Welt totalen Wissens

Reinhard
Zitat:
@Reinhard:
Kein Problem, dass du das Thema nicht verstehst. Ich verstehe ja ebenfalls nicht alles, was es hier im Forum zu lesen gibt. Das Thema ist ja eigentlich mehr ein Gedankenspiel als eine Fallbeschreibung, da nicht real vorstellbar.
Übrigens verstehe ich auch nicht, wieso Unsterblichkeit völlige Unbeweglichkeit bedeuten soll. Kannst du das bitte ein wenige erläutern?


Hallo Weissbinder, für mich ist es nicht die Frage, ob ich alles verstehe. Einen Sinn muss es für mich machen und hier befinden wir uns ja im Bereich der Logik. Unsterblichkeit bedeutet ja gleichzeitig in Ewigkeit und was in Ewigkeit ist, befindet sich außerhalb der Zeit und damit bleibt das Unsterbliche auch unveränderbar und was nicht veränderbar ist, das ist eben unbeweglich. Damit hast Du gleich ein Beispiel logischer Tautologie. Versteh mal.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard
Shui
Zitat:
Unsterblichkeit bedeutet ja gleichzeitig in Ewigkeit und was in Ewigkeit ist, befindet sich außerhalb der Zeit

Wieso das denn?
Ich meine, es gibt durchaus auch fiktive Geschichten, welche mit unsterblichen Wesen hantieren, ohne die Zeit zu verlassen. Diese verändern sich auch durchaus.

Nehme man nur diverse Romane über Vampire oder lustige Geschichten mit Mutanten, unter denen dann irgendeine auch unkaputtbar ist.


Du setzt ja einfach voraus, dass Zeit endlich ist und deswegen Ewigkeit außerhalb dieser liegen muss, was aber eben nur deswegen tautologisch ist, weil du es willkürlich so definierst.
Zum einen wäre dann aber wichtig, wie genau man die Unsterblichkeit aus legt, denn auch vermeintlich unsterbliche aus solchen Geschichten besitzen gewisse Schwachpunkte oder sind wenigstens nicht gegen alle Gegebenheiten immun (würde das Universum auf Erbsengröße zusammen schrumpfen, hilft halt keine Superkraft).
Gehen wir von absoluter Unsterblichkeit aus (was indes gerade nach der Ergänzung niemand tut) gibt es trotzdem keinen Grund, dass dieses Wesen außerhalb der Zeit existieren sollte.
metin
Zitat:
Original von Dörthe
Wenn alle alles wissen, wissen alle, was nach dem Tod geschieht, wenn ihnen das gefällt werden sie freiwillig sterben, wenn nicht weiter leben, wobei wenn alles gesagt und gedacht wurde, werden sie wissen, dass es nur langweilig sein kann immer in der selben welt zu leben und sich nicht mehr weiterbilden zu können, wenn sie schon alles getan haben, was getan werden kann, können sie sich auch nicht mehr gegenseitg unterhalten...

Sie können nicht riskieren etwas zu tun, was sie nicht kennen, da sie es ja schon einmal getan haben...auch das sterben... gruebel

ist ein bischen verwirrend Zwinker

hallo Dörthe,
ich finde diese Beitrag sehr vverirrende. Wenn alles wissen, was nach dem Tod geschieht und wenn es ihnen gefällt, dann werden alle Menschen sterben.
Ich weiß nicht, ob man dieser akzeptieren kann.
Wird der Tod wirklich der Langweilen vorgezogen Was?

Lieber Grüssen
Metin Öztaskin
metin
Zitat:
Original von Andique
Es ist also praktisch unmöglich eine körperliche Unsterblichkeit zu erlangen, da Materie zeitlich begrenzt ist.


Dieser Aussage ist Einsichtig Körperliche Unsterblichkeit unmöglich, da die Materie zeitliche begrenzt ist
Lieber Grüssen
Metin Öztaskin
Taurus
Wenn ich dieses Thema betrachte, dann kønte man ja von Glueck sprechen, das die Erscheinungsformen von Materie zeitlich begrenzt sind.
Die Wandlung der Form garantiert ewigen Fluss.
Er wird nicht in ein Absolutum erstarren.
Sterblichkeit als Garant zu vergessen, um ewig neu zu erleben.

Warum wird erkannt, was scheinbar vergessen werden soll?


Gruss Taurus
metin
Zitat:
Original von Andique
Es ist also praktisch unmöglich eine körperliche Unsterblichkeit zu erlangen, da Materie zeitlich begrenzt ist.



Dieser Aussage ist Einsichtig Körperliche Unsterblichkeit unmöglich, da die Materie zeitliche begrenzt ist
Zitat:
Original von Taurus
Wenn ich dieses Thema betrachte, dann kønte man ja von Glueck sprechen, das die Erscheinungsformen von Materie zeitlich begrenzt sind.

Hallo taurus,
warum ist das Glück, dass die Materie zeitlich begrenz ist?

Zitat:
Warum wird erkannt, was scheinbar vergessen werden soll?

Icg meine es ist eine spitzfindige und interessante Frage,.
Warum lernen wir, wenn doch alles zum vergessen verurteilte?
Lieber Grüssen
Metin Öztaskin
Xantho
Ich könnte mir vorstellen, wenn also alles eh vergessen werden soll, was gelernt wird, dass das genau der Grund dafür ist, dass nicht eine solche Situation entsteht, wie von Weissbinder im ersten Beitrag beschrieben (mal abgesehen von der Unsterblichkeit).
Denn wenn alle dann schon alles wissen, wäre wie gesagt das Leben ziemlich langweilig im Sinne von, der Wissensdurst kann nicht mehr gestillt werden. Es gäbe dann natürlich noch Dinge, die das Leben für einige Menschen noch erträglich machen würde (zumindest für eine Zeit lang); und zwar Dinge, die den Menschen wiederholt Spaß, glücklich, fröhlich, etc. machen.

Aber wenn ich mir das so überlege, wird ja eigentlich nicht ganz gelernt, um wieder zu vergessen. Das Wissen wird ja auch aufgezeichnet, in welcher Form auch immer, und weitergetragen. Natürlich müssen sich die nächsten Generationen dieses Wissen dann auch erstmal aneignen, um an den Punkten weiterdenken/-lernen zu können; aber die Vorarbeit wurde ja sozusagen schon erbracht. Das heißt, es läuft eigentlich in kleinen Schritten immer weiter und wird, sofern es wenigstens einen Teil der Menschheit interessiert, nicht vergessen.
Und ich denke, es gibt so unglaublich vieles, dass es schier unmöglich für die Menschen sein wird, jemals zumindest annähernd alles zu wissen - bevor wir den Punkt erreicht haben, sind wir glaube ich längst ausgestorben fröhlich
Reinhard
Zitat:

Warum wird erkannt, was scheinbar vergessen werden soll?


Hallo Taurus, da stimme ich Dir gern zu. Sterblich ist doch nur das, was von unserem Bewußtsein getragen wird und dazu gehört natürlich auch die Vorstellung von jedem selbst. Es ist doch sehr tröstlich, dass das Bewußtsein wiederum getragen wird vom Willen zum Leben, dessen Erscheinung es ist. Man muss unterscheiden zwischen der Erscheinung seiner selbst, die unter die Bedingungen von Wissen innerhalb der Zeitlichkeit gestellt ist und dem Unbewußten, das ja immer gleichzeitig mit da ist, ohne den Bedingungen von Zeitlichkeit zu unterliegen. Wenn wir über uns selbst nachdenken, sind wir doch vor das Problem gestellt, dass wir entweder annehmen müssen, wie die christliche Glaubenslehre das postuliert, dass wir aus dem Nichts kommen und eine unendliche Zukunft in Himmel oder Hölle erwarten oder, dass die Ewigkeit in der unmittelbaren Gegenwart mit untergebracht ist und die materielle Betrachtung sich als Fortsetzung eines Willens uns darstellt, die für sich als Geburt und Entburt nur zu verstehen ist. Das Ich ist dann ein Traum, der der Ewigkeit entspringt und über dessen Wesenhaftigkeit kein Wissen möglich ist, da dies ja unter die Bedingungen der Zeitlichkeit gestellt wäre.

Was sollte sonst verschwinden, wenn nicht unser Bewußtsein? Das markiert den Tod, als Befreiung vom Ich. Ob jemand dies zu Lebzeiten erkennen kann, liegt nur in der Möglichkeit und die gehört ins Esse und nicht ins Ens. Die Christen nennen das wohl göttliche Gnadenwahl mit der Möglichkeit einer Erlösung, bei den Buddhisten ins Nirwana.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard
metin
quote]Original von Xantho

Aber wenn ich mir das so überlege, wird ja eigentlich nicht ganz gelernt, um wieder zu vergessen. Das Wissen wird ja auch aufgezeichnet, in welcher Form auch immer, und weitergetragen. Natürlich müssen sich die nächsten Generationen dieses Wissen dann auch erstmal aneignen, um an den Punkten weiterdenken/-lernen zu können; aber die Vorarbeit wurde ja sozusagen schon erbracht. Das heißt, es läuft eigentlich in kleinen Schritten immer weiter und wird, sofern es wenigstens einen Teil der Menschheit interessiert, nicht vergessen. [/quote]
Hallo xantho,
Meinst das gelernte wird nicht vergessen. Das Wissen wird vom Generation zu generation weiter´gegeben. Auf diese Weise Fortschritt machen. Und das Leben der Menschheit wird erleichter und das Leben wird angenehmer

Zitat:
Und ich denke, es gibt so unglaublich vieles, dass es schier unmöglich für die Menschen sein wird, jemals zumindest annähernd alles zu wissen - bevor wir den Punkt erreicht haben, sind wir glaube ich längst ausgestorben


Wenn die Menschen noch längere leben würde, ist den Menschen die Möglichkeit, alles zu wissen nicht gegeben
Lieber Grüssen
Metin Öztaskin
metin
Zitat:
Original von Reinhard


Hallo Taurus, da stimme ich Dir gern zu. Sterblich ist doch nur das, was von unserem Bewußtsein getragen wird und dazu gehört natürlich auch die Vorstellung von jedem selbst. Es ist doch sehr tröstlich, dass das Bewußtsein wiederum getragen wird vom Willen zum Leben, dessen Erscheinung es ist. Man muss unterscheiden zwischen der Erscheinung seiner selbst, die unter die Bedingungen von Wissen innerhalb der Zeitlichkeit gestellt ist und dem Unbewußten, das ja immer gleichzeitig mit da ist, ohne den Bedingungen von Zeitlichkeit zu unterliegen.

Hallo reinhard.
Kanst du mir helfen? Will das Bewusstsein immer Leben, während das Unterbewusstsein sagt, das es nicht möglich, ewige zu leben


Zitat:
Wenn wir über uns selbst nachdenken, sind wir doch vor das Problem gestellt, dass wir entweder annehmen müssen, wie die christliche Glaubenslehre das postuliert, dass wir aus dem Nichts kommen und eine unendliche Zukunft in Himmel oder Hölle erwarten oder, dass die Ewigkeit in der unmittelbaren Gegenwart mit untergebracht ist und die materielle Betrachtung sich als Fortsetzung eines Willens uns darstellt, die für sich als Geburt und Entburt nur zu verstehen ist.

Die Sätze klingen sehr interessante, aber sehr schwer zu verstehen. Sind wir aus den NICHTS gekommen und vergehen in Nichts?
Lieber Grüssen
Metin Öztaskin
Reinhard
Zitat:

Hallo reinhard.
Kanst du mir helfen? Will das Bewusstsein immer Leben, während das Unterbewusstsein sagt, das es nicht möglich, ewige zu leben


Hallo metin, damit wollte ich nur sagen, dass das Bewußtsein überhaupt nichts will, sondern nur im Dienste des Willens, dessen Erscheinung jeder ist, steht. Bewußtsein ist doch nur die formale Funktion zur Verarbeitung von Inhalten. Die Erscheinung des Willens will immer leben, das nennen wir doch Selbsterhaltungstrieb. Diese Erscheinung besteht aber immer aus dem, das gerade im Bewußtsein erscheint und dem was zur Bewältigung aktueller Fragestellungen nicht gebraucht wird, dem Unbewußten. Das ist wie bei einem Ozean, den man immer, von oben betrachtet, nur an seiner Oberfläche wahrnimmt, obwohl das Wasser, das sich oben zeigt, nicht immer dasselbe ist. Hängt also alles immer vom Betrachter ab und seinen Möglichkeiten, sich dem Phänomen " Ozean " zu nähern. Auch jeder Einzelne betrachtet sich nach diesen Erkenntnisprinzipien, die ihm nur eine oberflächliche Betrachtung seiner selbst ermöglichen.

Da das Unbewußte nicht abzugrenzen ist, weder durch den angesammelten Erfahrungsschatz, noch durch Grenzen zwischen dem eigenen Körper und seiner Umgebung und auch nicht von den mitgebrachten Voraussetzungen biogenetischer Art, steht dem Bewußtseinsinhalt immer eine unermessliche Vielheit von Rätselhaftigkeiten gegenüber. Ob darin die Einsicht mit verborgen liegt, dass alles ohnehin Eines ist, dem das bewußte Ich immer nur hilflos gegenüberstehen kann, also eigentlich Einbildung ist, lässt sich nicht nach logischen Prinzipien bestimmen. Das lässt sich bei dementen Menschen erkennen, die ihr Ich mehr und mehr verlieren aber doch wohl nicht damit das Leben.

Ich denke aber, dass es Grenzen der Selbsterhaltung gibt, die durch ein Übermaß an Leiden gesetzt sind. Die Wissenschaft kann immer nur Teilerklärungen bieten, die Philosophie setzt, bewußt oder unbewußt, metaphysische Grundbedingungen. Nur der Glaube vermag hier vielleicht mehr, er muss sich allerdings in jeder Beziehung selber genügen.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard
metin
Zitat:
Original von Reinhard

Hallo metin, damit wollte ich nur sagen, dass das Bewußtsein überhaupt nichts will, sondern nur im Dienste des Willens, dessen Erscheinung jeder ist, steht. Bewußtsein ist doch nur die formale Funktion zur Verarbeitung von Inhalten. Die Erscheinung des Willens will immer leben, das nennen wir doch Selbsterhaltungstrieb.

Hallo Reinhard,
du meinst also, das Bewusstsein hat keine eigenes Bestreben. Es unterliegt den Bestrebung des Willen. Das Bewusstsein ist also Sklaven des Will’s. doch stellte sich für eine Frage, kann den Wille vom Bewusstsein trennen? Hat der Mensch mit starken Bewusstsein auch?

Zitat:
Diese Erscheinung besteht aber immer aus dem, das gerade im Bewußtsein erscheint und dem was zur Bewältigung aktueller Fragestellungen nicht gebraucht wird, dem Unbewußten. Das ist wie bei einem Ozean, den man immer, von oben betrachtet, nur an seiner Oberfläche wahrnimmt, obwohl das Wasser, das sich oben zeigt, nicht immer dasselbe ist. Hängt also alles immer vom Betrachter ab und seinen Möglichkeiten, sich dem Phänomen " Ozean " zu nähern. Auch jeder Einzelne betrachtet sich nach diesen Erkenntnisprinzipien, die ihm nur eine oberflächliche Betrachtung seiner selbst ermöglichen.

was willst Unterbewusstsein und Ozean zum ausdruckt bringen? Kann man das Unterbewusstsein nicht richtig erkennen, weil es vom der Perspektive des Betrachter abhängig ist?

Da das Unbewußte nicht abzugrenzen ist, weder durch den angesammelten Erfahrungsschatz, noch durch Grenzen zwischen dem eigenen Körper und seiner Umgebung und auch nicht von den mitgebrachten Voraussetzungen biogenetischer Art, steht dem Bewußtseinsinhalt immer eine unermessliche Vielheit von Rätselhaftigkeiten gegenüber. [/quote]
Gibt es das Unterbewusstsein viele Rätsel auf, da man das Unterbewusstsein nicht richtig abgrenzen kann?
Zitat:
Ich denke aber, dass es Grenzen der Selbsterhaltung gibt, die durch ein Übermaß an Leiden gesetzt sind.

Diieser Meinung ist höchst wahrscheinlich sehr berechtigt Ich meine auch, wenn das Leid unerträglich wird, dann will man nicht mehr leben. Ich glaube, in diesen Punkt wird die Frage des Glück angeschnitten. Wenn man feststellt, dass man nicht mehr Glück wird, dann will nicht mehr leben. Ob man den Selbsterhaltungstrieben beeinfluss kann?

Lieber Grüssen
Metin Öztaskin
metin
Zitat:
Original von Xantho

Denn wenn alle dann schon alles wissen, wäre wie gesagt das Leben ziemlich langweilig im Sinne von, der Wissensdurst kann nicht mehr gestillt werden. Es gäbe dann natürlich noch Dinge, die das Leben für einige Menschen noch erträglich machen würde (zumindest für eine Zeit lang); und zwar Dinge, die den Menschen wiederholt Spaß, glücklich, fröhlich, etc. machen.

Hallo xantho,
Ich möchtedieser Sätze noch mal zitierirren, weil in diesen Sätze eine Wahrheit steckt. Das Leben wäre tatsachlich langweilig, wenn wir als wissen würde. dann hätte wir nicht zu philosophieren. Wenn wir philosophieren, um die Zusammenhänge hinter den Phänomene zu erkennen.
Kann man in de Fall vom Glück sprechen? Ist es glück, dass wir nach Wissen?

Zitat:
Aber wenn ich mir das so überlege, wird ja eigentlich nicht ganz gelernt, um wieder zu vergessen. Das Wissen wird ja auch aufgezeichnet, in welcher Form auch immer, und weitergetragen. Natürlich müssen sich die nächsten Generationen dieses Wissen dann auch erstmal aneignen, um an den Punkten weiterdenken/-lernen zu können; aber die Vorarbeit wurde ja sozusagen schon erbracht.

wahrscheinlich ist eine Tatsache, dass gelernte wissen vergessen,. Aber gelernte Wissen geht nicht verloren.
Das Bewusstsein ist wie Brunnen und das wissen steckt darin. Es kommt an die obflächlich, sobald eine bestimmte Bild auftauchen, das Assoziation erweckt.

Zitat:
Und ich denke, es gibt so unglaublich vieles, dass es schier unmöglich für die Menschen sein wird, jemals zumindest annähernd alles zu wissen - bevor wir den Punkt erreicht haben, sind wir glaube ich längst ausgestorben fröhlich

Auf wenn unsere Leben lange genug währe, könnte wir alles wissen erwerben, da unsere Kapazität sehr begrenzt ist.

Lieber Grüssen
Metin Öztaskin
metin
[/quote]
Bernhard Layer
Zitat:
Original von Weissbinder
Hallo Philosophen,

ich möchte gerne ein kleines Gedankenspiel aufstellen.
.............[..........]..................

Es geht um eine Welt, in der Menschen leben, die unsterblich sind. Die Frage ist, was passiert? Um die Sache ein wenig zu konkretisieren, stelle ich Beschränkungen auf:
1. Jeder hat alles gesagt, was je gesagt werden kann.
2. Jeder hat alles gedacht, was gedacht werden kann.
3. Jeder hat alles getan, was man tun kann.
4. Jeder weiß alles.

Was passiert nun?


Da die Menschheit bei dieser 'unverlustig' vorgegebenen Beschränkung unsterblich in sich selbstverliebt ist, wird nichts, aber auch gar Nichts unter 'Missklängen' doppelt passieren, das weiß doch jeder, der alles gesagt, alles gedacht, alles getan hat und alles weiß.

Ein Grund mehr, das Nichtwissen 'dreifach hochleben' zu lassen!

Denn das 'Problem' ist die unverzichtbare Wachstumsgrundlage allen Lebens.

Grüßle! winken

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Als ich mich unvermittelt der Zukunftsphilosophie zuwandte, da kam mir die Philosophie der Gegenwart freundlicherweise auf halber Strecke entgegen.
Zur Strecke bringen muss ich sie deshalb nicht.
fröhlich
John
Bei der theoretischen Gedankenspielerei über Unsterblichkeit ist mir ein Film eingefallen, in dem es per se überhaupt nicht um Unsterblichkeit ging und doch - vom Standpunkt der Logik - sie das zentrale Thema des Films war.

(Ich nenne jetzt den Titel absichtlich nicht, sondern versuche, die Theorie zu erläutern, die mir zum Thema Unsterblichkeit eingefallen ist.)

Unsterblichkeit hat zum einen eine transzendente Komponente, zum anderen ist Materie prinzipiell nicht unsterblich, außerdem kann man, wie gesagt wurde, auch dann durch Gewalteinwirkung sterben, wenn man sonst nicht altern würde. Ich meine auch nicht die Erinnerungen, durch die man in irgendeiner Form vielleicht unsterblich wäre.

Es gibt eine - theoretische - Art, wirklich unsterblich zu werden, sowohl als Geist, wie als Materie. Dazu müsste der Zeitablauf als solcher besiegt werden.

D. h. eine bestimmte Zeitspanne müsste immer wieder neu ablaufen, ein Tag oder ein Jahr, zum Beispiel. Auch ein Tod in einem Zeitablauf würde nichts ändern, denn der Neubeginn der Welt mit dem eigenen Ich ist garantiert.

Diese Welt wäre als solche genauso unsterblich wie die Menschen darin.
Nach Billiarden oder noch mehr Tagen, bzw. Jahren würden sie alles wissen (hätten vielleicht alles wieder vergessen, oder auch nicht - begännen auch die Erinnerungen wieder neu oder könnten sie mitgenommen werden?).

Ich weiß ja nicht, ob dieses Gedankenspiel interessant für eine logische Fortsetzung ist, aber es ist mir halt bei dem Thread eingefallen.
Taurus
Zitat:
Original von Reinhard
Wenn wir über uns selbst nachdenken, sind wir doch vor das Problem gestellt, dass wir entweder annehmen müssen, wie die christliche Glaubenslehre das postuliert, dass wir aus dem Nichts kommen und eine unendliche Zukunft in Himmel oder Hölle erwarten oder, dass die Ewigkeit in der unmittelbaren Gegenwart mit untergebracht ist und die materielle Betrachtung sich als Fortsetzung eines Willens uns darstellt, die für sich als Geburt und Entburt nur zu verstehen ist. Das Ich ist dann ein Traum, der der Ewigkeit entspringt und über dessen Wesenhaftigkeit kein Wissen möglich ist, da dies ja unter die Bedingungen der Zeitlichkeit gestellt wäre.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard


Hallo Reinhard,
wie erklårst Du dieses "entweder....oder"?
Mir erschliesst sich die Annahme "aus dem Nichts kommen" einfach nicht.
Damit møchte ich sagen, das beide Annahmen "aus dem Nichts kommen" und "Ewigkeit", in meiner Betrachtung immer auf die Gleiche Konsequenz verweisen.

Soll heissen, es besteht kein Unterschied ob nun das Eine, oder das Andere der Fall ist.

Viele Gruesse

Taurus
Reinhard
Zitat:
Mir erschliesst sich die Annahme "aus dem Nichts kommen" einfach nicht.


Hallo Taurus, mir auch nicht, wird den Menschen aber offenbar durch die christlich-katholischen Instanzen eingeredet. Mit Logik ist da aber nichts zu machen, deshalb sind alle Gottesbeweise im Ergebnis tautologisch. Jeder Versuch, Gott zu objektivieren muss scheitern, er wäre nur durch den persönlichen Glauben erreichbar und darüber kann keine Aussage getroffen werden, auch keine mystische. Eine Welt totalen Wissens wäre demnach auch eine des totalen Nichtwissens. Alles spitzt sich auf die Frage zu, ob es neben der logischen Wahrheit, die sich in Wahrscheinlichkeiten auflöst, so etwas wie eine subjektive, persönliche Wahrheit gibt? Eine Wahrheit von innen. Ich denke schon, oder sollte ich nur alles nach seiner Form bemessen und nicht auch zu einem vorrangigen ethischen Urteil fähig sein? Nur kann so ein Urteil im Verhältnis zu anderen Menschen nie ein absolutes sein. Dieses Entweder/Oder bezeichnet diesen Widerspruch zwischen dem Faktischen und dem Transzendenten, meinetwegen mit dem Schlenker über das Transzentdentale.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard