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| profitgeile unmorlaische und skrupoellose leute, manager beuten die menschen immer mehr aus, sodass die armut in der ersten welt rasant ansteigen wird. |
Kannst Du das bitte etwas differenzieren?
Unmoralische und skrupellose Menschen müssen nicht immer Manager sein, auch sog. "Sozialschmarotzer" beuten die Gesellschaft aus.
Ich denke, du meinst aber damit, daß die Lohnschere immer weiter auseinandergeht.
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| sparen, ja das ist eine lösung, aber das geht auch nur begrenzt, wir können nur wehren, wenn wir jetzt schon weniger konsumieren und bescheiden werden, keine hohen ansprüche mehr stellen |
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| der konsum wird immer merh zurückgehen und was dann?droht der kollaps, der infarkt, bricht das system dann zusammen? |
In dem Punkt hast Du ja selbst schon eine Antwort gegeben, wobei sicherlich der Kollaps, bzw. der Zusammenbruch nicht die richtige Schlussfolgerung ist.
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| Original von: dein6Sinn:Nichts mehr zu konsumieren bewirkt aber genau das, dass die Gehälter gekürzt werden. Warum? Wenn die Unternehmen durch unser sparen keinen Umsatz mehr machen können sie auch gar nicht zahlen... |
Genau das passiert dann nämlich: Es setzt sich eine Lohn-Preis-Spirale in Gang, die immer weiter abwärts führt: sinkende Löhne, sinkende Güternachfrage, sinkende Produktion, steigendes Preisniveau = Inflation
Im Falle einer Inflation hat unsere soziale Marktwirtschaft aber Möglichkeiten, regulierend einzugreifen (wobei das, zugegeben, nicht immer funktioniert)
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| wann kommt der mensch endlich zur erkenntnis, dass unser system nicht auf dauer funktionieren wird? |
Meinst Du damit unsere Politik oder die Gesellschaft an sich?
Ich denke, daß unsere Politiker/innen sehr wohl wissen, das unser System nicht auf Dauer funktioniert. Kein politisches System hat bis jetzt ewig bestand gehabt, alleine deshalb, weil aufgrund von Gesellschaftlichen Veränderungen andere Bedürfnisse entstehen sich somit auch die Funktionen und Aufgaben und Ansprüche, in und an einen Staat verändern (müssen). Ein perfektes System gibt es nicht, es gibt ja noch nicht mal eine perfekte politische Theorie.
Es wird ja ständig versucht, die veränderten gesellschaftlichen Gegebenheiten in die Politik zu integrieren (Agenda 2010, Hartz IV, Kinderkrippen, Homoehe, Spitzensteuersätze, Rauchverbote, Mindestlöhne, Umweltschutz, Krankenversicherung,
Steuerhinterziehung, Jugendkriminalität, Ausländerpolitik, Bildungspolitik um nur mal einige aktuelle Beispiele zu nennen.). Ob und wie weit man diese Veränderungen als Erfolgreich ansehen kann, liegt immer im Auge des Betrachters, was er für eine politische Einstellung hat und wie sein sozialer Status ist.
In Deutschland herrscht Verfahrens, bzw. Regelgerechtigkeit, daß heißt, das geltendes Recht und Regeln für ALLE verbindlich sind. Dies führt aber auch in vielen Fällen zu mehr (empfundener) Ungerechtigkeit für den Einzelnen ( Mindestlohn: wieso die? wieso die anderen nicht? Kilometerpauschale: ab wieviel? wieso der Kollege aus dem Nachbardorf und nicht ich? Rauchverbot: Meine Kneipe, meine Kunden, wieso nicht? Krippenplätze vs. "Herdprämie": wenn die Geld kriegt damit sie Karriere machen kann, will ich auch Geld wenn ich zu Hause bleibe, schließlich ist Haushalt UND Kinder auch Arbeit! Lockerung des Kündigungsschutz: gut für Arbeitgeber, verheerend für viele Arbeitnehmer, etc.p.p).
Die wechselseitige Beziehung von Staat und Gesellschaft ist nun einmal ein hochkomplexes System, überleg Dir als Beispiel dafür nur einmal den Zusammenhang zwischen Rente, den Geburtenraten, Krippenplätzen/Elterngeld und der Ex-DDR.
Das bei dieser und auch allen anderen Fragen und Entscheidungen Unmut aufkommt, ist klar.
Wir leben auch in einer Zeit in der das Individuum nun einmal einen sehr hohen Stellenwert hat und nicht mehr, oder nur partiell, bereit ist, sich an vorgegebene Normen anzupassen, insbesondere wenn sie den eigenen Interessen zuwiederlaufen.
Das dies aber nur die oberen 10000 betrifft, halte ich für ein Gerücht. Wie oben schon angesprochen ist ein (auch!) zusammenhängender moralischer Werteverfall Schichtübergreifend.
Ich habe ganz bestimmt viel Kritikpunkte an unserer Politik, aber man muss einfach auch mal sehen, wie schwierig es ist ein Land wie Deutschland am Laufen zu halten.
Was man tun kann:
Erst mal sollte man wählen gehen, wenn ich lese daß die Wahlbeteiligung am vergangenen Wochenende in Bayern unter 63 Prozent lag, muss ich mich am Kopf kratzen.
Ansonsten kann ich JayRay zustimmen, egal welche Konsumgüter man erwirbt, man sollte darauf achten woher man sie bezieht. Auf Dauer können sich unfaire Händler und Produzenten dann einfach nicht mehr halten oder es wird ihnen zumindest schwerer gemacht.
Was den Urlaub und andere Ansprüche angeht: Ist einfach Ansichtssache. Ich persönlich brauche keine Schnäppchenurlaube, ich war noch nie ein Pauschaltourist, der sich, nur damit er irgendwo an einem austauschbaren Strand mit lauter anderen Touristen, den all inkl. Cocktail reinzieht. Die Urlaube, die ich machen will sind und waren immer schon teurer, und darauf spare ich dann auch gerne.
Ansonsten ist Konsum und Verzicht eine Definitionssache.
Ich versuche, Prioritäten zu setzten, nicht für jeden verzichtbaren Unsinn Geld auszugeben. Dafür gebe ich dann aber eben für andere Dinge mehr aus. Gesunde Nahrungsmittel, Wohnung, Restaurantbesuche und Hobby sind mir wichtig. Dafür kann ich gut auf Auto und häufige Reisen verzichten, damit trage ich sicher auch einen Teil zum Umweltschutz bei.
Wichtig ist aber bei all dem doch, daß man im großen und ganzen selbst zufrieden ist mit sich und dem, was man tut. Ein gutes Gefühl haben ist angesichts des moralischen Verfalls in unserem Land auch ein Luxus, den ich mir gerne leiste.