Die Welt als Vorstellung

Sun Deluge
@ Partygänger

Das Denken ist nicht objektiv, denn sonst könnte ich meine Gedanken nehmen und durch die Luft pfeffern...

Gruss
Finn
Partygänger
geschockt ! gruebel ....das denken an sich ist objektiv......jeder mensch denkt.....viele menschen denken ihre gedanken wären subjektiv ihre eigenen......aber es liegt schlussendlich an ihnen ob sie sich mit jenem gedankenstrom identifizieren wollen.....wer denkt das er denkt wird vom SEIN erdacht.....wer über den denken steht bedenkt nichts mehr und ist im SEIN.....
Aurom
Zitat:
Original von Partygänger
lieber aurom wieso soll ich mir vorstellen das menschen abkratzen und sich gegenseitig abschlachten ? gruebel


naja...du stellst dir ja auch vor, in einen hundehaufen gelatscht zu sein...(oder passiert dir das nicht?) großes Grinsen
Aurom
Zitat:
Original von pnovell
Zitat:
Original von Aurom
Zitat:
Original von pnovell
Also jeden Tag sterben irgendwelche Leute aber die Welt dreht sich munter weiter oder? Wäre das nicht zumindest ein Trosthinweis darauf daß es die Welt auch ohne uns gibt?


nicht wirklich...denn das sterben anderer und das weitergehen der welt ohne diese gehört zu deiner vorstellung.

heißt das andere Menschen existieren für sich selbst nicht wirklich?


nein, das heißt nur, dass das sterben anderer und das eigene weiterleben nicht als beweis (oder "trosthinweis") taugen, dass es die welt auch ohne uns gibt... nunja
Partygänger
geschockt ich stell mir bestimmt nicht vor in hundekacke reingelaufen zu SEIN , wieso sollte ich sowas tun ?
Aurom
sollst du doch garnicht... nunja
Sun Deluge
@ Partygänger

Du merkst die Hundekacke nur unter Deinen Schuhen und stellst sie Dir subjektiv vor oder nimmst es zumindest wahr.

Gruss
Finn
pnovell
Zitat:
Original von Aurom
Zitat:
Original von pnovell
Zitat:
Original von Aurom
Zitat:
Original von pnovell
Also jeden Tag sterben irgendwelche Leute aber die Welt dreht sich munter weiter oder? Wäre das nicht zumindest ein Trosthinweis darauf daß es die Welt auch ohne uns gibt?


nicht wirklich...denn das sterben anderer und das weitergehen der welt ohne diese gehört zu deiner vorstellung.

heißt das andere Menschen existieren für sich selbst nicht wirklich?


nein, das heißt nur, dass das sterben anderer und das eigene weiterleben nicht als beweis (oder "trosthinweis") taugen, dass es die welt auch ohne uns gibt... nunja

und warum nicht?
wenn also andere für sich selbst existent sind dann hätten sie doch auch eine Vorstellung von der Welt oder?
Warum sollte dann die Vorstellung des einen mit dem ableben eines anderen subjektiv vernichtet werden?
na und wenn sie nicht vernichtet würde, würde sie dann nicht "objektiv" erhalten bleiben?
Aurom
das alles fragst du am besten einen solipsisten...(ich bin nämlich keiner, hab nur mal versucht, wie einer zu denken...aber das ist mir jetzt zu ermüdend..ich glaube wie du, dass die welt nach meinem ableben weiterexistiert, aber "beweise" gibt es wohl nicht...)

Eine heute häufig anzutreffende Einstellung besagt, der Solipsismus sei theoretisch unwiderlegbar und eine »unvermeidliche logische Konsequenz«, praktisch aber unannehmbar, und durch den Glauben an das fremde Ich zu ersetzen (nach Martin Keibel: Werth und Ursprung der philosophischen Transcendenz S. 68 ff.).(aus dem wiki-link)
Reinhard
Die Kategorie des Seins gehört doch ausschliesslich zur Willensmetaphysik. Die Vorstellung betrifft doch nur den Bereich der Erkenntnis. Da das Sein aber Voraussetzung für die Erkenntnis ist, kann eine Antwort auf Erkenntnisfragen sich nur auf uns mögliche Erkenntnisse richten, weil wir sonst sinnloserweise durch die Erkenntnis auf den Erkenntnisgrund abzielen würden. Das ist nie und nimmer möglich. Ob eine Welt außer mir und ohne mich nun existiert oder nicht, ist eben eine solche Seinsfrage, die durch die uns möglichen Erkenntnisse nicht zu beantworten ist, deshalb bleiben auf der anderen Seite nur unsere Vorstellungen, von denen wir nicht mehr erfahren können als unsere Wahrnehmung und unser Verstand uns ermöglichen. Wenn ich aber gänzlich auf das verwiesen bin, was sich in meinen Empfindungen abspielt, dann kann ich nie über diese Empfindungen und die Erinnerungen daran hinauschreiten, so sehr ich mir das auch wünsche. Was bedeutet mir auch eine Welt, in der ich nicht existiere?Sie ist immer nur das, was von ihr erkannt wird. Ob nun Saurier, Eintagsfliege oder Ich, die 'Welt ist immer nur so viel wert, wie jede Erkenntnis von ihr. Objektivität als eigenständige Größe ist schlichtweg Quatsch, sie besteht günstigstenfalls aus den Übereinstimmungen und Einigungen zwischen uns.
pnovell
Zitat:
Da das Sein aber Voraussetzung für die Erkenntnis ist, kann eine Antwort auf Erkenntnisfragen sich nur auf uns mögliche Erkenntnisse richten, weil wir sonst sinnloserweise durch die Erkenntnis auf den Erkenntnisgrund abzielen würden.

Hast du das nicht bereits mit dem Sein als Voraussetzung getan?
Zitat:
Das ist nie und nimmer möglich.

Ist diese Behauptung nun Subjektiv oder Objektiv?
Zitat:
Objektivität als eigenständige Größe ist schlichtweg Quatsch, sie besteht günstigstenfalls aus den Übereinstimmungen und Einigungen zwischen uns.

Was bedeutet "eigenständige Größe"?
Ist denn die Subjektivität eine solche Größe?
Es ist doch möglich die Vorstellung der eigenen Subjektivität einem anderen Menschen zuzuschreiben. Würde durch eine solche Trennung der Subjektwelten nicht automatisch Objektivität entstehen?
Partygänger
nunja das objektive ist letzendlich immer ein konstrukt des subjektiven.....deshalb kann es eigenständig nicht existieren !

es ist höchstens eine vorstellung des subjekts.

das subjekt projiziert doch irgendwie immer sein subjekt ins objekt, da kann keine eigenständige grösse entstehen!
pnovell
Zitat:
Original von Partygänger
nunja das objektive ist letzendlich immer ein konstrukt des subjektiven.....deshalb kann es eigenständig nicht existieren !

es ist höchstens eine vorstellung des subjekts.

das subjekt projiziert doch irgendwie immer sein subjekt ins objekt, da kann keine eigenständige grösse entstehen!

Nicht im Falle der Vorstellung eines zweiten, im Bezug auf sein Wesen identischen Subjekts, wie sollen sich bitte dann -im Falle einer Gleichberechtigung- die "freien" Vorstellungen der beiden Subjekte zueinander verhalten?
Partygänger
seit wann gibt es denn 2 identische subjekte im universum ?

alles im da-SEIN ist ein unikat !
Neo
Zitat:
Original von Partygänger
nunja das objektive ist letzendlich immer ein konstrukt des subjektiven.....deshalb kann es eigenständig nicht existieren !

es ist höchstens eine vorstellung des subjekts.

das subjekt projiziert doch irgendwie immer sein subjekt ins objekt, da kann keine eigenständige grösse entstehen!


Schopi hätte es nicht präziser formulieren können.

Das "principium indivduationis", die Objektivation des Willens, d.h. seine Aufspaltung in die einzelnen Erscheinungsformen, wird nur im Subjekt, in der subjektiven Vorstellung, der Anschauung sichtbar. Umgekehrt wird das Wesen der Dinge (das von der äußeren Form unabhängige innere Wesen), Kants "Ding an sich", nur in der Innenbetrachtung des einen einzigen uns zu diesem Zweck zur Verfügung stehenden Objekts (Ich selber) sichtbar.
Durch den Übertagungsakt auf alle anderen Objekte (Erscheinungsformen) wurde Schopenhauer nun klar, dass das Ding an sich der Wille ist, der unabhängig von der äußeren Form, zeitlos, raumlos, ewig existiert. Und von diesem Ding-an-sich ist das eigene Subjekt nur ein Teil, eine Perspektive sozusagen. Völlig gleichwertig den anderen Perspektiven, da eigentlich ein und dasselbe "Ding-an-sich".

Gruß
Reinhard
Hallo Pnovell, hast Du eigentlich völlig übersehen, dass ich unterschieden habe zwischen Erkennen und Sein? Dein Hinterfragen macht doch nur einen Sinn, wenn Du das gleichsetzt. Ich erkenne, also bin ich. Schopenhauer aber kommt es doch gerade darauf an, zu zeigen, dass dem nicht so ist. Der Wille ist bei ihm frei von den Voraussetzungen unserer Erkenntnis und durch diese nie zu begreifen. Die Objektivationen des Willens sind unsere Vorstellungen von Ihm und er selber ist in allem und alles ist in ihm. Es geht ja nicht darum die Grenzen des Willens durch den Geist zu bestimmen, sondern die Grenzen unserer Erkenntnis durch den Willen, in dem auch einzig die Freiheit, nämlich im Esse, liegen kann. Natürlich lässt sich auch der Wille nie beweisen aber Metaphysik ist halt immer Interpretation.

Tschüss
R.S.
pnovell
Zitat:
Original von Partygänger
seit wann gibt es denn 2 identische subjekte im universum ?

seit es die Vorstellung des einen Subjekts darüber gibt!

Zitat:
alles im da-SEIN ist ein unikat !

Im Bezug auf die qualitative Wahrnehmung vielleicht, nicht aber auf die Tatsache des Subjektivismus selbst!
Sobald ein Subjekt sich seines Subjektivismus bewußt wird erschaft es damit gleichzeitig die Möglichkeit eines zweiten identischen Subjektivismus welcher laut eigener Definition unabhängig sein muß da subjektiv.
Es ist "reine" bzw. a priori Objektivität und hat nichts mit der Qualität der Wahrnehmung zu tun!
Sun Deluge
Hallo pnovell
Zitat:
Sobald ein Subjekt sich seines Subjektivismus bewußt wird erschaft es damit gleichzeitig die Möglichkeit eines zweiten identischen Subjektivismus welcher laut eigener Definition unabhängig sein muß da subjektiv.

In einem Ich kann ich nur ein Subjekt erkennen oder meinst Du Dualismus in einem Ich mit (materieller) Wahrnehmung und daraus das Denken getrennt betrachtet? Aber als Vorstellung ist doch alles das gleiche?

Gruss, Finn
Partygänger
hallo pnovell !!!

die vorstellung eines identischen subjekts ist schlichtweg fantasie , ein hirngespenst !

was soll ich damit anfangen
was überhaupt nichts mit der realität zu tun hat !?

dann ist deine vorstellung des subjektivismus ein abstruses denkkonstrukt, mehr nicht....
Sun Deluge
@ Partygänger
Zitat:
die vorstellung eines identischen subjekts ist schlichtweg fantasie , ein hirngespenst !

Ausser er meint den Unterschied in ein und dem selben Ich und zwar das Bewusstsein der materiellen Welt und die Gedankenwelt als subjektiv verschieden.

Gruss, Finn