HansPeter
Glaubt ihr an eine höhere Macht, Gott usw.?
Ich glaube nicht, dass es einen Gott oÄ. gibt.
Da ich ein Wissenschaftlicher-Philosoph bin und in mein Welt/Universumsbild kein Platz für eine allmächtige Macht ist. Gott lässt sich nicht nachweisen/erklären. Ich glaube "Gott" wurde früher nur dazu verwendet um die Welt zu erklären, schließlich ist es einfacher sich eine höhere allmächtige Macht vorzustellen als in z.B. der Steinzeit Teilchenphysik etc. zuerklären, mal ganz von den Mitteln die wir erst mit der Zeit über die Jahrhunderte hin uns angeeignet haben.
Was haltet ihr davon?
Schatzmeister
Man muss sich Gott nicht zwingend bildlich vorstellen, als Person mit kreativer Ader und Vollbart. Man kann ihn auch - ganz religionsübergreifend - als diejenige Kraft sehen, die uns überhaupt erlaubt, darüber zu sinnieren anstatt willen- und bewusstlos über den Boden zu kriechen wie manch andere Kreatur.
Schatzmeister
HansPeter
Tue ich auch nicht und trotzdem, warum sollte nicht die Evolution dafür verantwortlich sein vielleicht ist, die Fähigkeit zu denken auch ein Gendefekt gewesen und wir nur rein zufällig hier sind.
Schatzmeister
| Zitat: |
Original von HansPeter
Tue ich auch nicht und trotzdem, warum sollte nicht die Evolution dafür verantwortlich sein vielleicht ist, die Fähigkeit zu denken auch ein Gendefekt gewesen und wir nur rein zufällig hier sind. |
Eine Fähigkeit als Defekt? Macht das Sinn in deinen Augen?
Schatzmeister
HansPeter
ich weiß das sich das komisch anhört aber so ähnlich funktioniert Evolution, oder zumindest die Abweichung von der Norm der eigentlichen Art
Schatzmeister
| Zitat: |
Original von HansPeter
ich weiß das sich das komisch anhört aber so ähnlich funktioniert Evolution, oder zumindest die Abweichung von der Norm der eigentlichen Art |
Gut, wenn du es so betrachtest, widerspricht es ja gar nicht.
Warum wollen wir dieses Phönomen nicht göttlich (im Sinne von: übermenschlich, nicht erfahrbar, tranzendent) nennen?
HansPeter
| Zitat: |
Original von Schatzmeister
Gut, wenn du es so betrachtest, widerspricht es ja gar nicht. |
war das sarkastisch gemeint?
weil es zufällig passiert ist, rein theoretisch hätten auch die Dinosaurier denken können. Dann müssten wir göttlich neu definieren, dann wäre göttlich zufällig oder warum sollte etwas göttliches uns erschaffen, schließlich zerstören wir ja seine "Schöpfung" also die Erde, oder hat Gott uns erschaffen um sein "Reagenzglas" zu reinigen?
Chris
Hallo Hans Peter!
Wenn ein Mensch sagt, es gebe einen Gott, der die Welt geschaffen hat, so sagt das weniger etwas über die Welt aus (kann es auch gar nicht) als darüber, welches Weltbild dieser Mensch hat. Aussagen eines Menschen über Gott kann und sollte man dementsprechend als Aussagen über diesen Menschen selbst und sein Welt- bzw. Menschenbild interpretieren anstatt als Versuche einer Welterklärung, auch wenn viele religiöse Menschen da wohl anderer Meinung sind. Dass eine Aussage mehr über den Sprechenden aussagt als über irgendetwas anderes, ist dennoch nicht zu leugnen.
Mit dieser Prämisse arbeiten die meisten aktuellen Richtungen der systematischen Theologie.
Viele Grüße,
Chris
Sophie
| Zitat: |
Original von Chris
Wenn ein Mensch sagt, es gebe einen Gott, der die Welt geschaffen hat, so sagt das weniger etwas über die Welt aus (kann es auch gar nicht) als darüber, welches Weltbild dieser Mensch hat. Aussagen eines Menschen über Gott kann und sollte man dementsprechend als Aussagen über diesen Menschen selbst und sein Welt- bzw. Menschenbild interpretieren anstatt als Versuche einer Welterklärung,
Chris |
Rhetorix
| Zitat: |
Original von HansPeter
... schließlich zerstören wir ja seine "Schöpfung" also die Erde... |
Keine Bange! Die Erde ist garantiert stärker als wir. Sie hat schon manches überstanden und wird auch den Homo sapiens verdauen.
Im Übrigen: dieses Thema ist so ausgelutscht wie nur möglich.
Sieh doch mal mit der Suchfunktion nach den bisherigen Threads, und wenn dir dann noch was Neues einfällt, dann überrasche uns damit.
Geo
Ich denke Gott existiert, weil er erdacht ist. Das, was nicht existiert, ist das, was nicht erdacht ist. Ergo existiert Gott.
kämpfer der sonne
hi hanspeter,
ich bin auf keinen fall ein christ oder sonst ein religionsfanatiker, aber je mehr ich die welt verstehe, frage ich mich, warum gibt es so unendlich viele "zufälle" die unsere existenz erlauben?
und ich komme zu dem schluß, dass es keine zufälle geben kann.
gott muss nicht unbedingt die welt erschaffen haben, sie kann auch als konsequenz durch die existenz von gott entstanden sein.
denn ich glaube gott und die welt sind eins, man kann sie nicht trennen, wissenschaft und religion(besser philosophie) gehören zusammen und schliessen sich nicht gegenseitig aus, denn das eine kann ohne das andere nicht sein.
welche sinn hat denn dein leben?
oder glaubst du an keinen sinn?
Geo
Ich muß mich hier selber korrigieren:
| Zitat: |
| Ich denke Gott existiert, weil er erdacht ist. Das, was nicht existiert, ist das, was nicht erdacht ist. Ergo existiert Gott. |
Ich weiß nicht, warum ich hier so einen Schmarrn geschrieben habe. Es muß besser heißen: Ich glaube, alles kann existieren, wir haben nur noch nicht alles darüber erfahren, erkannt, gesichtet.
T'schuldigung.
SaMu
Für mich ist "Gott" eine Metapher, so wie auch die "Gottheiten" oder "Götter" in heidnischen Religionen Metaphern sind. Gott steht für Liebe, für Allmacht, für Schöpfung, für das "Ganze". So denke ich zumindest über Gott.
Diese Gedanken sind aber leider noch nicht so auf festem Grund, ich finde das Thema hochspannend und gebe meiner Meinung selbst nicht besonders viel Gewicht; ich brauche mehr Eindrücke.
kämpfer der sonne
samu,
gott ist die energie, die unsere welt zusammenhält und liebe verbindet sie.
Said
Als Mensch sollte man sich darüber Gedanken machen, dass alles was wir sehen können ein absoluter Beweis für die Existenz Gottes ist, denn die Frage ist wie kann ein so großes komplexes Universum und der Mensch, zum Beispiel durch Zufall entstanden sein?
Stephen Hawking beispielsweise hat gesagt, wenn beim Urknall nur ein winzig kleiner Fehler aufgetreten wäre, könnte das Universum nicht existieren und es wäre von Anfang an in sich zusammengebrochen. Die moderne Wissenschaft hat festgestellt, dass auch wenn es auf den ersten Blick aussieht als wäre im Universum alles durcheinander, steht fest, dass in Wirklichkeit alles eine perfekte Ordnung hat und, dass alle Planeten und Sonnensysteme sich auf ihrer Laufbahn befinden. Dann noch das Phänomen, der Mensch. Der Mensch ist perfekt geschaffen, allein wie er sich beispielsweise selbstständig frei bewegen kann und sein Verstand, wozu dieser alles in der Lage ist, was die Menschen alles schon seit ihrer Existenz geschaffen haben. Dies sind alles Beispiele dafür, dass ein solch perfektes System und ein solch perfektes Wesen wie der Mensch kein Zufall sein können, es muss ein ewiger und allmächtiger Schöpfer dahinter stecken. Auch wenn wir diesen nicht sehen können, ist dies noch lange kein Beweis dafür, dass es keinen Gott gibt. Es gibt Dinge wie beispielsweise Infrarot, Magnetfelder oder der Verstand des Menschen die wir mit unseren Sinnen nicht erfassen können, doch dies bedeutet nicht das diese Dinge nicht existieren. Man sollte sich über diese Dinge wirkliche Gedanken machen, denn es steht fest, dass jeder Mensch mit Sicherheit sterben wird, doch wenn er tot ist, gibt es kein zurück, deshalb sollte er sich lieber Gedanken machen, solange er noch lebt, denn jetzt ist noch die Zeit.
Kunglu
| Zitat: |
Original von Said
Als Mensch sollte man sich darüber Gedanken machen, dass alles was wir sehen können ein absoluter Beweis für die Existenz Gottes ist, denn die Frage ist wie kann ein so großes komplexes Universum und der Mensch, zum Beispiel durch Zufall entstanden sein?
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Es gibt keine absoluten Gottesbeweise. Das Wesen Gottes entsteht durch die Selbstreflexion deiner Gedanken. Die Eigenschaften die du Gott zuweist sind Dinge nach denen du dich sehnst, mehr nicht. Ob es Gott gibt oder nicht ist damit irrelevant und damit auch der absolute Gottesbeweis, an dem sich auch schon viele andere versucht haben.
Neo
Hallo Said,
| Zitat: |
Original von Said
Stephen Hawking beispielsweise hat gesagt, wenn beim Urknall nur ein winzig kleiner Fehler aufgetreten wäre, könnte das Universum nicht existieren und es wäre von Anfang an in sich zusammengebrochen.
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Diese Überlegung, daraus die Existenz Gottes herzuleiten, halte ich eigentlich für irreführend und auch unsolide. Denn wir wissen ja nicht, wieviele versuche es gab, bei denen es tatsächlich so verlief. Es wäre also kein Wunder, dass wir gerade dieses Universum beobachten können, in denen alles von Anfang an gepasst hat. Bei den anderen konnte eben niemand entstehen, der dies beschreiben könnte.
Ich halte es daher für solider zu fragen, wie denn aus dem Nichts etwas hat entstehen können (und ich meine das Nichts, nicht den raum- und zeitlosen Urzustand des Universums zu Beginn.
Da dies logisch nicht möglich ist, muß man dabvon ausgehen, dass es nur das Sein gibt und immer schon gab und sich aus diesem Sein alles begründen lässt. Ob man es nun Sein nennt oder Gott spielt dann keine Rolle mehr.
| Zitat: |
Original von Said
Die moderne Wissenschaft hat festgestellt, dass auch wenn es auf den ersten Blick aussieht als wäre im Universum alles durcheinander, steht fest, dass in Wirklichkeit alles eine perfekte Ordnung hat |
Oder wie Leibniz sagte "die beste aller möglichen Welten".
Gruß
Jay Ray
| Zitat: |
Original von Neo
Denn wir wissen ja nicht, wieviele versuche es gab, bei denen es tatsächlich so verlief. Es wäre also kein Wunder, dass wir gerade dieses Universum beobachten können, in denen alles von Anfang an gepasst hat. Bei den anderen konnte eben niemand entstehen, der dies beschreiben könnte. |
Ja, das sogenannte "anthropische Prinzip".
Vgl auch Eliskases' 3 Jahre alten Beitrag:
Die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von Leben
Said
Dies sind keine Gedanken nach denen ich mich sehne, sondern Tatsachen die feststehen. Und warum sollte es irrelevant sein, ob es Gott gibt oder nicht. Wenn ein Mensch nicht an Gott glauben will, so kann diesen niemanden dazu zwingen, aber man sollte es nicht einfach so als irrelevant sehen, denn die hauptsächliche Frage ist doch, aus welchem Grund hat Gott den Menschen erschaffen, weshalb existieren wir? Es muss einen Grund dafür geben. Wir sind nicht einfach so zum Spaß auf der Welt.
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