Rhetorix
Die Anhänger der epikureischen Philosophie hatten noch Jahrhunderte nach Epikurs Tod eine Tradition, die man auch einen Ritus nennen könnte:
Sie trafen sich am Zwanzigsten eines jeden Monats reihum in den Häusern der Gesinnungsgenossen, um Epikurs Geburtstag zu feiern.
Zweifellos wurden bei dieser Gelegenheit Symposien abgehalten, bei denen philosophiert, gegessen und getrunken wurde.
Man kennt das ja von Platons berühmtem 'Gastmahl'.
Im Unterschied zu Platons ausgesprochen feuchter Veranstaltung dürfte es bei den Epikureern aber eher spartanisch zugegangen sein.
Ein Besäufnis, geschweige denn eine Orgie, konnte man sich von so einer Einladung sicher nicht versprechen; denn die epikureische Philosophie ist so nüchtern wie Wasser und rät, obwohl keineswegs prüde, von sexuellen Exzessen eindeutig ab.
Selbstverständlich waren Epikureer keine Kinder von Traurigkeit!
Musik, Tanz und der Besuch von Komödien waren ihnen ausdrücklich empfohlen (Tragödien nicht, da es Mumpitz wäre, sich darüber zu grämen, dass die Götter den Protagonisten in eine ausweglose Lage brächten, in der er nur scheitern kann).
Epikureer von 'strenger Observanz' vertraten aber die Auffassung, dass diese an sich empfohlenen Zerstreuungen an Epikurs Geburtstag nicht erlaubt seien!
Epikurs Geburtstag scheint daher eine eher ernste philosophische Angelegenheit gewesen zu sein, bei der man nebst dem identitätsstiftenden Beisammensein nicht wesentlich mehr erwarten konnte als Wasser (allenfalls Schorle) und Brot.
[Natürlich drängt sich der Gedanke auf, dass das frühe Christentum diese damals noch vorhandene Sitte mit seinem Abendmahl kopierte und mit dem Versprechen, dass es Wein geben würde (den sich damals längst nicht jeder leisten konnte) noch eins draufsetzte. Wie sie übrigens auch in anderer Hinsicht 'geklaut' hatten.]
Da ich bekanntlich ein Schwein aus Epikurs Herde bin, dachte ich mir, es wäre nett, diese altehrwürdige Sitte wiederzubeleben.
Jour fix: an jedem Zwanzigsten wird an dieser Stelle Epikurs Geburtstag gefeiert - mit irgendeinem Beitrag, der die epikureische Philosophie betrifft.
Selbstverständlich dürfen es auch mehrere Beiträge sein.
Und keineswegs behalte ich mir einen Alleinvertretungsanspruch vor.
Wer einen Beitrag beisteuern will, ist ausdrücklich dazu aufgefordert (es könnte auch ein Beitrag gegen Epikur sein).
Einzige Bedingung: am Zwanzigsten um 24 Uhr ist Schluss!
Sie trafen sich am Zwanzigsten eines jeden Monats reihum in den Häusern der Gesinnungsgenossen, um Epikurs Geburtstag zu feiern.
Zweifellos wurden bei dieser Gelegenheit Symposien abgehalten, bei denen philosophiert, gegessen und getrunken wurde.
Man kennt das ja von Platons berühmtem 'Gastmahl'.
Im Unterschied zu Platons ausgesprochen feuchter Veranstaltung dürfte es bei den Epikureern aber eher spartanisch zugegangen sein.
Ein Besäufnis, geschweige denn eine Orgie, konnte man sich von so einer Einladung sicher nicht versprechen; denn die epikureische Philosophie ist so nüchtern wie Wasser und rät, obwohl keineswegs prüde, von sexuellen Exzessen eindeutig ab.
Selbstverständlich waren Epikureer keine Kinder von Traurigkeit!
Musik, Tanz und der Besuch von Komödien waren ihnen ausdrücklich empfohlen (Tragödien nicht, da es Mumpitz wäre, sich darüber zu grämen, dass die Götter den Protagonisten in eine ausweglose Lage brächten, in der er nur scheitern kann).
Epikureer von 'strenger Observanz' vertraten aber die Auffassung, dass diese an sich empfohlenen Zerstreuungen an Epikurs Geburtstag nicht erlaubt seien!
Epikurs Geburtstag scheint daher eine eher ernste philosophische Angelegenheit gewesen zu sein, bei der man nebst dem identitätsstiftenden Beisammensein nicht wesentlich mehr erwarten konnte als Wasser (allenfalls Schorle) und Brot.
[Natürlich drängt sich der Gedanke auf, dass das frühe Christentum diese damals noch vorhandene Sitte mit seinem Abendmahl kopierte und mit dem Versprechen, dass es Wein geben würde (den sich damals längst nicht jeder leisten konnte) noch eins draufsetzte. Wie sie übrigens auch in anderer Hinsicht 'geklaut' hatten.]
Da ich bekanntlich ein Schwein aus Epikurs Herde bin, dachte ich mir, es wäre nett, diese altehrwürdige Sitte wiederzubeleben.
Jour fix: an jedem Zwanzigsten wird an dieser Stelle Epikurs Geburtstag gefeiert - mit irgendeinem Beitrag, der die epikureische Philosophie betrifft.
Selbstverständlich dürfen es auch mehrere Beiträge sein.
Und keineswegs behalte ich mir einen Alleinvertretungsanspruch vor.
Wer einen Beitrag beisteuern will, ist ausdrücklich dazu aufgefordert (es könnte auch ein Beitrag gegen Epikur sein).
Einzige Bedingung: am Zwanzigsten um 24 Uhr ist Schluss!
Ich hatte falsch gelesen, dass nämlich Ahorn "einen Akt der Vermehrung" vollziehen wollte. Und dann schrieb er noch was vom Winseln...
