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Original von eliskases
Ich kann meine inneren, mentalen Zustände nicht so kommunizieren, dass andere über meine Kommunikation exakt wissen, wovon ich spreche. |
Eine Schwelle gibt es da schon.
Der Unterschied besteht zum Teil aus Vorstellungen (wie es ist eine Feldermaus zu sein) und dem tatsächlichen Zustand, eine Fledermaus zu sein. Ich kann es nicht nachrüfen, aber ich könnte eine Vorstellung davon haben, die möglicherweise recht gut zutrifft.
Wenn ich das auflösen möchte, dann würde ich das momentan wie Nagel in einer "View From Nowhere" - tun, also ich weiß nicht exakt, wie es ist eine Fledermaus zu sein (bin ja keine), aber die Fledermaus lebt es und in allen Zuständen ist die Welt damit vollständig.
Wir können die Welt also nie exakt im ganzen beschreiben, sind aber mit unserer Realität Welt.
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Dass ich dies nicht kann, bedeutet aber keineswegs, dass ich keine mentalen Zustände habe |
Denke ich auch. Definiert man Angst zum Beispiel als mentalen Zustand, dann gibt es Kontexte, in denen fast jedem klar ist, dass diese Situation angstauslösend ist und andere Situationen, bei denen man sich überhaupt nicht einig ist, weil es nicht jeder nachvollziehen kann.
Das Geschehen liegt also im Nachvollzug. Nicht nachvollziehen bedeutet ja nicht, dass es für jemand anderen nicht so ist.
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Eine reine 3. Personperspektie geht davon aus, dass ich ausschließlich über Dasjenige Wissen erlangen kann, was ich beobachte. Ob sich jemand z.B. freut, erlerne ich darüber, wie sich jemand verhält, der sich freut. Die Bedeutung eines Wortes erlerne ich darüber, wie das Wort gebraucht wird.
Bedeutung bezieht sich demnach nicht auf mentale Zustände des Subjekts.
Diese Sichtweise ist meiner Meinung nach aber falsch. |
Ist sie auch, denn wir erlernen die Bedeutung von Wörtern nicht nur aus dem Gebrauch oder so herum: Der Gebrauch bedeutet bereits etwas.
Das wird klar wie Kloßbrühe, wenn Autisten erzählen, dass sie zwar lernen können einen Witz aufzusagen, aber nicht wissen, warum andere darüber lachen.
Ähnlich verhält es sich mit Schmerz. Wenn jemand keine Schmerzen hat, kann er zwar lernen, in welchen Situationen er Schmerz empfinden müsste, weiß aber nicht, was es bedeutet, in dieser Situation Schmerz zu haben.
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| Ich lerne zwar, wie sich jemand verhält, der sich freut. Könnte ich sein Verhalten (gegeben durch den konkreten Kontext seines Verhaltens) aber nicht immer schon in eine Beziehung setzen zu einem ganz subjektiv eigenen Gefühl der Freude (als einen eigenen, mentalen Zustand), könnte ich niemals lernen, was sein Verhalten bedeuten soll. |
Ja, das denke ich auch. Ein Mensch kann wissen, was "gebären" heißt, dazu benötigt er aber ein mindestmaß an verknüpfbaren Vorstellungen und Wissen. Da wir das normalerweise intus haben, also auf mentales oder emotionales Wissen zurückgreifen, lässt sich das für uns auch gar nicht ohne denken.
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| Dennoch muss ich einen bestimmten, mentalen Zustand mit diesem Verhalten verküpfen können. [B]Könnte ich dies nicht, könnte ich dieses beobachtete Verhalten niemals korrekt (innerhalb der Gesellschaft, in der ich aufwachse) anwenden können. |
Ähm, ja und nein. Aber auch da ist dann ein mindestmaß an Gefühl und Erfahrung vorhanden, wann dieses Verhalten gefragt ist.
(Ich empfehle hiermit das Buch "Buntschatten und Fledermäuse", geschrieben von einem Autisten)
Darin beschreibt er Situationen, in denen er weiß, dass dieses Verhalten angebracht ist, auch wenn er die Bedeutung in dem Moment nicht erfassen kann. Es scheint so, als wenn er manchmal einfach ausprobiert.
Zum Beispiel konnte er sich die Zahl 4 nicht merken und als er 4 Jahre alt ist und nach seinem Alter gefragt wird, kann er nicht antworten. Damit er nicht als dumm gilt, probiert er es mit einer Redewendung, die sein Bruder manchmal benutzt und von der er zu diesem Zeitpunkt nicht weiß, was sie bedeutet und sagt "Rate mal".
Darauf hin ratet der Fragende und als er die Zahl 4 erwähnt, erkennt er sie wieder und kann antworten.
Er wendet das "Rate mal" richtig an, vielleicht intuitiv, aber nicht ohne Strategie, sich aus seiner Notsituation zu befreien, ohne die allgemeine Bedeutung zu kennen.
In Bezug auf seine Welt lernt er sie aber eben auf seine Art kennen, was wiederum vorausetzt, dass er sie mit seinen Erfahrungen und Gefühlen verknüpft und sie in dem Sinne verwendet.
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Dass ich dies nicht kann, bedeutet aber keineswegs, dass ich keine mentalen Zustände habe |
Ja. Definiert man Angst zum Beispiel als mentalen Zustand, dann gibt es Kontexte, in denen fast jedem klar ist, dass diese Situation angstauslösend ist und andere Situationen, bei denen man sich überhaupt nicht einig, weil es nicht jeder nachvollziehen kann.
Das Geschehen liegt also im Nachvollzug. Nicht nachvollziehen bedeutet nicht, dass es für jemand anderen nicht so ist.
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Eine reine 3. Personperspektie geht davon aus, dass ich ausschließlich über Dasjenige Wissen erlangen kann, was ich beobachte. Ob sich jemand z.B. freut, erlerne ich darüber, wie sich jemand verhält, der sich freut. Die Bedeutung eines Wortes erlerne ich darüber, wie das Wort gebraucht wird.
Bedeutung bezieht sich demnach nicht auf mentale Zustände des Subjekts.
Diese Sichtweise ist meiner Meinung nach aber falsch. |
Wir erlernen die Bedeutung von Wörtern auch aus dem Gebrauch (mentale Verknüpfung) und immer in Verbindung mit den Erfahrungen.
Das wird klar wie Kloßbrühe, wenn Autisten erzählen, dass sie zwar lernen können einen Witz aufzusagen, aber nicht wissen, warum andere darüber lachen.
Sie wissen also nichts um die Bedeutung des Witzes und wie es ist darüber zu lachen, aber sie wissen, was es bedeutet, es nicht zu wissen und können ihn dann dennoch anwenden. Im Extremfall kann er auch angewendet werden, ohne jegliches Wissen darum, was es bedeutet.
In dem Buch beschreibt der Autist , dass er in einem Ferienlage ein Gedicht lernt. Als er es zu Hause voller Stolz aufsagt, verbieten ihn seine Eltern, es noch einmal zu tun.
Dass das Gedicht versaut ist, begreift er nicht, weiß aber, dass er es nicht anwenden darf, weil sonst die Haha und der Dachs (seine Eltern) böse werden. und das mag er nicht.
Der Gebrauch oder Nichtgebraucht bleibt also Emotionsabsabhängig, denn den Lippenlärm von seinen Eltern mag er nicht. Beachtung durch seine Freunde aber schon udn somit kann er durch das Verhalten und das, was es bei ihm auslöst, da Gedicht aufsagen oder nicht, auch wenn er die Bedeutung nicht kennt.
Ähnlich verhält es sich mit Schmerz. Wenn jemand keine Schmerzen hat, kann er zwar lernen, in welchen Situationen er Schmerz empfinden müsste, weiß aber nicht, was es bedeutet, in dieser Situation Schmerz zu haben.
Die Verknüpfung liegt dann in dem Wissen darum.
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| Ich lerne zwar, wie sich jemand verhält, der sich freut. Könnte ich sein Verhalten (gegeben durch den konkreten Kontext seines Verhaltens) aber nicht immer schon in eine Beziehung setzen zu einem ganz subjektiv eigenen Gefühl der Freude (als einen eigenen, mentalen Zustand), könnte ich niemals lernen, was sein Verhalten bedeuten soll. |
Ja, das denke ich auch. Ein Mensch kann wissen, was "gebären" heißt, dazu benötigt er aber ein mindestmaß an verknüpfbaren Vorstellungen und Wissen. Da wir das normalerweise intus haben, also auf mentales oder emotionales Wissen zurückgreifen, lässt sich das für uns auch gar nicht ohne denken.
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| Dennoch muss ich einen bestimmten, mentalen Zustand mit diesem Verhalten verküpfen können. [B]Könnte ich dies nicht, könnte ich dieses beobachtete Verhalten niemals korrekt (innerhalb der Gesellschaft, in der ich aufwachse) anwenden können. |
Wie schon beschrieben, wendet der Autist das "Rate mal" auch ohne Bedeutung an und ist darum um so mehr auf das Verhalten der anderen angewiesen.
Würde jemand auf sein "Rate mal" unkonventionnell reagieren und sagen "Ah, so alt bist du" könnte er in dem Fall das "Rate mal" nicht strategisch in Bezug auf seine Problematik anwenden, weil er ohne die Bedeutung nicht sehen kann, ob der andere Blödsinn macht oder einfach nur abgelenkt anwortet.