mein Lebensmotto verwerflich?

glorin
Hallo, einer meiner Lebensmotto lautet:
Nicht ich lebe für die Welt, sondern die Welt lebt für mich.

Ich möchte einfach mal Wissen, was ihr von dem Motto haltet. Ob es falsch ist, oder ob ihr es für richtig erachtet... ^^


PS. Bitte nicht das Motto auf mich beziehen, sondern darüber im allgemein reden. Ob ihr ihm recht gebt, oder nicht... (ruhig auch mal pilosophisch durchleuchten, ect.)
jokuhuna
Vom evolutionären Standpunkt aus sollte man solange egoistisch handeln wie es einem nützt. Dabei muss man natürlich drauf achten die eigene Gruppe nicht soweit zu schädigen, daß es einen wieder schadet.
Shamatic
Zitat:
Original von jokuhuna
Vom evolutionären Standpunkt aus sollte man solange egoistisch handeln wie es einem nützt. Dabei muss man natürlich drauf achten die eigene Gruppe nicht soweit zu schädigen, daß es einen wieder schadet.

Aha, hast du die "Evolution" gefragt, was SIE so denkt ? Oder woher kennst du den "Standpunkt" von IHR ? Zwinker
Jay Ray
Zitat:
Original von glorin
"Nicht ich lebe für die Welt, sondern die Welt lebt für mich."

Als Motto in einer rebellischen Lebensphase, in der man sich endlich nicht mehr von jedem sagen lassen will, was man zu tun und zu sein hat und sich abgrenzen will - kann es (als Antithese) ein Befreiungsschlag sein.

Wenn man dann etwas reifer geworden ist, erkennt man, daß man sich nicht fürs eine ODER das andere entscheiden muß, sondern beides (als Synthese) haben und leben kann:
=> "Ich lebe für die Welt und die Welt lebt für mich."
Sun Deluge
...geben und nehmen... in erster Linie für mich aber auch für die anderen. Ich hätte ein schlechtes Gewissen, wenn ich auf Staatskosten innerhalb dieser Gesellschaft auf Dauer leben müsste (Staatskosten ? Der Staat hat kein Eigenkapital), was doch nicht der Fall ist, noch. Man könnte sich im Urwald flätzen, wo man umsonst Bananen pflücken kann, aber habe gehört, dass auch die Bananen versteuert sein sollen, denn die wachsen nicht im Garten Eden sondern eher auf Privatplantagen anzutreffen sind. Auch die Angestellte in einem Laden die die Regale auffüllt wurde schon einmal erwähnt oder ein Kloputzer. Genausowenig kann ich erwarten, dass der Strom für den Rechner nicht abgestellt werden soll, denn die E-Werk Arbeiter reißen sich auch den Allerwertestn auf, damit sich auch die (gewollten) Arbeitslosen auf den Bürostuhl vor dem Rechner begeben können. Wenn man selber nicht gibt, sollte man auch nicht erwarten, dass man gerne alles hinten rein gesteckt bekommt.
Ich möchte auch keine Lebensmottos kritisieren aber ich sehe anders.
Um tiefer in den Sinn der Arbeit zu gehen, müsste man weiter und umfangreicher ausholen, aber das wird auch nichts an der jetzigen Situation ändern.

Freundlichst
jokuhuna
Zitat:
Original von Shamatic
Zitat:
Original von jokuhuna
Vom evolutionären Standpunkt aus sollte man solange egoistisch handeln wie es einem nützt. Dabei muss man natürlich drauf achten die eigene Gruppe nicht soweit zu schädigen, daß es einen wieder schadet.

Aha, hast du die "Evolution" gefragt, was SIE so denkt ? Oder woher kennst du den "Standpunkt" von IHR ? Zwinker


Also entweder kennst Du nicht den aktuellen Stand der Forschung oder Du lehnst das ganze ab oder Du versuchst lustig zu wirken.
Ich vermute mal Du zweifelst an meiner Kommentarfähigkeit, dann stell bitte genaure Fragen um eine konstrutivere Diskussion zu ermöglichen.
glorin
Zitat:
Vom evolutionären Standpunkt aus sollte man solange egoistisch handeln wie es einem nützt. Dabei muss man natürlich drauf achten die eigene Gruppe nicht soweit zu schädigen, daß es einen wieder schadet.


Ja, diese augewogenheit muss vorherrschen. Doch ganz mag ich dir nicht folgen. Es gibt auch Lebewesen die nur vorhanden sind zu dienen. Ihrer Königin, ihren Rudelführer, ect. Also zu schreiben "evolutionären Standpunkt" ist nicht ganz richtig.


Zitat:
Als Motto in einer rebellischen Lebensphase, in der man sich endlich nicht mehr von jedem sagen lassen will, was man zu tun und zu sein hat und sich abgrenzen will - kann es (als Antithese) ein Befreiungsschlag sein.


Ja, das kann dies in der Tat bedeuten.


Zitat:
Wenn man dann etwas reifer geworden ist, erkennt man, daß man sich nicht fürs eine ODER das andere entscheiden muß, sondern beides (als Synthese) haben und leben kann: => "Ich lebe für die Welt und die Welt lebt für mich."


Dies hat nichts mit Reife, sondern mit Dummheit zutun. Es ist falsch zusagen man lebt für die Welt. Man sollte immer für sich selber leben. Ich reise mir manchmal auch für andere den *Hintern* auf. Aber es ist trotzdem falsch dies im Übermaß zutun. Es lebt sicht besser für sich selber und nicht für jemanden anderen zuleben.


Zitat:
Wenn man selber nicht gibt, sollte man auch nicht erwarten, dass man gerne alles hinten rein gesteckt bekommt.


Schau dich um. Wir leben in einer Welt der Schmarozer. Die "braven" Steuerzahler sind doch meist selbst du Faul irgendetwas zu bewegen. Sie machen nichts, ausser Geld zu verdienen. Während über die "Schmarozer" die Arbeitslosen meckern, das sie zu wenig machen. Nur Faul sind, ect. bedenken tun sie hier bei nur nicht das diese sogenannten "Schmarozer" eh schon das Geld fehlt und sie teilw. nicht faul sind. (Ich bin und war niemals arbeitslos gewesen, ich bin noch Schüler und komme aus ein recht previligerten Elternhaus, somit sind dies nur Einschätzung von mir und nicht meine eigene Erfahrung).


Zitat:
Um tiefer in den Sinn der Arbeit zu gehen, müsste man weiter und umfangreicher ausholen, aber das wird auch nichts an der jetzigen Situation ändern.


Wir haben eine Situation die nicht zu ändern ist? Dies ist mir neu, ihr sollt nur einen Standpunkt kritisieren.
Sun Deluge
Zitat:
Nur Faul sind, ect. bedenken tun sie hier bei nur nicht das diese sogenannten "Schmarozer" eh schon das Geld fehlt und sie teilw. nicht faul sind.


Dann meinte ich nicht alle Arbeitslosen. Ich hoffe mit Dir, dass Du einen anständigen Job bekommst und etwas auf die Beine stellst, wenn Du dazu in der Lage bist oder sein willst.

Zitat:
Sie machen nichts, ausser Geld zu verdienen.


Und Dir das Futter zu ernten, den Strom für den Rechner zu liefern und die Leitungen instande halten, die Bäcker in der Nacht wärend Du schläfst Dein Brot backen und wovon Du sonst noch so profitierst... und sie sonst nichts machen.
Das Geld muss man sich schon in einer solchen der unserer Gesellschaft verdienen, ohne auf kriminellen Wege in den Knast zu landen (wobei ich die Situation von vielen verstehen kann).

Zitat:
Ich reise mir manchmal auch für andere den *Hintern* auf.


Wenn Du wüsstest, was sich andere den A. aufreissen, wirst Du Dich in Deiner Situation als Nutzloser Winzling fühlen.

Zitat:
Dies ist mir neu, ihr sollt nur einen Standpunkt kritisieren.


Wenn schon kritisiert wird, sollte man schon erwähnen, warum und wieso (evtl. die eigenen Vorschläge erwähnen). Dann bleib Du mal bei Deinem Standpunkt schön stehen und lass die Widersprüche sein oder sehe ich Deinen Beitrag nicht nur als Kritik der Gesellschaft, zwischen dem ersten bis zum letzten Buchstaben und deren Auseinandersetzung bzw. zu versuchen jedem die eigene Sicht klar zu machen ?
Tarvoc
Zitat:
Original von glorin
Ja, diese augewogenheit muss vorherrschen. Doch ganz mag ich dir nicht folgen. Es gibt auch Lebewesen die nur vorhanden sind zu dienen. Ihrer Königin, ihren Rudelführer, ect.

Ich nehme mal an, du meinst mit Königinnen die sogenannten Königinnen von Insektenvölkern. Bei denen ist es so, dass die Königin selbst ebenfalls nur eine bloße Funktion einnimmt, nämlich als Gebärmaschine. Die Königin z.B. eines Bienenvolkes ist keine Befehlsgeberin oder so etwas, sondern nur dazu da, Nachwuchs zu produzieren. In gewisser Weise ist bereits die Bezeichnung "Königin" menschliche Projektion.

Was deine "Rudelführer" angeht, vermute ich mal, dass du z.B. die Leittiere in Wolfsrudeln meinst. Wolfsrudel besitzen deutlich komplexere "soziale" Strukturen als man normalerweise denkt. Das Wolfsrudel als bloße Dienerschaft des Leitwolfs zu betrachten ist jedenfalls inadäquat und wird dem Funktionieren eines solchen Rudels nicht gerecht. Ganz abgesehen davon, dass es auch immer interne Machtkämpfe in einem Rudel gibt.
jokuhuna
Zitat:
Original von Tarvoc
Zitat:
Original von glorin
Ja, diese augewogenheit muss vorherrschen. Doch ganz mag ich dir nicht folgen. Es gibt auch Lebewesen die nur vorhanden sind zu dienen. Ihrer Königin, ihren Rudelführer, ect.

Ich nehme mal an, du meinst mit Königinnen die sogenannten Königinnen von Insektenvölkern. Bei denen ist es so, dass die Königin selbst ebenfalls nur eine bloße Funktion einnimmt, nämlich als Gebärmaschine. Die Königin z.B. eines Bienenvolkes ist keine Befehlsgeberin oder so etwas, sondern nur dazu da, Nachwuchs zu produzieren. In gewisser Weise ist bereits die Bezeichnung "Königin" menschliche Projektion.

Was deine "Rudelführer" angeht, vermute ich mal, dass du z.B. die Leittiere in Wolfsrudeln meinst. Wolfsrudel besitzen deutlich komplexere "soziale" Strukturen als man normalerweise denkt. Das Wolfsrudel als bloße Dienerschaft des Leitwolfs zu betrachten ist jedenfalls inadäquat und wird dem Funktionieren eines solchen Rudels nicht gerecht. Ganz abgesehen davon, dass es auch immer interne Machtkämpfe in einem Rudel gibt.


Genau so ist es. Hinzu kommt noch das bei diesen Insektenvölkern, wo nur die Königin Nachkommen produziert, die einzelne Drone nur ihre Erbinformationen weitergeben kann wenn der Stamm überlebt. Also opfert sich eine Drone natürlich für ihr Volk.

Das Problem, wenn man über Evolution redet, ist oft eine vollkommen vereinfachte und veraltete Sichtweise auf diese.
Tarvoc
Zitat:
Original von jokuhuna
Das Problem, wenn man über Evolution redet, ist oft eine vollkommen vereinfachte und veraltete Sichtweise auf diese.

Ja. Wobei man beschreiben sollte, um was für Arten von Sichtweisen es sich handelt. In diesem Falle ist das Problem die Projektion von Begriffen, die der menschlichen Sozialität, so wie wir sie heute verstehen, entlehnt sind, auf tierische Verhaltensweisen. Also sozusagen ein Verhaltens-Anthropomorphismus.
Zacharias
jokuhuna: Ich glaub shamatic wollte nur sagen, das die Evolution keine Meinung/Standpunkt über sich selbst hat/einnimmt.
jokuhuna
Zitat:
Original von Tarvoc
Zitat:
Original von jokuhuna
Das Problem, wenn man über Evolution redet, ist oft eine vollkommen vereinfachte und veraltete Sichtweise auf diese.

Ja. Wobei man beschreiben sollte, um was für Arten von Sichtweisen es sich handelt. In diesem Falle ist das Problem die Projektion von Begriffen, die der menschlichen Sozialität, so wie wir sie heute verstehen, entlehnt sind, auf tierische Verhaltensweisen. Also sozusagen ein Verhaltens-Anthropomorphismus.


Der Anthropomorphismus ist aber nur ein solcher wenn man Menschen nicht für Tiere hält fröhlich

Was ja das spannende an der ganzen Evolutionssache ist, gibts ein Punkt an dem das Tier zum Mensch wurde oder nicht?
ewig
Zitat:
Original von jokuhuna
Was ja das spannende an der ganzen Evolutionssache ist, gibts ein Punkt an dem das Tier zum Mensch wurde oder nicht?

Natürlich nicht. Die Realität hat keine Punkte, auch wenn die Mathematisierung der Wissenschaften manchen das glauben läßt.
jokuhuna
Zitat:
Original von ewig
Zitat:
Original von jokuhuna
Was ja das spannende an der ganzen Evolutionssache ist, gibts ein Punkt an dem das Tier zum Mensch wurde oder nicht?

Natürlich nicht. Die Realität hat keine Punkte, auch wenn die Mathematisierung der Wissenschaften manchen das glauben läßt.


Also kein Punkt, dann vielleicht eine Strecker ofer Fläche? An dessen einem ende ein Tier ist und am anderen ein Mensch. Irgendwo müssen sie ja sein.
Shamatic
Zitat:
Original von jokuhuna
Zitat:
Original von ewig
Zitat:
Original von jokuhuna
Was ja das spannende an der ganzen Evolutionssache ist, gibts ein Punkt an dem das Tier zum Mensch wurde oder nicht?

Natürlich nicht. Die Realität hat keine Punkte, auch wenn die Mathematisierung der Wissenschaften manchen das glauben läßt.


Also kein Punkt, dann vielleicht eine Strecker ofer Fläche? An dessen einem ende ein Tier ist und am anderen ein Mensch. Irgendwo müssen sie ja sein.

"Tier" und "Mensch" sind menschliche Kategorien. Letztendlich Definitionssache unsererseits d.h. es gibt keine vorgegebene, gar "natürliche" Unterscheidung zwischen "Tier" und "Mensch". Du unterliegst hier glaube ich dem Trug der Begriffe Zwinker
glorin
Zitat:
Und Dir das Futter zu ernten, den Strom für den Rechner zu liefern und die Leitungen instande halten, die Bäcker in der Nacht wärend Du schläfst Dein Brot backen und wovon Du sonst noch so profitierst... und sie sonst nichts machen. Das Geld muss man sich schon in einer solchen der unserer Gesellschaft verdienen, ohne auf kriminellen Wege in den Knast zu landen (wobei ich die Situation von vielen verstehen kann).


Dies ist ein netter Nebeneffekt. Würde es kein Geld geben, würden sie nicht arbeiten. Sie machen das was ihnen hilft und ich ernte mit ihren Erfolg. Dies ist eine ganz natürliche Sache, jeder Versucht das beste für sich zu bekommen. Und warum sollte man es machen, wenn man es so bekommen kann? Somit finde ich dein Beispiel mit Bäckern hinfällig. Die meisten arbeiten als Bäcker ihrertwegen und nicht meinetwegen. Das sie etwas arbeit haben sollte sie eigentlich freuen, es gibt genügend Arbeitslose.
Und auch hier muss ich wieder sagen, ich kenne auch etwas die arbeit, welche sie hinlegen müssen. Doch ich stelle immer wieder fest, das es nur bei dem notwendigsten bleibt. Die wenigsten machen irgendetwas ehrenamtlich.

Mal kurz aufzählen was ich diese Woche getan habe (ehrenamtlich):
Ein Stadtfest mitbetreut, Schulbänke gestrichen, Kanu anfängertraning, Schwimm anfängertraning, morgen Ems- (Fluß) reinigen. Also halte mir bitte jetzt keine Vorträge darüber das ich nicht weiß welche arbeiten es gibt. Und es geht auch nicht um die selbstbereichernden Arbeiten, sondern viel mehr um die freiwilligen Arbeiten, die man anderen zuliebe macht. Und hier versagt unsere Nation!


Zitat:
Ich nehme mal an, du meinst mit Königinnen die sogenannten Königinnen von Insektenvölkern. Bei denen ist es so, dass die Königin selbst ebenfalls nur eine bloße Funktion einnimmt, nämlich als Gebärmaschine. Die Königin z.B. eines Bienenvolkes ist keine Befehlsgeberin oder so etwas, sondern nur dazu da, Nachwuchs zu produzieren. In gewisser Weise ist bereits die Bezeichnung "Königin" menschliche Projektion.


Ja, ich meine Insektenkönigin. Ich nenne sie Königin, da es unsere evtl. unkorekte aber verbreiteste Bezeichnung ist. (Die Arbeiter leben nur für die Königin und die Königin nur für das Volk. So ist das Beispiel doch noch wirkungsvoller.)


Zitat:
Was deine "Rudelführer" angeht, vermute ich mal, dass du z.B. die Leittiere in Wolfsrudeln meinst. Wolfsrudel besitzen deutlich komplexere "soziale" Strukturen als man normalerweise denkt. Das Wolfsrudel als bloße Dienerschaft des Leitwolfs zu betrachten ist jedenfalls inadäquat und wird dem Funktionieren eines solchen Rudels nicht gerecht. Ganz abgesehen davon, dass es auch immer interne Machtkämpfe in einem Rudel gibt.


Nein, ich meine nicht Wölfe. Dort gibt es schon feste Rangordnung, aber keinen reinen faules Leittier.
Eher könnte man schon Löwen nehmen. Der Rudelführer ist in diesem Fall nur da um konkurenten abzuhalten. Nicht für mehr. (Aber auch Löwen sind noch recht schwach als Beispiel. Die besten Beispiele sind aber recht unbekannte Tiere. Sollte jemand daran liegen welche genannt zu bekommen, suche ich gerne ein gutes Beispiel heraus.


Zitat:
"Tier" und "Mensch" sind menschliche Kategorien. Letztendlich Definitionssache unsererseits d.h. es gibt keine vorgegebene, gar "natürliche" Unterscheidung zwischen "Tier" und "Mensch". Du unterliegst hier glaube ich dem Trug der Begriffe Zwinker


Irre ich mich, oder wird nicht der Mensch in der Biologie noch als Tier angesehen? Dies ist mMn auch vollkommen richtig. Ein Mensch ist ein Tier und wird auch wahrscheinlich immer eins bleiben.
Tarvoc
Zitat:
Original von jokuhuna
Der Anthropomorphismus ist aber nur ein solcher wenn man Menschen nicht für Tiere hält. fröhlich

Nein, er ist auch sonst ein solcher. Von einer Tierart auf eine andere zu schließen ist auch ein Anthropomorphismus, insofern die eine Tierart, von der aus man schließt, zufällig der Mensch (anthropos) ist. Zwinker
Sun Deluge
Hallo glorin.

Zitat:
Würde es kein Geld geben, würden sie nicht arbeiten.


Tja, anders läuft es leider nicht, obwohl ich auch nichts von diesem Wirtschaftssystem halte.

Zitat:
Sie machen das was ihnen hilft und ich ernte mit ihren Erfolg.


Schon allein, dass sie Steuern auch für Arbeitslose blechen (Dank). Aber bevor Du mir das Wort im Munde herumdrehst, sage ich auch dass es überall nur so Steuern herabregnet, wobei auch wieder die Arbeitslosen "ihr" Geld lassen.

Zitat:
Die meisten arbeiten als Bäcker ihrertwegen und nicht meinetwegen.


Dann backst Du Dein Brot in einer Brotbackmaschine. Und wer stellt die her ? Und den Fertigteig ? Ich vermute Du willst dann tatsächlich unabhängig in einem Urwald die Bananen pflücken (wenn alle ihre Arbeit hinschmeissen). Was ist wenn Dich eine Mücke stechen würde und Tropenfieber bekommst ? Wer wäre dann da um Dich heilen zu wollen ? Ich vermute kein Arzt ohne Bezahlung, der würde Dir nicht die lebensrettende Behandlung geben, weil Du kein Geld oder eine Krankenversicherung (wenn diese nicht immer nur noch mehr kassieren würden, anstatt auch mal Leistungen zu bringen) hättest.

Zitat:
Das sie etwas arbeit haben sollte sie eigentlich freuen, es gibt genügend Arbeitslose.


...die sie mit ernähren müssen.

Zitat:
Die wenigsten machen irgendetwas ehrenamtlich.


100 Sozialstunden ?

Zitat:
Und es geht auch nicht um die selbstbereichernden Arbeiten, sondern viel mehr um die freiwilligen Arbeiten, die man anderen zuliebe macht.


Soso. Wie kommst Du dann ohne Geld an den Apfelbaum der hinterm Zaun steht ? Dann kannst Du nur rüberschauen, wie sie ihre Äpfel essen, weil sie sich das (in unserem unveränderbaren kapitalistischen System) verdient haben und Du ohne Geld in dieser "Nation" untergehst. Aber zum Glück gibts ja Geld vom Staat, sodass ordentlich rumgehartzt werden kann. Wäre schön, wenn man sich auf die faule Haut legen könnte, aber diese Ideologie kann in einer solchen Gesellschaft nicht vertreten werden, ohne bespuckt werden zu wollen, leider !? Aus der Kirche bin ich schon ausgetreten, fehlen nur noch die anderen lächerlichen Steuern (wobei ich die Faulen von den Willigen und Lernenden trennen würde und natürlich Förderung für die Bildung, Bau und sozialen Einrichtungen u.s.w. noch evtl. unterstützen würde. Ich würde noch die Förderung für "Job- und Bildungsstellensuche" oder für "nicht schwere Arbeit die Spass macht" hinzufügen), mehr Geld habe damit auch ich über die Runden komme. Aber wenn Du ein besseres System vorschlägst (wo garkeine Steuern gezahlt werden müssen und alle zufrieden sind, incl. der Dritten Welt), als unseren schön schrecklichen Kapitalismus, kannst Du mir das als erstes schreiben, wäre mir wichtig zu wissen, ob es irgendwann Bananen für alle umsonst gibt, ich will auch welche. Ich hoffe das alles ist nicht zu unsachlich geraten.

Sehr freundlichst
glorin
Zitat:
Tja, anders läuft es leider nicht, obwohl ich auch nichts von diesem Wirtschaftssystem halte.


Wenn jemand 6Stunden am Tag im Burö sitzt, kann er mMn schon 2Stunden der Allgemeinheit spenden und öffentliche Arbeit ehrenamtlich verrichten. Es gibt einige wenige die dies machen. Und die meisten von denen welche es machen kommen nicht aus der unteren, oder oberen sondern aus der zerbröckelnden Mittelschicht.


Zitat:
Schon allein, dass sie Steuern auch für Arbeitslose blechen (Dank). Aber bevor Du mir das Wort im Munde herumdrehst, sage ich auch dass es überall nur so Steuern herabregnet, wobei auch wieder die Arbeitslosen "ihr" Geld lassen.


Ach hör doch bitte mit den Steuergeldern auf. Sie werden vom Staat verbraten. Von irgendwelchen Schlipsträgern. Was habe ich letztens noch gehört. Es haben einige gefordert das Arbeitslosengeld noch weiter zusenken. Schöne Welt. Die einen baden im Geld und die anderen sitzen auf dem trockenen. Genau genommen im Nassen.
Zum Glück bin ich noch Schüler und habe keine schlechten Chancen ein Job zubekommen. (Würde ich nicht Schule weiter machen wollen.) Arbeitslose haben doch heutzutage die Arschkarte gezogen und besser wird es durch die Finanzkriese auch nicht.


Zitat:
...die sie mit ernähren müssen.


Die sie mit ernähren müssen? Nein, die sie ernähren damit ihr Leben weiter soläuft wie bisher. Toiletten putzen und ähnliches wollen sie wohl kaum.


Zitat:
100 Sozialstunden ?


Ja, wenn man dazu verdonnert wird. Aber freiwillig?


Zitat:
Soso. Wie kommst Du dann ohne Geld an den Apfelbaum der hinterm Zaun steht ? Dann kannst Du nur rüberschauen, wie sie ihre Äpfel essen, weil sie sich das (in unserem unveränderbaren kapitalistischen System) verdient haben und Du ohne Geld in dieser "Nation" untergehst. Aber zum Glück gibts ja Geld vom Staat, sodass ordentlich rumgehartzt werden kann. Wäre schön, wenn man sich auf die faule Haut legen könnte, aber diese Ideologie kann in einer solchen Gesellschaft nicht vertreten werden, ohne bespuckt werden zu wollen, leider !?


Ich sage nicht das selbst bereichernde Arbeit falsch ist. Sieh dir das Motto des Themas an. Ich sage nur das auch ehrenamtliche arbeit nicht schaden kann. Ich verliere nämlich immer mehr die Lust irgendetwas zutun. Ehrenamtlich damit andere Leute ihren *Hintern* nicht erheben müssen und durch meine Verdienste sich ausruhen können.
Deswegen kam ich auch wieder auf das Motto. Anders ausgedrückt am wichtigsten bin ich danach kommen erst die anderen.


Zitat:
Aber wenn Du ein besseres System vorschlägst (wo garkeine Steuern gezahlt werden müssen und alle zufrieden sind, incl. der Dritten Welt), als unseren schön schrecklichen Kapitalismus, kannst Du mir das als erstes schreiben, wäre mir wichtig zu wissen, ob es irgendwann Bananen für alle umsonst gibt, ich will auch welche. Ich hoffe das alles ist nicht zu unsachlich geraten.


Oh, es gibt bessere Systeme als unseres. Aber wie schon gesagt wir erreichen keine langfristigen Veränderung. Ein besseres System würde nicht aufgenommen werden, da es den falschen Menschen weh tun würde und den richtigen helfen würde. Bring ein System durch, wenn du damit alle reicheren auf die Füße trittst. (Das System müsste ich nicht einmal erfinden. Es würde reichen in Geschichtsbüchern zu stöbern.)