raphael
Hallo Leute!
Um schneller auf der Himmelsleiter voranzukommen oder auf der karmischen Autobahn?
Um irgendwelchen Vorgaben der Evolution zu entsprechen im steten Vorwärtsdrang des Überleben-Wollens?
Um narzisstisch-egoistischen Neigungen zu frönen?
Weshalb Selbsterkenntnis?
MIt freundlichen Grüßen
Raphael
Partygänger
...um das selbst zu erkennen
JFooo
Hallo raphael,
| Zitat: |
Um narzisstisch-egoistischen Neigungen zu frönen?
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Ja, ich denke das muß man sich eingestehen und es ist aus meiner Sicht gut, sich das selbst vorzuwerfen bzw. klar zu machen.
Aber !!!!!!!!
Ist es nicht völlig normal,daß Ego sein Heil sucht und sich dabei ermächtigt ?
| Zitat: |
Weshalb Selbsterkenntnis?
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Um sich von Leid zu befreien und zu erkennen, daß man kein Leid zugefügt bekommt, sondern selbst Ursache von Leid ist, für sich und andere. Ich denke, das ist der Grundsatz um den es geht.
Ich finde, es ist sehr hilfreich, sein bisheriges Leben ab und an Revue passieren zu lassen, um zu schauen wo man steht. Die Selbstreflexion ist wichtig. Sich zu überlegen was man "richtig" und was "falsch" gemacht hat, um dann ernsthaft zu überlegen, ob man sich nun Vorwürfe machen muß oder nicht. Welche "Intensionen" haben Dich letztenendes in ein solch gepflegtes Philo-Forum geführt ? Dein Interessse ? Woran ? ...überleg' Dir das mal. antworten brauchst Du nicht.
...und denke daran: eile mit Weile.
Gruß
raphael
Hallo JFooo!
Ja, das Ego sucht sein Heil! Und wie!
Und Es ermächtigt sich zu allem Möglichen...
Selbstreflexion ist Erkennen der Begrenztheit.
Doch auch das kann nur begrenzt stattfinden...
Das Leid und seine Ursachen:
Ich habe aufgehört nach den Ursachen zu fragen, ich nehme es an.
Ein gepflegtes blaues Philo-Forum hilft mir dabei.
Ja, Eile ohne Weile war schon immer mein Motto.
Danke, JFooo für deine Worte!
Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Loma
| Zitat: |
Original von raphael
Weshalb Selbsterkenntnis? |
Ich würde das eher pragmatisch sehen.
Der Mensch hat vor allem Angst, was er nicht kennt, was er nicht versteht. Deshalb will er das Unbekannte erkennen, erforschen, verstehen (sich notfalls mittels Religion beruhigen, wenn die möglichen Erklärungen (noch) nicht ausreichen)...
Und das aus dieser Ursache geborene Streben nach Erkenntnis richtet sich eben nicht nur nach außen sondern auch auf das Selbst - ist also irgendwie eh alles einerlei.
Liebe Grüße
schlinge
| Zitat: |
| Der Mensch hat vor allem Angst, was er nicht kennt, was er nicht versteht. Deshalb will er das Unbekannte erkennen, erforschen, verstehen (sich notfalls mittels Religion beruhigen, wenn die möglichen Erklärungen (noch) nicht ausreichen)... Und das aus dieser Ursache geborene Streben nach Erkenntnis richtet sich eben nicht nur nach außen sondern auch auf das Selbst - ist also irgendwie eh alles einerlei. |
Zum Schluss liegen alle Antworten bei Evolution.
Schwere Last für Philosophie. Oder Entlast?
raphael
Hallo Loma! Hallo Schlinge!
Pragmatisch heißt das letzten Endes, sich den Kräften der Evolution (des Schicksals) zu überlassen, oder?
Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Loma
Ich wollte mit meiner Aussage auf Folgendes hinaus:
Daß es zwischen der Frage nach dem Warum der Selbsterkenntnis und der Frage nach dem Warum der Erkenntnis der Außenwelt (die ja interessanterweise eher selten gestellt wird) doch eigentlich keinen Unterschied gibt.
Es scheint mir also in erster Linie die Frage nach dem Zweck der Selbsterkenntnis ein viel größeres Anzeichen für das überbordende Ego des Menschen zu sein, als das tatsächliche Streben nach ihr.
Wenn man mag, kann man's in diesem Fall also wohl wirklich auf die Evolution schieben, aber als die endgültige Antwort für alle möglichen Fragen würde ich sie eher nicht gelten lassen (auch wenn es vielleicht argumentativ durchführbar ist).
Pragmatisch bedeutet für mich in erster Linie "auf die Sache bezogen" - ich wollte mit meiner Antwort auf die Frage nach dem Sinn der Selbsterkenntnis also zunächst eher auf dem festen Boden der "Tatsachen" bleiben und nicht ins Metaphysische abdriften (womit ich jetzt nicht gesagt haben will, daß das schlimm, schlecht oder negativ wäre - es lebe die Metaphysik!).
Liebe Grüße
EDIT: Was hab' ich denn getan, um nach all den Jahren (echtes Registrierungsdatum liegt ja im Jahr 2005) endlich die Möglichkeit zu erhalten, ein Avatarbild zu benutzen? Danke.
raphael
Hallo Loma!
Außenwelt und Innenwelt, sie haben was miteinander zu tun, keine Frage. Ohne Außen kein Innen, denn es hat uns ja in realiter erschaffen. Die Eltern meine ich, die Natur.
Doch erkennt die Innenwelt die Außenwelt nur im Maße ihrer Möglichkeiten, und das ist eine Beschränkung.
Das überbordende Ego des Menschen hat zwar allgemein keinen guten Ruf, vielleicht wär´s einmal an der Zeit, auch was Gutes über dieses Stiefkind zu sagen.
Geht es denn in der Kunst ohne ein starkes, manchmal überschäumendes, sich nur auf Schaffen ausgerichtetes, überbordendes, Ego?!
Sich vom Ich distanzieren zu wollen, ist heute allgemein verbreitet, doch wohin kommt man mit dem Willen, das zu tun?
Macht das einen schon zum besseren Menschen?
Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Loma
| Zitat: |
Original von raphael
Doch erkennt die Innenwelt die Außenwelt nur im Maße ihrer Möglichkeiten, und das ist eine Beschränkung. |
Gilt aber doch auch, wenn die Innenwelt die Innenwelt erkennen will oder?
| Zitat: |
Original von raphael
Das überbordende Ego des Menschen hat zwar allgemein keinen guten Ruf, vielleicht wär´s einmal an der Zeit, auch was Gutes über dieses Stiefkind zu sagen. |
Ein starkes Ego wird wohl gerne mit Präpotenz oder Exzentrizität assoziiert und deshalv eher negativ gesehen. Ein starkes Ego im Sinne eines gesunden Selbstbewußtseins ist sicherlich zu begrüßen.
| Zitat: |
Original von raphael
Sich vom Ich distanzieren zu wollen, ist heute allgemein verbreitet, doch wohin kommt man mit dem Willen, das zu tun?
Macht das einen schon zum besseren Menschen? |
Muß man das werden wollen? Ist es denn Sinn und Zweck der Distanzierung zu sich selbst, ein besserer Mensch werden zu wollen? Muß man denn irgendwo hin kommen?
Ich gehöre grundsätzlich eher zu den Vertretern der "Erkenntnis um ihrer selbst willen", weshalb ich solche Fragen wohl nicht sinnvoll beantworten kann (bzw. gar nicht (gerne) stelle...

).
Liebe Grüße
Reinhard
| Zitat: |
Original v. Ifoo :
..., sondern selbst Ursache von Leid ist, für sich und andere. Ich denke, das ist der Grundsatz um den es geht. |
Hallo Ifoo, dem folge ich gerne und mit Überzeugung. Das besagt im christlichen Glauben der Gedanke an die Erbsünde, müsste von daher jedem Christen vertraut sein. Und nicht nur denen, sondern diese Einsicht ist der eigentliche Kern wohl jeder Religion, aber nur das Christentum bietet uns einen fleischgewordenen Erlöser dazu an. Wie PG schon hat richtig anklingen lassen, geht es nicht um das Erkennen des Ichs, sondern des Selbst. In diesem Unterschied liegt ja die Hybris begraben, die immer zum Ich geneigt ist und nicht die Überwindung des Selben ins Auge fasst. Es ist ein elementarer Unterschied über sich selbst oder sein Selbst etwas erkennen zu wollen. Im ersteren Fall setze ich mich bei der Betrachtung meiner selbst, schon immer voraus und werde mich mit den Ergebnissen immer auch im Kreise drehen. Im zweiten Fall setze ich, wenn auch nur theoretisch voraus, dass alles ohnehin eines ist und versuche, meine Individualität in diesem Zusammenhang zu betrachten.
Wenn ich mal bei Schopenhauer anknüpfen darf, so besteht m.E. der Kern seiner gesamten Metaphysik des Willens darin, begreifen zu lernen, dass der Wille in jedem Individuum ganz und ungeteilt ist, als seine eigene Erscheinung, nur nach den Funktionsweisen unserer Erkenntnis erkennbar.
Richtet man den Blick nur auf sich, so ist es völlig richtig, von einer Selbsttäuschung zu sprechen. Welche Erkenntnis wollte man auch aus sich selbst heraus gewinnen? außer einer rein theoretischen im Sinne des kantschen Apriori. Nur, das ist gänzlich abstrakt und wartet immer schon auf das Vorhandene, vielleicht auch Zuhandene. Wo sollte aus sich selbst heraus ein Mehr herkommen? Was bilde ich mir wohl eher ein, dass es mich gibt oder, dass es überhaupt etwas gibt.
Wie dem auch immer sei, mich selbst kann ich nicht ohne Zusammenhang zum Sein sehen, aber eben nur aus meinem Dasein heraus. Nur, wenn ich den Erlösungsgedanken von der Erbsünde mit denke, also eine Welt annehme, die außer meiner existiert, siehe Platon, dann ist der Versuch eines Standpunktes außerhalb von mir möglich. Deshalb sagt der christliche Erlöser, sein Reich sei nicht von dieser Welt und verweist auf das einzig Verbindende, nämlich in die Einsicht einer Einheit, die nur durch Liebe und Barmherzigkeit bestehen kann. Dieser Gedanke kann nicht täuschen, nur wir uns darüber.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard
Deldrimor
Meines erachtens ist Selbsterkenntnis ein Prozeß dem "man" sich nicht entziehen kann. Es geht letztlich aber wohl eher um den Grad der Unkenntnis/Erkenntnis bezüglich eines Gegenübers bzw. des eigenen Bildes von etwas "anderem". Selbsttäuschung herrscht dann vor, wenn man meint etwas ausserhalb von sich selbst gänzlich begriffen zu haben.
Naja das Gedicht fiel mir ein als ich hier gestöbert habe.
Stufen
Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and're, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen!
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
(Hermann Hesse)
Schönen Tag euch
raphael
Hallo Deldrimor!
Danke für das Hesse-Gedicht! In jungen Jahren habe ich alles von Hesse gelesen außer das Glasperlenspiel.
Hesse hat mich beeindruckt und nicht nur mich, sondern Millionen junger Leute. Ob das zu bewerten ist und wie, das lasse ich lieber, doch manchmal wünsche ich, ich hätte rein gar nichts gelesen, weder von ihm noch von anderen.
Hallo Leute!
Krishnamurti hat mich 1973 wesentlich beeinflusst, meine Suche nach Selbsterkenntnis, die von außen angeboten wird, aufzugeben. Auf dem Stand bin ich noch heute.
Vor kurzem habe ich auf dem Flohmarkt ein Krishnamurti-Buch gekauft, das hat mich so gut wie gar nicht berührt. Der Zahn der Zeit.
Da ich von außen nichts zulasse und von innen das Feuer erloschen ist,
will ich mich noch eine Zeit lang an der warmen Asche erfreuen.
An Phönix denke ich nicht, von Erlöserliteratur halte ich nichts.
Viel meinen, ich wäre negativ, ich bin nicht der Ansicht.
Mit freundlichen Grüßen
Raphael
carsten aus bochum
Hi Raphael.
Hm.
Wenn Du von außen nichts zulässt und das innere Feuer weg ist, wo kommt dann die Energie für 15 Foren her?
Entweder Du hast sehr viel Langeweile, oder Du bist ein Verkünder (der Nachricht, dass es nichts zu verkünden gibt), was erklären würde warum Du auf andere Verkünder etwas allergisch reagierst, oder Du machst Dir etwas vor.
Im letzten Fall hättest Du im Bezug auf Selbsterkenntnis dann doch noch was zu erwarten...
Gruß,
Carsten
raphael
Hallo Carsten!
Wer so scharfsinnig ist wie du, dem entgeht kein Widerspruch.
Das gehört wohl zum Schwarz-Weiß-Denken.
Die Energie für 16 Foren kommt aus der Unrast, die meinem Wesen entspringt. Das Wesen des Menschen ist unterscheidbar von dem seines Nachbarn und hat mit dem von mir oben erwähnten inneren Feuer nichts zu tun.
Und ja, ich bin ein Verkünder, einer der verkündet, dass Verkünden
Schwachsinn ist.
Im Übrigen verfüge ich über viel Zeit und betreibe meine Hobbys exzessiv. Nur ein Teil meines Interesses gehört den Foren, die Kommunikation hier ist mir jedoch wichtig.
Mit freundlichen Grüßen
Raphael
carsten aus bochum
Hallo Raphael.
| Zitat: |
„Wer so scharfsinnig ist wie du, dem entgeht kein Widerspruch.
Das gehört wohl zum Schwarz-Weiß-Denken.“ |
Um Widersprüche zu bemerken muss man nicht schwarz-weiß denken, man muss nur Widersprüche bemerken, oder? Warum so genervt?
| Zitat: |
„Die Energie für 16 Foren kommt aus der Unrast, die meinem Wesen entspringt. Das Wesen des Menschen ist unterscheidbar von dem seines Nachbarn und hat mit dem von mir oben erwähnten inneren Feuer nichts zu tun.
Und ja, ich bin ein Verkünder, einer der verkündet, dass Verkünden
Schwachsinn ist.“ |
Gut, warum auch nicht, aber was sind Deine Gründe dafür, dass das, was Du sagst stimmt?
Im Grunde kritisierst Du doch, dass Erfahrungen nicht zu verallgemeinern sind, um dann Erfahrungen zu verallgemeinern.
Mein Statement wäre dagegen, dass bestimmte Erfahrungen zu verallgemeinern sind, nur nicht für alle zur gleichen Zeit. Ich will das hier aber gar nicht groß ausführen.
| Zitat: |
| „Im Übrigen verfüge ich über viel Zeit und betreibe meine Hobbys exzessiv. Nur ein Teil meines Interesses gehört den Foren, die Kommunikation hier ist mir jedoch wichtig.“ |
Da spricht ja nun wahrlich nichts gegen, ohne Leute wie uns würde es wohl kaum Foren geben.
Gruß,
Carsten
Reinhard
Original von Carsten
| Zitat: |
| Im Grunde kritisierst Du doch, dass Erfahrungen nicht zu verallgemeinern sind, um dann Erfahrungen zu verallgemeinern. |
Hallo Carsten, sehe ich auch so. Nur, was ist das kritische Element? ansonsten scheint sich der Satz in seiner Aussage ja auszugleichen. Ist das dann nicht eine Klage über das Nichts, wird da nicht irgendwas vermisst? Hier liegt m.E. der von Dir angeführte Widerspruch im Verfasser begraben. Raphael setzt und das gilt auch unabhängig vom Selbst, Erkenntnis und Täuschung gleich, aber täuschen kann ich mich doch ohnehin nur selber und das Enttäuschen setzt doch die Möglichkeit von Erkenntnis voraus.
Wenn er nichts mehr erkennen will, kann er sich auch nicht mehr täuschen, nur was gibts dann noch zu sagen? Da ist nichts mit warmer Asche, da ist nichts mit einer allgemeinen Unrast, die einem Wesen entspringt, da ist höchstens ein Streben nach einer Sicherheit zu erkennen, die offensichtlich in der wärmenden Asche nicht zu haben ist. Das Problematisieren dieses Themas scheint mir seine eigentliche Aussage zu sein, sonst fällt mir dazu nicht viel ein.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard
carsten aus bochum
Hi Reinhard.
Ja, ist auch meine Idee.
Ent-täuschung kann ja was befreiendes haben, aber müsste dann nicht auf die Unruhe weg sein?
Ich will nichts gegen die Unruhe an sich sagen, ein schöner Motor, aber für mich passt beides eben nicht widerspruchsfrei zusammen, für Dich offenbar auch nicht.
Gruß,
Carsten
raphael
Hallo Leute!
Die Unruhe kommt daher, dass ich seit Jahren wie ein Mini-Parzival herumirre, der des Grals verlustig wurde.
Im Gegensatz zu Parzival glaube ich zwar den Weg zurück zu meinem persönlichen Gral zu kennen, trotzdem begehe ich ihn nicht.
Ent-Täuschung ist zurecht eines der meistverkanntesten Wörter, und sie kann heilsam wirken, da sie ja das Ende einer Täuschung darstellt. Heilung ist sie allerdings noch lange nicht, vorerst nur bittere Medizin.
Ich hadere nicht mit meiner körperlichen Vergänglichkeit, kokettiere sogar mit dem Alter und auch meine Krankheit, die mich bald zehn Jahre immer wieder in Beschlag nimmt, gab mir nie Grund, mich über mein Schicksal zu beklagen. Das ertrage ich, indem ich es annehme.
Ich bin vielmehr enttäuscht darüber, dass ich mich in sechs Jahrzehnten meiner Meinung nach seelisch nicht oder kaum weiterentwickelt habe.
Das ist der Kernpunkt meines Lamentos.
Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Partygänger

hallo raphael!
...dann würde ich dir ganz ehrlich empfehlen, ganz besinnlich über die letzten 6 jahrzehnte nach-zu-sinnen und mal darüber zu reflektieren wo und wann du dir selbst

abhanden gekommen bist...
der vorgang der geistigen reflexion ist etwas sehr persönliches und sollte in aller stille geschehen und nicht virtuell in 16 Foren (gleichzeitig?)
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