Glück

Pippen
Thesen:

1. Ziel aller Philosophie ist es, darüber nachzudenken, ob und wie man leben soll, um glücklich zu sein.

2. Glück in diesem Sinne ist ein Zustand innerer Zufriedenheit ohne weitere Wünsche und Ängste.

3. Glück ist individuell und relativ: Der eine ist langanhaltend und intensiv glücklich beim Anblick einer schönen Frau, der andere ist nur kurz und eher "mau" glücklich nach Lösung des Welträtsels. Ein Fahrradunfall kann Unglück bedeuten, aber in größerem Zusammenhang Glück, nämlich wenn man dadurch vorsichtiger wurde und zukünftige weit gefährlichere Situationen vermeiden konnte (was wiederum ein Gefühl der Zufriedenheit vermittelt, wenn man darüber nachdenkt).

4. Glück im Sinne des Schicksalhaften/Zufälligen (also zB die Tatsache!! das Millionenlos zu ergattern) kann muss aber nicht Glück i.g. Sinne erzeugen und ist uninteressant, weil es nur auf die Vorstellung des Menschen ankommt...jemand kann tierisch viel Glück (Millionengewinn) haben, aber nicht darüber glücklich sein.

Was haltet ihr davon? Seht ihr das ähnlich? Oder warum nicht?
Rosenrot
Hallo.

zu 1: Die Philosophie ist wohl weiter gefasst, um nur ein Mittel zu sein um Glück zu erreichen. Wenn du der Philosophie ein Ziel setzt, dann ist sie keine Philosophie mehr, sondern eine andere Wissenschaft.

zu 2 u. 3: Ich glaube dass es mit dem Glück komplizierter ist. Das Vorhandensein eines Wunsches, den ich mir mit großer Sicherheit erfüllen kann, erfüllt mich auch mit Glück. Man kennt die sogenannte Vorfreude. Das sichere Abwenden einer Angst, kann mich ebenso mit Glück erfüllen, hier ist es vergleichbar mit dem Nachlassen von Schmerz. Nun ist die Frage was ist Glück. Ist Glück der neutrale Urzustand den wir erstreben (ohne Wünsche und Ängste) und somit statischer Natur oder ist Glück ein Nebenprodukt des Abwenden von unglücklichen Umständen durch einen tätigen Geist, also ein dynamisches Produkt unserer Aktivität. Meiner eigenen Erfahrung nach ist Glück in hohem Maße dynamischer Natur, kann also nicht in einen statischen Zusammenhang gesehen werden, sollte also nicht als Substanz sondern eher als Prozess betrachtet werden. Glück ist somit genauso wie Leid in Zeitdauer und Intensität endlich.

Auf den Punkt gebracht: "Zufrieden sein bedeutet, nicht glücklicher sein zu wollen als man ist."
Aurom
"Es ist so einfach, glücklich zu sein. Schwierig ist nur, einfach zu sein." (Dr.med E.v. Hirschhausen)
Xelp
1. ist wohl eher der Hedonismus; die Philosophie nur teleologisch zu erfassen, ist eben nicht Betrachtung der Philosophie Zwinker

2. Das ist ja schon Perfektion?

3./4. Ich ergänze noch die Ansichten: Glück ist bloß das Gefühl, das durch Nervenvorgänge auch noch determiniert ist. Eine Reaktion und eine Hormonausschüttung. Also streng genommen nicht "individuell".
Glück ist das vollkommene Einlassen auf die Umwelt, in der man sich niedergelassen hat oder gerade befindet.

Der Begriff Glück litt und leidet jedoch ziemlich, weshalb ich ihn kaum noch benutze und meist ersetze.
sweetmelody
" Was ist Glück?" dies ist eine Frage die die Philosophen schon seit Anbeginn der Philosophie beschäftigt.

Meiner Meinung nach ist die Sache mit dem Glück etwas schwer definierbares.
Für jeden ist Glück etwas anderes und individuell.
Natürlich kann man den Zustand des Glücks wieder mit irgendwelchen chemischen Prozessen erklären.
Trotzdem denke ich das jeder Glück anders empfindet.
Manche Menschen finden ihr Glück schon in kleinen Dingen, bzw. haben nichts und sind trotzdem glücklich.
Andere haben alles und sind trotzdem unzufrieden.
Jeder Mensch strebt unterbewusst nach der Zufriedenheit und Glückseeligkeit.
Laut Kant ist Glück ein Nebenprodukt der Tugend,nicht ihr Ansporn.
Ich seh das eigentlich gleich. Weil wenn ich mein Leben lang danach strebe glücklich zu sein, kann man nur enttäuscht werden.

lg
Schneemann
Zitat:
Original von Pippen
...jemand kann tierisch viel Glück (Millionengewinn) haben, aber nicht darüber glücklich sein.

Glück ist natürlich stets subjektiv und daher ist es von Bedeutung welchen Bezugsrahmen man betrachtet. Du vermischst in deiner obigen Aussage anscheinend verschiedene Bezugsrahmen und setzt damit eine absolute Definition von Glück voraus, die es aber nicht gibt. Für mich muss es kein Glück sein wenn ein anderer in der Lotterie gewinnt, im Gegenteil, wenn ich selbst mitspiele dann ist sein Glück sogar mein Unglück.

Eine Person kann aber nur dann für sich viel Glück empfinden wenn sie über etwas glücklich ist, wenn also die subjektive Definition von Glück eingetroffen ist, das ist doch schon tautologisch. Glück haben und NICHT glücklich sein scheint mir daher eine Unmöglichkeit, zumindest aus dem Blickwinkel ein und derselben Person.
Rosenrot
Zitat:
Original von Schneemann
Eine Person kann aber nur dann für sich viel Glück empfinden wenn sie über etwas glücklich ist, wenn also die subjektive Definition von Glück eingetroffen ist, das ist doch schon tautologisch. Glück haben und NICHT glücklich sein scheint mir daher eine Unmöglichkeit, zumindest aus dem Blickwinkel ein und derselben Person.


Ja richtig. Im Englischen gibt es ja für beides eigene Wörter, nämlich "luck" und "happiness". Das vereinfacht die Diskussion sehr, im Deutschen müssen wir sofern es nicht aus dem Kontext ersichtlich ist, definieren von welcher Art Glück wir reden.

Der Kern der Diskussion ist denke ich, worauf sich die subjektive Definition von Glück stützt. Ist es eine freie Entscheidung wenn es so ist, dass es mich glücklich macht etwas zu essen wenn ich hungrig bin, oder ist dies eine Bedingung die uns unser jeweiliges Wesen auferlegt. Ich tendiere dazu, dass wir letztendlich nicht bestimmen können was uns glücklich macht.
mr.monks
Um nocheinmal aud den ersten Punkt zurückzukommen. Es gibt zwei Strömungen in der Philsophie. Die eine beschäftigt sich mit dem Glück und den Belangen des Individuums und die andere mit dem Zusammenleben der Individuen und der optimierung des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Das Interessante ist, dass dabei oft gegensätzliche Thesen rauskommen, also sich Interessen des Individuums und Belange der Gemeinschaft konträr gegenüberstehen. So stellt sich die Frage, habe ich überhaupt das Recht nur über mein eigenes Glück nachzudenken, oder muss ich im eigenen Interesse nicht mein eigenes Glück außen vor lassen.
Pippen
Das Glück was ich meine ist im Englischen "happiness". Denn "luck" kann man nicht beeinflussen und wenn man es beeinflussen kann dient es letztlich nur dem Erlangen von happiness.

@schneemann: Ich stimme dir zu..Glück/happiness ist relativ und ja es ist auch kontextabhängig. Nochmal: Ich kann unglücklich sein über einen Unfall, aber später glücklich darüber (zB weil durch den Unfall ein schönes weiteres Ereignis erst ermöglicht wurde).

Warum sollte man sonst philosophieren? Nur "weil es so ist" wäre mir zu einfach...sondern der Mensch ist doch zum tieferes NAchdenken aus demselben Grund gekommen wie darüber nachzudenken, wie man einen Computer baut: er wollte ein Proiblem lösen, um dadurch besser zu leben und um dadurch happy zu sein. Deshalb gibt es ja auch Triebe (Essen, Trinken, Sex) bei deren Befriedigung man happy ist.

Und in der Philosophie gibt es auch ein Problem: der Mensch versteht die Welt nicht und weiß nicht wie er leben soll, um das Beste draus zu machen...er weißt nicht wie er leben soll um glücklich zu sein. Wie gesagt: Für den einen wäre glücklich gleich tugendhaft, für den anderen würde sich die Frage darauf verdichten, wie man schnell Geld macht und wieder ein anderer wäre happy, wenn er unsterblich wäre.

Was m.E. immer am Ende stehen soll, ist eine Art Befriedigung der Bedürfnisse, die ich als happiness definiere ,die auch darin bestehen kann gerade die Bedürfnisse abzulehnen um dadurch glücklich zu werden.

Oder ziehen wir das Pferd anders auf...wer kann Bsp. nennen, wo happiness als Endziel keine Rolle spielt?
Pippen
Der Grund für diese Diskussion ist der, dass ich mir derzeit überlege, was eigentlich so meine Philosophie in den verschiedenen Dingen ist.

So als Grobablauf hatte ich mir dann überlegt:

1. Also ich suche das Gefühl des Glücklichseins.

2. Um zu prüfen ob diese happiness überhaupt findbar ist und wie man sie (in allen ihren Facetten) finden kann, muss man zunächst die Frage beantworten: Was kann ich wissen? Denn wenn ich letztlich nichts wissen kann, wird die Suche nach dem Glücklichsein "Glücksspiel", weil man die Tatsachen, die letztlich für das Glücklichsein wichtig sein, nicht erkennen kann (und so sein Verhalte danach einrichten kann).

3. Nachdem man schonungslos seine Erkenntnisfähigkeit geprüft hat, kommt man dazu, dass man nichts bzw. zu wenig sicher wissen kann, um sein Leben optimal leben zu können, angefangen von der Frage, ob ich morgen zum Zahnarzt gehen muss bis hin zur Frage ob der Tod das Ende ist.

4. Dann kann man darauf aufbauend pragmatische Lösungen checken, ZB Gleichgültigkeit etc.pp.

Deshalb ist für mich die Frage interessant, ob happiness ein Anfangsgrund sein kann. Wie gesagt, ich komme immer wieder dorthin, auch wenn sich die happiness oft versteckt, zB: ich studiere, um einen Job zu bekommen, um Geld zu verdienen, um davon meinen Traumurlaub zu zahlen, um dann auf den Berg X zu steigen, WEIL ich dann GLÜCKLICH BIN!
qw6425
Zitat:
1. Ziel aller Philosophie ist es, darüber nachzudenken, ob und wie man leben soll, um glücklich zu sein.

2. Glück in diesem Sinne ist ein Zustand innerer Zufriedenheit ohne weitere Wünsche und Ängste.

3. Glück ist individuell und relativ: Der eine ist langanhaltend und intensiv glücklich beim Anblick einer schönen Frau, der andere ist nur kurz und eher "mau" glücklich nach Lösung des Welträtsels. Ein Fahrradunfall kann Unglück bedeuten, aber in größerem Zusammenhang Glück, nämlich wenn man dadurch vorsichtiger wurde und zukünftige weit gefährlichere Situationen vermeiden konnte (was wiederum ein Gefühl der Zufriedenheit vermittelt, wenn man darüber nachdenkt).

4. Glück im Sinne des Schicksalhaften/Zufälligen (also zB die Tatsache!! das Millionenlos zu ergattern) kann muss aber nicht Glück i.g. Sinne erzeugen und ist uninteressant, weil es nur auf die Vorstellung des Menschen ankommt...jemand kann tierisch viel Glück (Millionengewinn) haben, aber nicht darüber glücklich sein.


Ich würde das eher so sehen:

1. Ziel der Philosophie ist es letztendlich, darüber nachzudenken, warum man nicht glücklich sein kann und sogar nicht sollte.

2. Glück ist ein höchst instabiler Zustand, der letztenlich nur ein unkontrolliertes Abweichen vom neutralen Idealzustand ist.

3. Ja, Glück ist individuell und relativ. Wie lang das Glück dauert, wie gross es ist und wodurch es ausgelöst wird, ist bei allen unterschiedlich, allerdings gibt es eine Gemeinsamkeit, und zwar den Nullpunkt, der Punkt, wo jeder gleich wenig glücklich aber noch nicht unglücklich ist.

4. Glück ist eine Illusion, die letztendlich nur einen niederen Sinn und Nutzen hat.
Archibald
Zitat:
Original von Pippen
Thesen:

1. Ziel aller Philosophie ist es, darüber nachzudenken, ob und wie man leben soll, um glücklich zu sein.



@ Pippen:

Das zumindest sehe ich völlig anders; ich denke nicht, dass Philosophie eine moralische Zielsetzung hat, es sei denn, man weist sie ihr künstlich zu.
Rox
Zitat:
Das zumindest sehe ich völlig anders; ich denke nicht, dass Philosophie eine moralische Zielsetzung hat, es sei denn, man weist sie ihr künstlich zu.

Letztendlich muss jeder selbst entscheiden wie er die Philosophie nutzt, nicht? Ich denke nicht, dass die Philosophie eine generelle Intention hat.

LG
Chris
Zitat:
Original von Pippen
2. Glück in diesem Sinne ist ein Zustand innerer Zufriedenheit ohne weitere Wünsche und Ängste.

Orgasmus bis zum Tode? Drunter geht's nicht, sonst könnt's passieren, dass man über Alternativen nachdenkt ...
Archibald
@ Rox:

Das denke ich auch, denn, wer sollte der Philosophie denn diese "Intention" zuweisen ?????
Rox
Zitat:
Das denke ich auch, denn, wer sollte der Philosophie denn diese "Intention" zuweisen ?????

DU! roll
Alanna
hm, ich denke schon, dass es mehr oder minder das Ziel der Philosophie ist, glücklich sein zu können.
Denn warum fangen Menschen an, über etwas genauer nachzudenken? Weil sie etwas ändern oder verbessern wollen, würde ich meinen. Angenommen, alle wären vollkommen zufrieden und wunschlos glücklich, wie wahrscheinlich wäre es, dass sich irgendjemand Gedanken pber das rechte Leben etc. macht?
Ich denke, dass gerade Leiden oder das Gefühl von Mangel und Unzufriedenheit dazu führt, zu hinterfragen und nach Lösungen zu suchen. Selbst, wenn die Themen durchaus auch ganz andere Richtungen einschlagen als das individuelle Glück, so sehe ich doch gerade das als Ausgangspunkt für jegliche philosophische Betrachtung.
Was Glück aber ausmacht... sehr interessant finde ich die Definition Patanjalis, der das Glück als "Zur-Ruhe-Kommen der Gedankenwellen im Geist" definiert. dem liegt die Annahme zugrunde, dass der Mensch ursprünglich glücklich ist, und dieses Glück nur verdeckt wird von Sorgen, Ärger etc. Das ist sogar irgendwie nachvollziehbar, wenn man sich überlegt, dass man direkt nach dem Aufwachen aus erholsamen Schlaf (v.a. Tiefschlaf, als traumlos), solange man sich also noch nicht an seine Situation und Alltagssorgen "erinnert", immer glücklich, nie verzweifelt ist. Und das sogar in äußerst schwierigen Lebenssituationen.
Wie kommt es dann, dass z.B. durch die Erfüllung eines Wunsches Glücksgefühle verursacht werden? Patanjali sagt dazu, dass es in dem Moment der Wunscherfüllung zu einer vorrübergehenden inneren Ruge kommt, in der das grundliegende Glück gleichsam zur Oberfläche strahlt, ungestört von den Begierden, die sonst den Geist "betrüben" ;-)
Was haltet ihr davon?
Liebe Grüße
Rebecca
Wie die Wahrheitsfindung ist auch der Begriff "Glück" stetiger und unterschiedlicher Denkvorgänge der Philosophen unterworfen. Dabei unterscheiden die "Klassiker" bis hin zu Kant drei Arten von Menschenbildern: ein- zwei und dreidimensional. Der griechische Eudämonismus in unterschiedlichen Auslegungen ethischer Vorgaben vom moralischen Leben bis zun zum Amoralismus wie ihn Nietzsche in der Ablehnung sittlicher Normen erklärte, ist der Oberbegriff des Zielens auf Glück.

Dass Glück als Abstraktum sich nur subjektiv am Bedürfnis und Empfinden des Individuums ausgerichtet verstehen kann, ist wohl unbestritten. Somit kann jegliche philosophische Betrachtung im Hinblick auf eine dogmatische Endlösung hinsichtlich des Erreichens von Glück nur einzelgültig sein. Mag der Gläubige sich glücklich schätzen, die Gebote Gottes zu halten, wie von Thomas von Aquin (dem Psychopathen!) gewollt, die Jungfrau sich in Aristotelescher Tugend und Tüchtigkeit sonnt, so hat Mirandolas Betrachtung, dass "Glück der Mensch selbst ist" für mich die größte Bedeutung. Denn da fängt die "Philosophie" an. Beim Erkennen der Einmaligkeit unter Vielen. Des Erkennens von "Leben". Der Möglichkeiten, die dieses bietet. Um sich im wonnevollen Glücksgefühl ergehen zu können. Trügerisch? Flüchtig? Nur "Augenblicke" des Glücks? Nicht ruhend, sondern vergehend?
Wie ist Glück messbar? Wie das höchste oder das niedrigste? Dazu sagte Kierkegaard: "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit".

<<Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden<< Sébastian Chamfort

Also gilt es zu suchen. Wobei dann am Anfang stehen muss, dass man sich über seine Bedürfnisse im Klaren sein muss. Es wird immer die Halbheiten im Leben geben. Das "kleine" Glück, das sich verzehrt im Begehren nach dem großen....
Wunschlos glücklich? Das gibt es nicht. Denn - auch wenn das größte Glück einem (scheinbar) zuteil wird - so bleibt doch der unterschwellige Wunsch nach der Ewigkeit des Glücks.

Freundlichen Gruß
Rebecca ??!
Aurom
gibt es womöglich einen glückszustand jenseits des glück/unglück- kleines glück/großes glück-dualismus?

When I suffer from pain or grief or mischance, I say "So, my old
Playfellow, thou hast taken again to bullying me," and I sit down to
possess the pleasure of the pain, the joy of the grief, the good
fortune of the mischance; then He sees He is found out and takes His
ghosts & bugbears away from me.

(Sri Aurobindo "Thoughts & Aphorisms")
Rebecca
Zitat:
gibt es womöglich einen glückszustand jenseits des glück/unglück- kleines glück/großes glück-dualismus?



Der englische Philosoph John Locke befand:

<<Glück und Unglück sind Namen für Dinge, deren äußerste Grenzen wir nicht kennen.<<

Wenn man eine Grenze nicht kennt, wie kann man dann sagen, ob etwas den Namen verdient? Ist eine Grenze beispielsweise sehr weit gesteckt und wir sind erst am Anfang des Weges, dann ist eventuell vermeintliches Glück eher ein Unglück, da es aus der Mittelmäßigkeit heraus (Zufriedenheit?) sich zu deuten wagt. Unglück deshalb, weil ein Ziel nicht erreicht wird/werden kann. Und sich die Glückssehnsucht mit dem sich Bescheiden arrangieren muss.

Freundliche Grüße
Rebecca ??!