stillmatic
hallo alle zusammen
ist mein erster beitrag
wollte nur ma kurz nachfragen ob wer hier romane oder autoren kennt, die sehr philomässig angehaucht sind...wie zB dostojewskij oder tolstoi
mfg
wenn ihr lust habt, könnt ihr mich auch n paar gute filme empfehlen, danke
Aurom
Gurdjieff "Beelzebubs Erzählungen für seinen Enkel"...
Ein Klassiker des 20. Jahrhunderts - Das Kultbuch des 21. Jahrhunderts
Ein ungewöhnliches, einzigartiges Werk über die Menschen und die Welt, in der sie leben. Gurdjieff betrachtet die Erde von außen.
Beelzebub, Bewohner einer weit entfernten und viel harmonischeren Welt, erzählt seinem Enkel Hassin die lange Geschichte seiner Abenteuer, Erfahrungen und Begegnungen, die er im Verlauf mehrerer Aufenthalte auf der Erde erlebte.
Erik van Thom
Sehr leicht verständlich und philo-mäßig angehaucht ist "der Alchemist" von Paolo Coellho.
Falls du dich für Existenzialismus interessierst, finde ich Sartres "Geschlossene Gesellschaft" empfehlenswert. Ist aber ein Theaterstück, kein Roman.
Hallo übrigens!
oui
Marlo Morgan: 'Traumreisende'
Jasper Fforde: 'Der Fall Jane Eyre'
Marianne Fredriksson: 'Die Jahre mit Jan'
Loma
| Zitat: |
Original von Erik van Thom
Falls du dich für Existenzialismus interessierst, finde ich Sartres "Geschlossene Gesellschaft" empfehlenswert. Ist aber ein Theaterstück, kein Roman. |
Sartre hat aber auch etliche Romane geschrieben (wie z.B. Der Ekel), die natürlich auch ganz von seiner Philosophie geprägt sind.
Und von Sartre ist es zu Camus auch nicht weit - z.B. Der Fremde.
Ansonsten fällt mir insbesondere Proust, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit ein.
Ach ja und da gäbe es auch noch Milan Kundera, Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (was auch sehr gut verfilmt wurde).
Grüße
Rox
Für den Einstieg: "Sofies Welt" - Jostein Gaarder
LG
Radi
Wirklich lesenwert finde ich auch noch "Die Pest" von Albert Camus
Bluestocking
Sartre und Proust kann ich auch nur empfehlen ("Geschlossene Gesellschaft" ist tatsächlich mein Lieblingsstück von Sartre).
Jasper Fforde als Philosoph? Ist mir neu, aber seine Bücher sind definitiv genial.
Ich empfehle:
Cervantes - Don Quixote
Kierkegaard - Tagebuch des Verführers
liebe Grüße,
A.
jones
natürlich dürfen in dem zusammenhang sämtliche erzählungen und romane von voltaire nicht fehlen. v.a. candide als abrechnung mit dem völlig optimistischen weltbild und der "besten aller welten" von leibniz.
JustusSaevus
Robert Musil-Der Mann ohne Eigenschaften(!)
Archibald
@ Still:
Die Musicalpersiflage "Der Sinn des Lebens" von Monty Phyton...........
Werner
Oh ja, Voltaire!
Sein CANDIDE ist einfach großartig, und ein herrliches Beispiel für philosophische Romane.
Dann noch: Christoph Martin Wieland, Geschichte der Abderiten. Sehr empfehlenswert!
Und: Arno Schmidt, Leviathan. Als direkte Fortführung (und moderne Ausgestaltung) von Voltaires Candide.
Außerdem: Paul Auster, Musik des Zufalls.
Viel Spaß beim Lesen!!!!
schnittke
@ Radi
...oder heißt es etwa
"blickst du zu lange in einen Abgrund, blickt der Abgrund irgendwann aus dir heraus."
MadHatter
"Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" von Milan Kundera - vielleicht etwas anders philosophisch, wie du es dir vorstellen magst, aber wirklich lesenswert
Und Sartre ist natürlich auch toll...
Hellion
Wer bin ich und wenn ja wie viele - klasse Buch!
Stalker
Gustav Meyrink - Der weiße Dominikaner, Das grüne Gesicht.
Übrigens, finde ich Dostojewskij und besonderes Tolstoj gar nicht "philomäßig angehaucht"

)))
Ahnungslos
Im Spiegel der Möglichkeiten von Karl-Josef Durwen
LG
Tarvoc
Umberto Eco - Das foucaultsche Pendel
Jurij Brezan - Die Schwarze Mühle
George Orwell - 1984
Devinus
Was ich an philosophischen Büchern klasse finde:
Die Zeilen, Wörter, Buchstaben und Zeichen bleiben nicht allein im Buche und in meinem Kopf. Wenn man nach dem Lesen in die Welt schaut, scheint etwas davon auch in der Welt zu sein.
Ich glaub ich habe nur einen Roman in den letzten Jahren gelesen, und der war auch von Sartre: „Das Spiel ist aus.“ Und grade dieser anschließende Blick immer nach dem Lesen hinaus (wie oben grad von mir beschrieben), war ganz besonders, ein Hauch von Etwas. Und das obwohl grade dieser Roman als noch nicht existenzialistisch eingestuft wurde. Vielleicht auch grade deswegen, ich bin dazu überfragt. Ein wenig die Welt im Lichte des Schattens.
schlinge
"Das Spiel ist aus" gekauft zum erstaunlichem Preis von 1 Cent.
Aus purer Dankbarkeit hier:
Ein unbedeutender Zwischenfall.
Die Rezitatorin richtete ihre ernsten Stielaugen auf das Publikum und sprach: "meine Damen und Herrn, ich werde Ihnen nun einen großartigen Vers von einem
der bedeutendsten Dichter unseres zerrissenen Jahrhunderts vortragen..."
Der Name des betreffenden Dichters , den sie wie eine Taube über die Rampe schweben ließ, rief erwartungsvolle Ehrfurcht bei den Leuten im kleinen Saal hervor,
die bereit gewesen waren, diesen Abend der Kultur zu opfern-ältere Damen, Herren mit distinguiertem Anstrich und einige dickbebrillte Vertreter der Jugend.
"Der Mond ist eine blasse Frucht"
Während die geschulte Stimme der Rezitatorin mit einem hauch anhob, der jedem Gedicht alle Spuren der Aufrichtigkeit nimmt, öffnete sich die Tür und ein kleiner Herr
kam zögernd herein. Wie viele Jahre bereits auf dieser Welt hinter sich hatte, war schwer zu schätzen, aber dass er die letzten Stunden dieser Periode in einer
Kneipe mit Schnapskonzession verbracht hatte, stand mehr als fest.Er hatte den improvisierten Gang eines Menschen, der seine gewöhnliche Körperfunktionen nur noch teilweise beherrscht
und auf seinem freundlichem Gesicht lag der breite Zug völlig gelöster Glückseligkeit, der viel zu strahlend war, um die immer etwas beklommene Stimmung eines solchen
Rezitationsabend zu passen.
"O ja"; sagte der man zu allem Überfluss und viel lauter, als er meinte. Da der Mond immer noch als blasse Frucht herum hing, sah sich jeder gereizt um. eine Teilnahme an seiner Person,
die ihn anfänglich mehr überraschte als erschreckte.
O Nacht, tief wie das Meer und voller Sternen strahlen,
in der ich blindlinks treibe und versinke.
O dunkle Stimme aus unmessbaren Pokalen...
Obgleich die Strophen stattlich wie Schwäne ,vorbei glitten begann der kleine Herr sich auf Zehenspitzen durch den Mittelgang vorwärts zu bewegen. da ihn bereits das gewöhnliche
gehen große Mühe kostete, kam er nur schrecklich langsam voran. Seine Schuhe quietschten misstönig, und er schien sich selbst ermutigend zuzureden, mit summendem Murmeln, das dem Saal maßlos auf die Nerven ging.
"Pst!"-rief jemand, und ein würdiger Greis sagte halblaut:"Setzen Sie sich doch, mein Herr. Sie stören!"
Während die Rezitatorin weiter jammerte, schob sich der von Panik gepackte kleine Herr hastig in eine reihe und ließ sich auf den ersten besten Stuhl nieder, den er allerdings runter zuklappen vergaß,
so daß er mit nachdrücklicher Gewaltsamkeit aus der Sicht verschwand.
"Ruhe"-knurrte jeder.
Jetzt verstummte auch die Künstlerin. Blitzend blickte sie in den Saal und sagte mit ganz normaler Böser-Frauen-Stimme:
"Mein Herr, warum gehen Sie nicht? Sie sind sowieso nicht in der Verfassung, um diesem großartigen Vers lauschen zu können!"
"Ja. Es ist eine Schande!"-rief jemand. Feindlich-kalt sahen die Leute den kleinen Man an, dr gerade wieder hochgekrabbelt war und verlegen all diesen Hass
auf sich zu kommen sah. Er räusperte sich, machte dann eine Gebärde der Hilflosigkeit und trollte sich zu Tür.
"Ich werde noch einmal anfangen"; sagte die Rezitatorin streng.
"Der Mond ist eine blasse Frucht..."
Der Man glitt betrübt hinaus. Offensichtlich wusste ich als einziger, das er der große Dichter war, der diesen großartigen Vers über den Mond geschrieben hatte.
/Simon Carmiggelt/
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