Ende des Ölzeitalters

Aurom
wahrlich, ich sage euch, nehmt das wort chaos nicht so leichtfertig in den mund. es wird sein ein heulen und zähneklappern, womit verglichen der 2. weltkrieg ein kindergeburtstag war... !
Schneemann
Zitat:
Original von Neo
Und wer meint Ihr hat soviel Geld, dass er immense Summen an diese Konzerne dafür bezahlen kann, dass diese Pläne auch in der Schublade bleiben? Zumindest vorläufig, solange auch nur noch ein Tropfen Öl aus den Bohrtürmen quillt?

Du hast nen echten Verschwörungstick. Dabei kannst du für deine Absurditäten nicht mal einen Hauch von Beweis für vorbringen. Daimler, VW & Co forschen mit Nachdruck am Wasserstoffauto, Prototypen sind längst unterwegs. Firmen bauen Solarkraft und Solarthermiekraftwerke in Südspanien und in der Sahara, mit zunehmenden Kapazitäten. Unzählige Institute weltweit forschen an effizienteren Solarzellen, neuen Kraftwerkstypen und der Kernfusion. Aber das sind natürlich alles nur Verwirrungstaktiken um zu verschleiern dass sie alle von der bösen bösen Öl-Mafia geschmiert werden nunja

Das Wasserstoffauto löst sowieso keine Probleme, genausowenig wie die Elektroautos. Die Frage ist woher die Energie kommen soll. Man braucht also im Endeffekt wohl billige und grosse Kraftwerke zur Nutzung von Sonnenergie oder komplett neue Technologien wie die Kernfusion. Wenn dies heute schon übermässig rentabel wäre, dann würde das auch gemacht, ganz einfach weil das dann Gewinne abwerfen würde, die die Oel-Mutlis neidisch machen würde und DIE Zukunftsbranche überhaupt ist. Dass die ganze Welt, die Unternehmer, die Oekos und Forscherzunft dies nur deshalb unterlässt weil sie von der OPEC geschmiert wird glaubt ja wohl nicht mal mehr der Ober-Verschwörer.

Ob der Umstieg auf neue Technologien rentabel ist oder nicht und wie sehr daran geforscht wird entscheidet derzeit leider allein die Verfügbarkeit von billiger, fossiler Energie. Das ist nun eben Marktwirtschaft und daran kann man in der Tat was kritisieren, aber dazu braucht es keine Verschwörungen. Dieses Problem könnte man z.B. mit irrwitzigen Oeko-Steuern ändern, die das Mobilitätsverhalten tatsächlich komplett verändern, aber das ist wohl leider nicht in demokratischen Systemen machbar. Ich plädiere daher schon lange für die Oeko-Diktatur mit mir als Vorsitz, aber leider stösst das immer nur auf taube Ohren.

Gruss,
Schneemann

Uebrigens, jeder selbst kann sein Erspartes für die Mitfinanzierung von neuartigen Solar-Kraftwerke einsetzen (z.B. in Südspanien), wenn es ihm zu langsam geht oder die ganze Welt sich verschwört. Die Renditen sind häufig beachtlich.
Zanderdan
Gut !

PS: ein Schneemann als Oekodiktator macht im Kampf gegen Klimawandel ja durchaus Sinn: wer würde mehr Eigeninteresse und damit die nötige Entschlossenheit mitbringen? Man kann es sich eigentlich nur so erklären, dass die tauben Ohren vom Geld der OPEC verstopft wurden.

Gruss
Nikita
mein problem ist ja gerade, dass das hier nicht komplett so läuft wie es in dem tollen gesetztbuch steht. zwänge müssen net durch gesetzte hervorgerufen werden, sondern können sich auch aus umständen etc. ergeben.
es geht auch nicht darum, dass geld abgeschafft wird. geld ist macht, bzw ein statussymbol. meist geht es nicht mehr darum im luxus zu leben sondern einen höheren status als andere zu haben. aber wenn das geld bei den wenigen ist die jetzt eh schon mehr als genug haben ist für uns wohl nix mehr da.
(bin auch net der einzige der sich so gedanken macht Freude )
@ aurom so was stell ich mir unter chaos auch vor. net etwa chaostage in hamburg oder so, sondern den völligen außname zustand.
wenn keiner mehr geld kriegt geht auch keiner mehr arbeiten und dann bricht alles zusammen. und dann würd hier richtig die post abgehen.
MeMoTroll
Zitat:
Original von Nikita
...würd hier richtig die post abgehen.


Ich wiederum denke, die würde als erstes aufhören zu arbeiten. roll
Neo
Zitat:
Original von Schneemann
Du hast nen echten Verschwörungstick. Dabei kannst du für deine Absurditäten nicht mal einen Hauch von Beweis für vorbringen.

Ein Beweis wäre zwar schön, aber es geht auch ohne. Ich bilde mir ein, mich recht gut in das Denken anderer Menschen hineinversetzen zu können, und insbesondere wenn es um skrupellose Geschäftemacherei geht. Man muß die Auswirkungen nicht mal unbedingt (so wie ich) am eigenen Leib verspüren, um es zu glauben, es genügt einfach, das ganze teilweise kriminelle - zumindest aber gewissenlose - Treiben in der Welt mit offenen Augen zu betrachten, und sich nicht zur eigenen Beschwichtigung Scheuklappen aufzusetzen.

Zitat:
Original von Schneemann
Das Wasserstoffauto löst sowieso keine Probleme, genausowenig wie die Elektroautos. Die Frage ist woher die Energie kommen soll.

Das versteh ich nicht, deshalb erklärs mir bitte: aus der Sonne natürlich.

Woher sonst käme die Energie, die im Öl steckt? Auch aus der Sonne, oder irre ich? Und so wie ich im einen fall Energie für die Förderung des Öls reinstecken muß, muß ich im anderen Fall Energie für den bau der Elektrolyseanlagen reinstecken. Quasi die Initialzündung. Den Rest macht die Sonne. Oder?

Grüße
Schneemann
Zitat:
Original von Neo
Woher sonst käme die Energie, die im Öl steckt? Auch aus der Sonne, oder irre ich? Und so wie ich im einen fall Energie für die Förderung des Öls reinstecken muß, muß ich im anderen Fall Energie für den bau der Elektrolyseanlagen reinstecken. Quasi die Initialzündung. Den Rest macht die Sonne. Oder?

Klar, die fossile Energie kommt aus der Sonne. Das Oel liegt aber einfach unter der Erdoberfläche, der Wasserstoff oder die Elekrizität aber nicht. Und um diese herzustellen braucht man auf lange Sicht quasi unerschöpfliche Energiequellen, vermutlich entweder die Sonne oder die Kernfusion. Und die eigentliche Problematik ist eben wie man diese Energie im ausreichenden Umfang nutzbar macht. Die komplette Neuorganisation der Energieversorgung ist die grosse technische Herausforderung der nächsten Jahrzehnte, dagegen sind technische Feinheiten des künftigen Autoantriebs ziemlich belanglos...
barbara
Hi zusammen

Zitat:
Original von SchneemannOb der Umstieg auf neue Technologien rentabel ist oder nicht und wie sehr daran geforscht wird entscheidet derzeit leider allein die Verfügbarkeit von billiger, fossiler Energie. Das ist nun eben Marktwirtschaft und daran kann man in der Tat was kritisieren, aber dazu braucht es keine Verschwörungen.


Bei den aktuellen Ölpreisen wird sich das ja wohl von selbst erledigen, und das wohl in nicht allzu ferner Zukunft... nicht-ölbasierte Energie wird wohl bald für immer mehr Anwendungen rentabel sein.


Zitat:
Original von Schneemann
Man braucht also im Endeffekt wohl billige und grosse Kraftwerke zur Nutzung von Sonnenergie oder komplett neue Technologien wie die Kernfusion.


Ich nehme an, der Trend wird eher zu Kleinstkraftwerken gehen - jedem Haus seine eigene Energiequelle, oder eine Kombination verschiedener Energiequellen. Da gibts ja schon viele Möglichkeiten, und irgendwie ist es doch ungemein beruhigend zu wissen, dass man sich jederzeit eine Tasse heissen Tees kochen kann - auch dann, wenn irgendwo in der Ferne die grossen zentralen Anlagen gerade ausser Betrieb sind.

grüsse, barbara
Aurom
ich habe läuten gehört, dass man nur ca. 1 % der sahara-fläche mit solarzellen pflastern müsste, um die ganze welt mit energie zu versorgen... Sonne
Neo
Zitat:
Original von Aurom
ich habe läuten gehört, dass man nur ca. 1 % der sahara-fläche mit solarzellen pflastern müsste, um die ganze welt mit energie zu versorgen... Sonne


Danke Aurom, das scheint nun wirklich ein hieb- und stichfestes Argument zu sein, welches selbst die neunmalklügsten Unker zum Schweigen bringt.

Diese Fläche wäre immerhin rd 90.000 Quadrat-km groß und damit ein Viertel der BRD. Und das wiederum finde ich erstaunlich gering, wenn man den gesamten Weltenrgiebedarf betrachtet.
Schneemann
Zitat:
Original von Aurom
ich habe läuten gehört, dass man nur ca. 1 % der sahara-fläche mit solarzellen pflastern müsste, um die ganze welt mit energie zu versorgen...

ich habe läuten gehört dass dies derzeit in etwa 300 Billionen Euro kosten würde, allein für die Solarzellen. Eine Anlage in solch einer Grössenordnung ist dabei technisch wohl die grösste Herausforderung die es je gab. Die Frage wie man den Strom zum Verbraucher bringt und wie man ihn geeignet zwischenspeichern kann ist dabei noch eher ungelöst und nicht mit einbezogen. Gehen könnte es theoretisch wohl schon, Studien dazu gibt es jedenfalls, aber es ist am Ende eine Preisfrage und fossile Energie ist einfach billiger.
Aurom
ganz zu schweigen von den kriegen um den standort dieser anlage... AARRGH!!
morten
es wäre viel sinnvoller auf den Dächern der Eigenheime eine art Selbstversorgung jedes Dorfes zu realisieren.


Wenn man aus Sonnenstrahlen Bomben bauen könnte, gäbe es schon längst wirtschaftlich arbeitende Sonnenkraftwerke. -Helmar Nahr-
mr.monks
Zitat:
Original von morten
es wäre viel sinnvoller auf den Dächern der Eigenheime eine art Selbstversorgung jedes Dorfes zu realisieren.

Und was machst du mit Ländern wie Finnland, wo es ständig dunkel ist, oder mit Ländern, in denen es häufig bewölkt ist und Solaranlagen deshalb ineffektiv sind?
morten
ganz einfach...Atomstrom Freude Umweltfreundlich und Effektiv (solange bis das Uran ausgeht...aber das daaaauuuuert)
mr.monks
Und bis mal wieder ein Reaktor hochgeht, wer weiß schon wann das mal wieder passiert bei den sicheren Reaktoren im Osten. Und dann ist da noch die Endlagerung. Kannst du die Sicherheit von dem Zeug für die nächsten 10000 Jahre garantieren? Ich nicht.
Aurom
Zitat:
Original von mr.monks
Zitat:
Original von morten
es wäre viel sinnvoller auf den Dächern der Eigenheime eine art Selbstversorgung jedes Dorfes zu realisieren.

Und was machst du mit Ländern wie Finnland, wo es ständig dunkel ist, oder mit Ländern, in denen es häufig bewölkt ist und Solaranlagen deshalb ineffektiv sind?


die importieren strom aus sunshine-ländern... nunja
barbara
Zitat:
Original von mr.monks
Und was machst du mit Ländern wie Finnland, wo es ständig dunkel ist, oder mit Ländern, in denen es häufig bewölkt ist und Solaranlagen deshalb ineffektiv sind?


Hallo mr. monks

hab doch etwas mehr Vertrauen in die Kreativität der Menschen... es gibt ja nicht nur Solarstrom, es gibt Wind, Wasser, Geothermie, die Gewinnung von Energie aus Fäkalien, nicht zuletzt altmodische Dinge wie Holz, energiesparendes Bauen (autarke Häuser gibts je länger je mehr, mit verschiedensten Designs und Techniken)... und wie ich höre, sind viele Ingenieure fleissig damit beschäftigt, an neuen unkonventionellen Lösungen herumzuexperimentieren. Da wird für alle was dabei sein. Und ich gehe sehr davon aus, dass in fünfzig oder hundert Jahren es der Standard sein wird, dass jedes Haus seine Energie selbst produziert, und man über die grossen zentralen Anlagen nur noch mit einem milden Lächeln den Kopf schütteln wird und finden wird, dass die Menschheit in der Zwischenzeit doch deutlich klüger geworden ist... grosse Anlagen sind riskant und gefährlich. Sie können in die Luft gehen, sie können ganze Landstriche stillegen, sie können terroristischen Aktionen zum Opfer fallen. Viele kleine, unabhängige Anlagen sind viel sinnvoller und sicherer.

grüsse, barbara
mr.monks
@ barbara
Ein wahres Wort, dennoch habe ich ein Problem damit, das auf die nächsten 50 bis hundert Jahre auszusetzen, wie du das beschreibst. Mich kümmert das heute und das morgen vielmehr.
barbara
Hallo mr.monks

naja, heute und morgen haben wir ja noch Öl. Übermorgen vielleicht nicht mehr, doch es wird jetzt schon vieles getan, um andere Energiequellen zu erschliessen, sowohl auf der individuellen Basis wie auf staatlicher Basis. Die Erhöhung des Ölpreises scheint da auch wahre Wunder zu wirken...

grüsse, barbara