sollte moral abgeschafft werden?

skimmie
Zitat:
Original von glorin
[...], aber du kannst Dinge wie ein Gewissen (das aus der Moral resultiert) verschwinden lassen.

Das Gewissen resultiert nicht aus der Moral.
Das Gewissen steht in Verbindung mit dem inneren Wert, mit dem Selbst.
Moral steht in Verbindung mit dem äußeren Wert, der von der Gesellschaft zugeschrieben bzw. vereinbart wird ("Schäm dich!").

Zitat:
(Einige würden es als schrecklich bezeichnen kein Gewissen mehr zuhaben. Ich persöhnlich kann dies nicht bedauern. Es befreit ungemein und nur weil man nicht mehr von seinem Gewissen (bzw. auch von seiner Moral) gezwungen wird etwas zu tun, heißt das nicht das man es nicht tut.

Tja, Gewissen und Moral werfen viele in einen Topf. Zur Orientierung ist es erhellend, sich einmal in Ruhe Kohlberg´s 'Moralitätsstufen' zu betrachten. Hier wird ersichtlich, dass von Stufe zu Stufe eine Entwicklung zum Selbst stattfindet, das sich dann letztendlich frei von Moral in dem Sinne macht, dass es die Verbindung von Gewissen und Selbst autonom lebt.
schlinge
Man sollte die Moralträger abschaffen, dann redet niemand mehr über Moral.
So wie ohne Theologen verschwindet Gott.
Dadurch geht die Welt sicher nicht unter.
Sun Deluge
schlinge: Dadurch geht die Welt sicher nicht unter.

für die opfer der unmoralischen sieht das aber anders aus.

wenn moral in den köpfen vollständig zerfallen würde, könnte man gleich das eigene leben an den nagel hängel...
mr.monks
Zitat:
Original von schlinge
Man sollte die Moralträger abschaffen, dann redet niemand mehr über Moral.
So wie ohne Theologen verschwindet Gott.
Dadurch geht die Welt sicher nicht unter.

Schön, wenn sich jemand durch seine Signatur ständig selbst kritisiert Zwinker . Vielleicht mag die Welt nicht untergehen, sicherlich jedoch die Menschheit. Du willst die Moralträger abschaffen? Dummerweise sind das alle Menschen. Menschheit ade...
skimmie
Zitat:
Original von schlinge
Man sollte die Moralträger abschaffen, dann redet niemand mehr über Moral.
So wie ohne Theologen verschwindet Gott.
Dadurch geht die Welt sicher nicht unter.

Du kannst ein Konstrukt (oder Instrumentalisierung) abschaffen, aber nicht die Erfahrung bzw. das Erleben. Zwinker
glorin
@Sun Deluge:
Zitat:
zwischen uns beiden ist, dass du deine sicht nach aussen tragen würdest bzw. diese handlung auf andere wesen übertragen möchtest, wenn du könntest,


Möchte ich das? Sollte ich wirklich irgendwann komplett so Leben können, wie ich es für richtig halte, würde es dann nicht auch irrelevant sein dies nach aussen zutragen? Nein, ich will es nicht nach aussen tragen. Nur begreiflich machen, das es auch nicht falsch ist dies nach aussen zutragen...

Zitat:
das sagst du, aber anderen ist ihr leben nicht egal. erkläre das mal anderen menschen, sie werden schneller durch dein schwert sterben als dass sie deine worte verstehen. oder ist genau das das ziel, dass es sowieso egal wäre, sie überhaupt nicht verstehen müssen und das blutbad ungefragt von statten gehen soll...?


Spielt es eine Rolle, ob man weis warum man stirbt? Wenn man sowieso stirbt?

Zitat:
jein. aber gibt menschen, die möchten nicht leiden. natürlich spricht physisch nichts dagegen, aber psychisch.


Ich bin auch kein Masochist. Wollen tue ich dies auch nicht. Aber letzt endlich spielt es keine Rolle ob sie leiden, oder nicht leiden. Also auch ruhig leiden lassen.

Zitat:
man muss erklären, was moral überhaupt ist (das wissen natürlich die meisten menschen) und ihnen beibringen, das man dieses gedankliche konstrukt auch los werden kann. für welche freiheiten wäre das gut, wenn andere gefangen werden? das wird zum ungleichgewicht.


Hm, man sollte wenigstens in seinem Geiste frei sein um sich als Freien Menschen bezeichnen zukönnen. Momentan ist keiner von uns hier anwesenden in diesem Sinne frei, oder? Also, was macht es nun noch aus evtl. anderen Leid zuzufügen, wenn man dadurch selber frei wird.


Formel:

P: -1 ~ P²: -1
P: -1 P²: -1 = 0
P: -1 P²: -1 +1 -1 = 0
P: -2 = P²: 0

Somit bleibt das von euch angesprochene Leid nur auf einer Person hängen, dem anderen geht es wieder besser. Was spricht dagegen?

Zitat:
ich weiss überhaupt nicht, warum moral so schlecht sein soll?


Sie ist weder schlecht, noch gut. Also warum sollte man sie befolgen müssen? Man kann sie doch genauso gut ablegen.

Zitat:
weil andere sie schon lange fallen gelassen haben und nun heute deren werk in allen geschichtsbüchern nachzuschlagen sind? was ist schlechter, als dass man keine moral hätte? das leid das durch fehlende moral entstehen könnte? warum moral fallen lassen, was hätten wir dadurch erreicht? mehr als vorher?


Hm, man kann nichts erreichen. Somit hätten wir auch nichts erreicht. Halten wir uns an dieser fest haben wir auch nichts erreicht.
Und wenn du z.B. von Hitler sprichst. Der hatte ganz bestimmt eine Moral und diese hat er auch nicht fallen gelassen.

Zitat:
willst du menschen töten und wenn ja, was würde dir das bringen? unsterblichkeit? macht? alles nur vorstellungen. ich persönlich möchte keinem anderen auf die füsse treten wollen und das gleiche vorder ich auch von ihnen. wenn mich andere nicht lassen, dann könnte man in ausnahmesituationen mal die moral weglassen, aber dann nur für 'n schlag ins gesicht oder so.


Ich will mir keine Moral aufzwingen lassen, die mir dies verbietet. Egal ob ich dies machen werde, oder nicht.

Zitat:
freier als jetzt? flügel wachsen mir immer noch nicht und ich stecke noch in diesem blöden körper der mich gefangen hält... mein eigenes leben ist für mich sowieso eine reine verneinung, warum sollte ich augenscheinlich genommene freiheit geniessen wollen, die ich schon lange nicht mehr geniessen kann oder will? welche freiheit überhaupt? wie soll man diese definieren?


Du bist nicht mehr eingeschränkt. Du kannst alles machen, was du möchtest. Du kannst dich von einem Hochhaus stürzen, du kannst dich über jede Politik lustik machen und somit dich auch trauen gegen z.B. Nazis etwas zu tun, du kannst Nazi werden, du kannst Morden. Du kannst alles machen, was du willst. Evtl. kannst du es nicht umsetzen, z.B. kannst du kein Auto hochheben. Aber an dem Versuch hindert dich nichts mehr dran. Und dies tut bei dir gerade in diesem moment deine Ethik.

Zitat:
über anderes leben möchte ich garnicht entscheiden wollen, was bringt mir das? natürlich könnte ich sagen, dass ich sie mit dem tod erlösen würde, aber was hat mich deren leben in diesem zusammenhang zu interessieren? ich leide für mich und sie quälen sich für sich. ich lasse sie in ruhe, obwohl ich diese sicht der moral habe, und sie lassen mich zu frieden.


Hm, ich dachte sie hätten dich damals nicht in Frieden gelassen?!

Ich bin nicht daran interessiert irgend jemanden zu erlösen. Ich denke aber auch das es genauso irrelevant ist jemand leiden zu lassen, wie dies sein zulassen. Also kann ich dies machen, wenn dies gerade meine Entscheidung ist.

Zitat:
aber warum sollte man dies tun, das entscheiden über anderes leben? ich persönlich find das töten weder gut noch schlecht (wie sich das schon grotesk anhört...).


Ja, töten ist vollkommen in Ordnung. Diese Aussage ist eigentlich nicht grotesk.


@skimmie:
Zitat:
Das Gewissen resultiert nicht aus der Moral.
Das Gewissen steht in Verbindung mit dem inneren Wert, mit dem Selbst.
Moral steht in Verbindung mit dem äußeren Wert, der von der Gesellschaft zugeschrieben bzw. vereinbart wird ("Schäm dich!").


Und wird dieser innere Wert nicht dadurch gebildet das du durch einen äußeren Einfluss gebrägt wirst. d.h. hättest du ein "schlechtes" Gewissen, wenn du von Säugling an so aufgezogen wirst das man Afrikaner töten muss und du einen dann tötest.

Somit ergibt sich folgendes: Das Gewissen resultiert mit aus der Moral.

Zitat:
ja, Gewissen und Moral werfen viele in einen Topf.


Ähm hast du meinen Satz nicht richtig gelesen, den du zitierst hast?:
"[...] und nur weil man nicht mehr von seinem Gewissen (bzw. auch von seiner Moral) gezwungen wird etwas zu tun [...]"


@mr.monks:
Zitat:
Schön, wenn sich jemand durch seine Signatur ständig selbst kritisiert Zwinker . Vielleicht mag die Welt nicht untergehen, sicherlich jedoch die Menschheit. Du willst die Moralträger abschaffen? Dummerweise sind das alle Menschen. Menschheit ade...


Hm, dann musst du aber auch alle Tiere umbringen.

Zitat:
Du kannst ein Konstrukt (oder Instrumentalisierung) abschaffen, aber nicht die Erfahrung bzw. das Erleben. Zwinker


Du kannst auch die Erfahrung abschaffen. Dies geht beschränkt mit Drogen. Das Erleben allerdings nicht.
Ich halte es aber nicht für unwahrscheinlich das man die persöhnliche Wertung abschaffen könnte, ohne zusterben. Nur wie dies gehen könnte kann ich nicht sagen.
schlinge
@skimmie
Zitat:
Du kannst ein Konstrukt (oder Instrumentalisierung) abschaffen, aber nicht die Erfahrung bzw. das Erleben.


Die Erfahrung bzw. das Erleben bleibt, aber dicht das Gerede über Dinger, die man oft nicht selbst erlebt hat. Zwinker
Sun Deluge
glorin: Sollte ich wirklich irgendwann komplett so Leben können, wie ich es für richtig halte, würde es dann nicht auch irrelevant sein dies nach aussen zutragen? Nur begreiflich machen, das es auch nicht falsch ist dies nach aussen zutragen...

natürlich ist es nicht falsch, das war und ist mir jederzeit bewusst. nicht gut oder richtig, nicht schlecht oder falsch. schlecht ist es nur im geist der betroffenen und gut aus der sicht der täter aufgrund der handlungsfreiheit. materiell spricht nichts gegen das handeln, es ist so wie es ist, und wie es ist, ist es neutral.



glorin: Spielt es eine Rolle, ob man weis warum man stirbt? Wenn man sowieso stirbt?

nein, habe ich gesagt, dass dies eine rolle spielt? wenn ja, war das nur so 'n gedankenspiel. es ist egal ob man auf der treppe ausrutscht und sich das genick bricht oder von jemand anderen ein nackenschlag bekommt, das ergebnis ist das gleiche. ein unterschied gibts schon, undzwar das der nackenschlag nicht nötig ist, es liegt im willen des täters, das ausrutschen aber unabsichtlich.



glorin: Aber letzt endlich spielt es keine Rolle ob sie leiden, oder nicht leiden. Also auch ruhig leiden lassen.

naja mit jedem tag im leben lässt man sich weiter leiden... ein argument für das kurze und schmerzlose töten.



glorin: Hm, man sollte wenigstens in seinem Geiste frei sein um sich als Freien Menschen bezeichnen zukönnen.

wer hindert dich denn, geistig frei zu sein? mir ist die handlungsfreiheit bewusst. ich denk schon lange nicht mehr moralisch wenn ich dies auch nicht will, weil das nur ein gedankenspiel ist, ein gedankenspiel das zu handlungen führt, aber ehe diese handlungen auftreten können die gedanken verneint werden. wie schon so oft erwähnt möchte ich theorie von praxis trennen, auch wenn nichts gegen die theorie spricht.



glorin: Momentan ist keiner von uns hier anwesenden in diesem Sinne frei, oder? Also, was macht es nun noch aus evtl. anderen Leid zuzufügen, wenn man dadurch selber frei wird.

natürlich sind wir alle geistig und physisch jederzeit frei, nur die wenigsten wollen das physische auch nutzen... also hindern würde mich nichts mehr, wenn ich meine moral ausblenden würde. aber die geistige freiheit reicht mir voll und ganz, denn als erdklos brauche ich nicht allzuviel handlungsfreiheit wie z. b. andere wesen leiden zu lassen oder zu töten. Zwinker auch wenns in den fingern kribbeln sollte ist es immer noch denken, und nicht praktisch.



glorin: Formel:

P: -1 ~ P²: -1
P: -1 P²: -1 = 0
P: -1 P²: -1 +1 -1 = 0
P: -2 = P²: 0


was soll ich denn damit? ich bin sowieso nihilist ( großes Grinsen ), da brauchst du mir mit logik nicht zu kommen, ich verstehe das prinzip auch so ganz gut (da hättest du als formel auch 0+- nehmen können). übrigens ist mir amoralismus allzu vertraut, wir können also die diskussion abbrechen, jedenfalls meinerseits weil wir uns gegenseitig nach dem mund reden. eigentlich wollte ich das prinzip das ich schon lange verdrängt hatte und auf das du mich erneut aufmerksam gemacht hast nicht in erinnerung rufen, denn eigentlich war moral der letzte wert an dem ich mich noch festhalten wollte, darum wehre ich mich so krampfhaft gegen diese sicht des 'abschaffens' der moral. ach, ich geb damit auch... trotzdem würde ich auch nicht nachteilig für andere wesen handeln wollen (immerhin haben sie das gleiche bedürfnis wie wir, keine schmerzen spüren zu wollen), weil ich meine praktische moral nicht los werden möchte. ansonsten theoretisch übereinstimmung.

ich habe z. b. ein problem, dass ich kein alkohol trinken darf, das wird mir mit mit geschrei und gestöhn verboten. egal wie ich denen das erkläre, sie lassen sich nicht überreden. sie haben ihre eigene moralvorstellung. ich bin nun auf dieser verrotzten welt und darf nicht das tun, was ich will... mit meinem eigenen körper.



glorin: Somit bleibt das von euch angesprochene Leid nur auf einer Person hängen, dem anderen geht es wieder besser. Was spricht dagegen?

richtig, das einzige was uns von der materie trennt und damit von anderen ist das unabhängige bewusstsein. aber ich möchte anderen das leid trotzdem ersparen, weil es nicht notwendig ist. es ist doch besser, wenn beide seiten vorteile hätten, anstatt nur eine. natürlich spricht etwas gegen leid, der schmerz der betroffenen. ich find es schlimmer, wenn jemand geboren wird, als das der jenige stirbt. und sag mir nicht, dass der schmerz für die betroffenen unwichtig ist... auch wenn dieser für andere beobachter egal sein sollte.



glorin: Sie ist weder schlecht, noch gut. Also warum sollte man sie befolgen müssen? Man kann sie doch genauso gut ablegen.

warum sollte man sie nicht befolgen sollen? kommt drauf an, welche freiheit du dir nehmen möchtest. es wäre besser, wenn wir uns die freiheit nehmen um so viele atomwaffen wie möglich zu zünden, damit es keine überlebenden gibt die sich noch weiter vermehren, sich rumquälen weil diese über moral nachdenken oder andere für sich quälen lassen.



glorin: Hm, man kann nichts erreichen. Somit hätten wir auch nichts erreicht. Halten wir uns an dieser fest haben wir auch nichts erreicht.

und weil man sowieso nichts erreicht, kann man den willen zum eigenen leben verneinen und von einer brücke springen - ist das noch nicht genug freiheit?



glorin: Ich will mir keine Moral aufzwingen lassen, die mir dies verbietet.

und andere wollen sich deinen willen aufzwingen lassen, wie und wann sie zu sterben haben? jedenfalls werde ich mir nicht von einem anderen sagen lassen, wann meine welt unterzugehen hat, aber eigentlich ist der todeszeitpunkt egal. natürlich kann der jenige mit mir das machen was er will, aber es bringt ihn nicht viel, ausser, dass er mein leben ausgelöscht hat. tja, es ist halt egal ob das messer durch raum und zeit und durch mein leib fährt, er stand halt als objekt im weg. der täter hat zwar dazu kein recht, aber er nimmt es sich. praktisch gesehen kein ding. aber dann soll er mich wenn schon schnell töten.



glorin: Du kannst dich von einem Hochhaus stürzen,

das wär mir recht... großes Grinsen



glorin: Hm, ich dachte sie hätten dich damals nicht in Frieden gelassen?!

ich sprach von heute, nicht von früher.



glorin: Ja, töten ist vollkommen in Ordnung.

es ist in ordnung, es ist eine neutrale handlung, also egal. ich sehe das genau so wie du... ich frage mich, was wenn wir uns mal über den weg laufen in zeiten in denen es keine moral mehr gibt? damals hatten wir uns friedlich über moral unterhalten und heute wollen wir uns gegenseitig das licht auspusten?
glorin
Zitat:
übrigens ist mir amoralismus allzu vertraut, wir können also die diskussion abbrechen, jedenfalls meinerseits weil wir uns gegenseitig nach dem mund reden.


Ja, mitlerweile wirklich. ^^

Zitat:
ich frage mich, was wenn wir uns mal über den weg laufen in zeiten in denen es keine moral mehr gibt? damals hatten wir uns friedlich über moral unterhalten und heute wollen wir uns gegenseitig das licht auspusten?


Nur weil niemand mir verbietet dich zutöten, würde ich dies allerdings noch lange nicht machen. Aber anscheinend müsste ich in dieser Situation dann vor dir Angst haben.
schlinge
@mr.monks
Zitat:
Schön, wenn sich jemand durch seine Signatur ständig selbst kritisiert


...oder bestätigt.

Zitat:
Du willst die Moralträger abschaffen? Dummerweise sind das alle Menschen.


Nicht die, die "leck mich" ausstrahlen. Zwinker Leider vom Aussterben bedroht.

@Sun
Zitat:
wenn moral in den köpfen vollständig zerfallen würde, könnte man gleich das eigene leben an den nagel hängel...


Moral hat noch kein Menschenleben gerettet. Es sind Gesetzt, Schiss vor Verfolgung, Schuldgefühle, einfach Gleichgültigkeit, Mitgefühl, Heldentum oder Fehlzündung...
Sun Deluge
hi

@ glorin

schon seltsam wenn jemand unmoralische gedankengänge zutage bringt. das ist gewohnheitssache und sich abstumpfen lassen, natürlich als ganz normal sehen das leben anderer zur hölle zu machen oder auszulöschen. wenn jemand z. b. mit einem anderen spricht der ihm gegenübersteht, stellt er sich vor wie es wohl wäre, ihn stück für stück auseinander zu nehmen... oder wenn neben ihm kleine mädchen entlanglaufen und er sich vorstellt, diese zu vergewohltätigen und irgendwo in einem wald zu vergraben wie es sehr oft geschieht und in den nachrichten breitgetrampelt wird, es ist ja nichts fremdes oder von einem anderen planet, das geschieht öfters als man denkt und wir wissen nichts von vielen dingen weil wir davon auch nichts mitbekommen. einzelopfer lässt die gesellschaft mehr betroffenheit zeigen als tausende kriegsopfer. warum ist das so? vielleicht weil sich mit diesem opfer identifiziert wird und mitleid zeigt. ich weis nicht... hast du denn auch solche vorstellungen? du würdest diese gedanken nicht verwirklichen wenn du sie hättest, denke ich, ich genau so wenig, wenns nicht notwendig sein sollte, aber man weiss ganz genau, dass man es tun könnte. das mit deinem buch über den amokläufer gibt mir zu denken... kommt mir vor wie im schlechten film. wenns im fingern kribbelt, das messer nehmen und niemand aufhalten könnte, weil ebenso wenig von der absicht wüssten, bis sie es erleben. ich habe mich immer wieder für diese gedanken geschämt, wenn ich welche hatte, und das oft in der schule wegen mobbing. heute steht man drüber. aber auch nur wenn man angeregt wird was durch medien ganz stark der fall ist, man will es ja nicht anders, das blut soll spritzen, egal ob es aliens, menschen oder mutierte spinnen sind die brutalst abgeschlachtet werden, damit das vermeintlich gute siegt, die produzenten dieser filme haben genau so wie wir solche bizarren gedanken. das wird gefordert, das will jeder. ich denke das ist allzu menschlich, unsere gedanken, wir tiere. großes Grinsen

wie ich persönlich das praktische sehe: ich sehe keinen nutzen am töten oder quälen von leidempfindenden wesen. vielleicht als notwendige ausnahme, aber ansonsten? da müsstest du mir schon welche nennen. egal ob sie irgendwann eh sterben oder desselben sowieso nichts gegen sprechen würde, man sollte sie nicht in den tod schubsen, sondern mit offenen armen begrüssen. man sollte auch eigene bedürfnisse zurückstecken können und dein beispiel von vergewaltigung, es ist keine notwendigkeit. da geht man lieber ins freudenhaus und wenn man kein geld hat, dann hat man immer noch zwei hände, aber das kinder für diesen egoismus herhalten müssen? nö. theoretisch gebe ich dir vollkommen recht, es spricht nichts dagegen.

anstatt dass man sich über zu viel moral aufregt, sollte man sich über zu wenig mehr ärgern und zur lösung des problems der widersprüchlichkeit ein teil beitragen, denn man ist ja selbst ein teil dessen, auch in den augen anderer. wir können uns auch gegenseitig fressen, und was dann? immerhin hast du es auch der moral zu verdanken, dass du auch heute noch lebst. während du sie dir wegwünscht, hätten andere sie mehr nötig. vielleicht solltest du mal die rollen wechseln. hungern ist nicht angenehm, aber anderen wird es egal sein, weil sie selbstverständlich nur ihr eigenes leben sehen und fettgefressen aufm sofa liegen... während deren industrieländer anderen das blut aussaugen. das ist egoismus und ein wunder des guten gewissens, denn ausblenden geht immer. aber ja doch, was interessiert uns das leid der anderen, wenn wir denn auch ein teil daran schuld haben, weil wir sie dort unten halten und vielen das noch nicht einmal bewusst ist? nunja

leben ist geben und nehmen, sieht man ja beim fleisch essen. die tiere bekommen von ihren eltern das leben, von uns das futter und wir nehmen uns deren fleisch, nachdem wir ihr leben ein ende gesetzt haben. an diese denkweise müsste ich mich gewöhnen, aber handeln wollte ich nicht so, obwohl natürlich immer noch nichts dagegen spricht. ich weiss nicht, irgend etwas hindert mich daran. das wird wohl moral sein, die hemmschwelle über die ich mich nicht hinaus traue. ist denn die ganze geschichte die ich hier über moral niederschrieb fürn @rsch? sollte man denn tatsächlich das über-ich ignorieren oder sogar ausbeuten? naja im rudel bzw. dieser gesellschaft bzw. der ganzen menschheit ists halt leichter zu leben als allein und andere stellen nur einen nutzen dar. hast du das nicht auch geschrieben? der gröbere nutzen wäre z. b. vergewaltigen.


@schlinge

schlinge: Moral hat noch kein Menschenleben gerettet. Es sind Gesetzt, Schiss vor Verfolgung, Schuldgefühle, einfach Gleichgültigkeit, Mitgefühl, Heldentum oder Fehlzündung...

bullseye! Zwinker
es ist eigentlich für das miteinander klarkommen in der gesellschaft. einen anderen zweck hat moral nicht. doch wenn du mich persönlich fragst, ich find diesen zweck nicht schlecht, besser, als wenn heute meine tür aufgebrochen wird und ich gefoltert werde. da hätte ich überhaupt keine lust zu. andere genau so wenig. das erinnert mich an dein gestrigen beitrag, den kurzfilm.

ps: vielleicht schätzt man dann den wert des eigenen lebens mehr als zuvor, wenn man bemerkt, dass es zu ende gehen könnte.
Marki85
Zitat:

Man sollte die Moralträger abschaffen, dann redet niemand mehr über Moral.
So wie ohne Theologen verschwindet Gott.
Dadurch geht die Welt sicher nicht unter.


Das ist frommes Wunschdenken.
Gott verschwindet nicht durch das Verschwinden von Theologen. Gottesvorstellungen werden in der Zahl geboren, wie sie abgeschafft werden, vielleicht sogar in größerer Zahl. Was verschwindet ist die Reflektierte Auseinandersetzung mit dem Phänomen, aber nicht das Phänomen selbst.

Werden Moralträger "abgeschafft" so entstehen umgehend neue Moralen und neue Moralträger.

Was nicht untergeht ist die Welt, wie sollte die Welt auch untergehen? Was untergeht ist die Menschheit wie wir sie kennen.

Die Menschen bedenken nicht genug was die komplette Abschaffung von Moral zur Folge hat (auch Glorin, der sich über "Unterschichtensprache" beschwert):

Ohne ein Moralsystem gibt es weder Sprache noch Schrift, noch Städte noch diese Diskussion. Denn wie sollte es möglich sein, dass sich intersubjektive Kommunikation entwickelt? Komplett ohne Moral gibt es keine Menschen, denn auch Tiere haben Verhaltensregeln, eine Rudelordnung oder dergleichen. Es ist unmöglich etwas abzuschaffen, dessen Abschaffung sich logisch vielleicht nicht denken lässt.

Man müsste prüfen, ob Willensfreiheit möglich ist ohne Moral. Es müssen, um überhaupt etwas zu wollen, Kategorien des Wollens existieren, nach denen man den Willen ausrichtet. Meine Frage hier: Existieren Kategorien des Wollens, die sich von der bloßen Triebbefriedigung unterscheiden, die nicht als frei gilt?
Moral, erzeugt aus der Vernunft, erzeugt solche Kategorien. Es ist dem Menschen möglich sein Wollen reflektiert auf die Maximen der Moral auszurichten. Denn die Moral befreit von der bloßen Triebbefriedigung.

Man könnte also konstatieren: Ohne Moral ist es nicht möglich seinen freien Willen überhaupt zu gebrauchen, denn ein Wille der sich nicht an Moral ausrichtet, ist nicht unterscheidbar von unfreiem Willen. Wenn Glorin schreibt:

Zitat:

2. eine nie dagewesene Freiheit.


ist das keine Freiheit.
Denn nur wenn sich der Mensch selbst reglementiert, um seiner Freiheit Ausdruck zu verleihen, ist das die vielleicht einzige Möglichkeit seiner Freiheit gerecht zu werden. Denn nur so kann er rationale Gründe für sein Verhalten geben. Keine Gründe für seine Handlungen angeben zu können ist kein Verständnis von Freiheit, denn es ist keine Freiheit nach folgenden Maximen zu handeln:
"Ich habe Hunger!"
"Mir ist gerade danach!"
"Jetzt muss ich mich paaren"

Denn sehr viel komplexer wirst du ohne Moral nicht denken können, denn ein Großteil unseres komplexen Denkens hat seinen Ursprung in der Sozialisation, die ohne Moral unmöglich ist.

Ich behaupte also das Gegenteil von dir: Es gibt keine Freiheit ohne Moral. Es gibt kein reflektiertes Denken über die eigenen Handlungen, und keine Metaperspektive für das Handeln. Ohne Metaperspektive ist das Handeln nicht frei, denn nur das Reflektieren ermöglicht Alternativen im Handeln. Warum sollte man seine Handlungen ändern, wenn man sie nicht als effektiv oder uneffektiv bewertet? Und schon bist du beim System des Utilitarismus, und DAS ist schon ein moralisches System.
skimmie
Hi Marki,

verortest Du das Gewissen eher im Selbst oder Über-Ich?
Und Moral: Selbst, Über-Ich oder Ich?
Marki85
Zitat:

verortest Du das Gewissen eher im Selbst oder Über-Ich?
Und Moral: Selbst, Über-Ich oder Ich?


Ich ordne nicht in dieses System ein, welches mir an Freud angelent scheint.

Das Gewissen ist eine Konstruktion aus der Vita des Individuums. Es entsteht aus seiner Biografie. Das Gewissen ist nicht Teil von Trieben, sondern es entsteht, wenn der Mensch vor dem Hintergrund seiner Biografie reflektiert auf seine eigenen Handlungen.
schlinge
@Marki85
Zitat:
Das ist frommes Wunschdenken.


Ist es unmoralisch?

Zitat:
Gott verschwindet nicht durch das Verschwinden von Theologen.


Und wofür gibt es dann eine Kirche an jeder Ecke? An etwas ganz selbstverständliches muß man nicht ständig erinnert werden.

Zitat:
Auseinandersetzung mit dem Phänomen, aber nicht das Phänomen selbst.


Gott ist kein Phänomen, sondern Moral.

Zitat:
Werden Moralträger "abgeschafft" so entstehen umgehend neue Moralen und neue Moralträger.


Ich habe auch neue gemeint. Alte und neue.

Zitat:
Ohne ein Moralsystem gibt es weder Sprache noch Schrift, noch Städte noch diese Diskussion.


Moral als Antrieb ist mir neu.

Zitat:
Denn wie sollte es möglich sein, dass sich intersubjektive Kommunikation entwickelt?


Gemeinsame Interessen?

Zitat:
auch Tiere haben Verhaltensregeln


was zur Tötung mancher störenden Mitglieder führen kann. Aus moralischen Gründen sicher nicht.

Zitat:
Man müsste prüfen, ob Willensfreiheit möglich ist ohne Moral. Es müssen, um überhaupt etwas zu wollen, Kategorien des Wollens existieren, nach denen man den Willen ausrichtet.


Das geht zu weit.

Zitat:
Denn die Moral befreit von der bloßen Triebbefriedigung.


Das auch.

Zitat:
Denn sehr viel komplexer wirst du ohne Moral nicht denken können, denn ein Großteil unseres komplexen Denkens hat seinen Ursprung in der Sozialisation, die ohne Moral unmöglich ist.


Anderes formuliert: "So sehr viel Komplexe sich eineignen ohne Moral unmöglich ist."

Zitat:
Warum sollte man seine Handlungen ändern, wenn man sie nicht als effektiv oder uneffektiv bewertet?


Was hat dies mit Moral bitte zu tun?
Zwinker
skimmie
Zitat:
Original von Marki85
Das Gewissen ist eine Konstruktion aus der Vita des Individuums. Es entsteht aus seiner Biografie. Das Gewissen ist nicht Teil von Trieben, sondern es entsteht, wenn der Mensch vor dem Hintergrund seiner Biografie reflektiert auf seine eigenen Handlungen.

Stimmt m.E. nicht ganz, da das Gewissen nicht erst beim Refkektieren entsteht, sondern selbst reflektieren kann. Das Gewissen kann auch als ursprüngliche Verbindung des Selbst Moral reflektieren. Moral kann das im innersubjektiven Prozess.
Marki85
Zitat:

Gott ist kein Phänomen, sondern Moral.


Natürlich ist Gott Gegenstand einer Phänomenologie. Ab dem Zeitpunkt, ab dem ein Mensch meint, eine animistische, dynamistische oder allgemein transzendente Erfahrung zu machen. Ab dem Zeitpunkt, ab dem ein Mensch unter Einfluss von Drogen, Krankheit oder Nahtoderfahrungen meint von einer Transzendenz berührt worden zu sein, und das ist häufig, ab diesem Zeitpunkt entsteht eine Phänomenologie dieses Phänomens.

Zitat:

Moral als Antrieb ist mir neu.


Ohne Moral entwickelt sich überhaupt keine Gesellschaft. Denn Gesellschaft benötigt notwendig Regeln. Infolge dessen ist Moral der Antrieb zu Allem, was von mehr als einem Menschen geleistet wird. Und das ist heute nahezu alles.

Zitat:

Gemeinsame Interessen?


Gemeinsame Interessen können nur verfolgt werden, wenn man davon ausgehen kann, dass man vom Gegenüber nicht umgehend getötet wird. Ohne Moral, näher ohne die goldene Regel scheinen gemeinsame Interessen eher Konflikte zu fördern, denn:
Wenn man zB. ein Tier jagt, ist es im Interesse des Indiviuums, den Konkurrenten zu töten, um das gesamte Tier für sich zu behalten. Tut er das aus irgendeinem Grund nicht, so hat er schon eine Moral etabliert. Und sei es Utilitarismus. Denn er schränkt seine Handlungen bereits freiwillig ein. So funktioniert auch Moral.

Zitat:
Das geht zu weit.


Mit welcher Begründung?

Wenn es dazu dient zu zeigen, dass ein Mensch kein Mensch sein kann ohne Moral ist es äußerst passend.

Zitat:

Was hat dies mit Moral bitte zu tun?


Zu tun was nützt ist Utilitarismus und somit bereits eine moralische Reglementierung. Helfe ich andere Menschen, weil es mir für mich vorteilhaft erscheint, ist das Utilitarismus. Präferiere ich Effektives vor Nichteffektivem so habe ich ein System, nach dem ich meine Handlungen und die Handlungen anderer bewerte. Daraus wird eine Moral entstehen. Denn es wird daraus folgende Prämisse abgeleitet: Gut ist, was nützt.

Zitat:

Stimmt m.E. nicht ganz, da das Gewissen nicht erst beim Refkektieren entsteht, sondern selbst reflektieren kann. Das Gewissen kann auch als ursprüngliche Verbindung des Selbst Moral reflektieren. Moral kann das im innersubjektiven Prozess.


Es gibt überhaupt keine adequate Definition von Gewissen, und es ist auch nicht klar, wie Gewissenskonflikte genau entstehen. Das oben ist meine Einschätzung, meine persönliche Vorstellung eines Phänomenes, für das es keine allgemeingültige Meinung gibt. Inwiefern es ein ursprüngliches Selbst gibt ist nicht klar, darum lehne ich auch die Begriffe: Ich, Über-Ich oder Selbst ab. Sie sind nicht fassbar, ihre Interdependenz ist nicht zu eruieren. Das gesamte System ist spekulativ und entspricht auch nicht neueren Erkenntnissen von Neurowissenschaften. Denn wir wissen nichtmal, inwiefern unsere Entscheidungen frei sind. Sind sie es nicht, verschmelzen diese Instanzen möglicherweise zu einer Einzigen, einem schwammigen Konstrukt unseres Selbst.
skimmie
Zitat:
Original von schlinge
Und wofür gibt es dann eine Kirche an jeder Ecke? An etwas ganz selbstverständliches muß man nicht ständig erinnert werden.

Oh schlinge, das wird Dir leider immer ein Dorn im Auge sein, schade. --
Eine Kirche ist kein Erinnerungsort, sondern ein Ort der Schnittstelle von Zeitlichkeit und Ewigkeit.
skimmie
@Marki,

das Selbst ist Neuro-Science aktuell, das Freud´sche System als Ganzes eher veraltet. M.E. zu unrecht, da es ein schlüssiges Erklärungsmodell darstellt, jedenfalls besser als z.B. das von Damasio, das zwischen Evo und Science switcht.
schlinge
@Marki85
Zitat:
Gemeinsame Interessen können nur verfolgt werden, wenn man davon ausgehen kann, dass man vom Gegenüber nicht umgehend getötet wird. Ohne Moral, näher ohne die goldene Regel scheinen gemeinsame Interessen eher Konflikte zu fördern, denn: Wenn man zB. ein Tier jagt, ist es im Interesse des Indiviuums, den Konkurrenten zu töten, um das gesamte Tier für sich zu behalten.


Ich muß vervollständigen- dauerhafte gemeinsame Interessen. Gerade die Menschen wissen, dass es auch Morgen geben wird und wenn ich heute nicht allein jagen kann, und morgen nicht verhungern will, werde ich meine Konkurrenten als Verbündeten sehen. Das ist Rationalität und keine Moral. Wenn ich einen Konkurrenten nicht töte und sogar zum Freund mache, dann nicht aus Moralischen Gründen sondern, weil ich mehr habe von ihm zu lernen als ihn zu berauben. Und er ist nicht zu blöd um dasselbe bei mir zu finden.
Also es ist immer Gedanken, die treiben, nicht Moral.

Zitat:
Ab dem Zeitpunkt, ab dem ein Mensch unter Einfluss von Drogen, Krankheit oder Nahtoderfahrungen meint von einer Transzendenz berührt worden zu sein, und das ist häufig, ab diesem Zeitpunkt entsteht eine Phänomenologie dieses Phänomens.


Aber wir wissen beide, dass es nicht mit "Gott" zu tun hat.

Zitat:
Ohne Moral entwickelt sich überhaupt keine Gesellschaft.


Je größer die Bevölkerung um so größer Umsätze, was Einkommen sichert und noch mal an Moral vorbei.

Zitat:
Helfe ich andere Menschen, weil es mir für mich vorteilhaft erscheint, ist das Utilitarismus. Präferiere ich Effektives vor Nichteffektivem so habe ich ein System, nach dem ich meine Handlungen und die Handlungen anderer bewerte. Daraus wird eine Moral entstehen.


Nicht Moral, Wirtschaft.

Zitat:
Gut ist, was nützt.


Bin auch der Meinung.
Moral würde sagen:"du sollst nicht töten, weil es Leid bringt."
Wirtschaft würde sagen:"du sollst nicht töten, sonder verkaufen."
Also Moral ist für diejenigen, die die Vorteile vom zbsp. Handeln nicht erkennen, also für Anomalien.
So negativ die Menschen zu bewerten, dass alle Moral brauchen als wären alle anomal, ist anomal.