Perro
Hallöchen.
"Gut" ist ja ein sehr dehnbarer und strittiger Begriff. Mich würde interessieren, wie Empiristen "gut" definieren. Was ist "gut" im empiristischen Sinne?
MFG Perro
jan656
Alles ist a priori gut
Shui
Gut ist was nützt.
Je nach Auslegung des Empiristen kann man zwischen qualitativem und quantitativem nutzen, sowie zwischen Gerechtfertigtkeit des Nutzens unterscheiden.
Perro
| Zitat: |
Original von Shui
Gut ist was nützt.
Je nach Auslegung des Empiristen kann man zwischen qualitativem und quantitativem nutzen, sowie zwischen Gerechtfertigtkeit des Nutzens unterscheiden. |
Beschreibst du nicht gerade die utilitaristische Sicht?
Der Utilitarismus ist doch die philosophische Richtung, die auf den Nutzen aus ist.
Shui
Hm... Stimmt, mein Fehler.
Empiristen kennen ein "gut"?
Ich dachte Empirismus wäre eine Erkenntnistheorie, welche sich wenig um gut/schlecht und eher um wahr"falsch sorgt.
Partygänger

GUT-FRIED IST GUT FÜR MICH!!!!
Loma
Hmmm... rein empiristisch gesehen:
Gut ist, was sich als den Erwartungen (=Prognosen) entsprechend erweist?
Liebe Grüße
mr.monks
Vielleicht muss man gut nicht definieren. Wenn man dem Guten begegnet, weiß man schon, dass es das Gute ist.
Perro
| Zitat: |
Original von Loma
Hmmm... rein empiristisch gesehen:
Gut ist, was sich als den Erwartungen (=Prognosen) entsprechend erweist?
|
Danke.
Aber wie ist das Fragezeichen am Ende deiner Aussage zu interpretieren?
Perro
| Zitat: |
| Go on, prove me wrong. Destroy the fabric of the universe. See if I care. |
Geiles Zitat. Das sage ich morgen zu meinem Lehrer.
Loma
| Zitat: |
Original von Perro
| Zitat: |
Original von Loma
Hmmm... rein empiristisch gesehen:
Gut ist, was sich als den Erwartungen (=Prognosen) entsprechend erweist?
|
Danke.
Aber wie ist das Fragezeichen am Ende deiner Aussage zu interpretieren? |
Weil ich selbst da eher fragend, mutmaßend und spekulierend statt beweisend, behauptend und wissend unterwegs bin.
Liebe Grüße
Hirschi
Hm...gut ist, was die Anforderungen erfüllt.
HarpGoil
Schon wieder Utalitarismus.
Archibald
@ Perro:
Nennen wir mal "das leid", oder aber, "die Hölle" = "x", und, nennen wir die "Freude", oder aber, den "Himmel" = "y".
Dann ist Alles das, was "x" verursacht, "das Schlechte", und, alles das, was "y" verursacht, "das Gute".
Telltale
| Zitat: |
Original von Archibald
Nennen wir mal "das leid", oder aber, "die Hölle" = "x", und, nennen wir die "Freude", oder aber, den "Himmel" = "y".
Dann ist Alles das, was "x" verursacht, "das Schlechte", und, alles das, was "y" verursacht, "das Gute". |
Na aber Hallo! Das nenne ich doch mal Triumph der Empirie.
begeistert
Telltale
J*St*
@ perro,
gut ist allein, was dem Wohle aller dient.
Darum mein Kategorischer Imperativ (KI): Handle immer nur zum Wohle aller.
Gruß JSM
J*St*
Die Frage ist doch, wie man das Gute definiert.
Aristoteles sieht im Glück das gute (Eudämonismus), Shui sieht im Nutzen das Gute (Utilitarismus/Pragmatismus), De Sade sieht im Ausleben der Lust das Gute (Hedonismus).
Ich selbe sehe das Gute einfach im Guten selber. Aber wie soll man das Gute "als das Gute" definieren?
Kants vorschlag: Gut ist allein ein Guter Wille.
Nur, dann habe ich noch keinen objektiven Maßstabe. Kann sagt uns also "nicht" wann etwas wirklich gut ist. Er sagt nur, die Vernunft wird es uns schon eingeben.
Objektiv kann aber eine Definition sein, wie meine oben angeführte:
Gut ist allein, was dem Wohle aller dient. Denn, dient es nicht dem Wohle aller, schadet es, ist also "nicht" gut.
Das ist jedenfalls mein "Vorschlag" für eine objektive Definition. aber Ihr könnt natürlich auch Vorschläge machen. Ich bin ganz Ohr.
Gruß JSM
Shui
| Zitat: |
| Gut ist allein, was dem Wohle aller dient. |
Aha... Was soll das sein?
War es gut, als den Indianern wertvolle Rohstoffe gegen ein paar bunte Glasperlen abgeluchst wurden?
Alle waren froh, aber die guten amerikanische Ureinwohner wurde eigentlich übers Ohr gehauen.
Wer überhaupt sind diese "Alle"?
Nichts für Ungut, aber es ist undenkbar, etwas zu finden, das allen dient.
Was suchen wir denn überhaupt?
Eine alltagstaugliche oder allumfassende Definition?
Fakt ist, deine kann man für den Alltag vergessen, für jede geschäftliche Entscheidung und vermutlich auch jegliche Politische Belange...
J*St*
@ Shui,
Irrtum. Das liegt nicht an meiner Definition, sondern an der Schlechtigkeit der Welt. Nicht ich muss meine Definition der Schlechtigkeit der Welt anpassen, sondern die Welt hat sich an meiner Definition zu orientieren. So wird ein Schuh draus. Gruß JSM
Shui
| Zitat: |
| Nicht ich muss meine Definition der Schlechtigkeit der Welt anpassen, sondern die Welt hat sich an meiner Definition zu orientieren. |
Und warum sollte die Welt das tun?
"Sie" schert sich doch am wenigsten darum, ob sie der Definition irgendeines unbekannten Typen gerecht wird.
Du meinst also, man sollte ab sofort das Wort "gut" nicht mehr benutzen, weil DU darunter etwas verstehst, das schlicht nicht realisierbar ist?
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