Heidegger "Sein und Zeit"

eliskases
Zitat:
Original von Ergo
Sowohl Nylen, als auch eliskases landen damit bewußt, oder unbewußt im tiefsten Idealismus, ...

Idealismus? geschockt
Wo ist da Idealismus?
Andererseits scheinst du im Ernst anzunehmen, dass hier sei eine ontologisch stimmige Bestimmung des Seins:

Zitat:

In der Betrachtung des "Seins" spielt der Mensch keinerlei extrapolierte Größe, ...

Wo der Mensch, bzw. das Dasein die einzige Größe ist, die überhaupt nach dem Sinn von Sein fragt? nunja
Ergo
Zitat:
Original von eliskases
Zitat:
Original von Ergo
In der Betrachtung des "Seins" spielt der Mensch keinerlei extrapolierte Größe, ...

Wo der Mensch, bzw. das Dasein die einzige Größe ist, die überhaupt nach dem Sinn von Sein fragt? nunja


Es ist völlig irrelevant wer nach dem Sein fragt, ... das Sein existiert (Ende).... und einen Sinn des Seins gibt es ja schon mal garnicht.

Beispiel:
Es existieren unzählige Galaxien, ... allein in unserer Galaxie werden rund 300 erdähnliche Planeten vermutet mit der Möglichkeit Leben zu ermöglichen. Nehmen wir an, nur jeder 10. gelingt das auch und wiederum jede 10. schafft die evolutionäre Herausbildung von Bewußtsein, ... dann gibt es schon mal 3 Intelligenzen, allein in unserer Galaxie, die für sich jeweils in Anspruch nehmen, die einzige Daseinsgröße zu sein bei der Betrachtung der Frage: Sinn von Sein!

Überholtes Weltbild!
eliskases
Zitat:
Original von Ergo

Es ist völlig irrelevant wer nach dem Sein fragt, ... das Sein existiert (Ende)....

Ach. Das Sein existiert also? Für wen, wenn ich fragen darf?

Zitat:

und einen Sinn des Seins gibt es ja schon mal garnicht.

Weiß wer, wenn ich wiederum fragen darf? Das Sein etwa?
Dann offenbar jenes Seiende, welches nach sich und dem Sinn von Sein fragt, möchte ich meinen.

Aber welches Seiende auch immer in den vielen Welten nach dem Sinn von Sein fragt. Es wird wohl eines sein müssen, dass solcherart Fragen stellen kann. Oder etwa nicht?
Ergo
Fragen sind fürs Sein selbst irrelevant. Der Seiende, weil nur Teil des Seins, aus ihm qualitativ entstanden, um in einer ("Von/Bis-Zeit") zu existieren, ist fürs Sein irrelevant. Da das Sein existiert auch ohne Existenz des Seienden, sind Allegorien des Seins als etwas anderes als "Das Alles" nicht möglich!
Eine höhere Determination für den höchsten Begriff "Sein" ist nicht möglich.
Das Sein ist das Primat, der Seiende nur sekundär.

Was der Seiende auch immer für Fragen stellt, eine Antwort nach dem Woher und Wohin des Seins ist irrational!
eliskases
Zitat:
Original von Ergo
Fragen sind fürs Sein selbst irrelevant. Der Seiende, weil nur Teil des Seins, aus ihm qualitativ entstanden, um in einer ("Von/Bis-Zeit") zu existieren, ist fürs Sein irrelevant.

Wohl kaum, den im Seienden stellt das Sein offenkundig die Frage nach dem Sinn, also nach sich selbst.

Zitat:

Was der Seiende auch immer für Fragen stellt, eine Antwort nach dem Woher und Wohin des Seins ist irrational!

Nun keine Ahnung, was das für eine Ontologie sein soll. Jedenfalls ist es keine Existenzialontologie und hat mit Aristoteles, Heidegger, Sartre oder sonst einem Existenzialisten nichts zu tun. Warum das Sein, wenn es in einem Seienden die Frage nach dem Sinn von Sein, also sich selbst, stellt, in der Formulierung: "Warum gibt es überhaupt Seiendes und nicht viel mehr nichts",nur irratonale Antworten erhalten können soll, wird wohl dein Geheimnis bleiben.
Rhetorix
Über "das Sein" diskutiert man am besten in einer Sprache, die dieses Wort nicht kennt, wie zum Beispiel Japanisch.
Dieses kleine Hilfsmittel hilft zu erkennen, ob den bedauernswerten betreffenden Muttersprachlern mit dem Wort "Sein" eine tiefsinnige philosophische Erkenntnis - wenn nicht gar Dimension! - entgeht, oder ob sie vielmehr zu ihrem Glück den Ausgasungen dieses Worts ebenso entgehen wie derjenige den Gasen der Bohnen, der diese Hülsenfrüchte nicht kennt und isst.
eliskases
Zitat:
Original von Rhetorix
Über "das Sein" diskutiert man am besten in einer Sprache, die dieses Wort nicht kennt, wie zum Beispiel Japanisch.
Dieses kleine Hilfsmittel hilft zu erkennen, ob den bedauernswerten betreffenden Muttersprachlern mit dem Wort "Sein" eine tiefsinnige philosophische Erkenntnis - wenn nicht gar Dimension! - entgeht, oder ob sie vielmehr zu ihrem Glück den Ausgasungen dieses Worts ebenso entgehen wie derjenige den Gasen der Bohnen, der diese Hülsenfrüchte nicht kennt und isst.

Hmm. Der wirklich sehr interessante Umstand, dass das Japanische das Wörtchen "sein" (oder ist es "Sein"?) nicht zu kennen scheint, könnte wahrlich erklären, warum die Japaner, als sie dieses sprachliche und philosophische Defizit erst einmal bemerkten, zu Ehren des großen Heidegger gleich eine ganze Schule gründeten, die seither das so glanzvolle, groß geschriebene "Sein" beharrlich seziert und untersucht, wobei deren Schüler als frisch gebackene Hirten des Seins alles begierig verschlingen, was die Europäer an Ontologie schon immer den Griechen und ihrer zur Philosophie einzigartig geeigneten Sprache zu verdanken haben.
Die Bohnengerichte in der Kantine der Universität von Kyoto scheinen freilich üppig auszufallen, denn nicht allein das Sein wird dort gehütet, wie Schnucken auf einer friesischen Heide, sondern sogar das absolute Nichts, also das böse Andere des Seins, sozusagen der große Wolf, der den kleinen, zarten Schnucken nachstellt. Freude
Auch eine für das Philosophieren weniger geeignete, weil defizitäre Sprache, wie das Japanische oder das Englische, scheinen also kein unabänderliches, intellektuelles Schicksal zu sein. Wie beruhigend ... Zwinker
carsten aus bochum
... und dann ist es ja noch so, dass man wohl wechselseitig profitiert(e):

"The premier metaphysician of the 20th century, Martin Heidegger, once said in regard to D. T. Suzuki, "If I understand this man correctly, this is what I have been trying to say in all my writings."
http://de.wikipedia.org/wiki/Daisetz_Teitaro_Suzuki
Ergo
Zitat:
Original von eliskases
im Seienden stellt das Sein offenkundig die Frage nach dem Sinn, also nach sich selbst.


Hallo? Bei aller Liebe, ... aber in mir hat das Universum noch nicht angeklopft und Fragen gestellt!

Ich predige hier nicht Heidegger, ... ich widerlege ihn höchstens!

Zitat:
Original von eliskases
Zitat:
Original von Ergo
Was der Seiende auch immer für Fragen stellt, eine Antwort nach dem Woher und Wohin des Seins ist irrational!

Nun keine Ahnung, was das für eine Ontologie sein soll. Jedenfalls ist es keine Existenzialontologie und hat mit Aristoteles, Heidegger, Sartre oder sonst einem Existenzialisten nichts zu tun. Warum das Sein, wenn es in einem Seienden die Frage nach dem Sinn von Sein, also sich selbst, stellt, in der Formulierung: "Warum gibt es überhaupt Seiendes und nicht viel mehr nichts",nur irratonale Antworten erhalten können soll, wird wohl dein Geheimnis bleiben.


Die Ontologie heißt dialektischer Materialismus! Freude
Nicht das Sein stellt die Frage, sondern das Bewußtsein des Seienden als ideller Bestandteil des Seins!
Ihre Denkweise erschließt sich mir nicht!
carsten aus bochum
Zitat:
„Ich predige hier nicht Heidegger, ... ich widerlege ihn höchstens!“


Wie sicher bist Du Dir denn, ihn überhaupt verstanden zu haben, das gehört nämlich zum widerlegen dazu?
Ergo
Zitat:
Original von carsten aus bochum
Zitat:
„Ich predige hier nicht Heidegger, ... ich widerlege ihn höchstens!“


Wie sicher bist Du Dir denn, ihn überhaupt verstanden zu haben, das gehört nämlich zum widerlegen dazu?


Womit du allgemein immer recht hast.
Ich sagte ja auch nicht ich wiederlege ihn, ... sondern "höchstens" und dies dann nicht in der Gesamtheit, sondern immer Schritt für Schritt. Dennoch habe ich schon Erfahrungen mit überholten Philosophien, ... muss also nicht die Hand auf die heiße Herdplatte legen, um zu prüfen warum die rotglühend ist! Und wenn ich nicht weiß, nach gewisser Zeit des Ausschaltens, ob ich mich noch immer verbrennen kann, setz ich mich nicht mit dem ganzen Hintern drauf, sondern finde feinere Methoden.
eliskases
Zitat:
Original von Ergo
Zitat:
Original von eliskases
im Seienden stellt das Sein offenkundig die Frage nach dem Sinn, also nach sich selbst.


Hallo? Bei aller Liebe, ... aber in mir hat das Universum noch nicht angeklopft und Fragen gestellt!

Ist der Mensch ein Seiendes? Ja.
Stellt er die Frage nach dem Sinn seines Seins und des Seienden? Ja.
Damit stellt das Sein im je Seienden (dem Dasein = der Mensch) die Frage nach dem Sinn von Sein, also nach sich selbst.

Zitat:

Ich predige hier nicht Heidegger, ... ich widerlege ihn höchstens!

Das sei dir unbenommen.

Zitat:

Die Ontologie heißt dialektischer Materialismus! Freude
Nicht das Sein stellt die Frage, sondern das Bewußtsein des Seienden als ideller Bestandteil des Seins!

Also stellt das Sein als Dasein die Frage nach sich selbst. Sage ich doch.
Ergo
Zitat:
Original von eliskases
Zitat:
Original von Ergo

Die Ontologie heißt dialektischer Materialismus! Freude
Nicht das Sein stellt die Frage, sondern das Bewußtsein des Seienden als ideller Bestandteil des Seins!

Also stellt das Sein als Dasein die Frage nach sich selbst. Sage ich doch.


So ist es aber nicht richtig determiniert.
eliskases als Seiender ist sowohl körperlich, als auch in Form seines Bewußtseins "Bestandteil" des Seins, so wie er ja auch Teil seiner Familie, Teil seiner Stadt, Teil der Erde, Teil unserer Galaxie und natürlich Teil des Universums als Ganzes (DAS Sein) ist.
Nun stellt sich eliskases die Frage, nach dem Sinn seiner Existenz, der Existenz der Familie, der Stadt, der Erde, der Galaxie und schließlich und endlich der Existenz des Seins, in Form des gesamten Universums.

eliskases behauptet nun, man kann sagen: das Sein im Seienden stellt die Frage nach dem Sinn von Sein!
Dann muss er aber auch sagen, die Galaxie stellt in eliskases die Frage nach dem Sinn der Galaxie, die Erde fragt in eliskases an nach dem Sinn der Erde, usw. .....

Das Sein ist keine metaphysische Größe, es ist nur der sachliche Begriff für "Alles".
Alles hat keine Telefonnummer zum Plaudern und Alles kann man nicht in kleinen Portionen abfüllen, oder betrachten und behaupten: die Portion von Alles in mir stellt dir eliskases jetzt die Frage: War das jetzt klarer?
carsten aus bochum
Zitat:
„eliskases als Seiender ist sowohl körperlich, als auch in Form seines Bewußtseins "Bestandteil" des Seins, so wie er ja auch Teil seiner Familie, Teil seiner Stadt, Teil der Erde, Teil unserer Galaxie und natürlich Teil des Universums als Ganzes (DAS Sein) ist.“


Damit leitest Du das Sein aus dem Seienden ab, was Heidegger als Uneigentlichkeit bezeichnet.
Die Ganzheit, um die es Heidegger geht, ist nicht eine Totalität aller Gegenstände, alles Seienden, sondern eine zeitliche Ganzheit, die Spur der Vergangenheit und vor allem auch die Möglichkeiten der Zukunft, das Vorlaufen zum Tode.
eliskases
Zitat:
Original von Ergo

eliskases als Seiender ist sowohl körperlich, als auch in Form seines Bewußtseins "Bestandteil" des Seins,

Nein, Sein kommt vielmehr dem Seienden zu. Seiendes ist aber nicht ein Bestandteil von Sein im Sinne von: "Seiendes" ist ein Element der Menge "Sein". Das Verhältnis von Seiendem zu Sein beschreibt die ontologische Differenz.

Zitat:

so wie er ja auch Teil seiner Familie, Teil seiner Stadt, Teil der Erde, Teil unserer Galaxie und natürlich Teil des Universums als Ganzes (DAS Sein) ist.

Nein. Das Universum ist nicht das Sein, weder in seiner Gänze noch in seinen Teilen. Sein ist vielmehr das unveränderliche, unvergängliche und allumfassende Wesen (griech. ousia, lat. essentia) aller Dinge. Deshalb setzen manche Philosphen dieses "Wesen aller Dinge" mit "Gott" gleich. Das wäre dann der Übergang von Ontologie zur Metaphysik.

Zitat:

Nun stellt sich eliskases die Frage, nach dem Sinn seiner Existenz, der Existenz der Familie, der Stadt, der Erde, der Galaxie und schließlich und endlich der Existenz des Seins, in Form des gesamten Universums.

Wenn ich nach dem Sinn von Sein und von mir als einem Dasein ( = ein sich seiner selbst bewusstes Seiendes) frage, dann frage ich nicht nach meiner Existenz, sondern "Existenz" ist die Antwort auf die gestellte Frage. Der Sinn meines Seins ist meine Existenz bzw. mein Existieren. Existenz wird hier natürlich nicht verstanden, als bloßes Vorhandensein von irgendetwas. Existenz wird vielmehr verstanden als Eigenschaft eines Seienden, dass sich zu sich selbst und der Welt verhalten kann. Existenz und Dasein bedeuten das Gleiche. Da Existenz/Dasein Bewusstsein ist, sind die Dinge bzw. das Seiende, nur als Gegenstände meines je eigenen Bewussteins gegeben.

Zitat:

eliskases behauptet nun, man kann sagen: das Sein im Seienden stellt die Frage nach dem Sinn von Sein!

Nein. Das Dasein stellt die Frage nach dem Sinn von Sein. Und da Sein allem Seienden logisch zukommt, stellt damit auch dieses Sein des Seienden die Frage nach dem Sinn und damit nach sich selbst.

Zitat:

Dann muss er aber auch sagen, die Galaxie stellt in eliskases die Frage nach dem Sinn der Galaxie, die Erde fragt in eliskases an nach dem Sinn der Erde, usw. .....

Nö. Galaxien und die Erde können weder sprechen, noch denken, noch etwas fragen. Nicht das sinnliche Material meiner Empfindungen fragt durch mich, dass wäre ein absurder Gedanke. Sondern das Sein, weil es ausreichend begrifflich abstrakt gefasst wird. Es ist zwar möglich zu sagen: im Menschen denkt das Universum über sich selbst nach, aber das Universum ist eben nicht "das Sein, weshalb beide Redeweisen etwas Unterschiedliches meinen.

Zitat:

Das Sein ist keine metaphysische Größe, es ist nur der sachliche Begriff für "Alles".
Alles hat keine Telefonnummer zum Plaudern und Alles kann man nicht in kleinen Portionen abfüllen, oder betrachten und behaupten:

Doch, das Sein ist natürlich eine metaphysische Größe. Was sollte es denn sonst sein, wenn man es so bestimmt, wie ich das oben getan habe? Ich weiß nicht recht, warum du mit "Alles" unbedingt telefonieren und plaudern willst?
Das Dasein telefoniert oder plaudert mit dem Sein jedenfalls nicht. Zwinker

Ansonsten stimmt natürlich, was cartsen oben dazu bemerkt.
Ergo
@eliskases + Carsten

Eigentlich leitete ich den Seienden aus denm Sein ab, ... scheinbar wird aber hier bei den Heidegger-Jüngern aus Weiß ---> Schwarz! fröhlich

Ich landete hier als "Das Kontra" zur Form der Ontologie, kann also nicht ontologisch determinieren und muss deshalb auch nicht ontologisch berichtigt werden, da ich ja "bewußt" entgegengesetzt argumentiere. Meine Frage dahingehend eliskases: erklärst du mir hier Heideggers Weltbild, oder dein eigenes?

Zitat:
Original von eliskases
Nein, Sein kommt vielmehr dem Seienden zu. Seiendes ist aber nicht ein Bestandteil von Sein im Sinne von: "Seiendes" ist ein Element der Menge "Sein".


Für diese verdrehte Verdrehung bin ich nicht zu haben!

Zitat:
Original von eliskases
Nein. Das Universum ist nicht das Sein, weder in seiner Gänze noch in seinen Teilen.


Ob man überhaupt von Teilen des Seins sprechen darf, ist eine berechtigte Aussage. Je nachdem wie man Universum rational definiert ist es sehrwohl DAS SEIN!

DER REST bleibt unkommentiert, weil klar ist was passiert wenn man antagonistische Vorstellungen zusammenbringt. Einer Hüüü, ... der Andere Hottt, ... so bringt das Nichts!
carsten aus bochum
Hi Ergo.

Zitat:
„Eigentlich leitete ich den Seienden aus denm Sein ab, ... scheinbar wird aber hier bei den Heidegger-Jüngern aus Weiß ---> Schwarz!“


Eigentlich habe ich vn Anfang an den Eindruck gehabt, dass Du überhaupt nicht weißt, wovon Du redest, sondern vielleicht einfach mal einen netten, wissend klingenden Spruch ablassen wolltest und wenn man Dir auf den Zahn fühlt, kommt heraus, dass Du von Heidegger im Grunde überhaupt keine Ahnung hast.

Das brauchst Du jetzt auch nicht dadurch zu kaschieren, dass Du unsachlich wirst und von Heidegger-Jüngern zu schwafeln beginnst.

Zitat:
„Ich landete hier als "Das Kontra" zur Form der Ontologie, kann also nicht ontologisch determinieren und muss deshalb auch nicht ontologisch berichtigt werden, da ich ja "bewußt" entgegengesetzt argumentiere. Meine Frage dahingehend eliskases: erklärst du mir hier Heideggers Weltbild, oder dein eigenes?“


Der link den ich gelesen habe – Du auch? – bezog sich nicht auf eliskases, sondern explizit auf Heidegger.

Zitat:
Zitat:
Original von eliskases
Nein, Sein kommt vielmehr dem Seienden zu. Seiendes ist aber nicht ein Bestandteil von Sein im Sinne von: "Seiendes" ist ein Element der Menge "Sein".

„Für diese verdrehte Verdrehung bin ich nicht zu haben!“


Schade, dass es keine Verdrehung ist, ist das Seiende doch nie vom Sein getrennt, das Sein andererseits keien isolierte Größe die über dem Seienden schwebt.
Du musst Dich ja nicht für Heidegger interessieren, aber warum postest Du dann ausgerechent in diesem Thread?

Zitat:
Zitat:
Original von eliskases
Nein. Das Universum ist nicht das Sein, weder in seiner Gänze noch in seinen Teilen.

„Ob man überhaupt von Teilen des Seins sprechen darf, ist eine berechtigte Aussage. Je nachdem wie man Universum rational definiert ist es sehrwohl DAS SEIN!“


Wenn Du Heidegger kritisieren willst, dann geht es nicht je nach dem, sondern nach Heidegger oder Du kritisierst halt irgendwas. Du kannst den Begriff des Seins ja vollkommen Banane finden, aber wenn Du gegen Heidegger argumentieren willst, dann solltest Du Dich schon damit beschäftigen was er so von sich gibt.

Zitat:
„DER REST bleibt unkommentiert, weil klar ist was passiert wenn man antagonistische Vorstellungen zusammenbringt. Einer Hüüü, ... der Andere Hottt, ... so bringt das Nichts!“


Oh nein, das bringt ‘ne Menge, wenn ich mich über die besten Rennpferde mit jemandem streiten will, dann kann das sehr konträr sein, nur wenn ich dann immer von Igeln rede kommt nix bei rum.

Kritisier‘ doch was immer Du willst, nur verkauf es nicht als Kritik an Heidegger, es ist nämlich schlicht keine.

Gruß,

Carsten
Ergo
Zitat:
Original von carsten aus bochum
Eigentlich habe ich vn Anfang an den Eindruck gehabt, dass Du überhaupt nicht weißt, wovon Du redest, sondern vielleicht einfach mal einen netten, wissend klingenden Spruch ablassen wolltest und wenn man Dir auf den Zahn fühlt, kommt heraus, dass Du von Heidegger im Grunde überhaupt keine Ahnung hast.

Das brauchst Du jetzt auch nicht dadurch zu kaschieren, dass Du unsachlich wirst und von Heidegger-Jüngern zu schwafeln beginnst.


hahaha, ... nee ich hatte einfach nicht erwartet, dass man Heidegger tatsächlich in seinem Weltbild bestärkt. Mein persönliches Weltbild ist schon dem Phänomenologischen-Fundamental-Ontologen überlegen, sodass man das Pferd nicht von hinten aufzäumen muss. Ich weiß sehr wohl wovon ich rede, indem ich exakt die Fehler in der Aussage aufs Korn nehme. Mein Privatweg ist die direkte Auseinandersetzung mit philosophischem Unsinn, wofür ich mir nicht den Kopf mit den gesammelten Werken Heideggers zu Brei transformieren lasse, sondern aus meiner Position direkt die dicken Brocken zermalme, die ich mir exzerptmäßig von Freunden meiner Weltanschauung durcharbeite, sodass ein Nachfegen wegen anderer Krümmel oftmals überflüssig wird. Wie dies "die Durchrutschfrage nach dem Sinn des Seins, durch die Gedärme eines Menschen" im Besonderen ist!
Im Menschen, beim Menschen und durch den Menschen ist die Frage des Seins nicht stellbar, ...weil das Sein sowohl Vater, als auch Totengräber der Qualität Bewußtsein ist/sein wird. Man kann ja auch nicht in der leblosen Materie nach dem Sinn des Seienden suchen.

Zitat:
Original von carsten aus bochum
das Sein andererseits keien isolierte Größe die über dem Seienden schwebt.

Hier ist noch mal der eklatante Fehler! Das Sein existiert auf einem unendlichem Zeitstrahl, auf dem der Seiende nur eine stecknadelkopflange Gerade existieren wird.
Die Menschheit und die Ontologen im Besonderen sind fürs Sein so unbedeutend, wie ein Dino-Häufchen!

Zitat:
Original von carsten aus bochum
Du musst Dich ja nicht für Heidegger interessieren, aber warum postest Du dann ausgerechent in diesem Thread?


Wo steht geschrieben, dass sich nur Beführworter seinen Ausagen nähern dürfen? Ziemlich anmaßend deine ganze Art!

Zitat:
Original von carsten aus bochum
Wenn Du Heidegger kritisieren willst, dann geht es nicht je nach dem, sondern nach Heidegger oder Du kritisierst halt irgendwas. Du kannst den Begriff des Seins ja vollkommen Banane finden, aber wenn Du gegen Heidegger argumentieren willst, dann solltest Du Dich schon damit beschäftigen was er so von sich gibt.


Wenn Heidegger von den Toten auferstehen sollte, werde ich dies gerne akzeptieren, .. bis dahin überlasse es mir, wie ich gegen eliskases Kommentare vorgehe!

Zitat:
Original von carsten aus bochum
Kritisier‘ doch was immer Du willst, nur verkauf es nicht als Kritik an Heidegger, es ist nämlich schlicht keine.


Ooh, ... ich bin mir ziemlich sicher, dass Heidegger etwas besser als seine neuzeitlichen Ablese-Jünger verstehen würde, wo genau ich den Hebel ansetze, beim Versuch sein gesammtes Pseudoschaffen an der Wurzel zu kippen. Ich empfehle euch Eleven mal das Studium der Philosophien, die die Ontologie, wie ich es mit meinen "bescheidenen" Kommentaren andeutete, in die Schranken verweisen.
Nur weil ich eine Sprache verwende die du nicht kennst, die du so in deinem leben nicht gelernt hast, heißt das nicht du Tarzan, ich Jane! Chen

Heidegger das beste Rennpferd, ... schöner Witz!
Ergo
Heidegger gilt in hiesiger Welt etwas, weil er andere philosophische Wege beschritt beim Versuch dem "Sinn des Seins" aufzuspüren.

Schon hier an diesem Punkt wird Alles folgende aus Sicht meiner Weltanschauung zu einem philosophischem Rucksack, tief gefallen in eine "Gletscherspalte"!

Es spielt keine Rolle, wie geschickt er sich nun dieser Problematik nähert, die ich eventuell in nächsten Kommentaren sezieren werde/könnte, ... da der Ausgangspunkt schon die Absordität ist.

Das Sein ist die Gesamtheit alles Materiellen und Ideellen, in jeder Dimensionierung und jeder qualitativen Stufe, im Wandel der Zeit.
Die materielle und ideelle Daseinsform selbst trägt unendlichen Charakter, in sich endlicher Größen.
Das Sein im Wandel der unendlichen Zeit, "existiert", damit also ohne einem Anfang, ohne einem Ende, nicht erschaffbar und nicht zerstörbar, nur getrieben aus der Veränderungsgesetzmäßigkeit der Entwicklung niederer Zustände zu höheren.
Das Sein als höchste Form der Determination, bleibt selbst im Weiteren Solist des Allen, ohne der Möglichkeit es von außen weiter zu durchleuchten, ganz einfach, weil es ein außen im Alles nicht gibt. Das letzte Wort der Philosophie ist das Sein!

Die menschlich verständliche Frage nach dem Sinn des Seins, ist deshalb eine kindlich naive Frage, frei von Objektivität, geboren aus der beschränkten Abstraktionsfähigkeit, fehlender Logik und Intuition. Die Frage ist unzulässig, weil es am realen Sein lotusblütenartig abrutscht. Dem aus doppelt genannter Unendlichkeit bestehendem ALLES (DAS SEIN) kommt die Unmöglichkeit der Frage selbst natürlich nur dann klar zu Bewußtsein, wenn er dem Seienden, dem Bewußtsein die absolut nachgeordnete philosophische Stufe aufdrückt
carsten aus bochum
Hi Ergo.

Zitat:
„hahaha, ... nee ich hatte einfach nicht erwartet, dass man Heidegger tatsächlich in seinem Weltbild bestärkt. Mein persönliches Weltbild ist schon dem Phänomenologischen-Fundamental-Ontologen überlegen, sodass man das Pferd nicht von hinten aufzäumen muss. Ich weiß sehr wohl wovon ich rede, indem ich exakt die Fehler in der Aussage aufs Korn nehme. Mein Privatweg ist die direkte Auseinandersetzung mit philosophischem Unsinn, wofür ich mir nicht den Kopf mit den gesammelten Werken Heideggers zu Brei transformieren lasse, sondern aus meiner Position direkt die dicken Brocken zermalme, die ich mir exzerptmäßig von Freunden meiner Weltanschauung durcharbeite, sodass ein Nachfegen wegen anderer Krümmel oftmals überflüssig wird. Wie dies "die Durchrutschfrage nach dem Sinn des Seins, durch die Gedärme eines Menschen" im Besonderen ist!
Im Menschen, beim Menschen und durch den Menschen ist die Frage des Seins nicht stellbar, ...weil das Sein sowohl Vater, als auch Totengräber der Qualität Bewußtsein ist/sein wird. Man kann ja auch nicht in der leblosen Materie nach dem Sinn des Seienden suchen.“


Du willst sagen, dass Du Dir Deine Privatphilosophie bastelst, von der Du meinst, dass sie allen anderen überlegen ist? Nun, Du bist nicht der erst und wirst nicht der letzte bunte Vogel im Forum sein, der sich im Laufe der Jahre so seinen kühnen Alleingang zurechtgezimmert hat, ich habe da sogar prinzipiell was für über, aber leider ist die Qualität dann doch immer recht mies, der Interpret verlangt, man müsse sich ganz und gar auch seine Variante einlassen, zeigt aber auf der anderen Seite keinerlei Bereitschaft das gleiche zu tun.
Ich wette Du gehörst in diese Reihe der Verkünder.

Zitat:
Zitat:
Original von carsten aus bochum
das Sein andererseits keien isolierte Größe die über dem Seienden schwebt.

Hier ist noch mal der eklatante Fehler! Das Sein existiert auf einem unendlichem Zeitstrahl, auf dem der Seiende nur eine stecknadelkopflange Gerade existieren wird.
Die Menschheit und die Ontologen im Besonderen sind fürs Sein so unbedeutend, wie ein Dino-Häufchen!“


Du hast die besondere Rolle des Daseins bei Heidegger einfach nicht kapiert, weil Du aus einem in meinen Augen recht platten Denken in Teil und Ganzem einzig und allein unter dem Gesichtspunkt der Materie nicht hinauskommst, so hast Du nie eine Chance Heidegger, Luhmann oder einen Mystiker zu verstehen und vermutlich viele andere auch nicht.


Zitat:
„Ooh, ... ich bin mir ziemlich sicher, dass Heidegger etwas besser als seine neuzeitlichen Ablese-Jünger verstehen würde, wo genau ich den Hebel ansetze, beim Versuch sein gesammtes Pseudoschaffen an der Wurzel zu kippen. Ich empfehle euch Eleven mal das Studium der Philosophien, die die Ontologie, wie ich es mit meinen "bescheidenen" Kommentaren andeutete, in die Schranken verweisen.
Nur weil ich eine Sprache verwende die du nicht kennst, die du so in deinem leben nicht gelernt hast, heißt das nicht du Tarzan, ich Jane! Chen

Heidegger das beste Rennpferd, ... schöner Witz!“


Als wenn ich es geahnt hätte, der nächste große Verkünder.
Na mach mal weiter, das Echo hallt ja inzwischen schon aus mehreren Ecken, vielleicht mekrst Du ja irgendwann dass es ein Echo ist.
Lassen wir‘s dabei.

Gruß,

Carsten