Nichts ist so sicher wie der tod

Focus
schreibt was ihr dazu denkt : Nichts ist so sicher wie der tod
Joker
Wieso schreibst DU nicht zuerst, was DU dazu denkst und warum dich unsere Meinung interessiert.

Gruss Joker
Telltale
Zitat:
Original von Focus
schreibt was ihr dazu denkt : Nichts ist so sicher wie der tod

Ich denke, das ist falsch, denn wenn der Tod sicher ist, so ist es auch das Leben. Denn die bedingen ja wohl einander.
Abgesehen davon kann keine Rede sein von DEM Tod und DEM Leben - was es gibt sind Lebendige und Tote.
Insofern muß gesagt werden, dass nichts so unsicher ist wie DER Tod und DAS Leben.

Gruß
Telltale
Shui
Das ist glaub ein englisches Sprichwort:
So sicher wie der Tod und die Steuer.
Loma
Zitat:
Original von Focus
Nichts ist so sicher wie der tod

Hoffentlich. So gibt's wenigstens etwas, auf das man sich verlassen kann.
Partygänger
wenn der tod so sicher ist wieder das nichts,
dann ist das nichts genauso sicher wie der tod,
nun hört,
sicher ist der tod erst als nichts,
doch
wenn dem tod das nichts zu sicher ist, so wird das -ALLES- zu seiner list . 79

RoFL
Sun Deluge
was ich dazu denken würde?

vorfreude ist die beste freude. Freude

das was vorher war und das was nachher sein wird, ist beides das gleiche. so wird nichts gewesen sein.

man kann sich von den freunden lebendig in einem sarg begraben lassen. normalerweise sollten sie wieder nach einigen stunden wieder zurück sein, doch sie hatten einen autounfall und sind alle tot. also kann man sich auf sie nicht mehr verlassen. nun liegt man im sarg und wartet... doch es wird niemand kommen. auf den tod kann man sich aber immer verlassen, denn in einer solchen situation wird er kommen, ganz bestimmt.
Qu_ner
@Focus
Zitat:
Nichts ist so sicher wie der tod

Also alle die glauben, haben den Tod nicht mehr sicher, oder?
Gruß, Qu
Lylo
Nichts ist so sicher wie der Tod.
Nichts ist so sicher wie der Himmel über uns, die Erde unter uns...
Nichts ist so sicher, wie deutlich erkennbare Unterschiede zwischen Mensch und Tier.

Wie du siehst, machen meine Ausführungen die Bedeutung von "Nichts" zunichte.

Ich halte also nicht viel von dem Satz "Nichts ist so sicher wie der Tod".


Liebe Grüße

Lylo
Marki85
Kommt darauf an, was du unter Tod verstehst. Verstehst du den Tod des Menschen allgemein? Dann ist die Aussage maximalindukiv aber nicht sicher. Zumindest hat kein Mensch je überlebt ;-), oder aber es ist nicht bekannt ;-).

Meinst du mit Tod aber das notwendige Ende des Lebens, dass alles Leben früher oder später sterben muss, dann lässt sich das schon in unserer Welt falsifizieren. Die meisten Tumorzellen haben das Potential zur Unsterblichkeit. Sie altern nicht, und sterben nicht, so lange sie mit Energie versorgt werden. Ihre Existenz impliziert also nicht notwendig den Tod.

Der Begriff Leben impliziert nicht notwendig die Sterblichkeit, aber alles Leben unserer visuellen Wahrnehmung stellt sich uns als endlich dar.

=> Der Tod ist für uns so sicher, wie ein induktiver Schluss nur sein kann, dass Leben notwendig mit Tod einhergeht ist aber wohl nicht zu bestätigen.

Ich würde sagen: Die Aussage ist korrekt für unterscheidbare Einzelorganismen oberhalt des einzelligen Bereiches. Die Aussage ist falsch für manche lebende Zelltypen.
Jörn
Man kann natürlich auch aus der Gewissheit sterben zu müssen, eine Denksportaufgabe machen. Aber, ob das dem Thema etwas interessantes abgewinnt oder ob es ihm gar angemessen ist, dass ist wohl nicht sicher.
Marki85
Zitat:
Original von Heinrich
Man kann natürlich auch aus der Gewissheit sterben zu müssen, eine Denksportaufgabe machen. Aber, ob das dem Thema etwas interessantes abgewinnt oder ob es ihm gar angemessen ist, dass ist wohl nicht sicher.


Wir machen doch aus allem möglichen eine Denksportaufgabe, unabhängig davon ob das Sprechen davon adäquat ist oder nicht. Besonders gern sprechen wir sogar von Dingen, die keinerlei Adäquatheit besitzen können, wie Gott, die Ewigkeit, die Liebe oder hier den Tod.

Außerdem warum sollte man nicht über etwas sprechen, was wirklich jeden tangiert? Und da es vielleicht keine erkennbare Art gibt angemessen über den Tod zu sprechen tut man es einfach auf irgendeine Art, die einem gerade in den Sinn kommt. Gesprächsbedürfnis scheint ja vorhanden zu sein.

Und in einem Philosophie-Forum sprechen wir halt mit der selben metaphysischen nichtssagenden Aufgeladenheit, mit der wir über unsere Gefühle sprechen, hier mal über den Tod Zwinker .
Jay Ray
Zitat:
Original von Focus
Nichts ist so sicher wie der tod


Dazu fällt mir eine Passage aus dem Film "SOLARIS" von Andrej Tarkovskij ein, die mich damals wie heute tief berührt:
Zitat:
Wenn der Mensch glücklich ist interessiert ihn selten der Sinn des Lebens und die übrigen Themen. damit befaßt man sich am Ende des Lebens; nur wann dieses Ende eintritt, wissen wir nicht und darum beeilen wir uns. Die glücklichsten Menschen sie die die sich nicht für diese Fragen interessieren.
Und eine dieser Fragen ist immer der Wunsch nach Erkenntnis. Doch zur Bewahrung der einfachsten menschlichen Wahrheiten braucht man Geheimnisse. Das des Glücks, des Todes und der Liebe. Die Geheimnisse zu kennen ist das gleiche wie den Tag des Todes zu kennen. Die Unkenntnis dieses Tages macht uns praktisch unsterblich.
Jörn
Zitat:
Original von Marki85
Außerdem warum sollte man nicht über etwas sprechen, was wirklich jeden tangiert?

Dass darüber gesprochen wird, dagegen ist doch nichts einzuwenden. Und ich habe gar nichts dagegen gesagt. Ob der Tod sicherer ist als das Amen in der Kirche oder das Ende des Liedes "tangiert" aber womöglich nicht wirklich irgendjemanden. Was vielleicht berührt ist, dass der Tod gewiss ist, sicher - sagen wir mal - in einem existenziellen Sinn.

Auf diesen kleinen Unterschied wollte ich eigentlich im wesentlichen hingewiesen haben.
gbg
Zitat:
Original von Focus
schreibt was ihr dazu denkt : Nichts ist so sicher wie der tod


Der scheinbare "Tod" eines Balles:

Ein interessantes Thema...
Vielleicht ist es mit dem Leben dem Tod und dem Leben ja auch ähnlich wie mit einem Ball der von einem kleinen Kleinkind beobachtet von einer Seite her kommend hinter einer Trennwand verschwindet und auf der anderen Seite wieder erscheint.

Nur so als Gedanke.

L.G. gbg
Reinhard
Hallo, es ist hier schon bei marki85 und partygänger (wenn auch indirekt ) angeklungen, dass wohleigentlich nur das Sterben gemeint sein kann. Für mich heisst das, dass das Sterben ein Lebensprozess ist, den man zwar auch nur ungenau bestimmen kann, er lässt sich aber aus dem Menschen heraus deuten. Spreche ich vom Tod, so setzt die Betrachtungsweise einen übergeordneten Standpunkt voraus, nur wer kann den schon einnehmen ? Ich will nicht die ganze Litanei der spekulativen Denkansätze anführen, die auf Aristoteles zuzurückführen sind oder vermeintlich neue Denkansätze des Horizontes von Sein als Zeit ( s. Heidegger ) anführen, sondern erinnere nur daran, was im Volksglauben alles unter dem Tod verstanden wurde. Da kommt das Skelett mit der Sichel, da gibt es Himmel und Hölle, die Inkarnation u.a.m. Die ganze Philosophie ist von theologischen Ansätzen durchdrungen, aber letztlich kommt es doch immer nur auf den Einzelnen und seine Vorstellung davon an. Eine einheitliche Vorstellung lässt sich nun mal nicht herstellen, weil es ja das Denken selber ist, das die eigenen Grenzen nie übersteigen wird.

Setzt man aber das große Rätsel in die uns gegenständlich erscheinende Wirklichkeit und nicht in eine Unendlichkeit als ewige Reihe von Ereignissen, so bleibt uns doch der Vorzug, so lange wir leben, in ihr aufgehoben zu sein. Dass es ein Danach geben könnte, wird dann bedeutungslos.

Mit freundlichen Grüßen
R.S. Freude
Andique
Zitat:
Original von Focus
schreibt was ihr dazu denkt : Nichts ist so sicher wie der tod


Es gibt keinen Tod. Es gibt nur Übergang, Veränderung, Heimkehr in das wahre Sein oder, falls man im Erdenleben noch etwas zu erledigen hat, Rückkehr in das irdische Leben.

freundliche Grüsse
Qu_ner
@Reinhard
Zitat:
so bleibt uns doch der Vorzug

Ist es wirklich ein Vorzug? Ein Vorzug hinsichtlich was genau? Der gegenständlichen Wirklichkeit, sagst du. Also kann ich mich des Lebens freuen wegen der gegenständlichen Wirklichkeit. Ich freue mich aber derer nicht. Ich freue mich mich definitiv nicht der gegenständlichen Wirklichkeit. Sie ist zu prüde, zu geschmacklos, zu real und das ist für mich nicht aufgehoben. Das danach ist egal, da denke ich genauso wie du.
Gruß, Qu
Rhetorix
Zitat:
Original von Marki85
Kommt darauf an, was du unter Tod verstehst. Verstehst du den Tod des Menschen allgemein? Dann ist die Aussage maximalindukiv aber nicht sicher. Zumindest hat kein Mensch je überlebt ;-), oder aber es ist nicht bekannt ;-).
Frag die Katholen! Die müssen glauben, dass Maria ungestorben zum Himmel aufgefahren ist, denn es ist ein Dogma. Da hast du also zumindest einen Menschen, der eine Ausnahme macht.

Wenn ich es recht in Erinnerung habe, ist nach islamischer Version auch Mohammed lebendig zum Himmel aufgefahren. Ist Jesus nach islamischer Auffassung gestorben? Vielleicht gleichfalls nicht, jedenfalls wurde er nicht hingerichtet.

Und dann die Knaben Henoch und Gaymed!

Die Weltgeschichte ist voll von Menschen, denen der Tod vorenthalten blieb!
Sun Deluge
unerklärliche dinge gehen vor sich und... tote werden wieder auferstehen, denn sie waren eigentlich nicht... tot. wo sind sie heute? leben sie immer noch? im himmel? im weltall? geschockt