohl heute alle noch in der Steinzeit leben).
Der F. ist daher eigentlich ein moderner Skeptiker. Modern in der Weise, dass er erkannt hat, dass auch Nichtwissen durchaus praktisch wertvoll sein kann (Viele wissen kaum, wie Laser funktionieren, trotzdem ist es eine dolle Erfindung, die unser Leben bereichert) und es daher trotzdem sinnvoll ist, weiter nach Erkenntnis zu streben, wenn auch mit einer gewissen ruhigeren Art.
Was haltet ihr von der Unterscheidung?
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). Denn es wird klar, dass auch unsere Unerkennbarkeit der Wahrheit lediglich eine als wahr angenommene Behauptung ist, die eben auch falsch sein kann, so dass es töricht wäre, darauf ein Leben oder Erkenntnisgebäude zu bauen als ob es infallibel wäre (und das tun die antiken Skeptiker, wenn sie quasireligiös aus der Gesellschaft faktisch ausscheiden und einen auf "Pyrrhon" machen).