@Epikur
Hi.
Ich möchte mich hier ewigs Kritik anschließen, dass dein kleiner Text sehr unklar geschrieben ist und so Verwirrung stiftet, habe jedoch dabei etwas anderes im Sinne als ewig. Um dabei nur Einiges anzusprechen:
(a) Man muss unterscheiden zwischen Sätzen und dem, dessen Bestehen Sätze behaupten. Ein Beispiel zu dieser Unterscheidung: Betrachten wir den Satz „der Apfel fiel nicht weit vom Stamm“. Diese in Anführungszeichen stehende Zeichenkette ALS Zeichenkette MIT einer Bedeutung ist ein Satz. Dieser Satz behauptet das Bestehen eines Sachverhaltes, nämlich des Sachverhaltes, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fiel. Es gilt dabei: Wahr oder falsch können nur Sätze sein, bestehen oder nicht bestehen hingegen können nur Sachverhalte. Satz und behaupteter Sachverhalt müssen sauber getrennt werden, doch diese Trennung nimmst du nicht vor. So schreibst du zunächst:
| Zitat: |
Es ereignet sich A. Das -also- Ereignis A zieht ein Ereignis B nach sich. Das bedeutet A=B, oder A=>B, was denkt ihr? Nun fasst man aber die zwei Ereignisse A und B zu dem komplex C zusammen, da ja A sowieso B bewirkt, also kein A ohne B und kein B ohne A. Diesen Komplex nennen wir nun C.
|
Hier sind A, B und C offenbar Ereignisse. Doch dann führst du fort:
| Zitat: |
Was ist aber nun, wenn der Komplex C falsch ist? Ist dann nur A falsch, oder A und B, da C=A+B?
|
Hier behandelst du A, B und C plötzlich wie Sätze, denn wahr oder falsch können nur Sätze sein. Es stellt sich mir als Leser daher die Frage: geht es dir um das Bestehen oder Nichtbestehen von Sachverhalten oder um die Wahrheitswerte von Sätzen?
(b) Dein Gebrauch des Subtraktionszeichens ist mehrdeutig und in einem Falle unklar. Du schreibst:
| Zitat: |
Nun da dieser Komplex von der Aussage D verneint ist, würde dies bedeuten D=-C. Bedeutet die aber auch D=-(A+B)=A-B?
|
D sei eine Aussage (ein Satz), schreibst du, welche die Verneinung des Komplexes C (damit ist vermutlich C als Satz gemeint, denn Ereignisse lassen sich nicht negieren) sei. Dies drückst du aus mit „D = -C“. Das Subtraktionszeichen tritt hier als Negationszeichen auf und muss gelesen werden als „es ist nicht der Fall, dass“. Doch dann folgt diese seltsame Formel „D = -(A+B) = A-B“. In „-(A+B)“ tritt das Subtraktionszeichen noch als Negationszeichen auf, doch dann schreibst du „A-B“. Wofür steht das Subtraktionszeichen denn hier? Es als Negationszeichen zu lesen macht keinen Sinn, denn dann würde „A-B“ lauten „A es ist nicht der Fall, dass B“, was Unsinn ist. Was also bedeutet das Subtraktionszeichen hier?
(c) Du suggerierst zunächst, dass, wenn man A und B als Ereignisse auffasst, das Ereignis B dem Ereignis A zeitlich nachfolge. So schreibst du:
| Zitat: |
Es ereignet sich A. Das -also- Ereignis A zieht ein Ereignis B nach sich. Das bedeutet A=B, oder A=>B, was denkt ihr?
|
Sowie:
| Zitat: |
B folgt in der Abfolge von A. B kann nicht durch X ausgelöst werden sondern nur durch A!
|
Hier ist ganz deutlich von einer zeitlichen Nachfolge von B nach A die Rede. Doch dann schreibst du:
| Zitat: |
kein A ohne B und kein B ohne A
|
Hier widersprichst du plötzlich der Behauptung, dass das Ereignis B dem Ereignis A zeitlich nachfolge. Du schreibst nämlich, dass A nicht ohne B stattfinden könne. Wenn dem so ist, können A und B aber nicht nacheinander stattfinden, denn folgten A und B zeitlich aufeinander, so könnte A sehr wohl ohne B stattfinden, nämlich solange, wie das A NACHFOLGENDE Ereignis B noch nicht stattgefunden hat. Ist es also eine notwenige Bedingung für das Stattfinden von A, dass B stattfindet und ist es eine notwendige Bedingung für das Stattfinden von B, dass A stattfindet, so müssen die Ereignisse A und B GLEICHZEITIG stattfindende Ereignisse sein.
Daher frage ich mich als Leser hier, ob A und B nun gleichzeitig stattfindende Ereignisse sein sollen oder einander nachfolgende.
Alle drei meiner Bemerkungen beziehen sich auf den ersten Teil deines Textes; der zweite weist seinerseits eine Menge Unklarheiten auf, auf die ich an dieser Stelle aber nicht eingehen werde. Aus diesem Grunde möchte ich dich gleichsam wie ewig bitten, deinen Gedanken sowie deine Fragen nochmals klar und strukturiert niederzuschreiben, denn sonst macht es in der Tat wenig Sinn, sich damit zu befassen.