Wer bin ich und wenn ja, wie viele? (R.D.Precht)

Freak-o-soph
Wer bin ich? Wie funktioniert mein Versatand und was ist ein Gedanke? Et cetera perge perge...Diese Fragen stellt man sich schon seit Anbeginn der Philosophie. Und wieso die Frage nach dem "wie" - wo wir doch noch nicht einmal das "was" geklärt haben? Nur der Mensch, die biologische Masse - gleichzusetzen mit dem Tier - hat das bedürfnis das zu ergründen, was er durch seinen Verstand nicht begreifen kann; denn es fehlen wie so oft die nötigen Vergleiche (wodurch die Frage nach dem "wie" ein weiteres Mal zu erklären versucht wurde). Die Unendlichkeit ist beispielsweise nicht vergleichbar und entzieht sich somit jeglicher Evaluation und Eigenschaftsbeimessung (Ich wollte nicht Charakterisierung schreiben...). Eigenschaften sind immer relativ im Vergleich zu anderen. Die Frage lautet nun: Lässt sich der Verstand durch den Verstand begründen und erklären, indem er mit anderen Eigenschaften akkommoditiert wird?
Ich hoffe auf ein breites Antworten-Spektrum...
T1982
Zitat:
Original von Freak-o-soph
Die Unendlichkeit ist beispielsweise nicht vergleichbar und entzieht sich somit jeglicher Evaluation und Eigenschaftsbeimessung (Ich wollte nicht Charakterisierung schreiben...).


Erkläre das mal Cantor oder schau ein Buch über Mengenlehre an... (und die Analogien bei Cusanus).

Das Problem der Selbstreferentialität ist bekannt und in der Tat nicht einfach zu klären: der Verstand denkt über den Verstand nacht, der über den Verstand nachdenkt etc... Unser Gehirn iteriert (dadurch kommt vermutlich Bewusstsein zustande) - und wirft somit unüberbrückbare Letztfragen auf.

Als Antwort auf Deine Frage: ja (innerhalb der normalen wissenschaftlichen Grenzen).

Gruß