Fundamentalsätze der Existenz

Reinhard
Hallo Andique, wesentlich ist für mich, dass man aufeinander zugeht und sich nicht in endlose und damit fruchtlose Streitereien um des Kaisers Bart verstrickt, denn sein Recht bekommen ist was für Juristen und nicht für Philosophen. Dass man sich oft unverstanden fühlt, geht wohl jedem von uns so und da gibt es eben die unterschiedlichen Horizonte und die subjektive Erfahrung. Gemeinsam sollte uns aber sein, dass wir dazulernen wollen und das geht eben nur mit gebotener Aufmerksamkeit den anderen Gedanken gegenüber. Natürlich möchte man lieber immer das hören, was die eigene Ansicht bestätigt, nur kommt man so nie wirklich weiter. Wenn ich in diesem Punkt Heidegger richtig verstanden habe, dann sieht er das, was den eigenen Sprachhorizont übersteigt als das Nichts an, das von daher bei jeder Deutung mit im Spiel ist, quasi den möglichen Rahmen bildet, in dem die eigene Seinsdeutung nur aufscheinen kann. Damit ist der Widerspruch immer schon gesetzt und das ist auch ganz verständlich, da ohne Widerspruch gar kein Denken möglich ist. Ich hoffe, wir verstehen uns.

Freundliche Grüße,
schönes Wochenende
R.S. Freude
Andique
Zitat:
Original von miguel
Zitat:
erster Fundamentalsatz der Existenz:
das Nichts existiert nicht, denn wenn es existieren würde hätte es zumindestens die Quantität Existenz, wäre also nicht Nichts.

Das ist nur wahr, wenn Quantität eine von erkennenden Subjekten unabhängige Realität wäre. Bewiesen ist das aber nicht - im Anschluss an Kant würde man im Gegenteil sagen, Quantität ist eine Kategorie des Verstandes, die wir der Welt erst aufprägen, die nicht an und für sich existiert.

Spielt das eine Rolle? Wenn Quantität eine Kategorie des Verstandes ist, dann präge ich sie allem Exisierendem auf, also auch dem "Nichts", wenn es existieren würde (Nebensatz im FS1), folglich wäre das "Nichts" doch etwas, also nicht "Nichts".
Zitat:

zweiter Fundamentalsatz der Existenz:
Alles was existiert ist unvollkommen. Vollkommenheit kann es nur in einer Ebene der Wirklichkeit geben, die vollständig absolut definiert, axiomiert ist.
Nein! Man kann von Axiomen aus kein "vollkommenes" System konstruieren. Du hast den Satz doch selbst genannt? [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Unvollständigkeitssatz]http://de.wikipedia.org/wiki/Unvollständigkeitssatz[/ur
l]

ich habe mehrfach an verschiedenen Stellen deutlich gemacht, dass ich die absolute Ebene nicht beschreiben kann. Ich kann sie noch nicht einmal betrachten! Sie liegt jenseits meines sprachlichen Ausdrucksvermögens. Ich kann diese nur beschreiben, wenn sie in die relative Ebene "zurücktransformiert" und in Korrelation zu Existierendem steht. Und aus dieser Perspektive kann ich die absolute Ebene sehr wohl definieren und axiomatisieren. Die Zuweisung ->absolut ist ja schon eine Definition. Und die Gleichsetzung Invarianten des "System Universum" = Archetypen des Seins ist eine Axiomatisierung (in der relativen Ebene natürlich). Die Invarianten kann ich sogar näher untersuchen. Ob wir diese jemals vollständig verstehen werden und damit die Grundlagen des Seins (absolute Ebene) ist natürlich eine andere Frage.
Im Übrigen gilt der Unvollständigkeitssatz nur für mathematische Systeme, da er nur mit Hilfe mathematischer Objekte definiert ist (Gödelisierung). Ob er auf philosophische oder real existierende Systeme übertragbar ist, weiss ich nicht. Ich habe ihn nur als Hinweis genannt.

Zitat:
Denn in einer absoluten Wirklichkeit kann es keine Teilexistenzen ([z.B.] Gegenstände) geben im Gegensatz zu einer relativ definierten, axiomierten Ebene der Wirklichkeit. In einer relativen Ebene sind alle Gegenstände ständigen Veränderungen ( quantitativ und qualitativ) unterworfen, während in einer absoluten Ebene vollkommener, unterschiedsloser Stillstand ist. Archetypen des Seins = Invarianten des "System Universum". Nur solche sind vollkommen.
Das klingt ein bischen nach platonischer Ideenlehre. Archetypen des Seins, unveränderlich, in einer anderen, absoluten und vollkommenen Wirklichkeit.
Ich frage mich, was genau du damit aussagen möchtest: Die Wirklichkeit ist nicht vollkommen (im vergleich zu einer vollkommenen Wirklichkeit)? Es gibt eine zweite, vollkommene Wirklichkeit?

Ist mir eigentlich ziemlich schnurz nach was es klingt.
Andique
Zitat:
Original von pnovell
Zitat:
Du machst einen Denkfehler, wenn du eine Sache polarisiert, dualisierst,indem du ein "nicht" davorsetzt, hat dieser Gegenpol noch lange keine eigenständige, qualitative Dimension. Nichtexistenz hat keine eigenständige, qualitative Dimension gegenüber Existenz.

"Was ist sie oder was hat sie dann?"
Ich hab doch extra geschrieben daß die Nichtentität nichts weiter als ein Symbol, ein Begriff des Seins ist, weil das Nichts doch unfassbar ist und es schon im selben Augenblick uns entgleitet bei dem Versuch es zu beschreiben.

Außerdem herrscht hier meines Achtens nach ein kleines Missverständnis.
Du hast deinen ersten Fundamentalsatz m.E. nicht präzise genug formuliert, es wird nicht klar wie deine Nichtexistenz des Nichts gemeint ist und als was, ob du es vollständig verneinst, also es gibt absolut nichts außer dem Sein selbst auch keine Negation des Seins und das Nichts wäre dann bloß nur noch so eine art Fantasiegebilde, oder ob es dir nur um die, wie du schreibst, qualitative Dimension geht und falls ja, was bleibt dann für dich noch übrig vom Nichts?

Der Fundamentalfehler hierbei liegt eben darin beim aussprechen des wortes Nichts ihm gleichzeitig Entität verleihen zu wollen, das geschieht nämlich immer automatisch weil man glaubt daß wenn man über etwas sprechen kann dann muß es auch als Ding bzw. Entität vorhanden sein, das gilt vllt für alles andere jedoch nicht für das Nichts weil das eben das Wesen des Nichts ist überhaupt nicht vorhanden zu sein und wenn ich Wesen schreibe dann ist es schon falsch und bereits zu spät an dieser Stelle weil mir im selben Augenblick das Nichts entglitten ist weil es doch kein Wesen haben kann usw..
Es ist einfach immer nur der utopische Versuch unserer dualen Existenzform bzw. Vorstellung aus dem Nichts heraus das selbige bestimmen zu wollen. Wir können immer nur das Sein sehen weil wir uns im Nichts befinden, befänden wir uns im Sein dann wären wir nichts und hier würde das für uns immer noch unvorstellbare, weil nicht vorhandene, "überhauptnichts" stattfinden und auch wenn es sich nach einem Widerspruch anhört ist es kein Widerspruch denn wir können nicht anders als in dieser Weise darüber sprechen.

Und deshalb können wir also behaupten, auch wenn es auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint, daß das Nichts eben als Nichtexistenz existiert weil es sich zum Sein als Negation absolut gleichwertig verhält.
Und dieses "existiert" hierbei ist nur ein Symbol des bereits im Ansatz zum scheitern verurteilten Versuches das Nichts zu erfassen.

Zitat:
Daher ist die Aussage: Das Nichts als "Nichtentität" existiert, dieselbe Aussage wie Das Nichts existiert und das ist ein Widerspruch in sich.

Das ist eben wieder das Missverständnis, du interpretierst das wort "existiert" falsch.
Irgendwie muß man das Phänomen doch beschreiben oder?
Wenn du in deinem ersten Fundamentalsatz schreibst daß das Nichts nicht existiert dann ist es doch offensichtlich und trivial, dann aber später irgendwie die Negation bzw. das Dunkel zum Licht erlaubst, was ist es dann? Auf welche Art willst du die Gleichberechtigung von Licht und Dunkel sonst zum Ausdruck bringen?

Ich frage mich, ob du nur eine Sekunde darüber nachgedacht hast, was ich dir geschrieben habe. Ich könnte jetzt vieles auf das obige erwidern, aber das möchte ich nicht. Zitat:
"Und deshalb können wir also behaupten, auch wenn es auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint, daß das Nichts eben als Nichtexistenz existiert weil es sich zum Sein als Negation absolut gleichwertig verhält."
Das ist z.B. so eine Aussage. Das Nichts existiert nicht (auch nicht als Nichtexistenz), ist das denn so schwer zu verstehen?
Das Nichts ist kein notwendiger (d.h. unverzichtbar) Gegenpol zum Sein, denn er hat keine eigenständige, qualitative Dimension. Wie z.B. Licht und Dunkelheit (habe ich schon erklärt). Daher gibt es keine Gleichwertigkeit zwischen Nichts und Sein.
Die Dualität, die du suchst ist die zwischen Existierendem (relativer Ebene) und dem (noch) nicht Existierendem, dem "imaginär" Existierendem (absoluter Ebene).
Ich habe den Eindruck, dass du den Beitrag nur um des Streiten willens geschrieben hast und das bringt uns beide nicht weiter. Sorry.
Gruss
Maxim
Äh...sind meine Fragen irrelevant?
Nylen
Zitat:
Original von Maxim
Äh...sind meine Fragen irrelevant?


Sicherlich nicht nur untergegangen schätze ich
Maxim
Schade
Andique
Zitat:
Original von Maxim
Äh...sind meine Fragen irrelevant?


also zu einem Beitrag von dir habe ich ja schon Stellung genommen.
Wie ich schon bei Reinhard Schauer angemerkt habe ist mir diese Herangehensweise an die Thesen anderer hier in dem Forum völlig fremd. Meine Herangehensweise wäre die, erst einmal zu sagen: nähmen wir an, dass ist richtig, was du sagst, schauen wir uns die Implikationen an (was passiert, wenn es wahr ist) und schauen, ob wir auf einen Widerspruch stossen. Dies würde meiner Meinung nach auch den nötigen Respekt vor den Gedanken anderer ausdrücken, auch wenn man nicht unbedingt einverstanden ist mit den Thesen. Man braucht sich nur einmal meinen Thread im Gesamten vor Augen zu halten, um zu sehen, wie das hier gehandhabt wird. Ich bereue fast schon, dass hier veröffentlicht zu haben. Ich werde auf deine Fragen demnächst eingehen, o.k.? Ich möchte nämlich die Zeit nutzen meine Implikationen auszuarbeiten.
Gruss
pnovell
Zitat:
Das Nichts ist kein notwendiger (d.h. unverzichtbar) Gegenpol zum Sein, denn er hat keine eigenständige, qualitative Dimension.

Und das ist genau der notwendige Gegenpol zu der qualitativen Dimension aber du verstehst das nicht weil du dem Sprechen darüber selbst die qualitative Dimension verleihst, habe alles ausreichend begründet aber du gehst nicht drauf ein, greifst dir einfach nur einen Satz heraus und stellst ihn wortwörtlich als Begründung für dein Gegenargument und ignorierst dabei völlig meine Interpretation der Bedeutung der Wörter im Gesamtkontext.
Deine Denkweise ist einfach viel zu trivial für diesen Sachverhalt. Immer wenn du sagst "das Nichts existiert nicht" dann stimmt das weil es eben die Natur des Nichts ist nicht existent zu sein, aber diese Formulierung beinhaltet auch eine Täuschung. Es ist eben nicht möglich eine solche Formulierung über das Nichts zu machen ohne dabei gleichzeitig in die Falle des Seins zu tappen und deshalb siehst du sicherlich auch sofort in meiner Formulierung "..die Natur des Nichts..." schon wieder eine Implikation des Seins was natürlich völliger Quatsch ist, weil es eben nur durch die Sprache bedingt ist, wie ich bereits sagte das Nichts ist nicht ausprechbar oder beschreibbar und diese Formulierung(das nichts ist nicht aussprechbar) selbst stellt schon wieder eine Täuschung dar, eine erneute Implikation des Seins in das Nichts etc..etc..etc...
Zitat:
Ich habe den Eindruck, dass du den Beitrag nur um des Streiten willens geschrieben hast und das bringt uns beide nicht weiter. Sorry.

Das ist doch Nonsens, worauf stüzt sich dieser Eindruck?
Andique
Zitat:
Original von Maxim
"Alle instabilen Systeme, werden sich solange bewegen, bis sie Stabilität erlangen."
Ist diese Erkenntnis unvollkommen, variabel oder vollkommen, invariant?

Mit Heidegger gesagt bedeutet es, das man den Wahrheitsgehalt von etwas zwar bestimmen kann, aber nicht was Wahrheit an sich ist, da ihre, unwillkürlich noch nicht bewiesene Annahme, erst eine Vorausetzung ist, um die Frage stellen zu können?
Wie ist in diesem Sinne "wahr" und "Wahrheit" zu verstehen?
Ist es notwendig für die Eigenschaft, das Adjektiv "wahr", das passende Substantiv zu kennen? Wo ist der Unterschied zwischen "wie ist etwas" und "was ist etwas"? Bei schön, schnell usw., macht es, für mich erstmal pauschal keinen Sinn, ich weiß nicht, was das Gefallen ist, trotzdem gefällt mir etwas.
Wahrheit könnte man vielleicht als Sein in Hypothesen annehmen.

Wahrheit müßte doch Stabilität, abgeschlossene Bewegung, sein?
Obwohl, eine Frage, ist ja auch abgeschlossen gerade dadurch, das sie eine Nicht-Abgeschlossenheit darstellt.
Ist eine Frage an sich vollkommen oder unvollkommen?

Jede Erkenntnis ist unvollkommen. Sie ist existent und in einer Korrelation zu "Erkennendem" und "Erkanntem" eingebunden. Daher gehört sie zur relativen Ebene. Würde sie zur absoluten Ebene gehören würde ich die Erkenntnis "verlieren", da sie dort nicht mehr betrachtet oder beschrieben oder erkannt werden kann. Dort gibt es "nur" noch "Erkenntnis an sich". z.B. wird irgendwann die Relativitätstheorie, die ja schon die Newton'sche Mechanik erweitert hat, weiter entwickelt werden.
Auf deine anderen Fragen weiss ich nicht, was ich antworten soll. Ich weiss es wirklich nicht. Vielleicht verstehe ich dich einfach nicht. Ich könnte die Gegenfrage stellen: Was ist nicht wahr? Alles was ist, ist wahr.
Wahrheit <-> Lüge (vielleicht besser "Nichtwahrheit") steht im gleichen Verhältnis wie Licht <-> Dunkelheit (in einem anderen Beitrag näher erklärt).
Lüge ist die Abwesenheit von Wahrheit, hat keine eigenständige, qualitative Dimension. Die Lüge ist kein notwendiger Gegenpol zu Wahrheit.
Jedenfalls habe ich den Eindruck, dass deine Fragen eher ein Randthema in meinen Thesen anschneiden.
Gruss
Andique
Umleitung AARRGH!! AARRGH!! motz motz ??! ??! ??!
Maxim
Wenn eine Erkenntnis nicht mehr betrachtet, beschrieben, erkannt werden kann ist sie absolut. Alles was man nicht erkennt, usw. ist absolut?
Das Nicht-Erkennen hat keine eigenständige, qualitative Dimension.
Ich kann nicht wissen, das ich dieses nicht verstehe, bzw. alles wovor man ein "nicht" setzt, gibt es gar nicht?
Wie funktioniert das genau mit dem "zurücktransformieren", von unvollkommenem auf vollkommenes schließen?
Kannst du vielleicht ein Beispiel bringen?

Etwas kann nur außerhalb von Korrelationen sein. Die "Wahrheit/Sein" ist unabhängig von Kategorien mehr/weniger, vieles/eines?

Es kann ja durchaus sein, das eine Grenze, ein Punkt im ursprünglichen Sein nicht stattfindet, aber, entschuldige, ich verstehe den Rückschluß, warum das so ist, und wieso sich in der Unvollkommenheit, doch Grenzen bilden, in der These, nicht.

Hat es etwas mit dem "Attraktorprinzip" zu tun? Kannst du das näher beschreiben?



P.S.: Das ich frage, hat nicht etwas damit zu tun, das ich dich vorführen will oder irgendetwas anderes. Ich denke so und du kannst doch nicht nur erwarten, das man ausschließlich Implikationen aus deinem Ergebnis zieht, sondern auch deine Prämissen bezweifelt.
Telltale
Zitat:
Original von Andique
Das Nichts ist kein notwendiger (d.h. unverzichtbar) Gegenpol zum Sein, denn er hat keine eigenständige, qualitative Dimension. Wie z.B. Licht und Dunkelheit (habe ich schon erklärt). Daher gibt es keine Gleichwertigkeit zwischen Nichts und Sein.

Völlig richtig!
"Nichts" hat ausschließlich als die Abstraktion eines Seienden (und nach meinen Informationen kann das nur ein Mensch sein) Anteil am Sein.
Es hat nicht nur keine eigenständige qualitative Dimension, es hat gar keine Eigenständigkeit, sondern ist ebenso imaginiert wie ein "Klingone".

Gruß
Telltale
Maxim
Wenn "Abstraktion eines Seienden" bedeutet, da ist, z.B. ein Tisch, dann heißt das nur negiert, auf etwas anderes gezeigt, da ist kein Tisch.
Dann müßte doch "nichts" heißen, da ist nicht A,B,C,D,...., also "alles" würde abstrahiert, negiert. "Alles" ist aber unbekannt, von vornherein schon "nichts", bevor es abstrahiert wird?

Alles= bekannte Menge + x. Wie verhält sich "Möglichkeit"(x ;es kann sein oder nicht-sein) zu absolutem( nichts, alles)? Wie kann man "Möglichkeit" (entweder- oder) abstrahieren, negieren?
pnovell
.
Nylen
Zitat:
"Nichts" hat ausschließlich als die Abstraktion eines Seienden (und nach meinen Informationen kann das nur ein Mensch sein) Anteil am Sein.


Obwohl ich dem Gefasel vom Sein, das nämlich ebenso abstraktion des Seienden ist, mich krank macht, muss ich deinen Satz loben, und unterstütze ihn voll.
Andique
Geschätzter Maxim Ich werde bei deinem Beitrag ein ungutes Gefühl nicht los. Ich glaube dir aber (noch), wenn du schreibst, du willst mich nicht vorführen.
Zitat:
Original von Maxim
Wenn eine Erkenntnis nicht mehr betrachtet, beschrieben, erkannt werden kann ist sie absolut. Alles was man nicht erkennt, usw. ist absolut?

Das habe ich so nie geschrieben. Wörtlich habe ich geschrieben: Würde sie zur absoluten Ebene gehören würde ich die Erkenntnis "verlieren", da sie dort nicht mehr betrachtet oder beschrieben oder erkannt werden kann. Das ist ein indirekter Beweis der Aussage: jede Erkenntnis ist unvollkommen. Verstehst du den Unterschied? Ich wünschte mir du würdest mich richtig zitieren.
Zitat:

Das Nicht-Erkennen hat keine eigenständige, qualitative Dimension.

Wie kommst du denn darauf? Nicht-Erkennen kann ja auch Fühlen bedeuten.
Zitat:

Ich kann nicht wissen, das ich dieses nicht verstehe, bzw. alles wovor man ein "nicht" setzt, gibt es gar nicht?

Hier stellst du mir diese Frage in deinem nächsten Beitrag beantwortet du sie selbst. Nicht-Tisch kann Stuhl, Bett usw. bedeuten. Ich habe nie gesagt, dass überall, wo man ein nicht davorsetzt eine Nichtexistenz entsteht. Bisher hatte ich nur das eine Beispiel Sein<->Nichtsein.
Zitat:

Wie funktioniert das genau mit dem "zurücktransformieren", von unvollkommenem auf vollkommenes schließen?
Diese Frage!AARRGH!! Ich transformiere von absolut, vollkommen nach unvollkommmen, relativ!
Zitat:

Kannst du vielleicht ein Beispiel bringen?
Bei diesem Punkt stehe ich erst am Anfang, gebe ich zu. Vielleicht habe ich irgendwann die Zeit dazu. Ein Beispiel wäre die "Leere" des Universums, die als "Qualität Raum" existent ist und eine erste Transformation des absoluten Raum, "Raum an sich" in eine erkennbare Realität darstellt, also alles andere als "Leere" ist, sondern eine Qualität in der höchsten, gerade noch erkennbaren Potenz ist am "Ereignishorizont" der Wirklichkeit. Besser kann ich es nicht ausdrücken.
Zitat:

Etwas kann nur außerhalb von Korrelationen sein.
Diese Aussage! AARRGH!! Etwas kann natürlich nur innerhalb von Korrelationen sein.
Zitat:
Die "Wahrheit/Sein" ist unabhängig von Kategorien mehr/weniger, vieles/eines?
Kannst du dir diese Frage aufgrund des bisher gesagten nicht selbst beantworten?
Zitat:

Es kann ja durchaus sein, das eine Grenze, ein Punkt im ursprünglichen Sein nicht stattfindet, aber, entschuldige, ich verstehe den Rückschluß, warum das so ist, und wieso sich in der Unvollkommenheit, doch Grenzen bilden, in der These, nicht.

Hat es etwas mit dem "Attraktorprinzip" zu tun? Kannst du das näher beschreiben?
Ich verstehe diese Frage nicht.


Zitat:

P.S.: Das ich frage, hat nicht etwas damit zu tun, das ich dich vorführen will oder irgendetwas anderes. Ich denke so und du kannst doch nicht nur erwarten, das man ausschließlich Implikationen aus deinem Ergebnis zieht, sondern auch deine Prämissen bezweifelt.

Mittlerweile sitze ich über eine Stunde an der Beantwortung deiner Fragen, die mir zeigen, dass du nicht genügend über die Thesen nachgedacht hast. Du beantwortest sie ja teilweise später dann selbst. Was die Sache noch schwieriger macht ist folgendes: ich sage ja, dass jede Erkenntnis unvollkommen ist, also ist meine Kenntnis über die beiden Fundamentalsätze auch unvollkommen. Ich kann noch nicht einmal sagen in welchem Ausmass unvollkommen. Möglicherweise stehen mir da noch Überraschungen bevor.
Gruss
Andique
Zitat:
Original von Telltale
Völlig richtig!
"Nichts" hat ausschließlich als die Abstraktion eines Seienden (und nach meinen Informationen kann das nur ein Mensch sein) Anteil am Sein.
Es hat nicht nur keine eigenständige qualitative Dimension, es hat gar keine Eigenständigkeit, sondern ist ebenso imaginiert wie ein "Klingone".

Gruß
Telltale

Gibst du denn dem "Nichts" als Abstraktion eines Seienden dadurch nicht eine gewisse Qualität, Eigenständigkeit, die das "Nichts" egentlich "nicht verdient hat"?? Selbst die Imagination ist doch etwas, ein Existierendes.
Ich könnte es vielleicht so formulieren: Das Nichts existiert nicht und damit basta, schluss, finito. Ich brauche einfach nicht weiterdenken.
Gruss
pnovell
Es ist unmöglich das Nichts mit einem Seinskriterium zu erfassen weil es doch der volkommene Gegensatz vom Sein ist, auch von diesem Satz selbst, deshalb ist auch eine Formulierung wie "Nichts ist" schon falsch weil sie bereits ein Seinskriterium enthält.
Das Nichts sollte allerhöchstens näherungsweise als "konstruktivistische Notwendigkeit ohne Seinsessenz" beim Erkennen vom Sein verstanden werden und selbst diese Formulierung enthält bereits ein Seinskriterium weil die Sprache selbst das Sein verkörpert etc...
pnovell
Zitat:
Gibst du denn dem "Nichts" als Abstraktion eines Seienden dadurch nicht eine gewisse Qualität, Eigenständigkeit, die das "Nichts" egentlich "nicht verdient hat"?? Selbst die Imagination ist doch etwas, ein Existierendes.

Immer wieder der selbe Fehler, du verleihst die Qualität und Eigenständigkeit den Symbolen des Seins selbst und schlußfolgerst daraus daß es da etwas geben muß. Bzw. du verleihst der Beschreibung selbst die Qualität und nicht der Funktion, hab schon so oft versucht es zu erklären aber du checkst das einfach nicht.
Zitat:
Ich könnte es vielleicht so formulieren: Das Nichts existiert nicht und damit basta, schluss, finito. Ich brauche einfach nicht weiterdenken.

und das geht eben nicht weil dir das Nichts bei der Erkenntnis vom Sein fehlen würde, du könntest die Eigenschaft IST des Seins einfach nicht erkennen.
Andique
tja, ich bin nun einmal anderer Meinung als du. Was willst du jetzt tun? Weiterhin durch das Posten deiner unsinnigen Behauptungen mir und evtl. auch anderen auf die Nerven zu gehen? Mich erschiessen, oder was? Wie würdest du reagieren, wenn ich das gleiche in deinem Thread machen würde?
Ehrlich gesagt: ich finde, dass du unverschämt bist. Ich denke, wenn ich dich bitten würde hier nicht mehr zu posten, würdest du es wahrscheinlich doch machen. Warum machst du nicht einen eigenen Thread auf? Du bist einfach nur auf Ärger aus und willst dich wichtig machen.