Das 5. Element

drunkenphil
Guten Morgen Nachtschwärmer,
ich trink gerade mein drittes Bier und bin aufeinmal motiviert genug mich im Internet zu äußern. roll

Erst vor kurzem hab ich den Film mal wieder gesehen, ich muss dazu sagen das ich dabei äußerst bekifft war. Freude (jaja, böse, böse...)

Aber so wie es dann nunmal ist, denkt man plötzlich über Dinge nach die einem sonst nicht einfallen würden.

Ich versuche mal meine Gedankengänge zum Film wiederzugeben, sofern mir das im nicht bekifften Zustand möglich ist.


Dieser Film wirkte auf mich sehr animalisch, der Mensch, das Tier, ist ein unsicheres und eigentlich dummes Wesen welches nichts von seiner Existenz zu verstehen weiß. Wir besitzen zwar hohe Technologie, meist militärisch geprägt, haben klare Hierachien und verstehen es zu überleben. Das einzige was uns bleibt ist unserere Intelligenz, unsere Logik und Rationaltität. Doch nur unsere Intelligenz ermöglicht uns unsere Überheblichkleit die es mglich macht alles zu zerstören. So können wir zwar Zusammenhänge vestehen und uns die Natur beherrschbar (glauben) machen, aber das Ziel erkennen wir nicht. Wir leben ztu milliarden auf diesem Planeten und zerstören ihn in unserer Überheblichkeit. Wir glauben doch tatsächlich das wir bestimmen können, das wir als Menschen das Recht haben alles zu kontrollieren. Dabei wuseln wir wie ferngesteuert auf der Erde herum und haben keine Kontrolle über unser "Schicksal".

In diesem Film sind auch alle Führungspositionen, alle Wissenschaftler, die Bösen und coolen männlich. Doch das 5.Element, das emotionale Wesen, das irrationale, das starke und zugleich schwache in einem weiblichen Wesen vereint. Die Männer erdachten sich einst vier Elemente, logisch und rational, und nun kommt das Weib, sie passt eigentlcih nicht in diese Lokik, sie ist falsch und doch vervollkommt sie erst das ganze.
Dieser Film ist ein Apell an die Liebe, das Bedürfniss der Geschlechter zueineinader, trotz oder gerade wegen ihrer Widersprüche, erst die Liebe, die Vereinigung der Unvollkommenheit macht die Menschen vollkommen. Dieser Film zeigt wie fehlbar wir Menschen sind auch wenn wir absolut logisch und rational handeln. Wir können nur glauben oder hoffen, mehr steckt hinter all dem Getue nicht.

Nackte Affen welche eine gewisse Intelligenz besitzen aber so vieles verkennen. Letztendlich bleibt uns nur das Überleben und dieser Film wendet sich ab von unserer zerstörerischen Qualität und zielt auf die Vereinigung hin. Ungleiches vervllkommt sich.
Partygänger
geschockt Genau drunkenphil! eine ergänzende vereinigung für alle menschen! aber nichts vollkommnes bitte, dann wirds langweilig.,,,...,
Milena S.
Und dabei begann es bei Platon ganz unspektakulär - wenn er es nur nicht so rätselhaft formuliert hätte.
Zunächst hat er wie Empedokles die üblichen 4 Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer den ersten 4 platonischen Körpern zugewiesen. Wenn nicht der Pythagoräer Timaios bewiesen hätte, dass es 5 regelmäßige Körper geben muss. Also schrieb Platon: "Da aber noch eine, die fünfte Zusammenfügung übrig war, so benutzte Gott diese für das Weltganze, indem er Figuren darauf anbrachte".
Darüber wurde lange gerätselt, und viel spekuliert. So ist bekanntermaßen die Äther-Theorie entstanden. Heute denkt man sich meist, dass es hier um die Fixsternsphäre geht, die man sich früher als mit den Sternbildern angemalt dachte.
Eine ähnlich große Welle hat Platon mit seinem Atlantis-Mythos losgetreten. Aber das ist eine andere Geschichte ...
Androklus
Naja, ich sehe den Film eher amüsanter und denke das es auch gar keinen größeren tieferen Sinn gibt. Oder Message. Es ist mehr eine SciFi-Action-Komödie.

Aber sehr gut gemacht. Habe bestimmt 3 mal gesehen. Luc Besson ist sowieso nen toller Regisseur.
Andique
im Film "Matrix" gibt es eine ähnliche, vielleicht sogar äquivalente Gegenüberstellung:
auf der einen Seite der "Architekt", der ständig Parameter in Gleichungen aufrechnet und auf der anderen Seite das "Orakel", das eben diese Gleichungen wieder durcheinander bringt.
Man kann diese Konstellation als Dualität werten, in der Neo, die "Anomalie", eigenständig seinen Weg finden muss.
Mo-M.
Zitat:
Original von Andique
im Film "Matrix" gibt es eine ähnliche, vielleicht sogar äquivalente Gegenüberstellung:
auf der einen Seite der "Architekt", der ständig Parameter in Gleichungen aufrechnet und auf der anderen Seite das "Orakel", das eben diese Gleichungen wieder durcheinander bringt.
Man kann diese Konstellation als Dualität werten, in der Neo, die "Anomalie", eigenständig seinen Weg finden muss.


Super Beobachtung!

Ich frage mich, inwieweit Neo als die "Anomalie" vielleicht sogar das Subjekt selbst ist, das befreite Subjekt, das aus der Matrix in die Reale Welt gerissen wurde durch den symbolischen Akt der roten (der bitteren?) Pille. Die schmerzhafte Erkenntnis der Wirklichkeit, symbolisiert als den Kampf, den er auszufechten hat.

Der Architekt scheint mehr bezogen auf diese Rolle des Subjektes in der Welt und seine Erkenntnis als die vermeintlich erkannte, objektive Welt bezogen zu sein, die nur erkannt sein kann in seiner Wahrnehmung durch das Subjekt (Die Löffel-Verbiegen-Szene: Nicht der Löffel biegt sich, sondern DU). Genau diese Erkenntnis, die nur im Subjekt zustande kommt ist immer auch eine Konstruktion der "Anomalie" die in ihrer Erkenntnis, ihrem Geist, aus den vermeintlich gnadenlos Architekt-artigen Naturgesetzen herausfällt: Wir können uns nur als frei verstehen, wie schon Kant feststellte, und vielleicht ist es auch genau das, auf das das Orakel aufmerksam machen möchte:
Nimm dein Schicksal in die Hand, du Anomalie, die du dich der wahren Erkenntnis gestellt hast, nämlich dass die Welt keine Computerkonstruktion ist, sondern eine Konstruktion, die du selbst beeinflussen kannst in deinem eigenen Handeln. Dies kann jedoch nur der Auserwählte, der hinter die Fassaden des vermeintlich Gegebenen schaut: "Wach auf, Neo!" smile