@Soso:
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Original von -Soso-
Die klassische Logik macht keinerlei Aussage darüber, wie die Welt bestellt ist; sie ist vielmehr einfach nur ein Werkzeug, welches man benutzen kann oder auch nicht. Man kann aber doch den Hammer nicht für die Dummheiten des Handwerkers verantwortlich machen.
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dem stimme ich zu, allerdings gibt es leider viele Handwerker die die Dummheit machen es mit der wahr-falsch-Relation recht ontologisch zu sehen und zu vergessen dass sie lediglich einen Hammer oder sagen wir mal einen Rechen in der Hand halten mit dem sie die Realität durchkämmen um sie faßbarer und händelbarer zu machen.
Es kommt darauf an in welcher Situation, in welchem Zusammenhang diese Differenz benutzt wird.
Wenn es z.B im Wissenschaftsbereich um die Definitionsmacht geht und mit der wahr-falsch-relation laboriert wird oder generell auch in Alltagssituationen bei Fragen die nicht so leicht beantwortbar sind wie das harmlose Autofahren auf der Straße.
Es gibt ja etliche Streitfragen in der Wissenschaft die sich eben nicht einfach mit entweder wahr oder falsch beantworten lassen, sondern oft eher sowohl wahr als auch falsch.....
Und nicht selten vergißt das den Hammer bzw. den Rechen anwendende Subjekt sich selbst in der Gleichung...definiert sich als Hammeranwender weg und redet von einer allgemein gültigen Wahrheit....
Das hat im Alltag seine Konsequenzen...z.B in einer Beziehung oder auch in der Wissenschaft und anderen Bereichen.
Hat nicht irgendwo jeder diese Tendenz dazu? Wer kennt das nicht von sich im Alltag das man halt im Recht sein will....ist es nicht oft wie eine Art Midasfluch das alles was der Mensch thematisch anfaßt mit beeinflußt ist durch einen natürlichen Geltungsdrang, der einen dazu veranlaßt alles mögliche (auch die Anwendung der klassischen Logik) zu instrumentalisieren?
Entstehen diese Scheinprobleme nicht erst dann wenn man sich mit seinem Hämmerchen in der Hand viel zu ernst damit nimmt und den Blick von außen her auf sich aus den Augen verliert?
Naja und meine Idee ist halt den Skeptizismus als Bremslotz zu benutzen
Wahrheitsskeptizismus ist natürlich in einigen Alltagssituationen nicht sehr praktisch, aber ich halte ihn nicht für völlig unsinnig....es kommt auf das Maß des Skeptizismus an und auch auf die jeweilige Situation, den Kontext.
Ich kann mir jedoch vorstellen, dass einige befürchten dass es mit dem Skeptizismus zu weit getrieben wird und man auf die slippery slope* of relativism gerät? Diese Befürchtung finde ich jedoch nicht angebracht. Ich habe beobachtet dass insbesondere die Wissenschaftler oder auch Philosophen sehr stark anti Skeptizismus angelegt waren, die befürchteten dass man insbesondere ihre Wahrheit, deren Gewichtung sie Geltung verschaffen wollten, skeptisch oder kritisch betrachten würde.....ein maßvoller Skeptizismus ist jedoch oft angebracht, man sollte ihn dann aber ggf umbenennen in: kritischen Blick oder so.
Tyra
* der Begriff fällt als recht abendländich gedacht auf, buddhistisch gedacht kennt man keine Furcht vorm Abrutschen und macht sich nen Lenz in der Relativität des S(ch)eins

Was nicht heißt dass man alles als relativ sieht und in laxer oooch-ist-mir-egal-Haltung in Deutschland absichtlich links fahren würde
Irgendwie fällt auf dass die abendländische klassische Logik ziemlich verkopft ist, dualistisch gespalten, und nicht ganzheitlich durchdacht bzw auch mit Intuition gekoppelt... ich denke genau das ist mein Beobachtungspunkt....kein Kritikpunkt. Den Ausdruck Gedöns nehme ich zurück der entstammt eher einer derzeitigen Ungeduld in einem anderen Bereich, den ich hier mit reingetragen habe....