Gibt es mehr als alles?

glorin
Wenn A ein Ding ist und B auch ein unbestimmtes Ding ist. C und D die gleichen Inhalte umfassen wie A und B und noch etwas mehr. Und dann noch E vorhanden ist der sich über F stellt, da er mehr ist als F da er ein Teil von F ist, somit F bildet und ist, aber gleichzeitig auch noch E ist. Sollte F dann alles sein, ist das ganze Gebilde verkehrt?

Oder durch seine Abstrakte Art, die ins Paradoxe übergeht wieder richtig?



Nimmt man nun auch noch an das [...] sind:
A und B = 2xDinge
C und D = 2xLebewesen
E = unbestimmtes Ding/Wesen
F = alles/Universum

Ist es dann verkehrt die obere Rechnung. Oder ist sie richtig und E ist wirklich mehr als F. Obwohl F alles umfasst auch das Nichts.
J*St*
Das hört sich ein bischen an, wie die Aporien des Xenon, und die sind auch falsch.

Gibt es mehr als "alles"? Antwort: Nein! Denn alles enthält eben alles. Du darfst nur nicht den Fehler machen, anzunehmen, dass "alles" eine begrenzte Menge sein. "Alles" ist unbegrenzt und unendlich, genau wie das Universum und wie Gott. Gruß Joachim Stiller Münster
glorin
Ein Münsteraner... Komme aus Greven... ^^

Ist das Universum wirklich unbegrenzt und sind die Theorien von Parallel Universen falsch? Wenn nein, ist ein Universum zwar ansich alles, aber gleichzeitig noch weniger als alles. Also geht auch noch mehr als alles? Ist etwas unbegrenztes gleich unendlich und etwas unendliches wirklich gleich alles. Dies mag ich leicht zu bezweifeln.

Auch mir ist die abstraktheit und die wahrscheinliche falschheit der Antwort auf meine Frage bekannt. Auch ich weis nicht ob es mehr als alles geben kann. Aber meine These bestätigt und wiederruft es in einem. Somit bleibt die Frage ist alles wirklich alles, oder geht noch mehr.
J*St*
Ich persönlich halte die Theorie paralleler Universen schlicht für haltlos und falsch. Aber auch dann wäre das Universum eben "nicht" alles, weil alles eben noch mehr wäre, eben das Ganze. Alles ist einfach als "absolut alles" definiert. Mehr geht nicht.

Gruß JSM
glorin
Ist dann nicht unser alles falsch definiert?

Ich habe alle Flaschen leer getrunken.

Luft bleibt noch drin. Also war es nicht alles. Somit falsche Definition für alles?
(Habe jetzt extra so ein einfaches Beispiel gewählt.)
J*St*
Wenn Du alle Flaschen leer getrunken hast, bleibt eben keine volle Flasche mehr übrig. Damit wird im allgemeinen ausgesagt, dass der Gerstensaft raus ist. Wenn Du hingegen die Luft rauslässt, etwa aus dem Glas, dann ist neuer Gerstensaft, drin (ist das jetzt ein Paradox?). Im Übrigen möchte ich mich nun an diesen Wortklaubereien nicht länger beteiligen, dafür bin ich mir einfach zu schade. Gruß JSM
glorin
Schade das du dich aus diesem Thread schon wieder verabschiedest.

Mit meinem Beispiel war eigentlich folgendes gemeint:

Du trinkst jegliche Flüssigkeit aus der Flasche. In dieser bleibt somit nur Luft, meinetwegen auch Nichts.
Kann man nur sagen du hast sie komplett also alles leer getrunken? Oder aber bleibt dann nicht die Luft oder das Nichts über. Somit ergibt die Luft + Inhalt (Also alles) der Flasche, oder das Nichts + Inhalt der Flasche = alles + X (Luft/Nichts)

Also kann man wieder mehr haben als alles.
J*St*
Ach, komm, du weiß doch eigentlich ganz genau, was gemeint ist. Sprachlich ist "alles" immer nur das "Alles" einer an sich begrenzten Menge. Also: Ich habe alle Flaschen leergetrunken, also alle, die vor mir stehen. Und, ich habe alle Flüssigkeit rausgetrunken. Natürlich ist noch etwas drin, nämlich Luft. Du musst einfach zwischen dem Wort "alles", wie wir es im allgemeinen Sprachgebrauch verwenden, und dem metaphysischen Begriff von Alles im Sinne von "Gott ist alles was ist und alles was nicht ist" unterscheiden. Daran sieht man auch, dass die Sprachphilosophie zu ganz anderen Ergebnissen kommt, als die klassische Metaphysik. Insofern können wir doch noch etwas aus dem Beispiel lernen. Gruß JSM
glorin
Hm, das obere Beispiel war allgemeinen gemeint.

Nehmen wir jetzt mal an Gott ist alles. Also bin auch ich Gott. Zumindestens ein Teil Gottes. Zusätzlich bin ich noch das ich, ein Teil Gottes. Da Gott alles ist kann er aber nicht nur ein Teil von sich selber sein. Somit ergibt sich diese Formel:
Ich = Ich + Teil Gottes
Gott = Gott + Ich

Aber er ist nicht nur der einzelnde Teil Gottes so wie ich. Also ist er nicht alles. Dieses Beispiel kann man eigentlich auf alles ausweiten, sollte man nicht an Gott glauen.
Andrey
Zitat:
Somit ergibt sich diese Formel


Wirklich? Das was du da geschrieben hast, ergibt keinen Sinn. Ich sehe weder einen Zusammenhang zwischen den "erläuternden" Text und den Summenformeln noch verstehe ich die Sätze "Zusätzlich bin ich noch das ich, ein Teil Gottes" und "Aber er ist nicht nur der einzelnde Teil Gottes so wie ich. Also ist er nicht alles".

Mehr als alles kann es definitionsgemäß nicht geben. Alles ist im "Allem" enthalten. Unendlichkeit und Alles sind unterschiedliche Begriffe. Außerdem ist der Gebrauch des Wortes "alles" in der Umgangssprache ungenau, sodass der Ausdruck "ich habe alle Flaschen leergetrunken" lediglich bedeutet, dass man den Großteil des Inhaltes aus den Flaschen getrunken hat und mehr nicht. Ob da noch Luft drin ist oder nicht, hat doch nichts mit dem Thema zu tun.
glorin
Zitat:
Wirklich? Das was du da geschrieben hast, ergibt keinen Sinn. Ich sehe weder einen Zusammenhang zwischen den "erläuternden" Text und den Summenformeln noch verstehe ich die Sätze "Zusätzlich bin ich noch das ich, ein Teil Gottes" und "Aber er ist nicht nur der einzelnde Teil Gottes so wie ich. Also ist er nicht alles".


Genau darum habe ich das Flaschen Beispiel zuerst gebracht. Es ist einfacher zu verstehen.

Angenommen: x=y+z

x ist somit alles. Oder?

Nein, x ist weder y noch z.



PS. Noch einfacher geht das nicht. Bzw. noch einfacher kann ich es jetzt auch nicht mehr dastellen.
Phantom
Hallo glorin,

Zitat:
Nehmen wir jetzt mal an Gott ist alles. Also bin auch ich Gott. Zumindestens ein Teil Gottes. Zusätzlich bin ich noch das ich, ein Teil Gottes. Da Gott alles ist kann er aber nicht nur ein Teil von sich selber sein. Somit ergibt sich diese Formel:
Ich = Ich + Teil Gottes
Gott = Gott + Ich

Deine Beweisführung krankt in meinen Augen an Ungenauigkeiten:

Wenn Gott alles ist folgt daraus lediglich dass du ein Teil von ihm bist insofern als du ein Teil von allem bist.
Es folgt keineswegs, dass du er seist (denn du könntest ja auch ein kleinerer Teil als "alles" sein, was ich sogar für wahrscheinlich halte ^^)

Zitat:
Aber er ist nicht nur der einzelnde Teil Gottes so wie ich. Also ist er nicht alles.

Inwiefern spricht es dagegen dass Gott alles ist, wenn er nicht identisch mit einem seiner Teile ist?

Ich würde eher folgern dass DU folglich nicht alles bist, wenn Gott mehr ist als du bzw nicht "nur" du ist.

Zitat:
Angenommen: x=y+z
x ist somit alles. Oder?
Nein, x ist weder y noch z.

Ist es nicht völlig banal dass, angenommen x sei y+z ,
noch lange nicht wahr ist dass x alles ist?

(Deute ich deine ungewohnte Notation eigentlich richtig wenn ich sage dass x für ein Objekt steht und y wie z für beliebige Eigenschaften oder Objekte stehen können?)

Zitat:
Genau darum habe ich das Flaschen Beispiel zuerst gebracht. Es ist einfacher zu verstehen.

Das Flaschenbeispiel zeigt doch lediglich dass man mit "alles" je nach Kontext verschiedenstes meinen kann...

"Ich habe alle Flaschen leer getrunken."

Du hast in einem gewissen Sinne ebenso wenig "alle" flaschen (dieser Welt) leer getrunken wie du auch nur eine Flasche "leer" getrunken hast (sofern man kleinkariert bemerkt dass noch Luft drin sei) aber dieser "gewissen Sinn" geht doch völlig an dem vorbei was man gemeinhin mit so einem Satz meint:
z.B. dass kein Gerstensaft mehr in greifbarer Nähe ist...
glorin
Zitat:
Wenn Gott alles ist folgt daraus lediglich dass du ein Teil von ihm bist insofern als du ein Teil von allem bist. Es folgt keineswegs, dass du er seist (denn du könntest ja auch ein kleinerer Teil als "alles" sein, was ich sogar für wahrscheinlich halte ^^)


Natürlich folgt das daraus. ^^ Aber Gott ist ja auch ein Teil von sich nämlich ich. (extra in die Formel aufegnommen). Aber Gott kann unter keinen Umstand nur(!) ein Teil Gottes sein. Er ist immer mehr. Somit folgt das er dies nicht sein kann und somit weniger als alles ist.


Zitat:
Inwiefern spricht es dagegen dass Gott alles ist, wenn er nicht identisch mit einem seiner Teile ist? Ich würde eher folgern dass DU folglich nicht alles bist, wenn Gott mehr ist als du bzw nicht "nur" du ist.


Du hast er erfasst, er ist es aber nicht identisch somit ist er es auch auf einer gewissen Weiße nicht. Also ist er nicht alles. Das ich nicht alles bin geht wohl auch aus diesem Thread heraus vor, oder?


Zitat:
Ist es nicht völlig banal dass, angenommen x sei y+z ,
noch lange nicht wahr ist dass x alles ist?


Da hast du recht, deswegen steht auch in der Gleichung angenommen.


Zitat:
(Deute ich deine ungewohnte Notation eigentlich richtig wenn ich sage dass x für ein Objekt steht und y wie z für beliebige Eigenschaften oder Objekte stehen können?)


Ja daurauf zielt es hinaus. ^^ Ich habe nur um die Sache nicht wieder zu komplezieren die Legende weggelassen.


Zitat:
Das Flaschenbeispiel zeigt doch lediglich dass man mit "alles" je nach Kontext verschiedenstes meinen kann...


Es sollte einigen in diesen Thema rein helfen und ist extra nicht auf der Ebene der anderen Beispiele. Es zeigt eigenlich nur die falsche Begriflichkeit von alles im Alltag.
Pippen
Es gibt in der Tat sprachlogisch nicht mehr als alles (was übrigens keineswegs unbegrenzt sein muss). Deshalb ist ja auch die h.M. zum Allmachtsparadoxon falsch. Wenn Gott alles kann, dann erübrigt sich die Frage, ob er A kann a priori! (Ja ich weiß, ich muss immer wieder damit anfangen *g*)
glorin
Pippen dann besuch doch einmal dieses Thema.

Link


PS. Entschuldigt bitte die Sinnfreie Post.
Andrey
@glorin

Deine Formulierungen sind sehr ungenau. Man kann unmöglich diskutieren, wenn du nicht präzise bist. Du versmischst alles mögliche und benutzt dabei Formeln, die nicht unbedingt zur Beschreibung der Sachverhalte geeignet sind. Addition und Gleichheit sind in der Mathematik sehr genau definiert, ich verstehe aber nicht, wie du dein Problem darauf abbilden kannst.

Zitat:
Aber Gott ist ja auch ein Teil von sich nämlich ich.


Gott ist ein Teil von dir? Oder von mir? Von sich selbst?
Phantom
Hi glorin,

Ich muss gestehen dass es mir mit deinen Sätzen ähnlich geht wie Andrey.
Bei manchen deiner Schlussfolgerungen habe ich das Gefühl dass du eine andere Sprache sprichst als ich.

Zitat:
Aber Gott ist ja auch ein Teil von sich nämlich ich.

Also für meine Begriffe ist Gott keiner seiner Teile.

Ich bin z.B. auch nicht mein Bein,
obwohl mein Bein durchaus ein Teil von mir ist.

Zitat:
Aber Gott ist ja auch ein Teil von sich nämlich ich. (extra in die Formel aufegnommen). Aber Gott kann unter keinen Umstand nur(!) ein Teil Gottes sein. Er ist immer mehr.
Somit folgt das er dies nicht sein kann und somit weniger als alles ist.

Ich kann diesen deinen Sätzen nicht entnehmen woraus folgen soll dass er weniger als alles ist, und worauf sich dein "dies" bezieht.
altermann
@ altermann und wer sonst noch mag...

„Noch einfacher geht das nicht. Bzw.nocheinfacherkannichesjetztauch nichtmehrdastellen.Alsoverstehtjetzt mal:
“ NehmenwirjetztmalanoderauchnichtGottistalles.Also bin auchichGott.umindestenseinTeiGottes.Zusätzlichbinichnochdasich,
einTeilGottes.DaGottallesistannerabeichtnureinTeilvonsichselbersein
SomitergibtsichdieseFormel:Ich=Ich+TeilGottesGott=Gott+
IchAbererisnichturdereinzelndeTeilGottessowieich.Alsoisternichtalles.
DiesesBeispielkannmaneigentlichaufallesausweiten,solltemannichtan
Gottglauen.GenauarumhabeichdasFlaschenBeispielzuerstgebracht.
Esisteinfacherzuverstehen.gnommen:x=y+zxistsomitalles.Oder?
Nein,xistwederynochz.“

Also; Vorstehendes ist ALLES.
Wenn ich nochmal ALLES hinzufüge, ergibt sich ALLESALLES.
Ganz einfach. roll
Oder?
Aber ALLES ohne ich (der Hinzufüger) ist nicht ALLES.
ALLES +ich=ich+Alles.
Oder? motz
Aber ich sehe/lese auch dies; also nochmal ich (der Lesende) dazu.
Ergibt: “ALLES +ich+ich“
usw.

Also ich verstehe das, logo…ganz klar… AARRGH!!

Das ist „Unendlichkeit“… + ich….oder so…
Und wer sieht das Ganze?
Und wo ist das Ganze, wenn ich nicht hingucke?
Wenn es nicht gesehen wird?
Also; ALLES oder NICHTS!

Altermann (etwas resignativ) unglücklich



PS: Zitat: “ Verstehst du mich nicht? Dann geht es dir genauso wie mir.“
…siehste…
…war das ein Selbstgespräch? ??!
Euch alles Gute Zwinker
Sun Deluge
"Gibt es mehr als alles?"

Ich vermute es gibt nur das, was vorhanden ist. Vielleicht gibt es mehr Gedankliches, aber mehr an Atomen, naja, denke ich nicht.
glorin
@Phantom: Ich muss gestehen dass es mir mit deinen Sätzen ähnlich geht wie Andrey.
Bei manchen deiner Schlussfolgerungen habe ich das Gefühl dass du eine andere Sprache sprichst als ich.

@altermann: Altermann ich verstehe dich. Das Zitat ist an dieser Stelle falsch angebracht. Auch wenn es aus meiner Sigi stammt! ^^

@Andrey: Meine Behauptung gehen darauf zurück das Gott einfach alles ist. Das wir eine andere Sprache sprechen würde ich erst einmal bezweifeln. Doch man versteht nicht immer alles was sein gegenüber ausdrücken will.

@Finn: Ok, hier ein kleines Beispiel für dich.
Ein Atom + noch ein Atom = zwei Atome. Wenn wir jetzt einmal annehmen würden es gäbe nur diese beiden Atome und sie wären als alles zusammen gefasst. Ergebe sich diese Rechnung 1Atom + 1Atom = alles.
Somit wäre jeweils 1Atom ein Teil von alles. Oder?
Doch wäre auch ein Atom alles, bzw. Teil von alles nur als einzelndes betrachtet, oder ergäbe es zuzätzlich in seiner Materie noch ein 3Stoff. Was die Formel 1Atom + 1Atom + unbekannt = alles +unbekannt ergeben würde.