Pippen
In dieser Rubrik sollen die Filme genannt werden, die nach eurer Meinung ihre Zeit oder eine Thematik am besten und realistischsten herüberbringen oder gerade das Gegenteil dessen. Es geht also ausschließlich um Filme mit realem Hintergrund. Ich finde es oft schade, dass Filme aus Unterhaltungsgründen die geschichtlichen Wahrheiten so verdrehen, dass man nicht nur oft einen falschen Eindruck von einer bestimmten Zeit bekommt, sondern sich auch nie so richtig darin hineinversetzen kann. Wenn man hier also Filme empfiehlt oder kritisiert, sollte man selbst über nicht ganz unerhebliches Hintergrundwissen verfügen. Es soll hier nicht darum gehen, wie ein Film gefällt oder gemacht ist.
Ich fange mal an:
1. Meuterei auf der Bounty: Leider in allen drei bekannten Versionen ein Reinfall. Cap. Bligh wird nicht nur zu alt dargestellt (er war Anfang 30), sondern auch zu Unrecht als Ungetüm oder Despot. Außerdem wird verschwiegen, dass die Meuterer um Fletcher C. alles andere als Waisenknaben waren. Nicht umsonst wurden fast alle später von Eingeborenen getötet. Ob die Sprache und das Verhalten auf Schiff den Gegebenheiten früherer Zeit entsprachen, weiß ich nicht.
2. Western: Alle Western bis in die 80iger Jahre hinein kann man aus o.g. Sicht "in die Tonne kloppen" - schlicht vollkommen unrealistisch. Angefangen von "Duellen" (sowas gab es praktisch nicht), Treffern aus 30m Entfernung bis hin zur Waffenausstattung (zB hat kaum ein Mann seine Handwaffe - so wie in Filme gezeigt - unterhalb der Hüfte getragen, sondern immer oberhalb und meist ohnehin in der Jackentasche). Einer der realistischsten Western ist noch "Open Range", mit deutlichen Abstrichen schon "Der mit dem Wolf tanzt" oder "Tombstone" (1993).
3. Die Polizeiruf 110-Filme der 80iger Jahre DDR-Zeit geben recht gut den Alltag damals wieder. Selbst die behandelten Verbrechen entsprechen dem Üblichen (nicht jede Folge ein Mord oder schwerer Raub). Ich beziehe das ausschließlich auf die Ausstattung und die Handlungen/Verhaltensweisen der Normalbürger. Die Polizei selbst kommt natürlich etwas zu gut weg, aber selbst da wird nicht schamlos übertrieben.
Ich fange mal an:
1. Meuterei auf der Bounty: Leider in allen drei bekannten Versionen ein Reinfall. Cap. Bligh wird nicht nur zu alt dargestellt (er war Anfang 30), sondern auch zu Unrecht als Ungetüm oder Despot. Außerdem wird verschwiegen, dass die Meuterer um Fletcher C. alles andere als Waisenknaben waren. Nicht umsonst wurden fast alle später von Eingeborenen getötet. Ob die Sprache und das Verhalten auf Schiff den Gegebenheiten früherer Zeit entsprachen, weiß ich nicht.
2. Western: Alle Western bis in die 80iger Jahre hinein kann man aus o.g. Sicht "in die Tonne kloppen" - schlicht vollkommen unrealistisch. Angefangen von "Duellen" (sowas gab es praktisch nicht), Treffern aus 30m Entfernung bis hin zur Waffenausstattung (zB hat kaum ein Mann seine Handwaffe - so wie in Filme gezeigt - unterhalb der Hüfte getragen, sondern immer oberhalb und meist ohnehin in der Jackentasche). Einer der realistischsten Western ist noch "Open Range", mit deutlichen Abstrichen schon "Der mit dem Wolf tanzt" oder "Tombstone" (1993).
3. Die Polizeiruf 110-Filme der 80iger Jahre DDR-Zeit geben recht gut den Alltag damals wieder. Selbst die behandelten Verbrechen entsprechen dem Üblichen (nicht jede Folge ein Mord oder schwerer Raub). Ich beziehe das ausschließlich auf die Ausstattung und die Handlungen/Verhaltensweisen der Normalbürger. Die Polizei selbst kommt natürlich etwas zu gut weg, aber selbst da wird nicht schamlos übertrieben.
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