sollte moral abgeschafft werden?

Sun Deluge
sollte moral abgeschafft werden und wenn ja, warum?

widersprechen sich theorie und praxis, so heisst es, man sollte moral ganz abschaffen, weil sie sowieso keinen sinn hätte und nur einschränkend bzw. belastend wirkt.

aber wie würde das gesellschaftliche zusammenleben letztendlich aussehen, wenn wir keine moral mehr folgen würden? ist es überhaupt ein sinnvoller schritt, moral ganz aus unserem handeln wegzulassen? was kann man sich darunter vorstellen, wenn "moral abgeschafft wird" oder ist das ein gesellschaftlicher faktor der in den tiefsten wurzeln verankert liegt und niemand mehr loswerden möchte? kann oder soll moral einheitlich sein, für jedes subjekt? soll moral überhaupt das verbieten von vergnügen bedeuten?

das thema soll wachsen und gedeihen, ich werde mich später zu meiner eigenen moralansicht äussern.

ich freue mich auf eure antworten.

gruss, finn

ps: es geht nicht um sexualmoral (verbote von x-beliebiger sexueller aktivität), denn die probleme der dritten welt und umweltprobleme sind von der priorität her weitaus wichtiger. es geht auch nicht um religion, diese bitte aussen vor lassen.
Reinhard
Hallo, Moral abschaffen ist unmöglich, denn egal welche konkret praktiziert wird, solange Menschen miteinander auskommen müssen und da haben wir keine Wahl, gibt es sie auch. Man könnte sicher bestehende Moralvorstellungen durch andere ersetzen, nur dieser Prozess findet ja auch ständig statt. Wenn hier also was ausgesagt werden soll, dann muss man schon konkrete Vorstellungen nennen, die kritisch zu hinterfragen wären anhand jeweiliger Erfahrungen. Auch Kant mit seinem Kategorischen Imperativ hilft hier nicht weiter, weil er den als unabhängig von der Erfahrung postuliert hat. Unter dem Strich ist doch alles eine Frage der Macht und ihrer Verteilung, wer die Macht hat, bestimmt auch immer über die Gerechtigkeit und nur der kann auch die Moral verändern. Beispiele gibts zu Hauf.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard
Sun Deluge
hi Reinhard

danke für deine antwort.

Moral abschaffen ist unmöglich, denn egal welche konkret praktiziert wird, solange Menschen miteinander auskommen müssen und da haben wir keine Wahl, gibt es sie auch.

das ist ja die sache, die meisten menschen können und wollen nicht von jetzt auf gleich amoralistisch handeln. das abschaffen wäre ganz und gar nicht möglich, wollen die wenigsten, zurecht. wie soll das auch gehen, wie soll das aussehen? der grund für die frage des abschaffens ist eine impression eines mitglieds, der sagt, dass es sowieso egal wäre, ob es absichtlich zugefügtes leid gibt oder nicht. es sei weder gut noch schlecht und gegen das schlechte würde nichts sprechen. da hat er auf jeden fall recht, aber es muss niemanden leid absichtlich zugefügt werden, nur weil man eine andere moralvorstellung hat. da hat das betroffene subjekt natürlich das recht zu sagen, dass eine unangenehme situation die absichtlich geschieht und ihn persönlich betrifft, schlecht ist.



Man könnte sicher bestehende Moralvorstellungen durch andere ersetzen, nur dieser Prozess findet ja auch ständig statt.

man kanns halt nicht jeden recht machen. würde man ein gesetz ändern (oder ganz aufheben), wäre das nicht für jeden in ordnung. so entstehen widersprüche, und aus dieser situation wünschen sich einige, dass moral ganz abgeschafft werden sollte. wenn man moral (und damit auch gesetze) abschaffen würde, hätten wir dann mehr erreicht als vorher? ich denke nicht und aus diesem grund würde es noch mehr ungerechtigkeit geben.

gruss
schlinge
Zitat:
sollte moral abgeschafft werden und wenn ja, warum?


Ja, dann können wir guten Gewissens Fleisch essen.
Joker
Zitat:
Original von schlinge
Zitat:
sollte moral abgeschafft werden und wenn ja, warum?


Ja, dann können wir guten Gewissens Fleisch essen.


Irgendwie hast du Recht. fröhlich

Gruss Joker
Sun Deluge
hi schlinge, hi Joker

das stimmt, aber dann wären wir ganz schön stumpfsinnig in hinsicht auf moral und sich in die situation anderer hineinfühlen ist eine gabe, die vielleicht nur wir menschen besitzen, nicht mehr los werden. andere raubtiere habens da auch einfacher, die natur gibt ihnen das leben und ein anderes tier nimmt es ihnen wieder. aber irgendwie blenden einige diese gabe aus. man kann alles tun, auch fleisch essen. lecker, keine frage, aber ist das leben der rinder und schweine so wenig wert, dass man sie nur für diesen grund züchtet und tötet? nur ein 'produkt'? da verzichte ich persönlich drauf. seit acht oder neun jahren bin ich vegetarier und andauernd muss ich anderen erklären, warum ich so handel. sie selber sagen darauf immer "ich kann ohne fleisch nicht leben" aber was sie eigentlich sagen wollen ist ich will ohne fleisch nicht leben. da würde ich ein extrem moralisches defizit sehen das behoben werden sollte. bei tierversuchen ist es schwieriger, denn es wird um notwendigkeit gestritten und grundlagenforschung ist wahrscheinlich immer noch hochaktuell, ganz zu schweigen von tagtäglichen übungszwecken... sollte man auch geschädigte neugeborene für versuchszwecke verwenden, find ich im gegenzug ebenso akzeptabel.

ich habe mir gedanken gemacht, ob tote menschen nicht auch verwertet werden könnten, da sich aus diesen ein guter nutzen erzielen lassen würde. da gibts natürlich emotionale bindungen der angehörigen, aber der nutzen wird höher gewertet. was haltet ihr von diesem gedanken? nunja da kanns auch schon mal geschehen, dass der ein oder andere eben so plötzlich stirbt... war dann amoralismus im spiel?
Qu_ner
Hallo,
es sollte die Unmoral abgeschafft werden.
Gruß, Qu
shensu
Die heutige Moral ist nur dazu da um die Leute schwach zu halten.
Zitat:
es sollte die Unmoral abgeschafft werden.

Nein!!!!!! Wer sagt denn, dass die heutige Moral gut ist??
schlinge
@Sun
Zitat:
ich habe mir gedanken gemacht, ob tote menschen nicht auch verwertet werden könnten,


Das hat man schon öfter gemacht. Zum Beispiel Mongolen haben ihren in der Schlacht Gefallenen nicht beerdigt, weil ein Jahr später könnte man auf dem Platz gut jagen.
Am liebsten wird das Guthaben von den toten Menschen verwertet.
Sun Deluge
man hat sie nicht beerdigt, weil raubtiere sie gefressen haben, oder aus einem anderen grund?



schlinge: Am liebsten wird das Guthaben von den toten Menschen verwertet.

der körper.
schlinge
@Sun
Zitat:
man hat sie nicht beerdigt, weil raubtiere sie gefressen haben, oder aus einem anderen grund?


ja, die Körper waren für Raubtiere/Vögel, Würmer,Insekten und Pflanzen bestimmt.
Also in den Kreislauf zurück.

Zitat:
der körper


Man hat versucht Seife daraus zu machen. Mit Erfolg.
Sun Deluge
ja klar, wieso nicht? das hast du richtig erkannt, der tropfen gelangt wieder ins grosse meer.


moral würde ich eher bei lebenden wesen anwenden, bei verstorbenen siehts anders aus. dann könnte man tatsächlich auch aus den gebeinen von menschen seife draus machen. es kommt auf die ansichtsweise der kulturen an, in der mongolei war das wahrscheinlich auch notwendig. allerdings weiss ich das nicht, du hast es jedenfalls behauptet, dass es so wäre. hier würden viele die hände überm kopf zusammenschlagen, für das was wir hier schreiben, aber andernorts ist so etwas ganz normal.

wenn man sich ansieht was verurteilte für strafen bekommen, bekommt man reine gänsehaut. in texas oder china werden 'verbrecher' mit giftspritzen oder kopfschüssen verurteilt. das könnte man sich hier garnicht vorstellen...
Sophie
Zitat:
Original von schlinge


Also in den Kreislauf zurück.


Ja, das wird es sein. Ich hatte mir überlegt, ob mit ein Grund für diese Art der "Bestattung" der Permafrost und der dort gegebebe Mangel an Brennmaterial wäre. Stein-Gräber (Eiskurgane) der früheisenzeitlichen Pazyryk-Kultur (5.-3. Jh. v. Chr.) an der südöstlichen Peripherie der heutigen Mongolei, zeigen, dass außer dieser Methode bei Permafrost auch andere Möglichkeiten gibt und somit die unterschiedlichen Weltbilder ausschlaggebend für den Umgang mit toten Körpern sind und nicht das Klima.
raphael
Hallo Leute!

Die Moral abschaffen, hieße eine Nicht-Moral einführen, die wiederum nur Moral wäre, auch wenn sie dieses stets verneinte.

Die Moral wird durch die Mächtigen bestimmt und in den Demokratien liegt die Macht politisch gesehen beim Volk.
Deren Vertreter üben dann die tatsächliche Macht aus. Dass dabei nicht immer Volkes Wille zum Gesetz wird, finde ich gut, denn die Massen sind lenkbar und der Schwache, der giert nach einem Tribunen, der ihm sagt, wo´s langgeht.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
schlinge
Zitat:
Umgang mit toten Körpern .


Als hätte der tote Körper irgendeine Ähnlichkeit mit dem noch Lebendem.
skimmie
Zitat:
Original von Sun Deluge
[...]widersprechen sich theorie und praxis, so heisst es, man sollte moral ganz abschaffen, weil sie sowieso keinen sinn hätte und nur einschränkend bzw. belastend wirkt.

"Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie." (Einstein)
Damit hat Einstein etwas Weises gesagt.
Sun Deluge
stimmt. wenn sie nicht zusammenpassen, theorie und praxis, kann man einzelne teile austauschen und dadurch verbessern.
glorin
Sun darf ich eine Vermutung äussern? Ich bin das angesprochene Mitglied, oder?

Desweiteren ein Dank an dich. Du hast ein Thema eröffnet das mir sehr gefällt.


Hm, ja wir sollten jegliche Moral abschaffen. Was dann kommt ist egal. Es ist erst einmal das befreien von geistlichen Fesseln. Und eine Befreiung von Sklaven würden doch fast alle hier erst einmal gut heißen, oder?

Desweiteren ist eigentlich egal, ob wir nach Moral handeln, oder nicht. Gibt es keine Moral mehr, spricht auch nichts mehr dagegen eine Moral zuhaben.

Aber wie können wir unsere Moral ablegen? Dies ist so gut wie unmöglich. Wir können diese zwar durch Drogen so gut wie verschwinden lassen, aber das sie dadurch komplett verschwindet bezweifel ich. Ansonnsten können wir versuchen diese abzuschaffen. Diese habe ich soweit wie möglich auch aus meiner Denkensweise heraus verbannt. Allerdings nicht aus meinem Handeln. Letzteres wäre auch gar nicht möglich. Irgendwann, wenn man die Moral weit genug auf den Kopf vertrieben hat, spürt man zwei Dinge. 1. Es ist unwichtig die Moral weiter zuvertreiben, denn ohne Moral spricht auch nichts mehr gegen Moral und 2. eine nie dagewesene Freiheit. Du kannst dich zwar nicht vollkommen von der Moral loslösen und wirst auch immer von ihr beeinflusst werden, aber du kannst Dinge wie ein Gewissen (das aus der Moral resultiert) verschwinden lassen. (Dies hat zwei Vorteile: 1. Du wirst nicht mehr von diesem gequält und 2. Du musst dich diesem nicht meht so unterwerfen).

Einige würden es als schrecklich bezeichnen kein Gewissen mehr zuhaben. Ich persöhnlich kann dies nicht bedauern. Es befreit ungemein und nur weil man nicht mehr von seinem Gewissen (bzw. auch von seiner Moral) gezwungen wird etwas zu tun, heißt das nicht das man es nicht tut.

Man hat nur selber die Entscheidung ob man es macht, oder ob man es nicht macht.


Und somit gehe ich weiter zu deiner letzten Frage:

Ja, man sollte Menschen essen dürfen, sollten diese sterben. Es spricht nichts dagegen. Auch gegen das Töten um diese danach essen zu können kann ich nichts finden was dagegen spricht. (Dies heißt aber nicht das ich dies machen würde.)
Sun Deluge
ich war von anfang an im einklang mit deiner sicht und bin es immer noch, dass nichts gegen leid oder töten spricht, also alles egal ist, aber der einzige unterschied - der mich ziemlich oft gestört hat und immer noch stört - zwischen uns beiden ist, dass du deine sicht nach aussen tragen würdest bzw. diese handlung auf andere wesen übertragen möchtest, wenn du könntest, ich jedoch diese erkenntnis sich für mich nach innen d. h. auf mich selbst auswirkt. theorie und praxis möchte ich hiermit strikt auseinander halten. ich will einfach nicht so handeln, dass ich auf kosten starker körperlicher leiden anderer lebe die ich ihnen zufüge, nur damit ich ein wenig mehr zu lachen hätte. das leid kann beendet werden (auch wenn nichts gegen dieses sprechen sollte), der tod selber ist wahrscheinlich keineswegs schlecht, jedenfalls nicht schlechter als das von qualen durchzuckte fleisch, aber sollte man tatsächlich über das grausame sterben hinweg den tod und damit die erlösung herbeiführen? das ist ein spagat zwischen leben lassen und leben nehmen, sehr schwierig, denn die betroffenen haben selbstverständlich etwas dazu zu sagen und nicht das wenigste. das ist ja eben der schwierige punkt, dass die betroffenen etwas gegen leid einzuwenden haben, da sollte man nicht gegen deren willen handeln, auch wenn immer noch nichts dagegen spricht. nunja auf dem schlachtfeld nehmen sie sich auch gegenseitig das leben...



glorin: Sun darf ich eine Vermutung äussern?

das darfst du und


glorin: Ich bin das angesprochene Mitglied, oder?

jup



glorin: Was dann kommt ist egal.

das sagst du, aber anderen ist ihr leben nicht egal. erkläre das mal anderen menschen, sie werden schneller durch dein schwert sterben als dass sie deine worte verstehen. oder ist genau das das ziel, dass es sowieso egal wäre, sie überhaupt nicht verstehen müssen und das blutbad ungefragt von statten gehen soll...?



Glorin: Desweiteren ist eigentlich egal, ob wir nach Moral handeln, oder nicht.

jein. aber gibt menschen, die möchten nicht leiden. natürlich spricht physisch nichts dagegen, aber psychisch.



glorin: Gibt es keine Moral mehr, spricht auch nichts mehr dagegen eine Moral zuhaben.

moral ist kein gegenstand der weggeworfen werden könnte, damit man von dieser befreit ist...

man muss erklären, was moral überhaupt ist (das wissen natürlich die meisten menschen) und ihnen beibringen, das man dieses gedankliche konstrukt auch los werden kann. für welche freiheiten wäre das gut, wenn andere gefangen werden? das wird zum ungleichgewicht.



glorin: Diese habe ich soweit wie möglich auch aus meiner Denkensweise heraus verbannt.

trotz dieser erkenntnis die du in mir zu neuen leben erweckt hast bzw. immer im bewusstsein schlummerte, sehe ich das praktische trotzdem anders.



glorin: ...ohne Moral spricht auch nichts mehr gegen Moral...

ich weiss überhaupt nicht, warum moral so schlecht sein soll? weil andere sie schon lange fallen gelassen haben und nun heute deren werk in allen geschichtsbüchern nachzuschlagen sind? was ist schlechter, als dass man keine moral hätte? das leid das durch fehlende moral entstehen könnte? warum moral fallen lassen, was hätten wir dadurch erreicht? mehr als vorher? willst du menschen töten und wenn ja, was würde dir das bringen? unsterblichkeit? macht? alles nur vorstellungen. ich persönlich möchte keinem anderen auf die füsse treten wollen und das gleiche vorder ich auch von ihnen. wenn mich andere nicht lassen, dann könnte man in ausnahmesituationen mal die moral weglassen, aber dann nur für 'n schlag ins gesicht oder so.



glorin: ...eine nie dagewesene Freiheit.

freier als jetzt? flügel wachsen mir immer noch nicht und ich stecke noch in diesem blöden körper der mich gefangen hält... mein eigenes leben ist für mich sowieso eine reine verneinung, warum sollte ich augenscheinlich genommene freiheit geniessen wollen, die ich schon lange nicht mehr geniessen kann oder will? welche freiheit überhaupt? wie soll man diese definieren? das ich durch mein handeln die freiheit anderer wesen einschränken würde, nur damit ich meine erweitern könnte? natürlich ist man in der lage andere ausnehmen, es ist ein geben und nehmen, um dadurch immer für sich selbst profit zu ziehen, aber was bringt mir das im nachhinein? über anderes leben möchte ich garnicht entscheiden wollen, was bringt mir das? natürlich könnte ich sagen, dass ich sie mit dem tod erlösen würde, aber was hat mich deren leben in diesem zusammenhang zu interessieren? ich leide für mich und sie quälen sich für sich. ich lasse sie in ruhe, obwohl ich diese sicht der moral habe, und sie lassen mich zu frieden.



glorin: ...aber du kannst Dinge wie ein Gewissen (das aus der Moral resultiert) verschwinden lassen.

ob ich nun ein schlechtes gewissen habe, ich denke schon. das zeichnet mich moralempfindenden mensch aus.



glorin: Du wirst nicht mehr von diesem gequält...

das leben wird immer leiden bleiben, egal ob man nun gefoltert wird, sich selbst foltert (z. b. indem man bei der arbeit oder vorm rechner 'nen bandscheibenvorfall bekommt) oder einfach über das leid anderer oder das eigene nachdenkt. der tod hingegen ist erlösung von diesem leiden, vom leben. was zählt schon der todeszeitpunkt, wenn es keinen passenden gibt? aber warum sollte man dies tun, das entscheiden über anderes leben? ich persönlich find das töten weder gut noch schlecht (wie sich das schon grotesk anhört...). tiere töten um das fleisch zu essen würde damit gleichfalls legitimiert werden, aber ich weiss nicht, ich verzichte trotzdem gern auf diesen luxus (sonnst würde ich meine eigene moral über jahre hinweg in frage stellen). ob ich nun fleisch zu mir nehme oder nicht, es wird kein unterschied für meine existenz ausmachen, denn sterblich bin ich als vegetarier genau so wie fleischesser, nichts gewonnen und nichts verloren, höchstens den lecker genuss, aber egal. die einzigen die etwas verloren haben sind die geschlachteten tiere, aber leben besitzt man sowieso nur auf zeit. irgendwann werden auch wir unser leben verlieren. ich habe dir ja in deinem thread vom fluss mit den ästen und stöckchen geschrieben...




glorin: Du musst dich diesem nicht meht so unterwerfen

ich unterwerfe mich selbst, indem ich lebe.



glorin: Ja, man sollte Menschen essen dürfen, sollten diese sterben. Es spricht nichts dagegen. Auch gegen das Töten um diese danach essen zu können kann ich nichts finden was dagegen spricht.

sehe ich auch so. aber wie gesagt theoretisch ist etwas anderes als praktisch und das sollte man auseinander halten.



glorin: Dies heißt aber nicht das ich dies machen würde.

nicht? warum?

ps: übrigens hast du sämtliche ansätze für moral mit dem einzigen wort 'egal' ausgehebelt... da fallen mir zwei sachen ein, entweder Zwinker oder unglücklich ...
Sun Deluge
Qu_ner: es sollte die Unmoral abgeschafft werden.

ja, jedenfalls ist es besser als moral abschaffen. Zwinker



raphael: Die Moral abschaffen, hieße eine Nicht-Moral einführen, die wiederum nur Moral wäre, auch wenn sie dieses stets verneinte.

also wäre nicht-moral auch eine anschauung der moral (?)

raphael: Die Moral wird durch die Mächtigen bestimmt und in den Demokratien liegt die Macht politisch gesehen beim Volk. Deren Vertreter üben dann die tatsächliche Macht aus.

die macht, gesetze aufzustellen. wie Reinhard am anfang des threads schrieb, ist es eine verteilung der macht und damit, wer diese gesetze aufstellen kann.

raphael: Dass dabei nicht immer Volkes Wille zum Gesetz wird, finde ich gut, denn die Massen sind lenkbar und der Schwache, der giert nach einem Tribunen, der ihm sagt, wo´s langgeht.

ja