Rhetorix
Jetzt weiß ich, wie es war!
Kassandra hat mir alles erzählt.
Nachdem Paris der Hera den Apfel gegeben hatte, führte die Göttin ihn in ein weites Tal, darin eine Herde goldener Schafe weidete.
Die Schafe aber gehörten einem Zyklopen.
Doch das machte nichts. Mit Hilfe seiner treuen Hunde Piphos und Paphos sowie seiner Amme, der Bärin, und mit Heras Beistand umzingelte Paris den Zyklopen und schoss ihm mit einem einzigen Pfeil sein einziges Auge aus. Danach führte er die goldene Herde im Triumpf gen Troja.
Als Priamos, der seinen Sohn als Baby in der Wildnis aussetzen ließ, den Jäger mit der goldenen Herde und dem gefährlich knurrenden Bären sah, fiel ihm sofort auf, dass Paris sein totgeglaubter Sohn war. Er fiel ihm um den Hals und erkannte ihn als seinen Sohn an; und weil er schon das Alter hatte und überdies seit Jahren unter Priapismus litt, setzte er sich zur Ruhe und bestimmte Paris zu seinem Nachfolger.
In Troja brach unter dem neuen König Paris dank der goldenen Herde der Reichtum aus.
Babylon hingegen stürzte in eine Wirtschaftskrise, da der Wert seiner Goldreserven aufgrund des Überangebots um 50 % sank.
Um sein Land zu retten, bot der gute König Hammurabi Paris daher die Hand seiner Tochter Elenna und sein Königreich an.
Paris akzeptierte das Angebot, und König Hammurabi setzte sich zur Ruhe, um seinen Lebensabend mit dem Meisseln einer Gesetzes-Stele zu verbringen.
Nachdem Paris nun auch König von Babylon war, stellte er ein riesiges Heer von Söldnern auf. Sie wurden mit goldenen Socken (Fußsoldaten) bzw. Mützen (Offiziere) bezahlt, die die Trojanerinnen aus der Wolle heimischer Schafe strickten.
Im Handumdrehen eroberte man auch die Reiche der Hethiter und der Skythen, und wenn man von Indien gewusst hätte, wäre der Buddhismus nie entstanden.
Paris, nunmehr der reichste und mächtigste König Asiens (einschließlich China, wovon man allerdings gleichfalls nichts ahnte) ernannte seine Bärin zum Großvesir und seine treuen Hunde zu Ministern. Diese guten Tiere hielten das Reich vorbildlich in Schuss, und Paris gewöhnte sich an ein dekadentes Lotterleben.
Wie von Athene und Aphrodite vorausgesehen, begann er bald, sich mit Elenna, seiner Gattin, zu langweilen.
Aphrodite näherte sich Paris mit List, indem sie vorgab, sich mit diesem mächtigen und weisen König wieder versöhnen zu wollen, und schenkte ihm eine äußerst verführerische Sklavin.
Dieses Weib war aber in Wirklichkeit eine Nymphe und Freundin der Kirke und war in die Verschwörung der Göttinnen eingeweiht.
Als sie Paris hörig gemacht hatte, blies sie ihm ins Ohr, dass er nun auch Europa unterwerfen müsse, denn sonst sei sie nicht mehr auf ihn scharf.
Paris in seiner Dekadenz gab schließlich nach und befahl, gegen Griechenland zu rüsten.
Diese Nachricht trug Athene eilig nach Athen, Sparta, Kreta und Ithaka sowie auf die Insel der Kirke und riet, was nun zu tun sei.
Als Paris mit seinem Heer gen Griechenland in See stach, stachen daher auch die Griechen in See, gen Troja.
Nun führte die Route beider Flotten aber an der Insel der Kirke vorbei.
Die Griechen waren von Athene gewarnt worden, die Trojaner aber nicht.
Während die Griechen daher eisern an der Insel vorbeifuhren, legten die Trojaner an; denn sie hatten große Schweineherden auf dieser Insel entdeckt; und weil sie den ewigen goldenen Lammbraten leid waren, wollten sie sich mal so richtig an fetten Spanferkeln mit Knoblauch und Rosmarin satt essen.
Selbstverständlich gingen sie dabei der Kirke und ihren Nymphen ins Netz und wurden allesamt in Schweine verwandelt.
Die Griechen hingegen erreichten das von Männern entvölkerte Troja.
Sie beglückten die verlassenen Frauen, die von der dauernden Strickerei mit goldener Wolle schon ganz wunde Hände hatten, nahmen sie mit an Bord und zündeten Troja an.
Troja brannte bis auf die Grundmauern nieder, die goldenen Schafe schmolzen und gingen später irrtümlich als goldene Horde in die Geschichtsschreibung ein.
Nun muss man das Ganze eigentlich nur noch in Hexameter übertragen, und fertig ist der Mythos.
Kassandra hat mir alles erzählt.
Nachdem Paris der Hera den Apfel gegeben hatte, führte die Göttin ihn in ein weites Tal, darin eine Herde goldener Schafe weidete.
Die Schafe aber gehörten einem Zyklopen.
Doch das machte nichts. Mit Hilfe seiner treuen Hunde Piphos und Paphos sowie seiner Amme, der Bärin, und mit Heras Beistand umzingelte Paris den Zyklopen und schoss ihm mit einem einzigen Pfeil sein einziges Auge aus. Danach führte er die goldene Herde im Triumpf gen Troja.
Als Priamos, der seinen Sohn als Baby in der Wildnis aussetzen ließ, den Jäger mit der goldenen Herde und dem gefährlich knurrenden Bären sah, fiel ihm sofort auf, dass Paris sein totgeglaubter Sohn war. Er fiel ihm um den Hals und erkannte ihn als seinen Sohn an; und weil er schon das Alter hatte und überdies seit Jahren unter Priapismus litt, setzte er sich zur Ruhe und bestimmte Paris zu seinem Nachfolger.
In Troja brach unter dem neuen König Paris dank der goldenen Herde der Reichtum aus.
Babylon hingegen stürzte in eine Wirtschaftskrise, da der Wert seiner Goldreserven aufgrund des Überangebots um 50 % sank.
Um sein Land zu retten, bot der gute König Hammurabi Paris daher die Hand seiner Tochter Elenna und sein Königreich an.
Paris akzeptierte das Angebot, und König Hammurabi setzte sich zur Ruhe, um seinen Lebensabend mit dem Meisseln einer Gesetzes-Stele zu verbringen.
Nachdem Paris nun auch König von Babylon war, stellte er ein riesiges Heer von Söldnern auf. Sie wurden mit goldenen Socken (Fußsoldaten) bzw. Mützen (Offiziere) bezahlt, die die Trojanerinnen aus der Wolle heimischer Schafe strickten.
Im Handumdrehen eroberte man auch die Reiche der Hethiter und der Skythen, und wenn man von Indien gewusst hätte, wäre der Buddhismus nie entstanden.
Paris, nunmehr der reichste und mächtigste König Asiens (einschließlich China, wovon man allerdings gleichfalls nichts ahnte) ernannte seine Bärin zum Großvesir und seine treuen Hunde zu Ministern. Diese guten Tiere hielten das Reich vorbildlich in Schuss, und Paris gewöhnte sich an ein dekadentes Lotterleben.
Wie von Athene und Aphrodite vorausgesehen, begann er bald, sich mit Elenna, seiner Gattin, zu langweilen.
Aphrodite näherte sich Paris mit List, indem sie vorgab, sich mit diesem mächtigen und weisen König wieder versöhnen zu wollen, und schenkte ihm eine äußerst verführerische Sklavin.
Dieses Weib war aber in Wirklichkeit eine Nymphe und Freundin der Kirke und war in die Verschwörung der Göttinnen eingeweiht.
Als sie Paris hörig gemacht hatte, blies sie ihm ins Ohr, dass er nun auch Europa unterwerfen müsse, denn sonst sei sie nicht mehr auf ihn scharf.
Paris in seiner Dekadenz gab schließlich nach und befahl, gegen Griechenland zu rüsten.
Diese Nachricht trug Athene eilig nach Athen, Sparta, Kreta und Ithaka sowie auf die Insel der Kirke und riet, was nun zu tun sei.
Als Paris mit seinem Heer gen Griechenland in See stach, stachen daher auch die Griechen in See, gen Troja.
Nun führte die Route beider Flotten aber an der Insel der Kirke vorbei.
Die Griechen waren von Athene gewarnt worden, die Trojaner aber nicht.
Während die Griechen daher eisern an der Insel vorbeifuhren, legten die Trojaner an; denn sie hatten große Schweineherden auf dieser Insel entdeckt; und weil sie den ewigen goldenen Lammbraten leid waren, wollten sie sich mal so richtig an fetten Spanferkeln mit Knoblauch und Rosmarin satt essen.
Selbstverständlich gingen sie dabei der Kirke und ihren Nymphen ins Netz und wurden allesamt in Schweine verwandelt.
Die Griechen hingegen erreichten das von Männern entvölkerte Troja.
Sie beglückten die verlassenen Frauen, die von der dauernden Strickerei mit goldener Wolle schon ganz wunde Hände hatten, nahmen sie mit an Bord und zündeten Troja an.
Troja brannte bis auf die Grundmauern nieder, die goldenen Schafe schmolzen und gingen später irrtümlich als goldene Horde in die Geschichtsschreibung ein.
Nun muss man das Ganze eigentlich nur noch in Hexameter übertragen, und fertig ist der Mythos.