Sind wir real?

glorin
Schon öfters führte ich in diesem Forum das Gespräch über das Sein und die Existenz.

Immer wieder musste ich Feststellen das einzelnde Personen merkwürdige Weltantschauungen haben (aus meiner Sicht) und mit meiner nichts anfangen konnten, oder andere. (z.B. wenn ich schon sage das mich der Tod nicht interessiert, werde ich schon komisch angesehen. Obwohl für mich persöhnlich vollkommen gleich gültig ist was nach dem Tod passiert.) Aber ich will jetzt nicht schon vom Thema abkommen, bevor ich es genannt habe.

Es geht um die Existenz.

Ich möchte einfach zu beginn der Disskusion eine These aufstellen. Wir wissen nicht ob wir existieren, aber wir wissen das unsere Existenz existiert, bzw. dessen, oder dessen... (endlosschleife)
Anders ausgedrückt, wir wissen das es uns gibt, aber wir wissen nicht wie es uns gibt; und schon sind wir beim eigentlichen Thema:

Sind wir wirklich Real, oder nur ein Wesen in einer Virtuellen Welt, sind wir nur ein Flüchtiger bald entschwebender Gedanke, oder eine Figur in einem Computerspiel, eine Figur auf einem Spielfeld, sind wir Marionetten, Kuscheltiere, oder Spielzeug Mänchen (z.B. Lego, Playmobil)


Sind wir also wirklich real und können wir uns sicher sein, das wir es sind? Oder ist es einfach nur Wunschdenken, bzw. Informationen von den Spieler die uns leiten, das wir glauben das wir Real sind. Und sind diese Spieler wirklich Real, oder auch genauso wie wir nur evtl. Simsfiguren, oder Schachfeldfiguren (vielleicht können auch diese denken, in der evtl. Realen Welt) und wir sind die Simsfiguren.

Womöglich spielen wir auch die Spieler, der Spieler die uns spielen und durch irgend eine Merkwürdige Methode bleibt der Teufelskreis am Leben und bricht nicht zusammen. (Also es gibt nichts reales, denn alles ist insich ein Spiel. Aber wer hat dann das Spiel gestartet? [...]


Ihr merkt es gibt viele Fragen und vielleicht habt auch ihr Lust bei dem Gedankenspiel mit zumachen, es würde mich freuen. Egal ob ihr der Theorie recht gibt, oder nicht. (Persöhnlich ist mir ähnlich wie bei dem Tod recht egal, ob es so, oder anders ist. Ich kann eh nichts daran ändern und somit wäre dies unwichtiges Wissen.)
squee!
Zitat:
Immer wieder musste ich Feststellen das einzelnde Personen merkwürdige Weltantschauungen haben

großes Grinsen das kenn ich! diese vögel gibts offensichtlich überall!? großes Grinsen


Zitat:
sind wir wirklich Real, oder nur ein Wesen in einer Virtuellen Welt

wir sind virtuelle wesen in einer welt. die welt ist, aber alles was wir von ihr erleben erfahren, erkennen ist virtuell wie wir selbst. das erfahrene, erkannte, erlebte ist die einzige wirklichkeit die wir haben (die uns zugänglich ist). wir nennen diese wirklichkeit real bzw. realität. deswegen habe ich bei der abstimmung oben "ja" angekreuzt. wir sind virtuell, und wir sind teil der virtualität die wir mit realität bezeichnen. "real" ist nur ein wort, das wir bestimmten erscheinungen zuordnen, z.B. uns.

das problem das du aufstellst ist ein semantisches, das heisst ein sprachliches.

Zitat:
sind wir nur ein Flüchtiger bald entschwebender Gedanke,

ja.

Zitat:
oder eine Figur in einem Computerspiel,

ja, wenn wir das universum als computer bezeichnen.

Zitat:
eine Figur auf einem Spielfeld

ja, wenn wir die raumzeit als feld bezeichnen

Zitat:
sind wir Marionetten

ja.

Zitat:
Kuscheltiere

hoffentlich

Zitat:
oder Spielzeug Mänchen

ja

Zitat:
(z.B. Lego, Playmobil)

nein

Zitat:
Womöglich spielen wir auch die Spieler, der Spieler die uns spielen

ich habe oben die frage, ob wir marionetten sind bejat. allerdings glaube ich nciiht, dass es irgendwelchen "anderen" spieler (gott, dämonen, illumunaten, weltjudentum) gibt deren marionetten wir wären.
unser hirn erzeugt unser ich. unser ich "unterliegt" verschiedenen neurobiologischen abläufen, die das "ich" hervorbringen, steuern, manipulieren, kontrollieren. ausserdem: bei allen gedanklichen vorgängen spielen unbewusste assoziationsketten eine fundamentale rolle, und "alle assoziationsketten sind zwanghaft" (burroughs), d.h. es ist nicht so, dass wir den fluss unserer gedanken steuern sondern der fluss unserer gedanken steuert uns.
wir sind marionetten unserer selbst, genauer gesagt unseres gehirns.
darüber hinaus sind wir marionetten aller möglicher konditionierungen, prägungen, traumatisierungen usw usf. die von aussen in uns programmiert werden und die ebenfalls unser denken uns handeln bestimmen.
Kai
@glorin
Wenn du nicht existieren würdest, könntest du die Frage, ob du existierst, überhaupt nicht stellen.
Die Frage ist, was für eine Art von Existenz hat man. Was versteht man überhaupt unter "real".
Letztlich ist es doch wohl das uralte Leib-Seele-Problem: Sind wir primär geistig oder sind wir primär körperlich? Nach meinem Dafürhalten kann man bezogen auf diese Frage letztlich nur Glaubensbekenntnisse abgeben. Aber egal ob wir nur primär geistig oder primär körperlich sind, in beiden Fällen existieren wir, sind wir real.
Qu_ner
Hallo,

ich habe mit ja abgestimmt, weil mir das "Kopf gegen die Wand" Szenario sehr zusagt.

Gruß, qu
glorin
@Kai
Nein, dann existieren nicht wir, sondern nur unsere Existenz existiert. Ein kleiner Unterschied. Denn wenn wir existieren würden, müssten wir in der Realen Welt, also eine Welt die wir evtl. nicht kennen, auch fest existieren. Dies tut aber evtl. nur die Existenz von unsere Existenz.


Und ob ich mir die Frage stelle, oder sie mir nur ein Programmiere in das Gehirn setzt ist mir auch nicht vollkommen klar. Der Gedanke könnte nur ein Befehl meines Lenkers sein. Ich weis nicht wie ich existierte, ich weis nur das meine Existenz existiert. (Ich baue immer auf das Wissen mit auf.)

Obwohl wissen für mich nur eine Art glauben ist, aber dies kommt in einem anderen Thema irgendwann mal dran.
Schneemann
Zitat:
Original von glorin
Sind wir wirklich Real, oder nur ein Wesen in einer Virtuellen Welt, sind wir nur ein Flüchtiger bald entschwebender Gedanke, oder eine Figur in einem Computerspiel, eine Figur auf einem Spielfeld, sind wir Marionetten, Kuscheltiere, oder Spielzeug Mänchen (z.B. Lego, Playmobil)

Ist denn eigentlich für eine denkende Spielfigur in einem Computerspiel seine Welt die es dort vorfindet virtuell? Ich denke nicht. Für die Computerfigur ist diese Welt real. Eine virtuelle Welt wäre für die Spielfigur wenn sie selbst ein Computerspiel entwirft und dort eine Welt erschafft. Ich denke also es ist relativ, abhängig von der Perspektive, ob eine Welt nun als real oder virtuell zu bezeichnen ist.

Somit kann ich sicher sagen dass diese meine Welt real ist. Und das wäre auch dann noch richtig, wenn ich Teil einer Simulation eines anderen Wesens wäre. Sie wäre dann zwar virtuell aus der Sicht dieses Wesens, aber weiterhin real aus meiner Sicht.
Nylen
Sind wir virtuelle Wesen? Das ist so ähnlich wie die Frage, ist alles was ich erlebe nur eine "art" Traum?

Aber wenn es nur ein Trau ist dann im Unterschied zu was. Was wäre denn dann der Wachzustand, und können wir den erreichen. Anders gefragt können wir aus der Matrix aussteigen?
Qu_ner
@Schneemann
wieso sprichst du mir jetzt aus der Seele?
Gruß, qu
Partygänger
kleine anmerkung

ich muss mal ganz ehrlich sein......ich glaube die meisten menschen leben heutzutage dermassen verkopft das sie den bezug zur aussenwelten verlieren.....die sinneswahrnehmungen nicht mehr richtig bewusst wahrnehmen und dann entstehen halt solche abstrusen threads wie sind wir real, virtuel, irreal, überreal, unreal oder *Kraftausdruck*.egal.....

über die einzelnen definitionen wird dann noch stundenlang gestritten, ohne zu merken das sie längst an der wirklichkeit vorbei-leben !


viel spass noch beim virtuellen ,,philosophieren”

euer irreal real wirkender partygänger der wirklichen unwirklichkeit oder was es doch die unwirkliche wirklichkeit die real irreal und/oder virtuellen wirklichkeit ?

was sagt ihr ?
schlinge
88,89% sind für real. Das reicht doch.
glorin
Zitat:
Aber wenn es nur ein Trau ist dann im Unterschied zu was. Was wäre denn dann der Wachzustand, und können wir den erreichen. Anders gefragt können wir aus der Matrix aussteigen?


Dies ist gerade die Frage. Doch wir sind noch nicht einmal mehr im Traum, sondern womöglich nur die Erinnerung an einen Traum, oder schon noch weniger.


Zitat:
ich muss mal ganz ehrlich sein......ich glaube die meisten menschen leben heutzutage dermassen verkopft das sie den bezug zur aussenwelten verlieren.....die sinneswahrnehmungen nicht mehr richtig bewusst wahrnehmen und dann entstehen halt solche abstrusen threads wie sind wir real, virtuel, irreal, überreal, unreal oder *Kraftausdruck*.egal.....


Das kommt ausgerechnet aus deinen Munde??? ^^ (Aber egal.)
Ich würde eher sagen das die meisten Menschen den Bezug zu Aussenwelt verlieren (ich meine hiermit nicht Kontakt zu Freunden), weil sie sich nicht genau diese Frage stellen. Die Antwort auf die Frage interessiert mit ehrlich gesagt auch nicht. Bei diesem Thema geht es mir viel mehr darum eure Meinung darüber zu erfahren. (ja, man könnte den Thread als Partygänger Thread bezeichnen. :-))


Zitat:
euer irreal real wirkender partygänger der wirklichen unwirklichkeit oder was es doch die unwirkliche wirklichkeit die real irreal und/oder virtuellen wirklichkeit ?


Wenn man sich in solchen Sätzen verläuft, sollte man sie nicht anwenden. Aber ich Pflücke ihn erst einmal für dich auseinander:
euer irreal real wirkender partygänger... = Euer in einer nicht Realen Welt realer Partygänger...
...der wirklichen unwirklichkeit = ...Der Wirklichen (echten) Unwirklichkeit, also der Wirklichkeit in der nicht "Realen" Welt (achtung wirklichen bezieht sich nicht auf Unwirklichkeit, sondern den Ihnalt der Unwirklichkeit.)

oder was es doch die unwirkliche wirklichkeit... = oder war es doch die unwirklich (nicht wirklich wirkende) Wirklichkeit (unwirklich müsste sich auf die Wirklichkeit beziehen, dies ist aber ein Paradox, somit kann sie sich hier nur auf eine Empfindung zu Wirklichkeit beziehen, in diesem Fall wäre es aber falsch Ausgedrückt.) ...
die real irreal = seit wann bezeichnest du dich als die? Du bist doch Männlich, oder? Der reale irreale Partygänger sagt nichts anderes aus als der wirkliche unwirkliche Patygänger (wirkliche bezieht sich auf unwirkliche, da der unwirkliche Partygänger wirklich in der Realität als Unwirkliche Person existert...)

und/oder virtuellen wirklichkeit ? = du meinst eine gedachte Wirklichkeit? ^^


Ich habe jetzt einfach einmal kleinere Fehler nicht weiter beachtet, z.B. müsste es eigentlich wenn überhaupt heißen: der reale irreal, oder die reale Irrealität...
squee!
Zitat:
Original von schlinge
88,89% sind für real. Das reicht doch.


stimmt. die masse hat immer recht. deswegen ist lady gaga auch die beste sängerin der welt... fügen wir uns also der herde
Acar
habe mit ja gestimmt smile

In meiner Realität seit ihr, bin ich, sind wir real.
Matilda
ich halte mich für den Puppenspieler meines selbst konstruierten Puppentheaters...(wie pathetisch...)

grundsätzlich denke ich aber, dass das "zwanghafte" nachdenken nach existenz, "sinn" usw der fluch und segen unseres hochentwickelten und immernoch in der entwicklung steckenden hirns ist,...und wir zugang zu einer millionen theorien und hypothesen haben, die alle irgendwie sinn ergeben und doch nur theoretisch sind....das verwirrt mich, und ich fange an, an der gesamten existenz zu zweifeln oder sie auseinanderzunehmen.
ich persönlich denke dass man nur in extremsituationen wirklichen zugang zu seinem eigentlichen wesen hat und ich fühle mich nur dann irgendwie real oder gar irgendwie "bedeutend", alles andere ist leerer raum
das leben vegetiert meistens nur im alltag herum, und das eigentliche potential unserer fähigkeiten und möglichkeiten wird dadurch ziemlich beschränkt....existenzielle gedanken sind die schutzreaktion unseres gehirns auf den kontrast der faden außenwelt.
natürlich erhebe ich keinen wahrheitsanspruch...ich bin froh wenn ich mich täusche und alles doch irgendwie bedeutugsvoller ist.

schönen abend noch
Fortunas Kohärenz
Natürlich sind wir real, obgleich wir (das selbe gilt vermutlich auch für "Gott") nicht "wissen" was Realität überhaupt ist.

Dem Begriff Realität haftet ohnehin eine sehr strittige Definition und Interpretation an, und jenes wird auch immer so bleiben. Was aber auch wieder gut ist. Denn wie grausam und unsagbar langweilig müsste eine Existenz sein, deren Luzidität absolutär ist? Zwinker !

Wie dem auch sei, wie sind Teil der absoluten Realität über die keine andere kommen kann und wird, und somit wahrhaftig.
Wir sind wahrhaftig und real... Gut ! .

mfg
glorin
@Fortunas Kohärenz
Zitat:
Wie dem auch sei, wie sind Teil der absoluten Realität über die keine andere kommen kann und wird, und somit wahrhaftig.


Ich kann dir über all folgen, bis auf diesen Satz. Wie kommst du auf deine These, wie begründest du sie? Du wirfst Behauptungen in Raum, ohne sie zu belegen.
Fortunas Kohärenz
Naja... ich habe es doch schon belegt (zumindest glaub ich das Zwinker ). Wir sind Teil von dem, was sich da Realität nennt. Ergo: wir sind real.
Und da wir in der Lage sind uns Gedanken über die "Realität" zu machen, existiert zweifelsohne irgendeine Form von Realität,der wir anghören.

Die einzigste Vorstellung die dessen bestreiten "muss", ist die Vorstellung eines (auf hieraischen Phasen/Dimensionen basiertes) Wertesytem, das der eigentlichen Erkenntnis vollkommen abträglich ist.

"einfache" Hypothese: Wir sind nichts weiter als Software, die auf einen super-mega-hyper-über-Rechner läuft. Was ich aber für sehr unwahrscheinlich halte, zumindest die klassische "Matrixthese".
Nun stellt sich die Frage was denn nun "realer" und "wertvoller" ist. Die Hardware inklusive Software, oder die Erbauer und Programmierer dieses Monstrums?
Die Antwort ist ganz klar: beides ist absolut gleichwertig Gut ! , so wie alles was das Leben umfasst. Niemand hat eine Privileg auf irgend eine Form von einem Monopol (vermutlich nicht einmal "Gott"). Siehe Prinzip der auf- und absteigende Ursächlichkeit.

Ich hoffe ich konnte "Licht" ins "Dunkel" bringen winken

PS: absolute Symbiose küsst den frühen Morgen des Abends gruebel
Qu_ner
Hallo Fortuna,
Zitat:
beides ist absolut gleichwertig

aber nur in Bezug auf das real. Nicht in Bezug mit dem und wertvoller.
Gruß, qu
Fortunas Kohärenz
Hallo Qu

Jeder Mensch ha eine andere Wertvorstellung, und das ist auch gut so Freude . Denn würde Individualität der Uniformiertheit weichen, würde die menschliche Progressivität, die sich da Kreativität nennt, der vollkommenen "Insuffizienz" anheim fallen.
Das wäre Fatal und es würde jeglichen Sinn von uns nehmen (meiner Ansicht nach Zwinker ).

Ich stell einfach mal "mein" Wertesytem vor: Schmetterlingseffekt/aufsteigen Ürsächlichkeit winken

Dieses Prinzip erhebt selbst sie kleinste denkbare Form von Existenz zu Gott.

Jeder ist Gott... du... ich... wir.

mfg FK
Andique
Zitat:


Sind wir wirklich Real, oder nur ein Wesen in einer Virtuellen Welt, sind wir nur ein Flüchtiger bald entschwebender Gedanke, oder eine Figur in einem Computerspiel, eine Figur auf einem Spielfeld, sind wir Marionetten, Kuscheltiere, oder Spielzeug Mänchen (z.B. Lego, Playmobil)


Hallo.

ich bin in meinem Thread "Fundamentalsätze der Existenz" gerade an einem Punkt, der vielleicht auch hier interessant sein könnte. Da ich bei diesem Punkt nicht sicher bin, stelle ich ihn als Frage in den Raum:
Allen existierenden Objekten, ob abstrakt oder konkret, kann ich sowohl eine quantitative, als auch eine qualitative Komponente zuordnen. Oder anders ausgedrückt:
Alle Objekte sind begreifbar, beschreibbar als etwas, dass eine "quantitative Essenz" und eine gewisse Summe von Eigenschaften besitzt. Wäre es mir nun möglich zu beweisen, dass die "quantitative Essenz" nicht als Summe von Eigenschaften beschreibbar ist, wäre dies doch ein Beweis, dass das Objekt real ist?
Der Held in einem Computerspiel, der eine Wand als Hindernis vor sich hat, sieht diese doch nur als Hindernis an, weil diese als eine gewisse Menge von Informationen in Bytes-Form im Computerprogramm als Eigenschaft "Hindernis" so festgelegt wurde.
Was meint ihr?

freundliche Grüsse