Worin Wurzeln wir?

gbg
Was meint Ihr wo wurzeln wir? smile
Unten oder Oben?

Ein kleiner Erklärungsversuch wie ich selbst das in etwa sehe:

Das Ich ist meiner Meinung nach für unsere Sinne nicht wahrnehmbar.
Nur indirekt über Input und Output.
Es erscheint deshalb wie eine "Leere"
Aber wir besitzen ja auch z.B. unseren Körper.
Mit ihm z.B. wurzeln wir wie ich es bezeichne im intersubjektiven Raum wo man mit den Sinnen wahrnimmt und sich begegnet.
Wenn nun aber z.B. durch unseren Tod die Leitung vom Bild außen bis zum wahrgenommenen Bild innen in einem Areal im Hinterkopf zerstört wird geht die Verwurzelung in diesem intersubjektiven Raum verloren.
Viele denke ich würden dann sagen wir selbst gingen damit verloren.
Aber nun ist ja auch Gott wie ich glaube etwas unwahrnehmbares.
Dann aber könnte man sagen dass wir nicht von unten vom Bereich des Wahrnehmbaren sondern von oben her vom Bereich des Unwahrnehmbaren her durch Überlappung verwurzelt sind und somit allem Anschein nach auch nach unserem Tod nicht verloren gehen.
Zumindest müßte dies nicht zwangsläufig der Fall sein.

P.S.: Und dies gilt wie ich denke auch deshalb weil die "Leere" bzw. die "Leeren" die eigentlichen wirkmächtigen sind und deshalb auch besser als "Füllen" bezeichnen werden sollten.

Erinnert mich jetzt beim zweiten durchlesen aber doch auch sehr an das Nirwana.
Woran ich aber aus anderen Gründen die zu weit führen würden nicht recht glauben mag.

L.G. gbg
Reinhard
Zitat:
Wenn nun aber z.B. durch unseren Tod die Leitung vom Bild außen bis zum wahrgenommenen Bild innen in einem Areal im Hinterkopf zerstört wird geht die Verwurzelung in diesem intersubjektiven Raum verloren.


Hallo gbg, wenn ich Dich richtig verstehe, dann willst Du wohl sagen, dass, wenn unser Gehirnphänomen der Erkenntnis, dass erkenntnistheoretisch im Solipsismus endet, in seiner Funktion gänzlich und unwiderruflich zerstört ist, sind wir nicht mehr. Was die Möglichkeiten von Erkenntnissen angeht, ist das fraglos richtig. Trotzdem liegen Menschen im Koma und wenn die Versorgung gesichert ist, kann der Rest auch ohne Erkenntnis weiter bestehen, auch wenn er nichts mehr erfährt und sich nicht mehr mitteilen kann. Auf diesen Grenzbereich spielst Du an. Bei einem gesunden Menschen funktionieren diese Bereiche in einer Einheit, wobei über unserer Erkenntnis das Leben mit dem gelebt werden muss, was uns widerfährt. Alles was darüber hinaus an Vermutungen eines höheren Sinns angestellt wird, muss man glauben bzw. einen Glauben haben. Da unser Ich aber auf der Erkenntnis von ihm allein beruht, ist es gänzlich an die Erkenntnis, besser Selbsterkenntnis, gebunden. Will man weitergehende Fragen beantworten, verlässt man m.E. den philosophischen Bereich, der die Aussagen aus dem Menschen heraus begründen sollte und wechselt die Betrachtungsebene hin zur Theologie, die nun wiederum von der fiktiven Sphäre eines Gottes, mindestens eines philosophischen Gottes her, versucht zu beurteilen. Das Ich kann also auf keinen Fall nach dem Tode weiter existieren, dazu bedarf es schon einer Seele mit anderem Ursprung.

Ich persönlich vermeine, dass wir im Sinne der Emanationslehre aus einem immerwährenden, also zeitlosen Urgrund ständig neu geschaffen werden, wie auch alles was uns widerfährt. Nur, zeitlose und entkörperte Welten sind für uns nicht fassbar, gerade für die Philosophie nicht, auch wenn das häufig anders verstanden wird.

Worin wurzeln wir ? Wohin wurschteln wir ?

Mit freundlichen Grüßen
R.S.
Versucherling
Ich denke,daß unsere Wurzeln im Inneren liegen und wir von innen heraus wachsen.

Nein. Ich denke nicht, daß wir unser Ich nicht wahrnehmen können. Jedenfalls sind meine Erinnerungen an mich so, daß ich mein ich durch aus wahrgenommen habe. Ich habe auch das Gefühl, daß andere Menschen durch aus ihr ich wahrnehmen. Jedenfalls scheint es so auszusehen. Außerdem ist denke ich nicht entscheidend, ob man das ich wahrnimmt, sondern daß man damit wahrnimmt.
Das ich als Bewußtsein nimmt denke ich deshalb unterschiedlich wahr. Einerseits vielleicht gefühlsmäßig, aber andererseits auch als Feststellung oder Meinung.
Mit der Überlegung wie es denn nach unserem Ableben aussehe, kann ich glaube ich deine Vorstellung davon verstehen. allerdings erscheint mir die Überlegung relativ unwichtig, denn das Ich geht ja verloren und somit gibt es kein selbst mehr. Das das Leben einen Menschen füllt ist denke ich auch keine neue Erkenntnis, denn jeder Mensch steht, wächst und fällt an seinen Erfahrungen, die ihn mit dem alter dann Weise machen könnten. Das Gefühl der Leere kenne ich, glaube ich zu mindest. Es ist ein sehr schönes Gefühl. Ich wünschte das mein ich von dieser Leere erfüllt sein möge. Alles andere fühlt sich schwer an.
Es gibt ja Menschen, die danach streben immer voller zu werden. Vernünftiger Weise erscheint mir die Leere als sehr erstrebenswert
TheUnknown
hallo, ich würde gerne eine gute antwort schreiben da sich jedoch das leere in meinem kopf befindet gruebel gruebel gruebel gruebel bräuchte ich eine kurze zusammenfassung.
danke roll roll roll