Archibald
Kann man "Allem" (gemeint ist hier die gesammte Einheit von allem Existenten) irgendeine Eigenschaft zuordnen ?
Ich meine, Eigenschaften einer Sache x existieren doch nur durch den Kontrast einer anderen Sache y gleicher Quantität (z);
Es gibt Benziner (x) und Diesel (y); z = Auto
Es gibt rot (x) und grün (y); z = Farbe
Es gibt warm (x) und es gibt kalt (y) z = Temperatur
Was aber nun, wenn "z" "alles" ist ?
Shui
Nun, dann gibt es Autos (x) und Farben (y) und Temperaturen (aa) und Blau (ab) und Vögel (ac) usw.-
Rabauke
| Zitat: |
Original von Shui
Nun, dann gibt es Autos (x) und Farben (y) und Temperaturen (aa) und Blau (ab) und Vögel (ac) usw.- |
in obigen Beispielen haben bestimmte Dinge bestimmte Eigenschaften - wenn
z aber "Alles" ist, hat es "alle" Eigenschaften.
Ist somit
z nicht lediglich gleich
z?
Obwohl auch dies Ad Abstractum geführt wird:
Mut zB, welche Eigenschaften hat er?
Es mögen einem viele Eigenschaften einfallen, aber die sind alle nur auf einem Konsens begründet - nichtmals das bis in die letzte Ecke:
Verschieden Menschen könnten verschiedener Meinung sein, was Mut an Eigenschaften besitzt.
Bei Rot ist nur der Name ein Konsens.
Wenn aber:
| Zitat: |
| gemeint ist hier die gesammte Einheit von allem Existenten |
die Vorraussetzung ist, gehören auch "Dinge" dazu die man sich nicht ins Zimmer stellen kann... Oder?
Archibald
@ Shui:
Du hast das Verhältnis von x und y zu "z" nicht verstanden.............
Archibald
| Zitat: |
Original von Rabauke
in obigen Beispielen haben bestimmte Dinge bestimmte Eigenschaften - wenn z aber "Alles" ist, hat es "alle" Eigenschaften.
Ist somit z nicht lediglich gleich z?
............................
| Zitat: |
| gemeint ist hier die gesammte Einheit von allem Existenten |
die Vorraussetzung ist, gehören auch "Dinge" dazu die man sich nicht ins Zimmer stellen kann... Oder? |
@ Rabauke:
1) Nun, Teile von"Allem" können bestimmte Eigenschaften haben; so sind "Gegenstände" (G) z.B. ein Teil von "Alles", die"G" können rot, blau oder gelb sein. "Alles" hingegen hat aber keine Farbe.
2) Ja, imaterielle Dinge sind auch Bestandteil von "Alles".
-Soso-
Identisch mit sich selbst zu sein.
Element der Allmenge zu sein.
Element des Redebereichs zu sein (sofern man formale Systeme betrachtet).
Jede beliebige Eigenschaft entweder zu haben oder nicht zu haben.
Ein Gegenstand (im weitesten Sinne) zu sein.
Etc.pp.
Shui
| Zitat: |
| Du hast das Verhältnis von x und y zu "z" nicht verstanden. |
Und du kannst es mir natürlich nicht gleich besser erklären, sondern verfasst nur einen wenig hilfreichen Beitrag, weil...?
Wenn du schon fest stellst, dass deine Ausführungen mir nicht helfen, dann wäre der nächste logische Schritt doch eigentlich, es noch einmal genauer zu erklären oder irre ich mich da?
Rabauke
| Zitat: |
Original von Archibald
@ Rabauke:
1) Nun, Teile von"Allem" können bestimmte Eigenschaften haben; so sind "Gegenstände" (G) z.B. ein Teil von "Alles", die"G" können rot, blau oder gelb sein. "Alles" hingegen hat aber keine Farbe.. |
"Alles" umfasst aber auch Eigenschaften, also auch Farben, Wörter, Mentalitäten.
Welche Eigenschaften hat Rot?
Und wenn es (klar definierte!) Eigenschaften gibt: sie gehören auch wieder zu "Alles".
Somit ist
Z gleich
Z.
X-Files85
Hallo,
sehr allgemein gesprochen ist die Eigenschaft von ''Allem'' das Sein d.h. zu sein. Z.B. etwas ''ist'' oder alles ''ist'' in seinen Teilen ein etwas, das ist. Das ist unzweifelbar und allumfassend. Das Bewusstsein als absolute Seinsregion der Enthaltung aller Seinsregionen als Außenansicht.
Rabauke
| Zitat: |
Original von X-Files85
Hallo,
sehr allgemein gesprochen ist die Eigenschaft von ''Allem'' das Sein d.h. zu sein. Z.B. etwas ''ist'' oder alles ''ist'' in seinen Teilen ein etwas, das ist. Das ist unzweifelbar und allumfassend. Das Bewusstsein als absolute Seinsregion der Enthaltung aller Seinsregionen als Außenansicht. |
absolut schlüssig
Archibald
| Zitat: |
Original von -Soso-
Identisch mit sich selbst zu sein.
Element der Allmenge zu sein.
Element des Redebereichs zu sein (sofern man formale Systeme betrachtet).
Jede beliebige Eigenschaft entweder zu haben oder nicht zu haben.
Ein Gegenstand (im weitesten Sinne) zu sein.
Etc.pp. |
@ soso:
Ich vermute mal, dass du die Baumstruktur wieder mal missachtest hast, und, dein Posting eine Antwort auf das Eingangsposting sein soll:
Zu den 4 Punkten:
1) Es gibt nichts, auf das diese Eigenschaft nicht zuträfe. Aber, eine Eigenschaft ist es dennoch.
2) "Alles" ist nicht Teil von "Alles" (weil identisch).
3) Stimmt. Trifft vom Prinzip aber auch für jedes "konkrete Etwas" (sofern nicht in Form eines Allgemeinbegrifes benutzt) zu.
4) Das ist (im weitesten Sinne) auch jedes "konkrete Etwas"; ich kann es begrifflich IMMER mit einem Substantiv beschreiben; zur Not erfinde ich eines...............
Aber: Jetzt ist mir doch noch eine Eigenschaft von "Alles" eingefallen:
"Alles" ist (als Sache x) (im Gegensatz zu jedem "konkreten Etwas" x) NIEMALS Teil einer Sache, die mehr als nur "x" beinhaltet.
-Soso-
Zu 2:
Ups, ich meinte freilich auch "Teilmenge der Allmenge zu sein", denn da jede Menge sich selbst als Teilmenge enthält, ist die Menge von Allem Teilmenge der Menge von Allem.
Zu 1, 3, 4:
Freilich sind das keine Eigenschaften, die alleinig der Allmenge zukommen, aber nach Eigenschaften, die exklusiv der Allmenge zukommen, hattest du auch nicht gefragt.
| Zitat: |
"Alles" ist (als Sache x) (im Gegensatz zu jedem "konkreten Etwas" x) NIEMALS Teil einer Sache, die mehr als nur "x" beinhaltet.
|
Erläuterung bitte.
Archibald
@ Soso:
1) Ich denke, man sollte axiomatisch voraussetzen, dass eine Menge niemals Teilmenge von sich selber sein kann.
2) Ich hatte tatsächlich nicht nach exklusiven Eigenschaften der "Allmenge" gefragt.
Erläuterung: Es gibt nichts, was mehr beinhaltet, als "Alles" es selber beinhaltet.
Archibald
@ Shui:
"z" ist die übergeordnete Kategorie, und, Dinge wie "x" oder aber "y" sind entweder Teilmengen von "z" (im materiellen Sinne, also so, wie der Ast (x) ein Teil des Baumes (z) ist), oder aber, Attribute von "z", so, wie "Nadelbaum" (x) eine Form von Baum ("z") sein kann; es gibt aber auch "Laubbaum" (y), usw...........
Nun kann ich für "z" verschiedenes wählen, wie z.B. Musik, Auto, Land, Farbe, und, diesen Dingen verschiedene Eigenschaften (x oder y) zuordnen, also z.B.
Rock, Country, Walzer, Swing, Pop, Techno
Opel, VW, Ford ; Jaguar, Mercedes
Österreich, Frankreich, Texas, Deutschland
Blau, Rot, Gelb, Grün
Ich habe nun für "z" "Alles" gewählt.
Archibald
@ x:
Na gut, ich erachte diese Eigenschaft ("zu sein") als eine tatsächliche Eigenschaft von "Alles" (der "Allmenge"). Jedoch, wie schon im Startposting erwähnt, können Eigenschaften nur aus ihrem Kontrast zum Gegenteil existieren, das heisst, ich kann die Eigenschaft "zu sein" nur dann verstehen, wenn es auch Dinge gibt, die "nicht sind"; bloss, wie kann es die geben, wenn es die nicht gibt ?
Deinen letzten Satz habe ich aber nicht verstanden..........
X-Files85
| Zitat: |
Original von Archibald
...Jedoch, wie schon im Startposting erwähnt, können Eigenschaften nur aus ihrem Kontrast zum Gegenteil existieren, das heisst, ich kann die Eigenschaft "zu sein" nur dann verstehen, wenn es auch Dinge gibt, die "nicht sind"; bloss, wie kann es die geben, wenn es die nicht gibt ?
Deinen letzten Satz habe ich aber nicht verstanden.......... |
Ja, Eigenschaften können nur aus ihrem Kontrast zum Gegenteil existieren und zwar im näheren Sinne, aber Sein als Eigenschaft ist keine Eigenschaft im näheren Sinne verstanden als Perception oder Sinnesdatum, sondern ''all''gemein d.h. alles ist in seinen Teilen ein etwas, das ist (wie ich es geschrieben habe). Das Sein zeichnet alles aus ''zu sein'' und vielmehr etwas und nicht Nichts. Warm und kalt oder rot und blau sind unsere Beilegungen von Sinnesdata in Objekte der Vorstellung und Realität jedoch muss es sozusagen vorher schon eine Eigenheit- oder -schaft geben, dass die Dinge erscheinen und zwar im Bewusstsein als Bezugspunkte ''da zu sein'' damit überhaupt ein Bewusstsein entsteht bzw. schon immer dagewesen ist um eine Aussage zu machen was was ist. Sinnesdata wie Farbempfindungen und Temperaturempfindungen sind einer Beliebigkeit unterworfen veränderlich zu sein und nicht fest, sondern vielmehr einem dynamischen Wechsel in ihrer Erscheinungsweise. Das Sein bzw. zu sein betrifft dies nicht, dennoch ist es. Das ist evident und unbedingt, weil es vorstellbar ist in seiner Eigenheit- schaft zu sein und nicht von der Hand zu weisen ist.
Edit: Wenn du den letzten Satz meines vorigen Beitrags nicht verstanden hast, bringt es nix, wenn ich dennoch versuche das weiter auszuführen.
Trestone
| Zitat: |
Original von Archibald
| Zitat: |
Original von Rabauke
in obigen Beispielen haben bestimmte Dinge bestimmte Eigenschaften - wenn z aber "Alles" ist, hat es "alle" Eigenschaften.
Ist somit z nicht lediglich gleich z?
............................
| Zitat: |
| gemeint ist hier die gesammte Einheit von allem Existenten |
die Vorraussetzung ist, gehören auch "Dinge" dazu die man sich nicht ins Zimmer stellen kann... Oder? |
@ Rabauke:
1) Nun, Teile von"Allem" können bestimmte Eigenschaften haben; so sind "Gegenstände" (G) z.B. ein Teil von "Alles", die"G" können rot, blau oder gelb sein. "Alles" hingegen hat aber keine Farbe.
2) Ja, imaterielle Dinge sind auch Bestandteil von "Alles". |
Das erinnert mich an Parmenides (Griechenland, vor ca. 2000 Jahren),
der lehrte,
dass es nur das ALL-Eine gebe und dieses sich nicht verändern könne.
(Zenon (mit achill und der Schildkröte) war sein berühmtester Schüler.
Ich würde entgegenen, dass das ALL-EINE ja nicht dauerhaft sein muss -
denn was hintert es daran, im nächsten Augenblick zu nichts oder zu einem Schwarm Schmetterlingen zu werden?
Gruß
Trestone
Archibald
@ Files:
Ich denke, du hast tatsächlich Unrecht: Es gibt nämlich im tatsächlichen, konreten Sein Dinge, die "nicht sind"; in meinem Portemonaie "ist nicht" ein 500-Euroschein, die Zahl "50" "ist nicht" letzte Woche im Lotto getippt worden, Schwände "sind nicht" Reptilien.
Es gibt in der konkreten Welt also tatsächlich soetwas wie "Nichtsein".
X-Files85
| Zitat: |
Original von Archibald
@ Files:
Ich denke, du hast tatsächlich Unrecht: Es gibt nämlich im tatsächlichen, konreten Sein Dinge, die "nicht sind"; in meinem Portemonaie "ist nicht" ein 500-Euroschein, die Zahl "50" "ist nicht" letzte Woche im Lotto getippt worden, Schwände "sind nicht" Reptilien.
Es gibt in der konkreten Welt also tatsächlich soetwas wie "Nichtsein". |
Absolut widersprüchlich, das ist wahrlich ein "innerer Widerspruch"! Echt lustig
Es gibt also wie du sagst ''im tatsächlichen, konkreten Sein Dinge, die nicht sind;...''
Erstens widersprichst du dir selbst mit diesem Satz indem du von einem konkreten Sein sprichst (d.h. etwas ''ist'' oder ''wäre'' usw.) und dann schreibst '', die nicht sind''. Also muss erstmal etwas sein um dann nicht zu sein. Wie soll das sein? Ist etwas oder nicht? Gibt es dann noch das Sein? Kannst du diese Frage ruhigen Gewissens beantworten?
Zweitens sind Dinge wie wir schon seit Wittgenstein wissen keine Tatsachen, denn Tatsachen sind Fälle in der Welt in der wir alle leben. Welt heisst nicht ''meine Welt'' als alleinig gemeint, sondern unsere Welt mit unserer Übereinkunft von allen erkannt und nicht verborgen. Verborgen ist sie erst durch ''unser'' subjektiv-relatives Gegebensein von z.B. der Rede vom Nichts, das deiner Ansicht nach doch etwas ist.
Verneinungen wie nicht oder nichts, kein(e) usw. sind sozusagen Platzhalter (Variablen), unbestimmte etwas''es'' (im Plural oder auch alles) in die etwas hineingetragen werden kann.
Ich habe in einem anderen Forum (philosophie-raum.de) einen ähnlichen Beitrag verfasst, hier:
''Wir denken die Existenz leichter als Nichtexistenz'', da es Nichtexistenz nicht gibt, sie ist ohne Inhalt, sie ist Nichts, leer ohne Anschauung. Mit dem Nichts kann man nicht argumentieren, es ist ein Wort ohne Bedeutung, das Raum lässt z.B. für etwas und natürlich Diskussionen wie wir sie hier führen. Nichts ist nur eine Aneinanderreihung von Buchstaben zu einem Wort, die geschichtsbedingt vermutlich eine nähere Bedeutung bekommen hat und, das als ein Schwarz oder dunkler Bereich beschrieben werden kann. Das Wort Nichts ist kein Begriff d.h. es subsumiert keine weiteren Begrifflichkeiten für einen Induktions- oder Deduktionsschluss daher ist es kraftlos und es ist ebenfalls unsinnig darüber zu diskutieren ob es doch ''Sinn'' hat bzw. wir dem Wort einen Sinn beilegen können. Das ist eine Unmöglichkeit das heisst u.a. es ist auch unlogisch, denn niemals kann eine Diskussion und ein Denkansatz mit einem Nichts anfangen. Wie sagt man so schön: von Nichts kommt Nichts!
Dennoch sind die Wörter Nichts oder nicht (Verneinungen im Allgemeinen) Denkstützen für das logische, vernünftige Schlussfolgern, da sie Raum lassen bzw. keinen Raum lassen und uns einen ''Riegel'' vorschieben indem sie mental richtungsweisend sind um überhaupt logische Formulierungen zu ermöglichen, kohärent als Grenzen verstanden approximativ in einem annähernden Sinne Logik zu ermöglichen sozusagen Möglichkeiten offen zu halten ''etwas'' hineinzutragen.''
Gruß X-Files
Archibald
@ Files:
Es gibt das "Nichtsein" natürlich zumindest als abstrakter (gedachter) Kontrast zum "Sein".
Es stellt sich allerdings tatsächlich die Frage, ob man vom "Sein" dieses "Nichtseins" reden kann...............
Wenn ich also sage: "In meinem Portemonaie IST tatsächlich kein 500-Euro-Schein", dann wäre dieser Satz philosophisch gesehen sinnlos, da nicht sein kann, was nicht ist.
Er (dieser Satz) wäre also weder wahr noch unwahr, nur eben, dass jeder, der einen Blick in mein Portemonaie werfen wird, ihn für wahr halten wird.
Wie erklärst du dir das Ganze?
© Philo-Welt.de 2005-2008