Skeptizismus

Kai
Nach Popper steht am Anfang aller Wissenschaft ein irrationaler Glaube an die Vernunft. Der Gebrauch der Vernunft ist nicht begründbar. Wenn wir für den Gebrauch der Vernunft argumentieren, haben wir die Vernunft bereits als brauchbar anerkannt. Am Anfang steht eine willkürliche Setzung: die Vernunft ist brauchbar bei der Erkenntnis der Welt.

Nach Russell können wir nicht beweisen, dass die Welt nicht erst vor fünf Minuten entstanden ist, einschließlich aller Menschen und ihren Erinnerungen an eine Vergangenheit. Wir können die Kontinuität der Welt bezweifeln. Selbst nach der Anerkennung der Vernunft als brauchbar bei der Erkenntnis der Welt, können wir einen Verzicht auf einen Zweifel an ihrer Kontinuität nicht vernünftig erzwingen. Wir können einen solchen Zweifel einfach nur lassen. Und damit haben wir eine weitere willkürliche Setzung.

Nach dem gegenwärtig geltenden naturwissenschaftlichen Weltbild gibt es unabhängig von uns Menschen energetische Vorgänge unterschiedlicher und kompliziertester Art, die für sich allein weit von dem entfernt sind, was uns als Welt erscheint. Die Welt, in der wir uns erleben, ist naturwissenschaftlich betrachtet ein von uns in unserem Bewusstsein erstelltes Bild. Diese Erkenntnis hatten in früheren Jahrhunderten schon Philosophen, lange bevor die Naturwissenschaftler zu dieser Erkenntnis kamen. "Jeder steckt in seinem Bewusstsein wie in seiner Haut und lebt unmittelbar nur in demselben" sagte Schopenhauer, in Übereinstimmung mit dem Kantianismus. Ob wir nun wahrnehmen oder denken, wir bleiben immer in der Welt unseres Bewusstseins stecken, einen unmittelbaren Zugang zu der von uns unabhängigen Welt haben wir nie. Wenn wir nun davon ausgehen, dass wir von unserem Bild der Welt auf die von uns unabhängige Welt schließen können, ist dies eine weitere willkürliche Setzung. Sie lässt sich vernünftig nicht erzwingen.

Die Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen des unmittelbaren Augenblicks sind nicht bezweifelbar. Aber ob es darüber hinaus möglich ist, irgendetwas zweifelsfrei zu wissen, das möchte ich einmal zur Diskussion stellen. Und zwar deshalb, weil ich auch in diesem Forum auf Menschen stoße, die einige naturwissenschaftliche Theorien für unbezweifelbare objektive Wahrheiten halten, an deren Richtigkeit ein vernünftiger Mensch eigentlich keinen Zweifel haben kann.
Quirm
Ja, die Paradigmenfixierung und Wissenschaftsgläubigkeit unserer Zeit ist definitv ein Problem.

Ich muss mich aber erst wieder in gewisse Themen einlesen, damit ich hier argumentieren kann.
Aber gutes Thema, welches generell hier im Forum auf wenig Gegenliebe stoßen wird. So ernst und wichtig wie es auch ist, man verschließt lieber die Augen! (nicht nur hier im Forum)
ewig
Die ersten beiden "willkürlichen Setzungen" sind gar nicht so willkürlich wie Du vielleicht glaubst. Vernunft ist letztlich diejenige Methode, die nach guter alter Sherlock-Holmes-Manier übrig bleibt, nachdem alle übrigen Alternativen, um Sicherheiten zu generieren, gescheitert sind: Erlebens- und Überzeugungs-Widersprüche werden soweit überschaubar minimiert. Denn was sind, verglichen hiermit, die handlungsrelevanten Alternativen? Vorbetenlassen und Auswendiglernen? Dann ab in die Kirche mit Dir! Radikalskeptizismus oder Solipsismus? Dann noch eine schöne Einsamkeit! ;>
Reinhard
Popper und Russell bieten zwei pragmatische Ansätze als Grundlage der Wissenschaft, die eine Objektivität annehmen muss und sie tut damit so, als wenn es eine Welt auch unabhängig vom Erkennenden gäbe. Das ist sicher ein sinnvoller Konsens, der uns den Glauben an einen Fortschritt lässt. Nur, die Wissenschaft ist da genauer und verständlich, wo sie eng an der Wirkursache und den Prinzipien der formalen Logik bleibt. Wo sie aber einer Endursache zustrebt, da gelangt sie an ihre selbstgesetzten pragmatischen Grenzen und gerät in den Strudel der philosophischen Verwirrungen. Wo die Wissenschaft Nutzen verspricht, da ist sie manchmal vortrefflich.

Philosophische Erkenntnis geht immer vom einzelnen Erkennenden aus und sucht nach Anschauung der Welt und wer möchte bei seinem metaphysischen Suchen schon auf eine rein objektive Welt stossen, die sich 1 zu1 in Objekt und Subjekt auftut? Ist es nicht in gewissem Sinne bereichernd, wenn unser ganzes Erlebensspektrum nicht nur auf objektiver Erkenntnis beruht? Philosophie, Poesie und Glaubenssphäre tragen so viel in sich, was uns nur eine Ahnung von dem ermöglicht, was sich der Logik entzieht. Hier werden die feineren Nervenbahnen in ihrer ganzen Komplexität gefordert und der äußere Eindruck bekommt ein inneres Gesicht. Offenheit ist hier Gesetz.

Ich finde, beides kann doch prima nebeneinander bestehen, wenn die Prämissen der Betrachtung gegenwärtig gehalten werden. Danke.
Jörg
Zitat:
Original von Kai
Die Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen des unmittelbaren Augenblicks sind nicht bezweifelbar. Aber ob es darüber hinaus möglich ist, irgendetwas zweifelsfrei zu wissen, das möchte ich einmal zur Diskussion stellen. Und zwar deshalb, weil ich auch in diesem Forum auf Menschen stoße, die einige naturwissenschaftliche Theorien für unbezweifelbare objektive Wahrheiten halten, an deren Richtigkeit ein vernünftiger Mensch eigentlich keinen Zweifel haben kann.


Es gibt ein paar Dinge, an denen kann man nicht sinnvoll zweifeln, z.B. daran dass es eine Außenwelt gibt, dass es andere Menschen gibt (und zwar sehr viele), dass viele davon schon lange vor mir gelebt haben und dass dieWelt eben nicht vor 5 min erst entstanden ist, sondern schon lange existiert.

Moore meinte in "Eine Verteidigung des Common Sense", man könnte diese Dinge wissen, mit seinem Standpunkt hat sich Wittgenstein in "Über Gewissheit" außeinander gesetzt. Die beiden Texte sind m.E. die zentralen, wenn man sich mit dem Skeptizismus beschäftigen will.

Daraus kann man aber natürlich nicht die Unbezweifelbarkeit wissenschaftlicher Theorien ableiten, auch nicht die Richtigkeit unserer Rationalitätskonzeption. Die meisten Menschen kommen ohne wissenschaftliche Rationalität sehr gut durchs Leben, und die Wissenschaften haben uns nicht nur Segen beschert. Ich gebe Popper nicht in vielem Recht, aber in dem dass die Rationalität selbst nicht rational begründbar ist, hat er zweifellos recht.

Wichtig ist, den allgemeinen Skeptizismus vom wissenschaftlichen Skeptizismus zu trennen. Ein allgemeiner Skeptizismus hinsichtlich der Außenwelt ist allenfalls methodisch möglich (Descartes hat's vorgemacht) aber ein wissenschftlicher Skeptizismus ist natürlich auch vertretbar, wenn man im Alltag kein Skeptizist ist.
Pippen
Zitat:
Original von Jörg

Es gibt ein paar Dinge, an denen kann man nicht sinnvoll zweifeln, z.B. daran dass es eine Außenwelt gibt, dass es andere Menschen gibt (und zwar sehr viele), dass viele davon schon lange vor mir gelebt haben und dass dieWelt eben nicht vor 5 min erst entstanden ist, sondern schon lange existiert.



Es gab auch vor 3.000 Jahren "ein paar Dinge", an denen konnte man (aus damaliger Sicht) nicht sinnvoll zweifeln. Heute lächelt man über die Naivität der damaligen Zeit. Wie siehts wohl mit deinen "Unbezweifelbarkeiten" in 3.000 Jahren aus?
Jörg
Die Dinge, an denen man nicht sinnvoll zweifeln kann, waren vor dreitausend Jahren die gleichen wie heute - und ich nehme an, es werden in 3000 Jahren immer noch dieselben sein.
Pippen
Zitat:
Original von Jörg
Die Dinge, an denen man nicht sinnvoll zweifeln kann, waren vor dreitausend Jahren die gleichen wie heute - und ich nehme an, es werden in 3000 Jahren immer noch dieselben sein.


Das freilich ist schlicht falsch. Quantenphysik, moderne Mathematik & Logik sowie Hirnforschung lassen so ziemlich an allem "zweifeln", was bisher als indiskutabel oder "gewiss" galt.

Mir scheint, du verwendest "sinnvoll zweifeln" im Sinne von "(für das alltägliche Leben) sinnvoll zweifeln". Da hättest du sicherlich recht, wiewohl o.g. postmoderne Entwicklungen auch darauf einen gewissen Einfluß haben.
Nylen
Man kann an allem zweifeln. Aber ob man vernünftig (und damit setzt man Vernunft vorraus) an allem zweifeln kann, da sieht es doch anders aus. Mal die Möglichkeit eines totalen Solipsismus und kranken Täuschergott völlig beiseite geschoben, kann ich nicht zweifeln, das die Welt vor mir da war, und nach mir da bleiben wird, und deshalb unabhängig von mir ist.

Wenn Jörg sagt, es gab vor 3000 Jharen unbezweifelbare Dinge die immer noch unbezweifelbar sind, hat er völlig recht. Die Sonne wärmt uns wie vor 3000 Jahren und Wasser erquickt uns. Meine Hand vor Augen geführt ist meine Hand, und ich bin es der weiss oder nicht weiss.

Vernünftiger Zweifel sieht anders aus. So kann man angesichts der modernen Physik zu recht am klassischen Determinismus zweifeln.
Sprachphilosophische Erkenntnisse sollten uns an Sinnesdatentheorien zweifeln lassen. Moderne Erkenntnistheorie am Gewissheitsanspruch von Wissen.

Aber niemand sollte bezweifeln, das er selbst existiert, oder das eine unabhängige Welt existiert. Dies hat uns noch nirgends hingebracht.
Jörg
Danke, Nylen, genau das habe ich gemeint.
Pippen
1. Das bestreite ich aufs Schärfste. GERADE die Vernunft zeigt uns, dass wir nichts genau wissen können, was letzlich den All-Zweifel geradezu vernünftig macht. Unvernünftig ist, wer an irgendetwas NICHT zweifelt.

2. Und was Nylen und Jörg tun ist geradezu klassisch unvernünftig. Ihr beide könnt nicht beweisen, dass die Welt erst vor 5min. entstanden ist, aber ihr seid euch dessen ganz unbezweifelbar gewiss? Das ist irrational (ich sage nicht, dass es dumm ist, denn das ist es nicht, aber vernünftig ist es jedenfalls nicht, an etwas mit Gewissheit zu glauben, dass man nicht perfekt beweisen kann)!

3. Mir scheint hier wieder der Fehler gemacht zu werden, dass "Zweifel" eher iSv "Verneinung" verstanden wird. Die Vernunft kann sehr wohl eine Proposition a als wahr ansehen und dennoch daran zweifeln, ob a auch ganz sicher wahr ist, ja sie muss es, wenn sie ihre Erkenntnisbedingungen ernst nimmt.

4. Und dann immer dieses "dies hat uns noch nirgends hingebracht"-Argument. So what? Wollen wir ab jetzt die Wahrheit utilitaristisch definieren, nur weil es uns nicht passt, dass wir nach Kopernikus, Gödel und Darwin auch unsere letzte "Unterhose" verlieren und damit der dumme, auf Fortpflanzung und Beerensammeln getrimmte, "Affe" zum Vorschein kommt?
Nylen
Zitat:
Ihr beide könnt nicht beweisen, dass die Welt erst vor 5min. entstanden ist, aber ihr seid euch dessen ganz unbezweifelbar gewiss?


Ohje.hab ich das behauptet??? Doch eher das Gegenteil oder?

Ich habe ja Sympathie für deinen Radikalskepsisansatz. Wir bezweifeln alles was nicht hier und jetzt direkt vor uns da ist. Und selbst das bezweifeln wir als Täuschung. Ebenso alle Axiome der Vernunft.

Und jetzt? Das meine ich mit der Frage wo uns das hinbringt. Was ist der Nutzen einer solchen Position ausser das ich sie sprachlich formulieren kann?
Pippen
Zitat:
Original von Nylen

Und jetzt? Das meine ich mit der Frage wo uns das hinbringt. Was ist der Nutzen einer solchen Position ausser das ich sie sprachlich formulieren kann?


Der Nutzen der Radikalskepsis ist es, zu zeigen, dass unsere Vernunft inkonsistent arbeitet und sie daher nicht allzu wichtig zu nehmen. DAS hat in den letzten 100 Jahren zu revolutionären "Entdeckungen" geführt, die darauf basieren, dass Menschen einmal ganz andere Wege gegangen sind...und der Beginn dessen war immer der radikale Zweifel am (für die damalige Zeit) "nicht mehr vernünftig Zweifelbaren".
Nylen
Kannst du dafür konkrete Beispiele nennen, wo Radikalskepsis etwas hervorgebracht hat. Zu mal inkonsistente Vernunft?
Pippen
Radikalskepsis bringt keine inkonsistente Vernunft hervor, sondern "beweist" gewiswissermaßen, dass Vernunft inkonsistent ist.

Ich habe leider zuwenig geschichtliches Hintergrundwissen, um dir Bsp. in aller Deutlichkeit vorzuführen. Daher gebe ich mal nur Stichworte, vielleicht kann ein anderer ergänzen oder du verstehst, was ich meine. Allen Punkten ist gemein, dass die Neuerungen darauf basierten, die bisherige Lehre anzuzweifeln, die bis dato als - mehr oder weniger - unbezweifelbar galten.

-klass. eukild. Geometrie -> moderne, mehrdimensionale Geometrie
-klass. Logik -> moderne, parakons. Logik
-Newtosche Physik -> Reltheorie und Quantenphysik
-klass. Mathematik -> Gödens Unvollständigkeitstheorem
-Leib-Seele-Dualismus -> moderne Hinrfoschung & Konstruktivismus (kein echtes ICH mehr)
Jörg
Was heißt denn für dich "Zweifeln"? Zweifeln ist nicht nur "nicht perfekt beweisen können", zweifeln heißt, sich vorstellen können, dass es Argumente gibt, die gegen eine Annahme sprechen.

Was könnte das sein, das uns an der Existenz anderer Menschen zweifeln lässt?
Pippen
Zitat:
Original von Jörg
Was heißt denn für dich "Zweifeln"? Zweifeln ist nicht nur "nicht perfekt beweisen können", zweifeln heißt, sich vorstellen können, dass es Argumente gibt, die gegen eine Annahme sprechen.


Was könnte das sein, das uns an der Existenz anderer Menschen zweifeln lässt?[/quote]

1. Ein Argument könnte ein böser Dämon sein, der uns über unsere vermeintlichen Mitmenschen täuscht.

2. Ein weiteres Argument könnte sein, dass nur du, Jörg, ein Gehirn im Tank bist (gezüchtet von Aliens).

Du kannst 1. & 2. nicht ausschließen, dazu fehlt dir sowohl ein Grad an Vernunft als auch empirischer Machbarkeit (bis jetzt hat es jedenfalls noch niemand geschafft). Und wenn dir das zu "freakig" erscheint, dann immer daran denken: Vor 10.000 Jahren hätte sich auch kein Mensch World of Warcraft "vorstellen" können...mittlerweile ist es Realität! "Freakigkeit" allein ist daher kein Gegenargument (so aber Moore).
Kai
Philosophie ist für mich der Versuch Wahrheiten über das Sein schlechthin zu erlangen. (So wie Wissenschaft der Versuch ist Wahrheiten über Teilbereiche des Seins zu finden.) Vielleicht ist dieser Versuch aussichtslos und ich werde ihn irgendwann aufgeben. Soweit bin ich aber noch nicht. Noch will ich versuchen Wahrheit zu finden im Sinne Aquins "Veritas est adaequatio intellectus et rei." Heute sagt man Korrespondenztheorie dazu. Und wenn ich das will, dann muss ich mich auch mit denen beschäftigen, die der Auffassung sind, solche Wahrheiten bereits zu besitzen. Religionen, sonstige dogmatische Weltanschauungen und Philosophien, Naturwissenschaften. Und dann komme ich zu dem Schluss, dass die Wahrheiten, die viele Menschen zu haben glauben, auf willkürlichen Setzungen beruhen, mithin nicht sicher sind.

Dass Radikalskeptizismus und Solipsismus in die Einsamkeit führen, ist dass schon ein hinreichendes Argument dagegen?

Im praktischen Leben setze ich vieles als richtig voraus. Nur ein Beispiel unter Hunderten: Ich putze mir regelmäßig die Zähne in der Hoffnung, dass sie mir jahrzehntelang erhalten bleiben. Wenn ich im praktischen Leben bestimmte Annahmen zur Grundlage meines Verhaltens mache, kann ich dann daraus den Schluss ziehen: Da ich auf der Basis dieser Annahmen handle, sind diese Annahmen auch Wahrheiten (im Sinne der Korrespondenztheorie)?

Sind Vernunft und Common Sense nicht auch gerade durch die Aussagen der modernen Physik dubios geworden? Sollten diese Aussagen objektive Tatsachen richtig beschreiben, scheint die Welt einen Zustand und eine Funktionsweise zu haben, die unserer Vernunft widerspricht.

Wieso soll ein Zweifel an der Außenwelt nur methodisch möglich sein? Denken wir einmal die heutigen Möglichkeiten durch Computer virtuelle Realitäten zu schaffen in die Zukunft hinein. Ist es auszuschließen, dass es einst Holo-Decks geben wird, wie auf der Enterprise? Wenn man das prinzipiell für möglich hält, müsste man dann nicht auch für möglich halten, dass es solche bereits gibt? Und die Außenwelt eine virtuelle Realität ist?

Ist vielleicht die durch den Urknall (falls es ihn denn gegeben hat) entstandene Welt eine virtuelle Realität?

Wenn man annimmt, dass ein Radikalskeptizismus keinen Nutzen hat, ist dass bereits ein hinreichendes Argument gegen ihn? Wird eine Wahrheit erst dadurch zur Wahrheit, dass sie uns in irgendeiner Weise nützt?

Würde die Welt nicht besser sein, wenn die vielen Dogmatiker, z. B. die gewaltbereiten religiösen oder politischen Fanatiker, Skeptizisten statt Dogmatiker wären?
eliskases
Zitat:
Original von Pippen
1. Ein Argument könnte ein böser Dämon sein, der uns über unsere vermeintlichen Mitmenschen täuscht.

2. Ein weiteres Argument könnte sein, dass nur du, Jörg, ein Gehirn im Tank bist (gezüchtet von Aliens).

Du kannst 1. & 2. nicht ausschließen, dazu fehlt dir sowohl ein Grad an Vernunft als auch empirischer Machbarkeit (bis jetzt hat es jedenfalls noch niemand geschafft).

Hier die schon vor einiger Zeit formulierte Widerlegung deines ganzen Täuschergottszenarios und radikalen Skeptizismus. Andere haben ihn ebenfalls mehrfach widerlegt. Allen voran der User Phantom.

"Original von Eliskases" und "Original von pippen" müssen im verlinkten Beitrag umgedreht werden, dann stimmts.
Nylen
Zitat:

-klass. eukild. Geometrie -> moderne, mehrdimensionale Geometrie
-klass. Logik -> moderne, parakons. Logik
-Newtosche Physik -> Reltheorie und Quantenphysik
-klass. Mathematik -> Gödens Unvollständigkeitstheorem
-Leib-Seele-Dualismus -> moderne Hinrfoschung & Konstruktivismus (kein echtes ICH mehr)



Also nichts davon ist irrational, oder aufgrund einer Radikalskepsis erlangt worden, sondern durch Anwendung rationaler Prinzipien auf diese Themenbereiche.

Anders gesagt sehe ich hier keine Beispiele. Weder für radikale Skepsis, noch für inkonsistente Vernunft.

DIe Skepsis die du popularisierst erfüllt keinen solchen Zweck. Die Vernunft der du Konsistenz abspricht dagegen schon.