Würze
Die meisten mögen denken, bei deterministischen Bewegungsgleichungen folgt aus einem Ausgangszustand notwendigerweise nur eine mögliche Zukunft.
Das folgende Beispiel zeigt jedoch etwas anderes. Angenommen in der Natur gäbe es irgendwo ein Geschwindigkeitsfeld, das heißt ein Gebiet, in der die Geschwindigkeit und nicht die Beschleunigung abhängig ist vom Ort, so in etwa wie bei einer stationären Luft- oder Wasserströmung. Die allgemeine Gleichung lautet hierbei im eindimensionalen Fall dz/dt = f(z), wobei z die eine Raumkoordinate darstellt, die wir betrachten wollen.
Ein Teilchen, das dieser Strömung folgt, würde eine deterministische Bahn verfolgen. Anders verhält es sich wenn f(z) eine Singularität enthält. Man betrachte die Gleichung dz/dt = -W/(2z), wobei W eine positive Konstante der Dimension m^2/s ist. Leider wird es jetzt etwas mathematisch, da man eine Differentialgleichung lösen muss.
dz/dt = -W/(2z), z*dz/dt = -W/2, integrieren nach der Zeit t, z*z/2 = -W/2*t + C, die Integrationskonstanste kann ohne Beschränkung der Allgemeinheit gleich 0 gesetzt werden, da sie nur eine Verschiebung der Startzeit bedeutet also z*z/2 = -W/2*t, z*z = -W*t.
Für die Startphase beginne man mit t<0, dann gilt z = Wurzel(-W*t) oder z = -Wurzel(-W*t). Da man die Startbedingungen selbst wählt, nehme ich den positiven Wert z = Wurzel(-W*t). z ist also für t<0 reell positiv, bei t=0 erhält man z=0, für t>0 gibt es aber zwei symmetrische Lösungen: entweder z läuft entlang der postiven oder entlang der negativen imaginären Achse weiter. Zusammengefasst: Zunächst läuft ein Teilchen, dessen Raumkoordinate z ist auf der positiven reellen Achse in den Nullpunkt und dann muss es sich entscheiden, ob es auf der +i oder -i Achse aus dem Nullpunkt wieder herausläuft.
Auch wenn eine solche Gleichung in der Natur vielleicht keine Rolle spielt und das Teilchen entlang einer imaginären Achse läuft, so zeigt dieses Beispiel, dass Singularitäten Determinismus in Indeterminismus umwandeln können. Möglicherweise gibt es in der Natur aber Gleichungen mit Singularitäten, die nicht notwendigerweise 1.Ordnung in der Zeit sind, sondern Beschleunigungsfelder wie üblich, die ein ähnliches Verhalten zeigen.
Das folgende Beispiel zeigt jedoch etwas anderes. Angenommen in der Natur gäbe es irgendwo ein Geschwindigkeitsfeld, das heißt ein Gebiet, in der die Geschwindigkeit und nicht die Beschleunigung abhängig ist vom Ort, so in etwa wie bei einer stationären Luft- oder Wasserströmung. Die allgemeine Gleichung lautet hierbei im eindimensionalen Fall dz/dt = f(z), wobei z die eine Raumkoordinate darstellt, die wir betrachten wollen.
Ein Teilchen, das dieser Strömung folgt, würde eine deterministische Bahn verfolgen. Anders verhält es sich wenn f(z) eine Singularität enthält. Man betrachte die Gleichung dz/dt = -W/(2z), wobei W eine positive Konstante der Dimension m^2/s ist. Leider wird es jetzt etwas mathematisch, da man eine Differentialgleichung lösen muss.
dz/dt = -W/(2z), z*dz/dt = -W/2, integrieren nach der Zeit t, z*z/2 = -W/2*t + C, die Integrationskonstanste kann ohne Beschränkung der Allgemeinheit gleich 0 gesetzt werden, da sie nur eine Verschiebung der Startzeit bedeutet also z*z/2 = -W/2*t, z*z = -W*t.
Für die Startphase beginne man mit t<0, dann gilt z = Wurzel(-W*t) oder z = -Wurzel(-W*t). Da man die Startbedingungen selbst wählt, nehme ich den positiven Wert z = Wurzel(-W*t). z ist also für t<0 reell positiv, bei t=0 erhält man z=0, für t>0 gibt es aber zwei symmetrische Lösungen: entweder z läuft entlang der postiven oder entlang der negativen imaginären Achse weiter. Zusammengefasst: Zunächst läuft ein Teilchen, dessen Raumkoordinate z ist auf der positiven reellen Achse in den Nullpunkt und dann muss es sich entscheiden, ob es auf der +i oder -i Achse aus dem Nullpunkt wieder herausläuft.
Auch wenn eine solche Gleichung in der Natur vielleicht keine Rolle spielt und das Teilchen entlang einer imaginären Achse läuft, so zeigt dieses Beispiel, dass Singularitäten Determinismus in Indeterminismus umwandeln können. Möglicherweise gibt es in der Natur aber Gleichungen mit Singularitäten, die nicht notwendigerweise 1.Ordnung in der Zeit sind, sondern Beschleunigungsfelder wie üblich, die ein ähnliches Verhalten zeigen.