X-Files85
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Original von Archibald
Es gibt das "Nichtsein" natürlich zumindest als abstrakter (gedachter) Kontrast zum "Sein". |
Das ''Nichtsein'' ist ''Sein'' oder wie du sagst als abstrakt verstanden bzw. platzhaltend (variabel), aber nicht allgemein. Es ist unbestimmt und zwar ''un''genau ''un''bestimmt, nicht eindeutig.
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Original von Archibald
Es stellt sich allerdings tatsächlich die Frage, ob man vom "Sein" dieses "Nichtseins" reden kann............... |
Genau! Und ja, man kann vom Sein des Nichtseins reden, außer es gibt nichts, das ist aber nicht der Fall d.h. es gibt vielmehr etwas und nicht Nichts.
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Original von Archibald
Wenn ich also sage: "In meinem Portemonaie IST tatsächlich kein 500-Euro-Schein", dann wäre dieser Satz philosophisch gesehen sinnlos, da nicht sein kann, was nicht ist.
Er (dieser Satz) wäre also weder wahr noch unwahr, nur eben, dass jeder, der einen Blick in mein Portemonaie werfen wird, ihn für wahr halten wird.
Wie erklärst du dir das Ganze? |
Erstmal: ''Philosophisch gesehen'' ist nichts sinnlos denn die ''Philosophie ist keine Lehre'' (Wittgenstein, Tractatus logico-philosophicus), sondern eine Tätigkeit. Das Philosophieren kann nicht gestoppt werden, da es keine Lehre mit verbindlichen Regeln ist, die vorgibt wie etwas zu verlaufen habe bzw. verläuft. Sie ist wirklich frei.
Zu deinem Beitrag: Das klingt im Prinzip wie ein quantentheoretischer Ansatz über Dekohärenz und Schrödingers Katze.
Niemand leugnet das Mystische und verborgene, dass man nicht zugleich alles wissen und erfahren kann. Falls es deine Absicht war das etwa herauszustellen dann musst du wenigstens versuchen das auch deutlich zu machen und nicht um den heißen Brei reden. Wenn dies in etwa zutrifft und du Fragen diesbezüglich hast, her damit!
Gruß X-Files
Shui
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| Wenn ich also sage: "In meinem Portemonaie IST tatsächlich kein 500-Euro-Schein" |
Bravo Archi, damit hast du deine Kritik selbst ausgehebelt. Denn offensichtlich ISt in diesem Zusammenhang sogar das "Nichtsein".
Klingt komisch, aber es ist deine Formulierung.
Und da auch das "Nichtsein" IST, bleibt also die Eigenschaft von Allem, "zu sein".
Problem gelöst oder?
Trestone
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Original von Shui
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| Wenn ich also sage: "In meinem Portemonaie IST tatsächlich kein 500-Euro-Schein" |
Bravo Archi, damit hast du deine Kritik selbst ausgehebelt. Denn offensichtlich ISt in diesem Zusammenhang sogar das "Nichtsein".
Klingt komisch, aber es ist deine Formulierung.
Und da auch das "Nichtsein" IST, bleibt also die Eigenschaft von Allem, "zu sein".
Problem gelöst oder? |
Dann können wir ja wieder zu den Problemen des ALL-Einen und den NICHTS-Schmetterlingen zurückkommen:
"Das erinnert mich an Parmenides (Griechenland, vor ca. 2000 Jahren),
der lehrte,
dass es nur das ALL-Eine gebe und dieses sich nicht verändern könne.
(Zenon (mit achill und der Schildkröte) war sein berühmtester Schüler.
Ich würde entgegenen, dass das ALL-EINE ja nicht dauerhaft sein muss -
denn was hintert es daran, im nächsten Augenblick zu nichts oder zu einem Schwarm Schmetterlingen zu werden?"
Gruß
Trestone
X-Files85
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Original von Trestone
...Ich würde entgegenen, dass das ALL-EINE ja nicht dauerhaft sein muss -
denn was hintert es daran, im nächsten Augenblick zu nichts oder zu einem Schwarm Schmetterlingen zu werden?" |
Antwort: Nichts!
Das heisst dem ''ALL-EINE'' wird durch das Wort Nichts ein sehr unbestimmter Raum sozusagen ein nichtsaussagender Raum von logischen Möglichkeiten offengehalten. Denn logische Formen/Gebilde sind nicht sichtbar genau wie das Nichts. Grob ausgedrückt unterliegt dies aber nur deiner subjektiv-relativen Ansicht bzw. Interpretation in deinem Bewusstsein als verborgen oder dunkel bewusst, aber weder allgemein noch nachvollziehbar in einem Sinn evident zu sein, sondern eben nur deinem Belieben Dingen gedanklich eine Richtung zu geben. Das zu explizieren kann nicht Sache von uns sein vielmehr von dir.
Würde ich oder jemand anders dennoch einen Versuch wagen das zu explizieren würde das nur sehr vage geschehen, da wir uns nur eines sprachanalytischen Ansatzes bedienen müssten, der nur etwas über das was du geschrieben hast Aussagen machen kann, in keinem Fall sozusagen deine Gedanken bzw. dein Bewusstsein ausplündern, das wäre nur eine Projektion von unseren Ich-Perspektiven in einem alternierenden und erinnernden Sinne in deine Ich-Perspektive, die einander logisch widersprechen. Nie kann eine Monade (Ich-Punkt) alle logischen Möglichkeiten explizieren eine ursprüngliche Position der Urmonade einzuholen, das ist logischer Widersinn und somit unmöglich. Grund: Zeitlichkeit bzw. Vergänglichkeit d.h. das fortwährende Schieben von Ereignissen oder Bildern in das Vergangenheitsbewusstsein vorgestellt als Zeitpfeil. Das was war (gewesen ist) ist dunkler bewusst als das sich-selbstaktualiserende Durchschreiten der Monade in die andere in einem kleinen Punkt bewusst als Jetzt.
Rhetorix
Hier wird wieder einmal der beliebte Fehler gemacht, seiend und nichtseiend als Prädikate zu verwenden bzw. missbrauchen.
Archibald
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Original von X-Files85
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Original von Archibald
Es stellt sich allerdings tatsächlich die Frage, ob man vom "Sein" dieses "Nichtseins" reden kann............... |
Genau! Und ja, man kann vom Sein des Nichtseins reden, außer es gibt nichts, das ist aber nicht der Fall d.h. es gibt vielmehr etwas und nicht Nichts.
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Mann kann zwar schon vom "Sein des Nichtseins" reden, bloss, mann kann auch von den 390 rosa Elefanten reden, die eben gerade über meine PC-Tastatur gehuscht sind.............
Was verleiht dem "Nichtsein" in deinen Augen Existenz?
Archibald
@ Shui:
Das Problem ist das: Umgangssprachlich gesehen gibt es soetwas wie eine Existenz der Nichtexistenz ("in meinem Portemonaie IST kein 500 Euro-Schein", "Die 390 rosa Elefanten, die eben über die Tastatur gehuscht sind, EXISTIEREN nicht", usw.), aber, philosophisch gesehen muss man dann doch eine Differenz zwischen dem Umgangssprachlichem und dem Realen feststellen.
Archibald
@ Rhetorix:
Du meinst also "zu sein" oder aber "nicht zu sein" seien keine Eigenschaften einer "Sache" ?
Was aber wäre dann (z.B.) eine Eigenschaft, und, wie definierst du "Eigenschaft" (einer "Sache"

?
X-Files85
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Original von Archibald
Mann kann zwar schon vom "Sein des Nichtseins" reden, bloss, mann kann auch von den 390 rosa Elefanten reden, die eben gerade über meine PC-Tastatur gehuscht sind.............
Was verleiht dem "Nichtsein" in deinen Augen Existenz? |
1. Deine Antwort zu Shuis Beitrag was die Existenz der Nichtexistenz angeht: Du meinst wohl die mentale Inexistenz bzw. Intentionalität. Denn nach Brentano (der den Begriff Intentionalität in die philosophische Diskussion einführte), Husserl, Searle usw. ist das Bewusstsein intentional, aber nach Searles Betrachtungen sind nicht alle Bewusstseinsweisen intentional d.h. es kann auch Bewusstsein geben, dass nicht selbst lenkend in dem Sinne ist auf etwas selbstständig gerichtet zu sein, sondern auf etwas unselbstständig gerichtet zu werden.
2. Zu deiner Frage:
Ich würde mal sagen nur das Anhängsel -sein. Wenn du das Anhängsel wegnimmst, wäre das Wort nicht nur bedeutungslos sondern in gewissem Maße unvollständig es lässt sozusagen darauf warten mehr ''zu sein'' und zwar ''zu sein''. Nur wenn etwas ist ist es und nichts ist nichts, schließt sich selbst aus.
Das was du mit ''keinen 500 € Schein im Portemonnaie haben'' aussagst ist doch ein 500 € Schein bzw. deine Vorstellung von einem 500 € Schein in deinem Portemonnaie verstanden als Möglichkeit der Zustandsänderung bzw. als potenziell möglich. Ein Mittelding gibt es nicht (Satz vom ausgeschlossenen Dritten).
Archibald
@ Files:
Die Antwort mit der "potenziellen Möglichkeit" fand ich gar nicht so schlecht. Im konkreten Bereich macht sie Sinn, aber, macht sie auch Sinn im Allumfassenden-Metaphysischen?
X-Files85
| Zitat: |
Original von Archibald
Die Antwort mit der "potenziellen Möglichkeit" fand ich gar nicht so schlecht. Im konkreten Bereich macht sie Sinn, aber, macht sie auch Sinn im Allumfassenden-Metaphysischen? |
Ja, das Allumfassende-Metaphysische wie du es ausdrückst ist doch gerade die Möglichkeit zu sein, zuerst nur dunkler bewusst um dann je nach Neigung intentional klarer bewusst zu werden. Ob dies dann wirklich zutrifft hängt davon ab wie nötig es ist zu sein und vor deinen Augen und deinen anderen Sinnen zu erscheinen und der Übereinstimmung aller anderen Monaden sozusagen eine Übereinstimmung -kunft, ein Mittelding in die Welt zu setzen. Jede Monade verstanden als Zentrum der Aufnahme und Vereinheitlichung im Ich-Punkt (nach Leibniz als Spiegel des Universums) bzw. der transzendentalen Subjektivität (Bewusstsein nach E. Husserl) kann ein Teil dazubeitragen psychophysisch-waltend gestalterisch zu wirken d.h. den Körper als biomechanische Ergänzung des eigenen Wesens zu erfassen in bestimmte Richtungen frei bewegt zu werden in gewissen Maße auf bestimmte Art und Weise bewegt zu werden. Wir sprechen hierbei auch von der Individualität bzw. Einzigartigkeit.
Bevor man aber zu solchen Gedanken kommt muss man nach der ursprünglichen Geltung der philosophischen Fragestellung als eigentlicher Urheber (Vollzugs-Ich) der Fragen in kategorialer Anschauung phänomenologisch-eidetisch reduzierend fragen indem man assoziativ die eigenen Gedanken zurückfolgt wie man zu der Fragestellung gelangt sei die zu eben dem Schluss kommt. Gewissermaßen nach den ersten Gründen fragen und ob es überhaupt vernünftig ist.
Archibald
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Original von X-Files85
Ja, das Allumfassende-Metaphysische wie du es ausdrückst ist doch gerade die Möglichkeit zu sein, zuerst nur dunkler bewusst um dann je nach Neigung intentional klarer bewusst zu werden................ |
@ Files:
Ich glaube, du sprichst hier gar nicht vom "Allumfassenden-Metaphysischen", sondern, von einer einzelnen Seeleneinheit, die gerade versucht, sich selber für Gott zu halten...........
Das "Allumfassend-Metaphysische" (A) hat mit dem Bewusstsein (B)allerdings nur insofern was zu tun, dass das "B" ein Teil von "A" ist.
X-Files85
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Original von Archibald
Ich glaube, du sprichst hier gar nicht vom "Allumfassenden-Metaphysischen", sondern, von einer einzelnen Seeleneinheit, die gerade versucht, sich selber für Gott zu halten...........
Das "Allumfassend-Metaphysische" (A) hat mit dem Bewusstsein (B)allerdings nur insofern was zu tun, dass das "B" ein Teil von "A" ist. |
Und was gibt es über dieser Seeleneinheit? Kannst du mir eine evidenzbasierte Begründung liefern ohne dich vage zu äußern was es neben, über, unter Bewusstsein gibt? Bitter sage mir was du unter ''Allumfassend-metaphysisch'' verstehst. Ein waltendes Prinzip verstanden als Durchziehung einer unsichtbaren Struktur durch alle Wesen und des Seins und Erscheinungen? Denn was sich ausdrücken lässt, lässt sich klar ausdrücken, ein Mittelding oder eine ungefähre Größe ohne Bezug gibt es nicht! Es gibt nichts Unbezügliches.
Archibald
@ X-Files:
Na gut, ich versuche es mal:
1) Ich kann natürlich sagen, es gibt nichts neben dieser Seeleneinheit (x), und, alles, was nicht dazu gehört, ist entweder eine Projektion dieser (Seeleneinheit) oder, es ist unwesentlich.
Ich kann aber auch "x" anders definieren: "x" ist der Lautenschlumpf aus dem Ü-Ei, das ich gerade eben gekauft habe.
Nun erkläre mir mal bitte, wie du darauf kommst, es gabe noch andere Dinge ausser diesem Schlumpf.............
Und, selbst wenn dir was passendes einfällt, dann kann ich immer noch sagen, dass
1.1) Alle anderen Dinge eine Projektion dieses Schlumpfes sind,
oder aber,
b) Alle anderen Dinge unwesentlich sind.
Unter Allumfassend-Metaphysisch verstehe ich die Gesammtheit allen Seins, welche insofern abstrakt (und somit metaphysisch) ist, als, dass jedes "konkrete" (also durch einen Begriff versymbolisierbare) dieses Seins eine eigene Einheit einer "Sache an sich" bildet, welche sich dadurch auszeichnet, das diese "Sache an sich" durch elementare Eigenschaften ausgezeichnet wird, welches diese Sache erst zu dem machen, was diese Sache selber ist; ein "Tier" (z.B.) ist ein "Tier an sich", nicht aber zwingend ein Affe, Hund oder eine Biene.
Trotzdem ist nicht alles Sein "ein Tier", aber, trotzdem ist jedes (konkrete) Tier ein Tier (an sich).
X-Files85
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Original von Archibald
1) Ich kann natürlich sagen, es gibt nichts neben dieser Seeleneinheit (x), und, alles, was nicht dazu gehört, ist entweder eine Projektion dieser (Seeleneinheit) oder, es ist unwesentlich.
Ich kann aber auch "x" anders definieren: "x" ist der Lautenschlumpf aus dem Ü-Ei, das ich gerade eben gekauft habe.
Nun erkläre mir mal bitte, wie du darauf kommst, es gabe noch andere Dinge ausser diesem Schlumpf.............
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Drück dich mal klarer aus. Ich hab schon mitbekommen, dass du dich gerne in Rätseln ausdrückst, du kannst aber auch versuchen deinen Gedankengang ''möglichst'' genau bzw. nachvollziehbar wiederzugeben. Ehrlich gesagt weiß ich überhaupt nicht was du damit meinst!
Vielleicht versteh ich ja auch deine Logik nicht!
Archibald
@ X-Files:
Wenn du sagst: "Was gibt es über dieser Seeleneinheit?", dann hört sich das für mich so an, als ob diese Seeleneinheit das zentrale Maß der Dinge wäre, und, alles andere sind deren Projektionen. (Am Besten, du klickst hier im Forum mal die "Baumstruktur" an, sonst kommt es zu Mißverständnissen). Dann habe ich einfach mal in Frage gestellt, ob statt dieser "Seeleneinheit" nicht vieleicht doch der "Lautenschlumpf" das Maß der Dinge sein könnte.............
X-Files85
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Original von Archibald
Wenn du sagst: "Was gibt es über dieser Seeleneinheit?", dann hört sich das für mich so an, als ob diese Seeleneinheit das zentrale Maß der Dinge wäre, und, alles andere sind deren Projektionen... |
Genau, sie ist das zentrale Maß oder gibt es etwa Bewusstseinsunbezügliches d.h., das nicht denkbar wäre und doch ist? Das wäre ein innerer Widerspruch!
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