Monte Christo
Guten Abend Freunde der Philosophie,
ich habe mich vor kurzen ein wenig mit Silvio Gesell beschäftigt und musste mit offenen Mund feststellen, dass sein Hauptwerk "Die natürliche Wirtschaftsordnung" genau den Knackpunkt wiederspiegelt, in dem wir uns heute befinden.
Als lug und trug analysiert Gesell das Zinssystem und stellt fest, dass dieses System unmoralisch und wirklich mit dem Feudalismus aus dem 18 Jahrhundert vergleichbar ist.
Wie kommt er darauf?!
Seine drei Kritik bezüglich dem wirtschaftlichen, staatlichen und gesellschaftlichen Zinssystems geben aufschluss.
Ich möchte mich dennoch nur auf die gesellschaftliche Kritik hier stürzen, jeder weitere Gedanke würde unmenschliche Ausmaße annehmen, und sicher die Lesebereitschaft mancher User überschreiten
Gesell kritisiert, dass jeder Mensch steuern zahlen muss. Die Steuern werden jedoch zur Schuldentilgung genutzt. Somit kann man sagen, dass Steuern dafür da sind, um Schulden zu begleichen.
Des weiteren erhält man von der Bank eine gewisse Verzinsung für sein eingebrachtes Kapital. Wenn die Steuernausgaben höher als die Zinserträge sind, spricht man von den "verlierern des Zinssystems".
In den 90er Jahren wurde dieses einmal analysiert und statistisch festgehalten. Demnach provitieren 15% von diesen System und 85% sind Verlierer dieses Systems.
Normal wird ja in der Politik immer davon geredet, das Sozialprodukt würde steigen. Man kann sagen, solange das Sozialprodukt noch hohe Wachtumsraten hat und der Anteils der Zinslasten relativ gering ist, bleibt für den Rest der Gesellschaft noch ein Stück des Kuchens - Geld - übrig. Mit sinkenden Sozialprodukt, kann der Staat aus eigener Kraft nicht mehr die Schulden bzw. die Kredite abzahlen und muss entweder mit Steuererhöhungen und mit neuer Kreditaufnahmen entgegenwirken. Somit bleibt das System in einem absoluten Teufelskreis, in dem wirklich nur die 15% der privilegierten bzw. die Reichen provitieren.
Das ist der Grund, warum die Spanne zwischen Arm und Reich weiter anwächst. Eins ist dennoch verwunderlich, heute sagen alle, wie konnten sich die Menschen im Feudalismus nur so ausbeuten lassen. Im gegensatz zu diesen System heute, war das abzugebene Steuergeld konstant. Wir müssen mit steigenden Steuern rechnen - zumindest wer nicht zu den 15% gehört.
Ein schönes Zitat noch zum Schluss.
„Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nationen unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution vor morgen früh." - Henry Ford
Gruß
ich habe mich vor kurzen ein wenig mit Silvio Gesell beschäftigt und musste mit offenen Mund feststellen, dass sein Hauptwerk "Die natürliche Wirtschaftsordnung" genau den Knackpunkt wiederspiegelt, in dem wir uns heute befinden.
Als lug und trug analysiert Gesell das Zinssystem und stellt fest, dass dieses System unmoralisch und wirklich mit dem Feudalismus aus dem 18 Jahrhundert vergleichbar ist.
Wie kommt er darauf?!
Seine drei Kritik bezüglich dem wirtschaftlichen, staatlichen und gesellschaftlichen Zinssystems geben aufschluss.
Ich möchte mich dennoch nur auf die gesellschaftliche Kritik hier stürzen, jeder weitere Gedanke würde unmenschliche Ausmaße annehmen, und sicher die Lesebereitschaft mancher User überschreiten
Gesell kritisiert, dass jeder Mensch steuern zahlen muss. Die Steuern werden jedoch zur Schuldentilgung genutzt. Somit kann man sagen, dass Steuern dafür da sind, um Schulden zu begleichen.
Des weiteren erhält man von der Bank eine gewisse Verzinsung für sein eingebrachtes Kapital. Wenn die Steuernausgaben höher als die Zinserträge sind, spricht man von den "verlierern des Zinssystems".
In den 90er Jahren wurde dieses einmal analysiert und statistisch festgehalten. Demnach provitieren 15% von diesen System und 85% sind Verlierer dieses Systems.
Normal wird ja in der Politik immer davon geredet, das Sozialprodukt würde steigen. Man kann sagen, solange das Sozialprodukt noch hohe Wachtumsraten hat und der Anteils der Zinslasten relativ gering ist, bleibt für den Rest der Gesellschaft noch ein Stück des Kuchens - Geld - übrig. Mit sinkenden Sozialprodukt, kann der Staat aus eigener Kraft nicht mehr die Schulden bzw. die Kredite abzahlen und muss entweder mit Steuererhöhungen und mit neuer Kreditaufnahmen entgegenwirken. Somit bleibt das System in einem absoluten Teufelskreis, in dem wirklich nur die 15% der privilegierten bzw. die Reichen provitieren.
Das ist der Grund, warum die Spanne zwischen Arm und Reich weiter anwächst. Eins ist dennoch verwunderlich, heute sagen alle, wie konnten sich die Menschen im Feudalismus nur so ausbeuten lassen. Im gegensatz zu diesen System heute, war das abzugebene Steuergeld konstant. Wir müssen mit steigenden Steuern rechnen - zumindest wer nicht zu den 15% gehört.
Ein schönes Zitat noch zum Schluss.
„Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nationen unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution vor morgen früh." - Henry Ford
Gruß