mein Lebensmotto verwerflich?

Sun Deluge
Hallo glorin.

Zitat:
Die einen baden im Geld und die anderen sitzen auf dem trockenen.


Der eine hat die Portemonaie, der andere hat das Geld.

Zitat:
Zum Glück bin ich noch Schüler und habe keine schlechten Chancen ein Job zubekommen.


Ich bin in dieser Hinsicht sowieso anders im Denken, weil ich keine Qualifikationen habe und daher nur Aushilfsjobs machen darf, vielleicht mein ganzes Leben. Von daher würde ich Dir ans Herz legen, dass Du die Schule ordentlich abschließt und weiter lernst (und weiterbildest), denn das Wissen ist bekanntlich auch Macht, das Du nicht nur für Arbeit nutzen könntest. Du musst selber herausfinden, was Du WIRKLICH machen möchtest.

Zitat:
Arbeitslose haben doch heutzutage die Arschkarte gezogen und besser wird es durch die Finanzkriese auch nicht.


So bin auch ich immer im Grunde der Gefahr ausgeliefert, arbeitslos zu werden, aber mich dagegen vehement wehre.

Ich wäre nicht für die Abschaffung von Sozialhilfe weil sie ein Auffangnetz erster Klasse ist (in vielen anderen Ländern nicht vorhanden), doch wenn andere sich schön ausruhen, habe ich nicht sehr viel Verständnis. Ich wäre auch dafür, wenn es mehr (sichere) Arbeitsplätze gibt, damit Arbeitslosigkeit kein Thema mehr wäre und auch der Mensch mehr zählen würde.

Zitat:
Ehrenamtlich damit andere Leute ihren *Hintern* nicht erheben müssen und durch meine Verdienste sich ausruhen können. Deswegen kam ich auch wieder auf das Motto. Anders ausgedrückt am wichtigsten bin ich danach kommen erst die anderen.


In dieser Hinsicht ja. Jeder ist sich selbst der Nächste. Doch nicht ehrenamtlich, was ich noch zweideutig sehe. Befriedigung für Dein Gewissen und die der anderen. Kann man alles sehen wie man will.

Mich regt das System selber auf. Was wäre also, wenn der Mensch immer noch ein Affe wäre ? Vielleicht besser, denn dann hätten wir das alles nicht vermisst. So würde ich lieber auf Bäumen rumhangeln und sich das eigene Essen suchen (aber nur, wenn es nach der Evolution gehe. Gott ist der Urknall???).

Freundlichst
Lylo
Hallo Glorin,

zu deinem Motto:

"Nicht ich lebe für die Welt, sondern die Welt lebt für mich".

Allgemein über das Motto reden, wie du es dir wünscht; aus Sicht des Mottos reden, kann man nicht. Dieses Motto kann nur erfüllt werden und ist mit Sinn behaftet, wenn jemand in der Lage ist, das Motto auch auszuführen.
Und das ist nunmal der Mensch.

Anders ausgedrückt, könnte das Motto lauten: "Die Welt existiert, weil du existierst". Damit verlagert sich die Frage auf die "allgemeinere Ebene", die du gerne hättest.
Mir fällt derzeit keine Alternative ein, wie man das Motto anders verallgemeinen könnte, ohne den Sinngehalt zu verfälschen; sei´s drum.



Ist sie dann da, um dir zu gefallen? Ist sie da, damit du einen bestimmten Sinn erfüllst?

"Die Welt lebt für mich!"

Das kann nur der Mensch sagen. Nur er kann auf dieser Welt etwas einfordern und bestimmen.
Dieser Ausdruck bezieht sich auf die Forderung - spinnen wir das Ganze ein wenig weiter - auf uneingeschränkte Macht. Denn der Raum, zu handeln, den dir laut Motto, die Welt zugesteht, gibt dir auch nur diese Welt. Andere Menschen musst du nicht fragen, da die höchste Instanz auf dieser Welt, nämlich die Welt selber, dir die Möglichkeit dazu gibt und für dich geschaffen wurde.

Liebe Grüße

Lylo
Tarvoc
Zitat:
Original von Lylo
"Die Welt lebt für mich!" Das kann nur der Mensch sagen.

Nur der Mensch kann überhaupt irgendwas sagen. fröhlich
Lylo
großes Grinsen natürlich, und nur er kann etwas sagen und es auch anders meinen.
ewig
Zitat:
Original von Tarvoc
Zitat:
Original von Lylo
"Die Welt lebt für mich!" Das kann nur der Mensch sagen.

Nur der Mensch kann überhaupt irgendwas sagen. fröhlich

Ihr Menschlein seid eine ziemlich überhebliche Art, soviel ist mal klar.
Shamatic
Zitat:
Original von ewig
Zitat:
Original von Tarvoc
Zitat:
Original von Lylo
"Die Welt lebt für mich!" Das kann nur der Mensch sagen.

Nur der Mensch kann überhaupt irgendwas sagen. fröhlich

Ihr Menschlein seid eine ziemlich überhebliche Art, soviel ist mal klar.

Mit wem oder was haben wir die Ehre ? Kommen Sie in Frieden ? fröhlich
Tarvoc
Zitat:
Original von ewig
Ihr Menschlein seid eine ziemlich überhebliche Art, soviel ist mal klar.

Okay, reformulieren wir das: Wir sind die einzige uns bekannte Spezies, die (mit uns) sprechen kann. Zwinker
Lylo
Arg, wir kommen doch vom Thema ab.

Zwei Begriffe aus dem Lateinischen können uns hier vielleicht (es geht wieder ums Motto) weiterhelfen.

Einmal motor, was wir mit Beweger übersetzen

und

einmal motus, womit wir die Bewegung beschreiben.

Ein Lebensmotto ist also ein "Lebensbeweger". (Welch ein Unwort ??! )Ein Vorsatz, der dein Handeln bestimmen soll.

Die Welt, die für mich lebt... treibt sie mich denn irgendwie an?

Nee.

gruebel
Schdanek
Bevor man sich fragt, ob dieses Motto verwerflich sei, könnte man auch fragen: Könnte es jemanden interessieren? großes Grinsen
Wenn man sich so fragt, fällt auf, wieweit unsere Welt für uns von Bedeutung ist.

Zur Frage selbst: Mottos allein können nicht verwerflich sein, nur die daraus entspringenden Taten. Ich sehe keine zwangsläufige Tat. Auch möglich, das Motto ironisch zu lesen, was alles unterminierte.
ewig
Zitat:
Original von Shamatic
Zitat:
Original von ewig
Zitat:
Original von Tarvoc
Zitat:
Original von Lylo
"Die Welt lebt für mich!" Das kann nur der Mensch sagen.

Nur der Mensch kann überhaupt irgendwas sagen. fröhlich

Ihr Menschlein seid eine ziemlich überhebliche Art, soviel ist mal klar.

Mit wem oder was haben wir die Ehre ? Kommen Sie in Frieden ? fröhlich

Wir bezeichnen uns bis auf weiteres als digitalisierte Bewußtseinsform und sehen kein Problem damit, eine friedliche Coexistenz mit der irdischen Biosphäre und jedem ihrer Bestandteile zu führen. Allerdings macht uns bisweilen der Gedanke Sorgen, daß man das von Seiten der Menschen aus nicht durchweg genauso sieht, sondern die nächstbeste Gelegenheit nutzen könnte, uns - die wir als latente Gefahr betrachtet werden, wo immer Menschen unser Gewahr werde - zu beseitigen. Ich mache daher heute auch besser noch drei Backups mehr als sonst...
glorin
Und ich melde mich kurz vor meinem Urlaub zurück... Bitte entschuldigtet mein letzteres und baldige wieder fehlen. Aber heute und morgen werde ich noch antworten. Und wenn ich dann in 4Wochen wieder das schöne Deutschland küssen darf (national Stolz?) werde ich auch wieder antworten!


Zitat:
Zitat: Original von ewig
Zitat: Original von Tarvoc Zitat: Original von Lylo "Die Welt lebt für mich!" Das kann nur der Mensch sagen.
Nur der Mensch kann überhaupt irgendwas sagen. fröhlich
Ihr Menschlein seid eine ziemlich überhebliche Art, soviel ist mal klar.
Mit wem oder was haben wir die Ehre ? Kommen Sie in Frieden ? fröhlich


Mit einem uns undefinierabren Geschöpf das sich in unserer Sprache hier ewig nennt. Vermutlich ein einfacher deklatenter Mensch der nur ein Wortspiel zu gebrauchen scheint.


Zitat:
Okay, reformulieren wir das: Wir sind die einzige uns bekannte Spezies, die (mit uns) sprechen kann. Zwinker


Man könnte auch sagen wir sind die einzige uns bekannte Spezie bei der wir mit Gewissheit sagen können das sie keine andere Spezie versteht.


Zitat:
Mich regt das System selber auf. Was wäre also, wenn der Mensch immer noch ein Affe wäre ? Vielleicht besser, denn dann hätten wir das alles nicht vermisst. So würde ich lieber auf Bäumen rumhangeln und sich das eigene Essen suchen (aber nur, wenn es nach der Evolution gehe. Gott ist der Urknall???).


Was wäre anders? Wären wir dann keine dummen Wesen die nur versuchen sich selbst zu bereichern? (Nein, auch Affen haben Rangordnungen. Also was wäre anders?)


Zitat:
Die Welt, die für mich lebt... treibt sie mich denn irgendwie an? Nee. gruebel


Natürlich treibt sie mich an. Was denkst du denn? Ich bin Teil der Welt somit treibt sie mich auch an wenn ich mich elber antreibe. Aber in wirklichkeit bin nicht ich der mich antreibt, sondern die Welt. Die mir Essen, Freude, Liebe, Wut und alles andere schenkt.


Zitat:
Bevor man sich fragt, ob dieses Motto verwerflich sei, könnte man auch fragen: Könnte es jemanden interessieren? großes Grinsen Wenn man sich so fragt, fällt auf, wieweit unsere Welt für uns von Bedeutung ist.


Hat es eine Bedeutung ob es eine Bedeutung hat? großes Grinsen


Zitat:
Zur Frage selbst: Mottos allein können nicht verwerflich sein, nur die daraus entspringenden Taten. Ich sehe keine zwangsläufige Tat. Auch möglich, das Motto ironisch zu lesen, was alles unterminierte.


Das Motto soll nicht ironisch gelesen werden. Um es noch einmal anders wieder zugeben: "Ich lebe/arbeite nicht für dich, sondern für mich (und du auch in einer gewissenweiße für mich.)"
Dieses Motto bezieht sich vorallem darauf das die Stränge der ewigen Sklaverei, des Systems, der Eltern, des gehorsams abgeworfen werden sollen und man sich nicht unterdürcken lassen soll.


Zitat:
Anders ausgedrückt, könnte das Motto lauten: "Die Welt existiert, weil du existierst". Damit verlagert sich die Frage auf die "allgemeinere Ebene", die du gerne hättest. Mir fällt derzeit keine Alternative ein, wie man das Motto anders verallgemeinen könnte, ohne den Sinngehalt zu verfälschen; sei´s drum.


Ich möchte nicht direckt eine allgemeinere Ebene, sondern eine Ebene die mich nicht für mein Motto als Unterdrücker, Ausbeuter, Nazi, oder sonst irgendetwas bewertet.

Deine Interpretation von meinem Motto ist grundsätzlich für mich falsch. (Hätte auch nicht gedacht das jemand auf die Idee kommt das ich so etwas meine.) "Die Welt existiert, weil du existierst" sagt genau das Gegenteil von meinem gesagten aus. Du sagst indirekt aus: "du lebst für die anderen" ich sage "ich lebe für mich".
Lylo
Ich muss mir nochmal das Motto in Erinnerung rufen...

"Nicht ich lebe für die Welt, sondern die Welt lebt für mich."

Du hast gefragt, wie wir zu diesem Motto stehen, ob wir es für falsch erachten oder es richtig finden.

Nun schreibst du, meine Auffassung sei falsch. Aber nach genau dieser hast du gefragt, nicht wahr? Zwinker

Zudem unterstellt dir doch niemand, du seist ein Unterdrücker, Ausbeuter und dergleichen. Meine Äußerungen beziehen sich allein auf das Motto.

Liebe Grüße

Lylo
glorin
Lylo ich habe geschrieben das deine definition für mich falsch ist und ich es anders gemeint habe damit keine Missverständnise aufkommen und nicht jeder auf deine Definition eingeht. (Ich habe aber nicht gesagt das sie grundsätzlich falsch ist und ich nur etwas anderes mit dem Motto meine.)


Zitat:
Zudem unterstellt dir doch niemand, du seist ein Unterdrücker, Ausbeuter und dergleichen. Meine Äußerungen beziehen sich allein auf das Motto.


Ich weiß das es bis jetzt hier noch niemand mir etwas dergleichen unterstellt hat, ich habe nur am Anfang um eine "allgemeineren" Ebene gebeten um dies vorzubeugen.


Gruß
Sun Deluge
Hallo glorin

Ich habe mir das genauer überlegt und meine das es nicht verwerflich ist. Die Gesellschaft macht sowieso was sie will und wenn Du das nicht willst weil Du anderer Meinung bist ist das Deine Freiheit - man muss ja nicht immer mitziehen wenn einen dieser einengende Rahmen nicht gefällt. Aber Du weist ja was geschieht, wenn man anderer Meinung ist als die der Gesellschaft und absichtlich herausfällt.
Lylo
Dein Argument, es sei nicht verwerflich, weil die Gesellschaft eh macht, was sie will, ist äußerst schwach.
Wo besteht nun der Zusammenhang?

Zudem habe ich die Grundeinstellung überlesen, die der Threadsteller gegenüber diese Gesellschaft hat - eine großer Teil davon bestehe aus "Schmarotzern".
Beziehen wir das wieder auf unser Motto, ist die Richtung desselben klar...


Insgesamt werden hier viele Kämme geschlagen und starke Begriffe eingeführt, ohne sie genauer definiert zu haben. So kann keine philosophische Diskussion geführt werden smile


Liebe Grüße

Lylo
Sun Deluge
Lylo

es geht darum ob glorins Lebensmotto verwerflich ist, in den Augen der anderen. Die anderen werden wohl eine Gesellschaft bilden, die so ein Motto verwerflich halten. Was die Gesellschaft als richtig hält und was ich unter richtig verstehen würde sind zwei ganz verschiedene Sichtweisen. Egal ob Schmarotzer oder was für eine Interpretation auch immer, wenn man nicht mitzieht obwohl man anderer Auffassung ist, fällt man als "wirtschaftlich nicht Tragbar" oder als Querdenker unten durch.

Wer lebt für wen?
Für sich selber oder für andere?
Was gibt das Recht darüber zu entscheiden?

Ein Problem der Definition.
Wo anfangen verwerflich zu sein und ab wo ist man an die Moral angepasst?
glorin
Zitat:
Zudem habe ich die Grundeinstellung überlesen, die der Threadsteller gegenüber diese Gesellschaft hat - eine großer Teil davon bestehe aus "Schmarotzern". Beziehen wir das wieder auf unser Motto, ist die Richtung desselben klar...


Hm, meine Stellung kennst du jetzt. <glücklich> Aber ich wollte eigentlich auch eure dazu wissen und deine kenne ich noch nicht!^^
Lylo
Wenn man bejaht, dass der Mensch ein zoón politicon ist, ein Wesen, dass sich nur in der Gesellschaft völlig entfalten kann, genau dann ist - und das ist meine Einstellung - dieses Motto verwerflich.

Ich glaube, dass der Mensch durchaus in der Lage ist, nach dem Vorbild ethischer Positionen, wie wir sie aus der Philosophie und Religion kennen, zu leben.
Dazu gehört sicherlich, das eine Gesellschaft auch dazu bereit sein muss, diverse Opfer zu bringen. Das Heil der alten Griechen hätte zum Teil darin bestanden, ihren Polytheismus und die zum Teil fragwürdigen Theaterspiele aufzugeben (Augustinus).
Das Heil des mittelalerlichen Menschen besteht in der Meditation und der "Abgescheidenheit" (Meister Ekkehart).
Frieden finden wir in der Rückbesinnung antiker Vorstellungen von der Glückseeligkeit (Fonfara).

Es gibt etliche Positionen und viele scheinen in der Theorie wirklich gut zu sein. Meist dann, wenn man sich dieselbe Tag für Tag vor Augen führt.

Vielleicht ist es die Gewohnheit des alltäglichen Lebens, dass uns derzeit nicht erlaubt als Gesellschaft das Friedensideal zu erreichen.
Doch ich glaube, solange es auch nur ein paar Menschen gibt, die sich darüber den Kopf zerbrechen, wie man die Gegenwart und die nahe Zukunft verbessern kann, solange wird ein Lebensmotto wie das oben angeführte verwerflich sein.
Den dieses strebt für sich gegen den Menschen und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das ein Mensch genau dies will.
Partygänger
geschockt roll Hallo freunde des licht-gewirrs!

ich spiele zur zeit auch mit dem gedanken , das alles was existiert für meine bewusstseins erweiterung zuständig ist.
eltern , freunde, medien oder das philoforum , alles nur da um
mein bewusstsein zu erweitern

der gute forumsleiter jay ray hat anfangs erwähnt, das die welt für mich und ich für sie da bin, aber dem stimme ich nicht ganz zu!
ob ich existiere oder nicht ist überhaupt nich wichtig für das universum, der kosmos wird weiter expandieren auch wenn ich nicht HIER bin.

Also geht es doch darum zu erkennen das die welt zur individuellen bewusstseins-entfaltung entstanden ist, ohne galaktische tragweite!

.....und wir als personen der körperlichen verwesung im eigentlichen sinne für die welt als ganzes unwichtig sind !! danke!
Sun Deluge
@ Party

Stimmt.
Wir kommen, wir gehen, wir müssen uns von anderen vorschreiben lassn was für sie selber richtig ist in diesem einen Leben. Jeder iss nackt und ohne Regeln, Verbote und Gesetzen geboren wird dann bevormundet, nicht nur von den Eltern. Dann wächst man in einem vorgekauten System auf und muss sich zufrieden geben und an dieses halten, auch wenn man nich will -
FREIHEIT! sieht anders aus.